IoT: Nachholbedarf bei der Sicherung des Smart Homes

Wenn sich immer mehr smarte Geräte (IoT-Geräte) in den sogenannten Smart Homes befinden, gilt es auch diese abzusichern. Vom Sicherheitsanbieter Bitdefender sind mir ein paar Informationen in die Finger gefallen. die ich euch nicht vorenthalten will.


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Waren das noch Zeiten, wo man einen Virenscanner für den einzigen, im Haushalt vorhandenen PC kaufte. Heute ist unser Zuhause zu einem Smart Home geworden. Smart-TVs, Audio-Video-Systeme, Sensoren, Thermostate, drahtlose Heim-Überwachung und andere IoT-Geräte summieren sich schon zu durchschnittlich 11 Geräten in jedem Haushalt – Tendenz steigend. Davon sind:

  • 14% drahtlose Sensoren für die Heimsicherheit
  • 14% drahtlos verbundene Thermostate
  • 19% drahtlose Heimüberwachung

Es sind sich aber auch schon 8 % smarte Türschlosser und 9% smarte Kühlschränke im Einsatz. Und wer denkt an die 8 % drahtlos betriebenen Babyphones, die durch die Gegend funken. Auch wer nicht bewusst auf IoT und Smart Home setzt, kommt irgendwie nicht an dem Thema vorbei. Das ist mir bei der Auswertung der Bitdefender-Infografik klar geworden.

Keine Absicherung der IoT-Geräte

Viele Anwender nutzen zwar eine Cyber-Security-Lösung (Virenscanner, Internet Security Suite), die üblicherweise jedoch nur ihren PC umfasst. Wenn es hoch kommt, ist noch ein Virenschutz auf Mobilgeräten installiert, aber die im Smart Home vernetzten IoT-Geräte bleiben ungeschützt. Und dies, obwohl

  • 58% persönliche Daten auf PCs und Notebooks
  • 26% persönliche Daten auf Smartphones
  • 27% persönliche Daten in der Cloud

speichern. Anwender sorgen sich daher zurecht darum, dass ihr Smart Home und mit dem Netzwerk verbundene Geräte nicht komplett abgesichert sind. Es könnten (und können) ja Hacker aus der Ferne die Kontrolle erlangen und auf private Daten zugreifen, die auf diesen Geräten gespeichert sind.

  • 53% der Befragten befürchten einen Identitätsdiebstahl
  • 53% fürchten sich vor einem Zugriff Fremder auf sensible Informationen
  • 53% geben an, Angst vor der Infizierung der Geräte mit Computerviren zu haben.

Im Hinblick auf die Frage zum Verlust wichtiger Daten habe ich in der Infografik aber keine Informationen gefunden.

Befragung durch Bitdefender

Bitdefender hatte dazu kürzlich eine umfassende Befragung durchgeführt, aus der die oben genannten Zahlen stammen. In einer Stichprobe wurden im April 2017 insgesamt 514 Interviews durchgeführt. Demnach sind sich Nutzer smarter Geräte in Deutschland zwar der Gefahren der Cyberlandschaft immer bewusster. Dennoch gibt es großen Nachholbedarf bei der Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen.

  • So fühlt sich eine Mehrheit (53 Prozent) mit der Zunahme der smarten Geräte in ihren Haushalten weniger sicher.
  • Gleichzeitig geben 40 Prozent der Nutzer von Smart TVs an, das Passwort ihres vernetzten Fernsehers noch nie geändert zu haben.
  • Ähnlich sieht es bei Updates aus: 32 Prozent der Smartphone- und 48 Prozent der Smart TV-Nutzer bestätigten bei der Onlinebefragung von über 500 Deutschen im April 2017, dass sie noch nie ein Firmware-Update ihres Gerätes durchgeführt haben.

Nachfolgend lässt sich die Bitdefender-Infografik abrufen, die die Kernaussagen der Befragung nochmals optisch aufbereitet.


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Bitdefender IOT-Security
(Infografik Bitdefender, Zum Vergrößern klicken)

Hinweise zur Datenerhebung

Datenerfassungsmethode: Online-Datenerfassung aus dem iSense Solutions Online-Panel.

Stichprobe: 514 Interviews im April 2017

Repräsentativität: Die in diesem Bericht verwendete Stichprobe ist repräsentativ für die Smart-Device-Anwender mit Wi-Fi-Anschluss in Deutschland (auf Alters-, Geschlecht- und Regionsebene) über 18 Jahre. Fehlertoleranz ist +/- 4,32 Prozent bei einem Konfidenzintervall von 95 Prozent. Smart Device User wurde definiert als eine Person, die mindestens 2 Smart Devices besitzt und benutzt (1 klassisches Gerät und 1 Gerät der neuen Generation).

  • Klassische Geräte: Smartphone, Tablet, PC mit Windows, Apple/ MacBook Laptop etc.
  • Geräte der neuen Generation: Smart TV, Smart Fitness Armband, Drone oder kabellose Heimüberwachung

Bitdefender ist ein globales Sicherheits-Technologie-Unternehmen und bietet End-to-End Cyber-Security-Lösungen sowie Advanced Threat Protection für über 500 Millionen Nutzer in über 150 Ländern an. Weitere Informationen sind unter www.bitdefender.de verfügbar.


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1 Response to IoT: Nachholbedarf bei der Sicherung des Smart Homes

  1. schattenmensch sagt:

    Selbst wenn auf jedes Gerät eine Schutzsoftware installiert ist, so kann die auch nur bedingt schützen. Die Schutzsoftware greift hierzu auf ihre Signaturen und Verhaltensanalyse zurück und sendet ggf. durch Cloudanbindung verdächtige Dateien zum Hersteller. Wie jeder wissen sollte, geht der Schutzsoftware immer mal ein Schadprogramm als ungefährlich durch. Die Schutzsoftware kann allerdings nicht vor schlechter Programmierung der jeweiligen Geräte schützen. Liest man sich beispielsweise Berichte der c’t durch, so fallen Iot-Geräte durch teils massive Sicherheitslücken auf. Durch Iot-Geräte macht man sich eigentlich noch angreifbarer nach außen. Ganz zu schweigen davon das die Iot-Geräte oftmals auch ziemlich geschwätzig nach Hause telefonieren.

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