Tails 3.2 verfügbar, BlueBorne-Fix und Linux Kernel 4.12

Die Entwickler der Linux-Distribution Tails, die zur Sicherstellung der Privatsphäre im Internet dienen soll, haben die neue Version 3.2 freigegeben. Neben kleinen Verbesserungen gibt es dort diverse Sicherheitsfixes. Die Maintainer der Distribution empfehlen aus Sicherheitsgründen dringend den Umstieg auf diese Version.


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Was ist Tails?

Für Blog-Leser, die mit dem Kürzel ‘Tails’ (Schwänze) nichts anfangen können, eine kurze Erklärung. Tails ist eine auf Debian basierende Linux-Distribution. Und das Kürzel Tails steht für The Amnesic Incognito Live System.

Ziel von Tails ist es, Privatsphäre und Anonymität des Nutzers, u.a. durch Verwendung des Tor-Netzwerks, zu gewährleisten. Daher kann Tails direkt von einer Live-DVD oder einem USB-Stick gebootet werden und hinterlässt dann keine Spuren auf dem genutzten Computer. Auf der Tails-Seite wird dies so beworben:

Tails ist ein Live-Betriebssystem, das darauf ausgerichtet ist Ihre Privatsphäre und Anonymität zu bewahren. Es hilft Ihnen dabei, das Internet so gut wie überall und von jedem Computer aus anonym zu nutzen, ohne dabei Spuren zu hinterlassen, sofern Sie dies nicht ausdrücklich wünschen.

Tails beinhaltet dazu verschiedene, im Hinblick auf die Sicherheit vorkonfiguriert, Programme wie einen Webbrowser, einen Instant-Messaging-Client, ein E-Mail-Programm, ein Office-Paket, einen Bild- und Audioeditor etc. Weitere Feinheiten lassen sich bei Wikipedia und auf der Tails-Seite nachlesen.

Tails 3.2 verfügbar

Tails Version 3.2 ist bereits seit dem 26. September auf der Tails-Seite zum kostenlosen Download verfügbar. In den Changelogs werden diverse Verbesserungen und Fixes aufgeführt.

  • So wurde die Basis auf de Linux Kernel 4.12.12 aktualisiert, um neuere Hardware zu unterstützen.
  • Der Mail-Client Thunderbird wurde von Version 45.8 auf 52.3 aktualisiert.
  • Bluetooth wurde deaktiviert, um gegen die BlueBorne Sicherheitslücke geschützt zu sein.
  • Der Schutz vor Angriffen durch Speicherüberläufe wurden durch ASLR+ maximal verbessert.
  • Der Zugriffe auf den D-Bus-Dienst von Pidgin wurde deaktiviert, um zu verhindert, dass andere Anwendungen die Konfiguration verändern können.

Es gibt kleinere Verbesserung wie PPPoE-Unterstützung oder einen BookletImposer, um PDF-Dokument in Booklets zu konvertieren. Die neue Tails 3.2-Version benötigt aber einen 8 GByte großen USB-Stick, um das Live-System zu speichern. (via)


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