LTE für Zuhause: Mehr als Breitbandersatz

Heutzutage braucht eigentlich fast jeder eine schnelle Internetverbindung. Problem ist aber der Breitbandausbau in Deutschland. Kann der schnelle Mobilfunkstandard LTE die Lösung sein? Hier einige Informationen rund um dieses Thema.


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Ohne schnelles Internet wird es schwierig

Schnell, schneller, LTE! Der Mobilfunkstandard LTE (oder 4G, für vierte Generation) hat schon viel von sich Reden gemacht, speziell, wenn es um schnelles, mobiles Internet geht. Auch in ländlichen Gebieten stellt LTE mit dem richtigen Provider vernünftige Datenübertragungsraten bereit – wie ich selbst seit Jahren bei Aufenthalten in der ‘Internet-Diaspora’ feststellen kann.

Schnelles Internet dank LTE
(Quelle: Pexels/Pixabay CC0 License)

LTE kann aber auch eine Alternative für Zuhause sein, die umso willkommener ist, wenn dort sonst kein schnelles Internet wie beispielsweise per DSL möglich ist. Denn noch heute gibt es viele Gegenden in eher ländlicher Lage, in denen weder DSL noch Kabel-Internet verfügbar sind. Dank LTE ist es möglich, auch solche Regionen mit schnellem Internet zu versorgen.

Hier kann ich mit eigenen, leidvollen Erfahrungen über die letzten Jahre aufwarten. Meine Schwester, die in ländlicher Umgebung, auf einem Hof, fernab der üblichen Telekom-Verteilerstationen lebt, nutzt diesen Ansatz seit Jahren per LTE-Modem mit WLAN-Unterstützung zur Zufriedenheit. Und in der Nachbarschaft wird das wohl ähnlich gehandhabt. DSL ist dort aufgrund der Leitungslängen nicht möglich. Alternativen wie Internet per Satellit oder mobil, per UMTS, wurden nach längerer Erprobungszeit verworfen. Und ein ähnlicher Ansatz wird inzwischen von mir auch bei Aufenthalten bei den Schwiegereltern in diesem ländlichen Raum genutzt (obwohl dort DLS möglich wäre, aber für ein paar Tage Internet nicht wirklich lohnt).

LTE als Breitbandersatz?

LTE hat einen rasanten Ausbau hinter sich. War das Netz zu Beginn des Jahrzehnts noch eher grobmaschig, können die meisten Betreiber mittlerweile auf eine nahezu vollständige Abdeckung verweisen. Und das aus gutem Grund: der Ausbau des LTE-Netzes ist lange nicht so kostspielig wie der für kabelgebundenes Internet. Es müssen keine neuen Leitungen verlegt werden, denn ein einzelner Funkmast reicht bereits aus, um eine komplette Gegend mit schnellem Internet zu versorgen. Daher ist auch künftig mit einem schnellen Netzausbau und einer sich weiter ausdehnenden Verfügbarkeit zu rechnen.

Für potenzielle Nutzer durchaus lohnenswert, denn LTE ist einiges zu leisten imstande: Theoretisch sind bis zu 500 Mbit pro Sekunde im Download und bis zu 50 Mbit im Upload möglich. Damit ist LTE deutlich schneller als herkömmliches DSL und folglich mehr als nur eine Notlösung für jene, die bislang auf Breitbandinternet verzichten mussten. Dennoch sollte vor der Tarifauswahl ein Verfügbarkeitstest durchgeführt werden, denn eine 100-prozentige Abdeckung ist derzeit noch nicht gegeben, auch wenn der Ausbau mit Hochdruck vorangetrieben wird. Die Tests finden sich auf den Webseiten der jeweiligen Anbieter.

In den Fällen in meinem persönlichen Umfeld haben wir uns seinerzeit aber nicht auf diese Internetseiten der Mobilfunkanbieter verlassen, zumal dort die Abdeckung und Signalstärke als kritisch einzustufen war. Daher wurde vor Ort ein praktischer Test per Smartphone durchgeführt. Dabei wurde im Vorfeld auch ein Anbieter (außerhalb der nachfolgend genannten Provider), wegen der praktisch erreichbaren Datenrate im Mobilbetrieb, aussortiert. Zu erwähnen ist zudem, dass sich die Netto-Datenrate bei Mobilfunkverbindungen mit stärkerer Auslastung einer Funkzelle ändern kann – die verfügbare Bandbreite muss dann auf alle Nutzer aufgeteilt werden.

Die Tarife – noch wenig Auswahl

LTE-Tarife für Zuhause werden derzeit noch von relativ wenigen Unternehmen angeboten. In der Zeit, als ich in den oben genannten Fällen mit der Thematik befasst war, habe ich mich auch etwas mit der Tarifauswahl beschäftigt. Daher mein Tipp: Vor der Anschaffung einer LTE-Anbindung für die eigene vier Wände empfiehlt sich ein Vergleich der LTE-Tarife samt Konditionen. Ergänzung: Speziell das Thema Drosselung ist wohl immer noch ein Problem, wie sich aus den nachfolgenden Leserkommentaren ergibt. Die Preise, zu denen die ‘Flatrates’ von Vodafone und Telekom angeboten werden, dürfen in meinen Augen mittlerweile aber als halbwegs konkurrenzfähig angesehen werden.

  • Vodafone bietet seit Kurzem seinen GigaCube in Kombination mit Red- und Young-Tarif an. Für 24,99 Euro im Monat wird dadurch LTE für Zuhause möglich. Gesurft wird mit bis zu 150 Mbit pro Sekunde, wobei die Geschwindigkeit orts- und zeitbedingt auch geringer ausfallen kann. Die hohe Bandbreite ist jedoch mit einer Kontingentierung verbunden. Mit dem GigaCube stehen monatlich 50 Gigabyte zur Verfügung. Sind diese einmal aufgebraucht, wird die Geschwindigkeit auf 32 Kbit pro Sekunde gedrosselt. Eine praktische Lösung für Ferienwohnung oder Zweitwohnsitz bietet Vodafone mit dem Flex-Tarif. Die 24,99 Euro Grundgebühr wird nur dann fällig, wenn LTE auch wirklich genutzt wird.
  • Von der Telekom steht mit Call & Surf Comfort via Funk ein reiner LTE-Tarif zur Verfügung. Weiterhin gibt es Tarife mit sog. Hybrid-Internet, bei denen sich LTE und DSL gegenseitig ergänzen. Bei einem Störfall (oder ungenügender Datenrate) kann man einfach von DSL auf LTE oder umgekehrt wechseln. Der entsprechende Tarif, MagentaZuhause Hybrid S, ist bereits ab einem monatlichen Grundpreis von 19,95 Euro innerhalb des ersten Jahres zu haben. Gesurft wird mit 16 Mbit pro Sekunde. Schneller geht es mit den Tarifen MagentaZuhause Hybrid M und L, bei denen Datenübertragungsraten von 50 bis 100 Mbit/s möglich sind (beachtet den Kommentar hier und das ‚Kleingedruckte‘ der Telekom).

Erinnerungsmäßig nutzt meine Schwester dieses Modell mit einem dieser Tarife, wobei die Ergänzung durch DSL dort halt weg fällt. Ergänzung: In der ersten Fassung hatte ich geschrieben, dass die Telekom-Tarife ohne Drosselung auskommen. Gemäß den nachfolgenden Kommentaren von SebSonic ist dem nicht so. Also hier selbst recherchieren, ob und ab wann die Drosselung eintritt.


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Das richtige Datenvolumen finden

Wer seinen Internetanschluss intensiv nutzt, häufig Filme streamt oder Daten hoch- und herunterlädt, wird bald an die Grenzen des Inklusiv-Volumens stoßen. Ein HD-Film verschlingt pro Stunde etwa zwei Gigabyte, das einmalige Abfragen von E-Mails nur etwa 50 KB. Wer regelmäßig Online-Spiele spielt und/oder nicht ständig auf das Volumen achten möchte, dem empfehle ich, einen LTE-Tarif mit hohem Datenvolumen zu wählen – eine Drosselung scheint, entgegen meinen ersten Vermutungen, bisher leider immer noch zu existieren.

Anmerkung: Relevant ist alleine die Leistungsbeschreibung des jeweiligen Anbieters. Da steckt der Teufel oft im Kleingedruckten. Über die Auslastung der Funkzelle im jeweils konkreten Fall (beeinflusst die Nettodatenrate, die man nutzen kann) kann ich nichts sagen. Muss man selbst ermitteln. Zudem ist zu beachten, dass sich die Tarif-Details schon mal ändern können.

Nach dem Leserfeedback lässt sich festhalten: Wer einen schnellen Breitbandanschluss sein Eigen nennt, wird mit LTE für Zuhause keine Alternative bekommen. Wer dagegen mit Schmalspur-DSL oder gar ohne DSL unterwegs ist, für den dürfte – auch nach meinen bisherigen Erfahrungen – LTE schon eine Möglichkeit darstellen, halbwegs schnelles Internet zu nutzen. Auch Ende 2017 leidet das Ganze aber immer noch unter dem Problem, dass die Anbieter die Datenübertragung nach einer gewissen Datenmenge zu drosseln scheinen – darauf wird in den nachfolgenden Nutzerkommentaren mehrfach hingewiesen. Auch scheint die Nutzbarkeit je nach Anbieter und Standort unterschiedlich gut zu sein. Fazit: Eine echte Alternative zu einer schnellen DSL-Leitung ist LTE für Zuhause also nicht.


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30 Antworten zu LTE für Zuhause: Mehr als Breitbandersatz

  1. Axel sagt:

    Ich habe eine gespaltene Meinung dazu aufgrund eigener Erfahrungen.
    Familienbedingt Umzug aus der Stadt eben aufs Land. Dort ein RAM 2000-er Anschluss, bei dem im down max. 760 und im up max. 250 anlagen.
    Damit ist eine Nutzung des Internets schlicht nicht möglich. Telekom bot dann erstmalig die reinen LTE-home-Tarife an, jedoch ausschließlich mit Volumenbegrenzung. In Zeiten, in denen die Datenmassen immer mehr zunehmen eine Volumenbeschränkung!!
    Wir hatten 15GB pro Monat, da muss man sich teilweise schon überlegen, was man macht. Einmal Fotos in eine cloud hochladen um sie mit Freunden zu teilen und zack, mal eben 1 GB weg.
    Dann bot die Telekom die Hybrid-Tarife an und man versicherte mir in der Beratung, dass diese volumenungebunden sind. Der ausschlaggebende Punkt des Umstieges war, dass unser Anschluss nochmals getestet wurde und tatsächlich mit Ach und Krach den Mindest-DSL-Durchsatz erreichte, der für die Umstellung auf IP-Telefonie notwendig sei. Seitdem Hybrid-Router incl. Tarif, wobei Internet fast kontinuierlich nur über LTE läuft, da eben das DSL nicht annähernd Übertragung bietet.
    Aktueller Vorteil, der LTE-Zugang (wir haben nur 16MB/s, da uns zum Beispiel egal ist, ob das Video von youtube 2 min läd oder 5), an dem wir mit dranhängen, wird nur von sehr wenigen Personen genutzt, heisst, egal ob 16 poder 100MB/s, die max. mögliche Geschwindigkeit wird fast permanent erreicht. Sollten jedoch noch weitere Abnehmer hinzukommen, könnte das kritisch werden.
    Und, auch schon vorgekommen, wenn Funkstörungen, egal welcher Art auftreten, geht nichts mehr, auch der Telefonanschluss via DSL mag dann nicht, man ist quasi unerreichbar und abgeschnitten.

    • Günter Born sagt:

      Danke für diesen Erfahrungsbericht. Bei der Schwester wird das Internet in Sachen Video & Co. eher weniger genutzt. Und dass das Telefon oder der Strom bei Unwettern (Schneebruch, Sturm) früher mal über Tage weg war, kann ich aus meiner Erinnerung bestätigen (aber seinerzeit gab es noch Strom- und Telefonmasten). Telefon müsste längst unterirdisch verlegt sein – aber ich werde da mal interessehalber nachfragen.

      Meine eigenen Aufenthalte in der Internet-Diaspora sind einfach zu kurz, um da verlässliche Aussagen zu tätigen.

  2. Tim sagt:

    „Wer regelmäßig Online-Spiele spielt“, „Wer seinen Internetanschluss intensiv nutzt…“

    Das sind immer so Floskeln, die mich schon heftig stören mittlerweile.

    Was ist denn bitte eine intensive Nutzung in Zeiten von Netflix, 4K, 8K gestreamten Filmen und Streams und bei Spielen die mittlerweile immer Näher an die 100GB download Größe (mit Onlinezwang Zwang, selbst für Singleplayer) und das ohne den erforderlichen Day One Patch… und MS verteilt auch regelmäßig Patches, zusammen mit Android und Apple und selbst Geräte bei denen es gar keinen Sinn hat, haben heute eine App.

    Die 50 oder 100GB Volumen könnens wohl kaum sein, die sich TeleVodaphons da ausgedacht haben. Wir reden hier von heutzutage einem Spiel im Monat (nur download! ohne spielen), ein, zwei, drei geschauten Filmen und theoretisch nebensächlichen Updates fürs Betriebssystem und anderere Software vom Smartphone bis zum Lautsprechersystem, was auch immer das letztere in einem Netzwerk zu tun haben soll.

    Eigentlich sind solche Verträge mit Volumen nicht einmal für Leute gedacht, die „normal“ surfen, sondern nur für die, die den Mist zwar haben, aber nicht brauchen, dafür aber bezahlen!

    Dieses „DOLLE“ LTE kackt nämlich, wie alle Funk Vorgänger vorher, ziemlich sicher, genau an dem Tag ab, an dem das von vielen Nutzern aufgrund „guter Verträge“ mal breiter und größer angenommen wird. Dann bricht unter der Masse wieder alles zusammen… und dann mal schauen, was von der fetten Bandbreite dieser Funk Verbindung in der City von München, oder sonstwo, außer auf dem Dorf zur Mittagszeit noch übrig bleibt, wenns irgendwann mal nicht künstlich teuer gehalten und verknappt wird…

    Der Preis und die Einschränkungen ist/sind doch der letzte Grund dafür, das Leute überhaupt noch Festnetz Internet und Telefon buchen… aber eigentlich wärs ohne Kabel doch viel geiler… und so Mobil wie mein internetfähiger Kühlschrank in ein paar Jahren…

    • Günter Born sagt:

      Na ja, man kann natürlich Extrem-Nutzer als Maß aller Dinge heranziehen. Ich habe da eine viel trockenere Meinung: Wenn ich wegen dringender Familienangelegenheit mal wieder ein paar Tage dort vor Ort sein muss, habe ich nur folgende Möglichkeiten: Kein Internet, Internet mit angeblich UMTS (wobei ich auf 2G mit EDGE falle, und nix machen kann, weil dort noch Totzeiten von Minuten liegen), oder LTE mit einem der genannten Anbieter (Schwester nutzt den einen Anbieter, ich habe mobil den zweiten Anbieter). Da ist dann zumindest das übliche Arbeiten (Mailen, den Blog betreuen etc.) möglich.

      Dass ich intensiv Videos beziehe, steht da erst einmal außen vor. Ich hatte kürzlich jemandem die Internetverbindung freigegeben, damit der eine TV-Sendung sehen konnte. Da schmolz mein Freivolumen nur so dahin – und Windows 10-Benutzer werden mit Drosselung auch nicht glücklich – da bin ich bei dir. Nur an der Tarifgestaltung der Provider kann ich herzlich wenig drehen.

      Wer im digitalen Nirvana als Breitband-Habenichts sitzt, wird solche Angebote dankbar aufgreifen. Die Auswahl muss jeder auf Grund des eigenen Gusto treffen. Zumindest die Rückmeldungen aus der Familie Schwester und Nichte waren bei meinen letzten Erkundigungen, Anfang des Jahres, recht positiv. Und in deren Nachbarschaft sitzt jemand, der das wohl beruflich mit verwenden muss. Das ist der Spatz in der Hand versus Taube auf dem Dach …

      Wie das zukünftig bei entsprechend steigender Nutzerzahl pro LTE-Funkzelle ausschaut, wird man im Einzelfall sehen müssen. Für den von mir oben thematisierten Raum sehe ich das Problem eher nicht, da dort in den Dörfern DSL verfügbar ist, aber in Randbereichen, auf Aussiedlerhöfen etc. (also im ländlichen Bereich) auf LTE ausgewichen werden muss.

      • Tim sagt:

        Bei der Telekom (auch anderen…) müssten nur mal die Leute abgesägt werden, die von der Thematik überhaupt nichts verstehen…

        Wie kann ein Kommunikationsunternehmen im Jahr 2017 nur gleichzeitig Volumenverträge und Clouddienste anbieten, ohne das die Mitarbeiter aus der Volumenabteilung gefeuert werden?
        Das ist doch sowas von Gaga…
        Wer war doch gleich für die MS Cloud in D verantwortlich, oder eingespannt… ach JA! DIE.

        Verdient man wohl eher an Diensten, die genutzt werden, oder an Verträgen die kaum einer will, außer er wird dazu gezwungen? Das es überhaupt noch solche Ecken in Deutschland gibt, gehört doch zum Punkt, der zum schmunzeln einläd, außer man ist halt betroffen.
        Kein Wunder das sich Kabelanbieter dann bequem hinsetzen können und sagen, mehr wie Bandbreite XY macht keinen Sinn, das will kein Kunde… Doch schon, die meißten kennen nur sowas überhaupt nicht und kämpfen zum Teil noch mit UMTS.

        Mit so gestraften und geknebelten Kunden ist in Sachen Cloud und Dienste halt kein verdienst möglich. Und wenn man die dann fragt, ist eine 16000er Leitung natürlich reiner Luxus.

        Das sind die verlorenen Kunden der Tele-Anbieter um die sich keine Sau mehr kümmert.

    • Günter Born sagt:

      Noch eine Ergänzung – ist mir beim Frühstück klar geworden. Von dem, was wir hinter einzelnen Begriffen sehen, liegen wir weit auseinander – kein Vorwurf, es ist ein Generationenproblem.

      Mir ist nämlich eingefallen, dass ich schon mal Kommentare von dir las und mir die Kinnlade heruntergefallen ist, als ich deine Angaben, was ein modernes Spiel an Download-Volumen frisst, mit bekam. Das liegt weit jenseits dessen, was ich als typisch ansehe, wenn ich mir Online-Spiele vorstelle – hat aber wohl einen Nutzerkreis, für den LTE wohl eher nicht taugt.

      Und auch Generation Netflix mit 4K Videostreaming ist ein anderes Kaliber. Ich erinnere mich an einen Kommentar hier im Blog, wo ich die 4K-Funktionalität für ein Produkt erwähnte und die Rückmeldung kam ‚wer hat die Hardware dafür‘.

      Da gebe ich dir Recht, diese Fälle hatte ich beim Formulieren des letzten Absatzes nicht bedacht bzw. nicht auf dem Radar. Hier habe ich übrigens inzwischen (trotz schmalbandigem DSL) durchaus LTE – denn wenn die Internetverbindung streikt, und schnell was recherchiert werden muss, ist das mein Notnagel. Hab da meine einschlägigen Erfahrungen, dass DSL sporadisch über ein halbes Jahr Störungen beim Upload hatte (ging bis auf 0 zurück). Abgestellt wurde dies erst, als ich als Endanwender der Telekom nachwies, dass es in deren DSLAM-Komponenten ein Problem gab (und ein Techniker mir im Vertrauen mitteilte, dass die alten Komponenten mangels Ersatzteilen nicht mehr getauscht werden könnten – ich wurde dann auf einen anderen Port mit anderem Tarif umgelegt). Aber das war eine längere Geschichte, bis ich an diesem Punkt war –
      gibt gleich mehrere Blog-Beiträge dazu. Und die Fälle, wo ein DNS-Server streikt, treten hier auch immer mal wieder sporadisch auf. Da ist mir LTE als Ergänzung schon ganz Recht.

      Was mir eher Kopfschmerzen bereitet: Die vielen Details der LTE-Tarife und da wechselt ständig was. Hab schon viele Stunden für Vergleiche verbraten und musste dann die Anbieter doch alle kicken, weil im Kleingedruckten irgend eine Klausel als Show-Stopper für meine Fälle zu finden war. Aber das muss halt jeder Interessent für sich entscheiden, was passt und wo es ggf. haken könnte.

      PS: Deinen vorstehenden 2. Kommentar habe ich erst nachträglich gelesen – da bin ich in der Sache bei dir.

      • Tim sagt:

        „Mir ist nämlich eingefallen, dass ich schon mal Kommentare von dir las und mir die Kinnlade heruntergefallen ist, als ich deine Angaben, was ein modernes Spiel an Download-Volumen frisst, mit bekam. Das liegt weit jenseits dessen, was ich als typisch ansehe, wenn ich mir Online-Spiele vorstelle – hat aber wohl einen Nutzerkreis, für den LTE wohl eher nicht taugt.“

        Ich mach das ja aber nicht zum ärgern vermeintlich älterer Generationen, sondern weils eben heutige „normale“ Nutzung ist, oder sein kann ;) . Verkaufzahlen von CoD, Die Sims und Co mal zur Hand nehmen und schwupp bekommt man ne Ahnung wer der Nutzerkreis ist, eben die Masse mit der man Geld verdienen kann! Das sind auch keine Exoten oder ausnahmen, sondern die breiten Massen. Mal gehört man halt dazu und mal halt nicht.
        Da kann oder könnte man auch mal schauen, wie Groß ist denn so ein Battlefield 1 oder Star Wars Battlefront II.

        Man sollte auch nicht unterschätzen, das so „moderener Krams“ eben auch von immer mehr „älterer“ Kundschaft genutzt wird, nur genau das tun viele Entscheidungsträger, die eben auch keine Ahnung davon haben, das 100GB eben nix sind im Monat.
        Solchen Leuten fehlt der Überblick und schon ists eine Person, die bei der Telekom arbeitet und das Netz wie Mutti für Neuland hält… super lächerlich. Nebenbei bietet ja auch die Telekom mit Töchtern so Dienstleistungen, die mehr wie 100GB nötig machen könnten?

        Na wie groß sind die Cloudpakete bei Microsft und war T-Systems nicht Treuhänder in Deutschland? Wie kann dann T-Mobile so kleine Volumenlimits anbieten? Das passt einfach nicht zusammen.

        Ich finds ja schon fragwürdig, ein Netz einem bestimmten Bedarf zuzuordnen… LTE, nur was für Amazon Käufer und E-book Leser? Bloß keine anderen aktivitäten, wie das Internet auch in voller Breite zu nutzen? Aber Werbung darf durchs LTE Netz schon noch durch, oder? Werbung geht halt immer…

        An der Stelle wirds halt schierig… wer wie das Netz nutzt ist halt so bunt und unterschiedlich, nur find ich, das niemand auf 100GB Limitiert werden sollte… Das ist denken aus dem ISDN Zeitalter.

    • Al CiD sagt:

      Hat selten was mit Wollen zu tun.

      Bei mir stellt sich das wie folgt dar:
      Entweder ich habe DSL-Anschluss mit Flatrate, aber dann nur maximal und instabile 2MBit oder ich habe LTE mit 100GBit Datenvolumen und 50MBit up/down…

      Support mit zB. Teamviewer oder VNC ist mit 2Mbit schlichtweg nicht praktikabel und schlecht für die Gesundheit, muss ich doch nach jedem Tastendruck einen Kaffee holen und eine Zigarette rauchen…

      Dass man sich da kaum mal über das Internet mit Videos bespaßen lassen darf ist klar und zieht am Datenvolumenkontingent…
      TV über SAT und ansonsten mal ins Kino…

      • Günter Born sagt:

        Warum kommt das mir irgendwie bekannt vor ;-).

        Die 2Mbit sind bei mir weg – wg. des erwähnten DSLAM-Themas – hab da eine Datenrate, die sonst längst nicht mehr angeboten wird – aber deutlich unter 16 MBit.

  3. Dieter Schmitz sagt:

    Bei Vodafone Gigacube bitte das Kleingedruckte beachten:

    Vodafone behält sich vor Video-Streaming auf SD-Qualität mit 480 p zu komprimieren.

    Wer weiss, was sonst noch komprimiert wird? Z.B. Bilder (.jpg, .png)?

    Das macht Vodafone nämlich immer, wenn man 3G/4G-Internet nutzt. Leider.

    Übrigens gibt es nur einen einzigen LTE-Tarif ohne Drosselung. Von der Telekom. Für 199 EUR im Monat.

    • Al CiD sagt:

      Wenn man VPN nutzt, was bei Internet über 3G/4G eh angebracht ist, werden diese nicht (von Vodafone) komprimiert…

      …und wenn mich richtig erinnere, kann man diese „Proxy-Funktion“ von Vodafone abschalten lassen über den Kundendienst.

  4. sgsuser sagt:

    Moin,
    das Problem ist einfach das Datenvolumen.
    Heutzutage gibt es soviele Video Streamingnutzer, da reicht kein begrenzter Datentarif.
    Eine Alternative ist es auf jeden Fall, doch man hat immer noch Einschränkungen, da der Nutzer drauf achten muss, wie er das Datenvolumen einsetzt. Gigacube ist eine klasse Sache mit 50GB, aber es müsste mind. 100GB sein.

  5. Günter Born sagt:

    Leute, ihr seid einfach klasse! Ich habe da meinen persönlichen Erfahrungs- und Vorstellungshintergrund und dachte, der Blog-Beitrag dümpelt mal wieder in der Kategorie ‚zwei Nasen lesen das und das war es‘ herum (gibt einige solcher Beiträge).

    Aber ich habe da wohl ein Thema aufgegriffen, was bewegt. Von daher: Immer her mit den Kommentaren, wenn es zur Sachlage und Aufklärung beiträgt. Ist ja der Vorteil bei den Blog-Beiträgen, wenn die persönlichen Sichtweisen und Erfahrungen der Leserschaft mit einfließen – hilft Dritten dann auf jeden Fall weiter.

    Wenn ich irgendwann – in ein paar Jährchen – so in Richtung Seniorenresidenz abdrifte, werde ich auf Glasfaseranschluss achten müssen ;-).

  6. Ralph sagt:

    Man muss nicht einmal online spielen, um bei einem kontingentierten Anschluss schnell gegen die Wand zu laufen, die einen dann runter bremst. Habe ich im Bekanntenkreis. Da gibt es eine Playstation. Das reicht aus. Neues Spiel eingelegt, „Sie müssen aktualisieren“, und nur 9 GB später kann man dann loslegen. Offensichtlich werden nicht einzelne Komponenten bei so einem Update gepatcht, sondern munter ein komplettes Abbild herunter geladen und auf die Platte gelegt. Die DVD9/Blue Ray/was auch immer-Scheibe im Schacht dient dann nur noch dazu, sich als legaler Besitzer des Spiels zu authentifizieren. Ob das jetzt bei allen Spielen so ist, ob das aufgrund des Aufbaus des Betriebssystems gar nicht anders geht, weiss ich nicht. Und ob man das verhindern kann, indem man die Playstation gar nicht erst ans Internet hängt, weiss ich auch nicht. Dafür bin ich vom Thema Spielekonsole viel zu weit weg. Gruselig ist’s aber in jedem Fall schon, mit welcher Selbstverständlichkeit jeder Hersteller von Software der Meinung ist, dass jeder Nutzer einen Internetanschluss mit hoher Bandbreite und ohne Restriktionen hat. In dem Zusammenhang erwähne ich nur einmal die Frechheit von M$, per p2p die eigenen Server entlasten zu wollen und stelle dem einmal gegenüber, wie viel der normale Nutzer über das weiss, was sein Rechner so tut, wenn er an ist. Gleiches gilt übrigens auch für Mobiltelefone und Tablets. Auch da kann ein Update des Betriebssystems gern in die Gigabyte gehen.

  7. woodpeaker sagt:

    Als bei mir die Umstellung auf Voip anstand, waren wir noch ein sogenanntes „unterversorgtes“ Gebiet (DSL 16). VDSL war nur schwach am Horizont zu erahnen.
    Zu der Zeit bei der Telekom LTE angefragt – als Hybrid – und eine ehrliche und gerade Aussage von der Telekom bekommen: Ich sollte doch davon die Finger lassen und mich nicht unglücklich machen und noch Geduld haben.
    Auch solche Statements gibt es von Providern, wenn auch selten, aber man sieht, nicht alle Guten sind ausgestorben, oder einfach nur Glück gehabt einen ehrlichen Mitarbeiter an der Strippe zu haben.
    Habe mir das zu Herzen genommen und noch knapp ein Jahr warten müssen bis VDSL endlich da war.
    Ein Nachbar, LTE Hybrid, ca. hundert Meter weiter hat so seine Plage mit dem überbuchten Sendemast.

  8. Friedemann sagt:

    Ich habe hier einen LTE-Anschluss von der Telekom (DSL via Funk, weil nichts anderes verfügbar ist), den ich eigentlich nicht haben dürfte, weil der Mast mit knapp 11km weiter weg ist als die Spezifikation zulässt (bis 9km). Der Telekom-Mitarbeiter war damals einfach risikobereit genug: Probieren wir es, und wenn nicht, drehen wir zurück (auf ISDN). Ein Nachbar, nur 50m entfernt, bekommt diesen Tarif nicht, weil es angeblich nicht ginge.
    Ich habe den hier größtmöglichen Tarif mit eigentlich 30GB Inklusivvolumen und 50MBit Download (800MHz), wobei oft 30-40MBit erreicht werden; weil ich schon gebucht hatte, bevor die sächsische Verbraucherzentrale die Verwendung des Begriffs „Flatrate“ für diesen Tarif erfolgreich gerügt hat, habe ich damals noch weitere 30GB dauerhaft dazu bekommen. Mit meinen etlichen VMs, die auch ihre Updates haben wollen, reicht das geradeso aus, weil ich höchstens mal eine verpasste Tagesschau per Internet sehe und das Netz alleine nutze…

    Als Begründung für diese Drosselung, die für alle NutzerInnen am 1. d.M. wieder aufgehoben wird, nennt die Telekom „Shared-Medium“. Komisch nur, dass am Anfang des Monats, wenn alle wieder frei zugreifen dürfen, das Netz trotzdem nicht wirklich langsamer ist als am Ende. Würde die Telekom, wie es bei den DSL-via-Sat-Tarifen (zumindest vor Jahren – aktuell keine Erfahrung damit) war, die Drossel jeweils zu verteilten Terminen (jeweils einen Monat nach Buchungstag) aufheben, ließen sich mit Sicherheit deutlich höhere Inklusiv-Volumina realisieren.

    Wenn diese „LTE-Zuhause“-Tarife tatsächlich als Festnetz- und DSL-Ersatz vermarktet werden und dann auch die Breitband-Erschließungsquote erfüllen (sollen), halte ich eine (egal wie hohe) Drosselung für unangebracht und würde mir die Abschaffung wünschen. Erst dann, finde ich, taugen solche Tarife als DSL-Ersatz. (Dass die Preise für solche Tarife noch immer deutlich höher (+~20€) sind als für „normale“ DSL-Anschlüsse, ist dann nochmal ein anderes Thema.)

    • Dieter Schmitz sagt:

      Die Behauptung, derartige Volumentarife seinen eine Flatrate, ist sowieso eine bodenlose Frecheit.

      Komisch, dass die Anbieter nicht jede Woche eine einstweilige Vefügung von den Verbraucherzentralen erhalten.

      Da ist der Endkunde halt der Dumme.

    • Das erinnert mich an schreckliche Zeiten, LTE-Zuhause. Auch wir hatten damals das „Glück“ 30 GByte statt 10 zu bekommen wegen dieser Flatrate Sache. Manchmal waren dann am Ende ein paar GByte übrig, um mal einen Film zu streamen.

      Aber nicht nur das magere Volumen, wehe, wenn der Mast ausfiel, was schon mal vorkam, dann ab mit dem Router in der Hoffnung, dass man irgendwo einen anderen erwischt – wie viele Ecken hat ein Haus :)

      Vor 15 Jahren bekam ich die Auskunft, dass ich eben woanders wohnen müsste, wenn ich schnelles Internet bzw. eine Flatrate möchte. 3-4 Jahre später gab es dann 384 Kbyte, aber wenigstens mit Flatrate, dann wenigstens dieser LTE Zuhause Murks…

      Glücklicherweise wohne ich heute woanders mit Kabel – Internet, weil ich keine Ahnung hätte wie ich ansonsten privat oder beruflich mit so etwas zurechtkommen sollte.

      Was die Anbieter, vorneweg die Telekom, sich hier so leisten dürfen, ist erstaunlich. Besonders wenn man bedenkt, was z. B. beim LTE-Datenvolumen zu besseren Preisen in anderen Ländern möglich ist. Da gibt es, wie man auf der ARD Seite nachlesen konnte, auch schon mal echte Flatrates.

      Aber in Deutschland zahlt man ja auch das 2-3 -fache an Stromkosten wie in vielen anderen Ländern, warum also nicht auch beim Mobilfunk abzocken. Erstaunlich sind immer die Begründungen und Ausreden der betreffenden Anbieter, wo einem eigentlich nur die Haare zu Berge stehen können, wobei beim Strom es ja eher der Staat ist.

      Da IT-Infrastruktur auch das Wohl eines ganzen Landes betrifft, erstaunt zudem die Tatenlosigkeit der Politik. Ok, die sind immer mit anderem beschäftigt, reicht aber auch nicht als Ausrede.

      In manchen Punkten ist Deutschland definitiv alles andere als führend, auch wenn wir das immer so gerne glauben mögen oder glauben gemacht werden sollen. Von den kaputten Straßen bis zur IT hapert es in Wirklichkeit eher ganz gewaltig.

      Ich habe das Glück nicht mehr mit LTE blabla kämpfen zu müssen, aber alleine die Erinnerungen reichen, um sich richtig zu ärgern.

  9. stefan sagt:

    hatte den lte -Tarif , von jan 2013 bis Ende 2016, wobei ich ihn ja nur am Wochenende genutzt habe, im Jahre 2015 u 2016 war die volumensbegrenzung immer mehr ein dickes Minus und da der große stromanbieter eine glasfaserversorung auf gebaut hat und die Telekom eh das analoge Netz in naher Zukunft abschaltet habe wir Ende 2016 auf Glasfaser ohne volumensbegrenzung und Digital telefonflat umgeschaltet, der Umstieg ging problemlos und euer Hof liegt zur Zeit noch außerhalb der versorgungsgrenze obwohl niederkail wohl die Versorgung hat….

  10. Friedemann sagt:

    Nachtrag zu meinem Kommentar von vorhin 19:42:

    Eine merkwürdige Beobachtung: kurz vor 23:30 habe ich (mit noch knapp 2GB Restvolumen) ein dickes Update von ca. 5,5GB angestoßen, um nichts umkommen zu lassen. Bei gut 3GB, um 23:45, zeigte mir pass.telekom.de, dass mein Volumen aufgebraucht sei (jetzt hätte ich eigentlich längst auf 384kBit gedrosselt sein müssen), trotzdem ging der Download mit unverminderter Geschwindigkeit weiter.
    Wird inzwischen möglicherweise die Drosselung zwar weiter verkündet, aber klammheimlich nicht umgesetzt (ich habe keinerlei entsprechende Information von der Telekom erhalten)? Oder gilt die Drossel nur für neu anfangende Downloads; was schon läuft, wird schnell fortgesetzt, also eine Art Kulanz und „Gnadenfrist“?
    Gibt es hier ähnliche Erfahrungen oder vielleicht erhellende Informationen?

    • Dieter Schmitz sagt:

      Hallo,

      mit der Datenmenge, also z.B. 8 GiByte, verhält es sich so, dass man von Seiten der Anbieter Down- UND Uploads addiert!!!

      Man bekommt also nie die vollen 8 GiByte zum Download, weil ja ein Teil Upload dabei ist, wenn TCP/IP genutzt wird.

      • Friedemann sagt:

        @Dieter: Das ist schon klar.

        Mich irritiert ja gerade das umgekehrte Phänomen: Ich habe letzte Nacht _mehr_ Volumen ungedrosselt bekommen, als eigentlich im Vertrag ist, und das mit hoher Geschwindigkeit noch zu einem Zeitpunkt, als pass.telekom.de schon anzeigte, dass kein schnelles Volumen mehr verfügbar sei.
        Deshalb meine Nachfrage, ob die Drosselung vielleicht ausgesetzt sein könnte.

    • hotkey sagt:

      Hallo zusammen,

      ich habe derzeit zwei LTE-Tarife jeweils bei VF (30 GB) und T-COM (40 GB). Letzterer läuft immer in die harte Drosselung und ohne „Nachschlag“.
      Bei VF ist es in den letzten beiden Monaten etwas merkwürdig. Die Abfrage im VF-Center ist zum Monatsende häufig nicht möglich und stimmt immer weniger mit der Verbrauchanzeige der Fritzbox LTE überein. Im Oktober konnte ich über 40 (schnelle) GB im 30er Tarif nutzen.
      Ansonsten ist die Breitbandversorgung hier in der Mitte von Sachsen ein Trauerspiel…

  11. Sebsonic sagt:

    Ähm, jetzt mal nur so am Rande, bzgl. dem Thema Drosselung finde ich hier im Artikel einige schwerwiegende Fehler bzw. der Absatz zum Thema Tarife bei der Telekom ist eigentlich komplett falsch. Hier werden die DSL Tarife munter vermischt.
    1.) Die Telekom bietet im Bereich DSL-Ersatz KEINEN ungedrosselten reinen LTE Tarif an. Die via-Funk Tarife unterliegen alle einem Volumenlitmit, im größten Tarif sind es 30GB/Monat bevor man Volumen nachbuchen darf/muss.
    2.) Auch kommt bei den via-Funk Tarifen keine Hybrid Technik zum Einsatz. via-Funk ist ein reiner Internetzugang über LTE.
    3.) Es gibt LTE-Hybrid Anschlüsse, aber die funktionieren anders als hier dargestellt. Hier wird erdgebundenes DSL und LTE verknüpft und zeitgleich genutzt und nicht entweder/oder (wenn einer ausfällt wird der andere genommen). Diese Anschlüße sind ungedrosselt, setzten aber eben einen DSL-Anschluß auf IP-Basis vorraus und in der LTE Funkzelle findet man sich ganz am Ende der Priorisierung wieder, d.h. wenn die Zelle ausgebucht ist bekommt man darüber auch nur Kriechgeschwindigkeit.
    Ohne ergebundenen DSL Anschluß landet man wieder bei den via-Funk Tarifen mit Drosselung.
    4.) Die Tarife heißen nicht MagentaZuhause X. Das sind die „normalen“ DSL Tarife ohne LTE. Nur LTE heißt „Call and Surf via Funk X“, die Hybrid-Tarife heißen MagentaZuhause Hybrid X

    Es gibt auch noch einen Mobilfunk-Tarif der LTE ungedrosselt zur Verfügung stellt, der kostet aber 200€ im Monat, also für Privatanwender uninteressant.

    Bitte korrigieren Sie Ihren Artikel dementsprechend.

    • Günter Born sagt:

      Das Wort Hybrid wurde nochmals explizit eingefügt – danke – stand aber im Text ‚die hybriden Tarife …‘

      • madamsel sagt:

        dann hätte man ooch glatt noch den ersten Satz, weil, den liest fast jeder, berichtigen können:
        „Heutzutage braucht eigentlich fest jeder eine…“
        aus fest wird fast – und siehe da, et passt. :D
        gruß,

      • SebSonic sagt:

        Wenn es die Bezeichnung „MagenteZuhause X“ nicht gegeben hätte wäre das ja auch OK gewesen, aber die Aussage „die hybriden Tarife heißen MagentaZuhause“ ist eben einfach falsch. Kann man drehen und wenden wie man will, bleibt aber so. Auch muss ich nochmal bei der Technik zu Hybrid einhaken. So wie Sie es darstellen ist es eben leider nicht. Der Nutzer hat keinen Eingriff auf die Auswahl ob die DSL Erdleitung genutzt wird oder der LTE Zugang. Das regelt der Speedport Hybrid eigenständig, daher ist der auch der einzige Router mit dem Hybrid klappt. Nichtmal AVM bietet ein Gerät an die Hybrid unterstützt. Die neueste Fritzbox 6890 LTE funktioniert so wie von Ihnen dargestellt, jedoch nicht an einem Hybrid Anschluss. Das ist von AVM explizit ausgeschlossen. Google verweist recht schnell darauf. Und zum Abschluß bitte ich erneut Ihre Aussage „Zu erwähnen ist noch, dass sämtliche oben genannten Telekom-Tarife ohne Datendrosselung auskommen, aber an an einen Festnetzanschluss gekoppelt sind.“ zu korrigieren. Diese ist schlichtweg falsch. Sie erwähnen auch die via Funk Tarife und diese sind gedrosselt. Damit erwecken Sie Hoffnungen bei Nutzern denen nix anderes übrig bleibt und sich nach Buchung dann wundern warum es auf einmal nur noch mit 64kb weitergeht. Sind wir doch mal ehrlich, die meisten überfliegen solche Artikel meist nur schnell und sind zu faul weiter zu recherchieren geschweige denn das Kleingedruckte in Verträgen zu lesen. Daher bin ich hier so hintendran. Übrigens bin ich in ähnlicher Lage wie Ihre Schwester. Aussiedlerhof, 9,5km Kabellänge bis zum HVT und via-Funk ist das einzige was geht. Auch habe ich Sat-DSL und UMTS Lösungen hinter mir, kämpfe damit also auch schon seit Jahrzehnten und maße mir somit einige Kompetenz zu dem Thema an. Bin mal gespannt was die Telekom mit mir 2018 vor hat wenn das ISDN Netz abgeschaltet wird….

        • Sebsonic sagt:

          Kleiner Nachtrag noch zum Hybrid Router. Man kann darin LTE abschalten und nur über die Erdleitung surfen, aber umgekehrt nicht. Ohne Erdleitung keinen Zugang zur LTE Funkzelle. In der Anfangszeit von Hybrid klappte das, aber diese Lücke wurde schnell seitens der Telekom geschlossen.

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