Surface Pro 2017: Microsoft trickst beim 1 TB SSD-Modell

Es ist eine etwas merkwürdige Geschichte: Käufer eines Surface Pro (2017)-Modells mit 1 Terabyte SSD-Speicher bekommen zwei SSD-Module a 512 GByte geliefert. Das kann zu Irritationen führen, wenn der Benutzer bei der Neuinstallation die SSDs löscht. Und Windows 10 meint, die SSD defragmentieren zu müssen.


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Surface Pro (2017) mit 1 TB SSD

Microsoft bietet das neue Surface Pro (2017) in diversen Ausstattungen bezüglich der SSD-Größe an. Auf der Webseite lässt sich auch ein Modell mit 1 Terabyte SSD ordern.

Surface Pro (2017)

Es soll ja Leute geben, denen die 3.099 Euro, die das Gerät kostet, egal sind. Und mit 16 GByte RAM sowie einer 1 Terabyte SSD hat man schließlich etwas feines …

Das Surface kommt mit zwei 512 GB SSDs

Woody Leonhard hat es bei Computerworld thematisiert: Die betreffenden Modelle werden aktuell wohl mit zwei 512 GByte SSDs ausgeliefert (das Surface Pro 4 hatte eine 1 TB SSD). Das spart Microsoft wohl einiges an Herstellkosten, da 1 TByte SSDs teurer als zwei 512 GByte SSDs sind.

Surface Pro
(Surface Pro, Quelle: Microsoft)

Ob das Ganze aus zwei separat aufgelöteten SSD-Chips besteht, oder ob da zwei 512 GB SSDs zu einem Modul in einen Chip gepackt wurden, kann ich nicht beurteilen. Der iFixit-Teardown hat wohl ein Gerät mit geringerer SSD-Speicherkapazität zerlegt. Aber den Beweis, dass zwei SSDs verbaut sind, liefert folgender Screenshot, der in diesem Microsoft Answers-Forenthread gepostet wurde.

Windows 10: SSD-Defragmentation

Die beiden SSDs sind im Surface als Storage Space-Laufwerk mit einer Kapazität von 1 GByte (Netto 952 GB) konfiguriert. Gut, in Summe bekommt der Käufer seine 1 TB SSD-Kapazität, wenn auch die Microsoft-Store-Seite nichts von zwei 512 GByte SSDs erwähnt (ich habe jedenfalls nichts gefunden).


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Die Probleme fangen an

Bei Microsoft Answers gibt es diesen Forenthread, wo ein Benutzer mit einem Surface Pro 2017 mit 1 TByte SSD aufgeschlagen ist.

I have a new Surface Pro with a 1TB drive.  Teh drive is actually two 512GB in a 1TB storage space (like RAID 0).

Dort findet sich die Aussage, dass im Gerät zwei 512 GByte SSDs verbaut und als 1 TB Storage Space konfiguriert sind. Also die gleiche Aussage, die mit obigem Screenshot belegt ist. Und damit fangen die Probleme an.

Problem 1: Defragmentierung meint Defragmentierung

Der Nutzer wundert sich, dass eine Defragmentierung durch die Drive Optimization durchgeführt wird:

I see Drive Optimization is on to run weekly. I have read that defrag of SSD is not needed.  Should this be turned off?

Seine Bedenken: Die Defragmentierung ist für die SSD schädlich und sollte nicht durchgeführt werden. Mark Ole von Microsoft schreibt in seiner Antwort:

By default, Optimize Drives, previously called Disk Defragmenter, runs automatically on a weekly schedule at the time set in automatic maintenance. Windows 10 can identify the proper optimization for different types of storage devices. Once Windows 10 recognizes the SSD, it will perform TRIM. It’s a command that informs a solid-state drive (SSD) which file space are no longer in use and can be wiped. This helps improve your SSD’s performance. So, we suggest that you leave it on.

In Kurzform: Der Benutzer soll die Funktion Drive Optimization (früher Disk Defragmentierung) weiter laufen lassen. Intern würde Windows 10 die SSD erkennen und dann nur ein TRIM ausführen. Theoretisch hat er wohl Recht, in der Praxis wird ihm in in einem anderen Thread widersprochen. In diesem MS Answers-Forenthread findet sich folgender Screenshot:

Der Screenshot zeigt, dass die beiden SSDs von Optimize Drive analysiert und dann defragmentiert werden. Wenn die Anzeige nicht fehlerhaft ist, sprich es wird defragmentieren angezeigt, aber ein TRIM ausgeführt, dürfte das gar nicht gut für die SSDs sein. Der Nutzer schreibt:

While I appreciate having a software RAID 0 on a tablet this size, its ridiculous that Microsoft’s own software does *not* recognize underlying SSD hardware and cannot TRIM the storage, instead running a defrag operation when I try to optimize.

I figure the Surface Pro 4 1 TB had a single 1 TB device in it. This one has two 512 TB devices, which probably save Microsoft some money. It would have been nicer, of course, had they released a 2 TB model of the device – or even 4 TB, as you already have 2 TB M2 form factor drives, and you could combine those for a total of 4 TB storage on a 12″ tablet! That would have been something.

Er hat wohl auch ein Modell mit den zwei 512 GByte SSDs, und Windows 10 erkennt offenbar nicht, dass es sich um SSDs handelt. Damit wird die SSD defragmentiert, statt dass ein TRIM ausgeführt wird. Die Diskussion fand im August 2017 statt. Es gibt im Thread noch zwei Hinweise: Barb Bowman schreibt, dass das Erkennen der SSD bei Storage Space im Windows 10 Fall Creators Update behoben werden soll. Allerdings gibt es keine Rückmeldung, dass das auch wirklich passiert ist. Ein weiterer Poster schreibt:

The 1st through 3rd generation SSD/eMMc (flash) chips did have an issue in defrag but the current chips on the market are refined and do not have a problem.

You should not have to worry about fragmentation.  Unlike a hard disk, when a defrag is performed, the data is lifted off the storage and re-written and the blank space is formatted (TRIM, if you will).

It does shorted the life span if you perform it but these machines do not last long enough to reach ‚end of life‘.

I wouldn’t worry about it.  Even fragmented, the I/O speed is so fast, you can’t tell the difference even if the storage is full.

Die neuesten SSD eMMC Flash-Chips lassen sich von einer Defragmentierung angeblich nicht mehr beeinflussen. Beim Defragmentieren würde ein TRIM ausgeführt, was zwar die Lebensdauer der SSD-Zellen verkürzen könne. Aber die Lebensdauer des Geräts (Surface Pro) sei kürzer als die Lebensdauer der SSD, so dass dies nicht zum Tragen komme. In diesem MS Answers-Forenthread kommt jedenfalls folgende Aussage:

Disable any defrag schedule from the defrag app GUI because Microsoft will otherwise burn your SSD a little bit every week on schedule. Remember, perseverance always pays off!!!

Run defrag.exe from the command line with the /l parameter to force a trim. So, for example, defrag c: /l. This *seems* to work.

Steht konträr zu den obigen Aussagen im Hinblick auf die Defragmentierung. Ob das nun zutrifft, kann ich nicht endgültig beurteilen.

Problem 2: Neuinstallation von Windows 10

Das zweite Problem mit den zwei gesplitteten und als Storage Space aufgeteilten 512 GB SSDs kommt bei einer Neuinstallation von Windows 10 zum Tragen. Löscht ein Benutzer die Partitionen, werden anschließend zwei SSDs erkannt und Windows 10 wird auf einer installiert. Im Anschluss liegen dann zwei SSD-Laufwerke unter Windows 10 vor. In diesem MS Anwers-Forenthread ist ein Nutzer genau in dieses Problem gelaufen:

As we are finding out, the Surface Pro (2017) with 1 TB configuration comes with two separate 512 GB hard drives.  Microsoft uses Storage Spaces to combine them to 1 drive.  During testing, I have wiped the hard drives and the Storage Spaces configuration is lost.  After re-installing Windows 10, I now have 2 separate 512 GB hard drives.  I need to combine the two to be shown as a single 1 TB drive again like how it was out of the box.  I am unable to create a Storage Space drive within Windows to include the boot drive.  It appears it needs to be done before Windows is installed.  How do we manually re-create this?

MVP-Kollegin Barb Bowman konnte über interne Kontakte von Microsoft die Lösung für dieses Problem erfahren.

I was informed that the new release of the Surface Data eraser can put the drives back together. Download from here.

Create a USB drive, boot from it, and run it.  It will put the drives back together and then  you can use the downloadable recovery image from here to reimage the drive.

Das Problem lässt sich also auch lösen – elegant ist das aber nicht wirklich. Fairerweise muss man aber sagen, dass es vermutlich nur sehr wenige Leute mit einem 1 TB SSB Surface Pro 2017 gibt. So richtig schön ist das aber auch nicht, was Microsoft da vorgelegt hat – oder?

Symantec Endpoint Protection läuft nicht

Ach ja, fast hätte ich vergessen, das dritte Problem zu erwähnen. Woody Leonhard hat es aber hier aufgegriffen. Auf der Maschine läuft kein Symantec Endpoint Protection. Die Begründung ist recht einfach.

Symantec Endpoint Protection (SEP) client cannot be installed to storage space drive.

Die Botschaft ist klar: Das ist by-design, der SEP-Client kann nicht auf Storage-Space-Laufwerken installiert werden.

Ergänzung: Man könnte nun noch versuchen, bei einer neuen Windows 10-Installation den Speicherpool mit den beiden SSDs aufzusetzen. Dumm ist allerdings, dass die Funktion Speicherpool (Storage Spaces) seit Windows 10 Anniversary Update (V1607) mit einem Bluescreen und dem Stop-Fehler 0x32 aussteigt. Tolle Wurst von Microsoft.

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14 Antworten zu Surface Pro 2017: Microsoft trickst beim 1 TB SSD-Modell

  1. Martin Feuerstein sagt:

    „Das Surface kommt mit zwei 512 MB SSDs“ :-)

    • Günter Born sagt:

      Du hast Recht – ich hab’s korrigiert. Ich bin einfach noch in den Anfängen der Rechentechnik verhaftet. Hinter mir steht ein ZX 81, den ich seinerzeit mit einem schmutzigen Trick – ein Stück Draht und ein Logikchip Diode zur Invertierung des Addresssignals – über einen Huckepack aufgelöteten 4 KByte RAM-Baustein auf die sagenhafte Kapazität von 8 KByte aufgerüstet habe. Das Teil ist mir beim Ausräumen des Elternhauses in die Finger gefallen. Zu diesen Zeiten waren GByte unvorstellbar – in der Firma hatten wir eine 1 Megabyte große Festplatte, groß wie einen Kühlschrank. Das bleibt haften – und tapse ich immer wieder in die MB/GB-Falle ;-).

      PS: Werde zum Sonntag mal diese Zeitkapsel öffnen und einen Rückblick im Blog posten.

  2. FireFreezer sagt:

    Es gibt noch einen Aspekt, den man nicht ganz vergessen sollte. Das Risiko verdoppelt sich bei zwei SSDs in diesem quasi-RAID0-Modus, das durch den Ausfall einer SSD alle Daten verloren gehen. Sicherlich kann dies auch passieren, wenn es nur eine SSD ist. Aber wie gesagt, das Risiko verdoppelt sich nun einmal und egal, wie selten es bei SSDs der Fall ist, es könnte immer mal ein faules Ei dabei sein. Und man weiß ja, wie gerne viele das Thema Backup vernachlässigen, bzw. gar nicht im Blick haben.

    Ich weiß auch nicht, ob man dieses Surface Pro rein theoretisch erweitern (lassen) könnte um eine weitere SSD nachzurüsten, aber dann könnte das auch noch einmal Thema sein. Nicht alle werfen solche Dinge nach 1-2 Jahren wieder weg, weil sie sich ständig neues Zeug kaufen.

    So oder so, als Kunde würde ich mir ziemlich verarscht vorkommen. Bei Microsoft ist eben nur eines Pro: Der Preis.

    • Günter Born sagt:

      So, wie die Surface Pro 2017 gefertigt sind, ist es imho mit Erweiterungen praktisch ausgeschlossen. Die SSDs sind aufgelötet und das Gerät scheint wohl auch nur schwer demontierbar zu sein.

    • Tim sagt:

      “ in diesem quasi-RAID0-Modus“

      Erwähnst Du jetzt Raid 0 weil du die Hoffnung hast, das MS diesen nutzt um die hoffentlich ordentliche Leistung der SSDs noch weiter erhöhen zu können?

      Hört sich alles jedoch eher schlicht nach Volumen erweitern an, als nach Raid 0.
      Dann erklärt sich vielleicht auch, warum die Defragmentierung ungewöhnlich reagiert.
      Alles schick Software basierend, wie Windows es schon zu 2000er Zeiten konnte und eben mit den gleichen Haken.

      MS denkt hier vermutlich wie anderere Hersteller. Die Kunden wollen halt nur eine große Partition sehen… Wenns neben einem C: ein D: gibt, steigen die Leute gedanklich schon aus, weit vor der Backup Problematik.

      Ob Raid 0 mit nur 2 SSDs Heimanwendern noch wirklich Vorteile bringen würde, die bewusst einen Nutzen mitbringen… na ich weiß ja nicht.
      Schneller vielleicht etwas, aber auf Softwarebasis nicht effektiv deutlich…

      • FireFreezer sagt:

        1. Nein.

        2. Auch die englischen Rückmeldungen der Nutzer lesen.

        3. Traue ich es Microsoft durchaus zu, das sie es versuchen.

        Fakten:

        – Das gleiche Verhalten gibt es nicht nur unter W2000, sondern sehr wohl auch unter Windows 7, 8(.1) und 10.

        – SSD’s werden von Windows prinzipiell nicht mehr als solche erkannt, sobald sie in einem Verbund arbeiten, egal in welchem Modus (das beinhaltet AUCH Raid 0, 1, usw.). Getestet mit mehreren verschiedenen SATA und NVMe SSDs.

        – Letzteres kann mit der Änderung eines simplen Registry Key’s aber wieder behoben/erzwungen werden. Meiner Meinung nach die elegantere Lösung, als manuell getriggerte TRIMs über die Kommandozeile/Aufgaben.

        – Eine andere Thematik durch Raid0 ist z.B. bei NVMe SSDs möglich. Diese können sich bei andauernd hoher Geschwindigkeit doch ziemlich erhitzen und drosseln dann. Die abwechselnden Zugriffe können das Problem verringern. Also weniger eine Beschleunigung, als eher eine „Drosselungsvermeidung“. In der Praxis dürfte das aber bei Heimanwendern keine Rolle spielen.

        • Tim sagt:

          *lach* Du das war kein Angriff auf Dich… Ich halte nur den Gedanken an Raid 0 an dieser Stelle für sehr weit her geholt.

          „– Das gleiche Verhalten gibt es nicht nur unter W2000, sondern sehr wohl auch unter Windows 7, 8(.1) und 10.“

          Hab ich was anderes behauptet? Seit spätestens W2000 kann Windows sowas und ja, das beinhaltet auch alle Nachfolger bis zu Win10 heute. Noch sind diese Features enthalten. Aber da es nur 2 SSDs im Surface sind, wäre ein minimal Raid 0 noch frikeliger als es MS mal ursprünglich empfohlen hat… 3 Platten gesamt, 2 bilden das Raid 0 und auf der letzten befindet sich halt Windows welches das Raid 0 softwareseitig anbietet und ermöglicht. Das war ja die stabile Grundidee vom Softwareraid unter Windows.

          Warum sollte MS überhaupt versuchen wollen durch Raid 0 die SSDs „schneller zu machen, es geht doch um ein mobiles Gerät mit entsprechend langsamen Verbindungen.
          Selbst wenn der Durchsatz für große Dateien ansteigt, die man dann schneller lokal von Verzeichnis zu Verzeichnis kopiert, hast du schon Mal Verluste bei kleineren Dateien. WIchtiger ist aber: Welche normalsterbliche WLan/Lan Verbindung soll denn bitte den Durchsatz eines SSD Raid 0 bedienen? Das ist Quatsch.
          Es geht um ein Endgerät und nicht um ein Rechenzentrum!

          Daher mein persönliches Fazit:

          Sinnvoll war für MS einfach nur aus zwei Laufwerken für die Nutzer eines zu schaffen.
          Warum auch immer!
          Raid 0 war nie auch nur einen Gedanken wert bei der Planung des Surface… Softwareseitig nicht und erst recht nicht Hardwareseitig, weil viel zu teuer und halt blödsinnig für diese Geräteklasse.

          Und wenn man die Probleme hört auf die MS durch diese wiedermal blöde Idee trifft, dann erklären sich diese halt so, wie du selber es schon beschrieben hast und die ich die Haken nenne, die man aus der Praxis eben seit Win2000 schon im Hinterkopf hat.

          Man verkauft bei MS halt gerne mögliche Fehlerquellen als Feature, weil irgendwer ne tolle Idee hatte. Hier eben die aus 2 mach 1 Idee…

  3. Rolf Dieter sagt:

    „Das spart Microsoft wohl einiges an Herstellkosten, da 1 TByte SSDs teurer als zwei 512 GByte SSDs sind.“
    Wo?
    Amazon sagt da was anderes.
    Bsp. Samsung.
    Weder bei den Karten noch bei den 2,5″, weder bei den Standard noch bei der Pro sind
    diese teurer.
    Das Gegenteil ist der Fall.

    • Günter Born sagt:

      Ich hatte gestern einen kurzen Preisvergleich durchgeführt und kam auf ca. 80 Euro Differenz. Aber das ist eh nicht relevant, da MS die Chips ja verlötet, und wohl nicht im freien Handel erhältlich sind. Zudem: die Entscheidung für das Design muss ja irgendwann während der Entwicklung getroffen werden. Aus Jux und Dollerei werden die keine zwei SSD-Chips verlöten. Und 1 TB SSDs gab es z.B. schon beim Surface Pro 4. Einen gewichtigen Grund wird es wohl geben – und am plausibelsten erscheint mir immer noch der Preis – mag mich aber täuschen.

      Ergänzung

      Ich habe aus dem weiteren Microsoft-Umfeld (MS-Partner) folgende kurze Erklärung erhalten.

      Im übrigen kein Geheimnis, das war uns allen bekannt. Das Problem kommt daher dass es so große Chips einzeln noch nicht gibt, und ein separater Controller zusätzlich Platz und Strom benötigt hätte.

      Da ich mich wunderte, dass beim Surface Pro 4 eine 1 TByte SSD verbaut war, habe ich nachgefragt, und folgende Antwort bekommen:

      Das 2017er Surface Pro hat die beiden Chips auf das Board an den PCI Bus gelötet, es sind also keine richtigen SSDs. Das Pro4 hat eine NVME SSD in dem Sinne dass zwischen den beiden Chips noch ein Controller sitzt der aus den beiden Chips an den PCIe Bus anbindet. Dieser Controller ist entfallen, die Aufgaben des Controllers übernimmt jetzt Windows.

      Jetzt haben wir also die Erklärung: Für einen Controller war kein Platz, wodurch Windows die Arbeit übernehmen muss.

      • Rolf Dieter sagt:

        Ich vermute mal eher man verbaut Lagerware.
        Die haben einen Überschuss der weg muss.
        Das Lager ist wohl rappelvoll, da man sich mehr Verkäufe erhofft hat.
        Nur eine Vermutung.

  4. Ingo sagt:

    Interessant wäre die Frage, ob man den Storage Space dann auch umkonfigurieren kann zu einem mit Sicherheit. Dann hätte man schließlich die Möglichkeit, eine Spiegelung zu bauen. Und DAS wäre vielleicht für einige Leute wieder ein Kaufgrund.

    • Rolf Dieter sagt:

      Wenn ein RAID 0 möglich ist, wird auch ein RAID 1 möglich sein.
      Ich glaube jedoch nicht, dass ein RAID gebildet wird.
      Das wird ein eine Art von JOBD sein.
      Das hängt immer vom verwendeten Controller ab.
      Wie auch immer, es bleibt ein „Betrug“ am Kunden.

  5. Potrimpo sagt:

    Ich bin irritiert. Warum Storage Space und nicht Raid0? Mein S7-391 mit 2 128GB SSD funktionieren so völlig problemlos.

    • Rolf Dieter sagt:

      Es fehlt wohl der passende SATA Controller. Der verbaute kann wohl kein RAID.
      So wird der Umstand nicht per Hard- sondern per Software gelöst.

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