Open Source, Windows 10, der Bundesclient und Europas fatale Abhängigkeit von Microsoft …

Heute noch ein Informationsbeitrag zum Thema Open Source, Abhängigkeit von Herstellern und Windows 10 im öffentlichen Bereich. Aufhänger: Der Bund lässt einen Bundesclient für seine Verwaltung mit Windows 10 entwickeln.


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Es ist zum Haare raufen. Firmen und öffentliche Verwaltungen sind inzwischen vollständig von Microsoft und dessen Geschäftsgebaren abhängig. Bei Windows 10, Windows Server und Microsoft Office 365 sieht man, wohin das führt.

Europas Verwaltung von Microsoft abhängig

Ich hatte das Thema seit Mai 2017 eigentlich auf der Agenda, bin aber nie dazu gekommen, es zu thematisieren. Die englischsprachige Webseite The Next Web hatte es im Mail 2017 im Artikel Europe is living under Microsoft’s digital killswitch auf den Punkt gebracht. Zitat:

In ganz Europa, von Finnland bis Portugal, von Irland bis Griechenland, setzen Regierungen auf Microsoft-Software. Da ihre digitalen Systeme an Größe und Bedeutung zunehmen, werden die Länder zunehmend von diesem einzigen amerikanischen Unternehmen abhängig. Doch welche Konsequenzen hat diese “Lock-in”? Welche Risiken birgt sie für die Sicherheit europäischer Daten? Und was können Regierungen tun, um dem entgegenzuwirken?

Die Site gibt an, dass Microsoft 2 Milliarden Euro im öffentlichen Sektor umsetzt. Im Jahr 2012 veröffentlichte die Europäische Kommission einen Bericht, in dem sie feststellte, dass 1,1 Milliarden Euro unnötigerweise durch den europäischen öffentlichen Sektor durch Abhängigkeiten von IT-Systemanbietern verloren gingen. Welche Konsequenzen hat das und was könnten Europas Regierungen dagegen tun? Diesen Fragen ist das  Journalisten-Team Investigate Europe nachgegangen. Das Ergebnis: Die Abhängigkeit der Staaten von Microsoft

  • verursacht stetig steigende Kosten und blockiert den technischen Fortschritt in den staatlichen Behörden;
  • untergräbt systematisch das europäische Beschaffungs- und Wettbewerbsrecht;
  • geht einher mit einem erdrückenden politischen Einfluss für den Konzern;
  • und setzt die staatlichen IT-Systeme samt den Daten ihrer Bürger einem hohen technischen und politischen Sicherheitsrisiko aus.

Einige Medien haben dies im Umfeld der Wanna Cry-Attacke im Mai aufgegriffen und über Europas fatale Abhängigkeit von Microsoft berichtet. Ein deutschsprachiger Bericht findet sich im Tagesspiegel. Dort habe ich die obigen Punkte mit den Ergebnissen der Analyse herausgezogen. Der Artikel ist auf jeden Fall sehr lesenswert, da er aufzeigt, vor welchem Abgrund wir stehen. Ein öffentliches Echo ist aber ausgeblieben.

München steigt aus LiMux aus …

München hätte eigentlich als Referenz für den Ansatz dienen können, wie man es anders machen könnte. Dort hatte man mit LiMux einen auf Linux und OpenSource-Office-Lösungen basierenden Referenz-Client, der in der öffentlichen Verwaltung seit Jahren eingeführt war. Also Unabhängigkeit von Microsoft.

Im November 2017 ist dann (in meinen Augen aus politischen Gründen) im Stadtrat der Beschluss gefallen, vom LiMux-Client auf einen Windows 10-Client, sowie Office 365 (und, was kaum thematisiert wurde: auf Windows Server) zu wechseln.  Ich erspare mir die Details, diese sind in den folgenden Artikel mehr als ausgiebig thematisiert worden:

Gerade die zwei zuletzt verlinkten, externen Beiträge, gehen etwas auf die technischen Aspekte ein und machen deutlich, wie die Sache den Bach herunter gehen wird. Der eigentliche Skandal ist aber, dass eine öffentliche Verwaltung, die den Schritt in die Unabhängigkeit schon hinter sich hatte, aus mutmaßlich politischen Gründen die 180-Grad-Wende hinlegt und sich in die Abhängigkeit Microsofts begibt. Und die Verantwortlichen in München können nicht mal in Haftung genommen werden.

Windows 10 und der Datenschutz


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Eine der Sachen, die mich seit dem Erscheinen von Windows 10 umtreiben, ist das Thema Datenschutz und Privatsphäre. Ich habe es in vielen Artikeln (z.B. Windows 10 und das Datenschutzproblem in Firmen) thematisiert, bekam aber ‘nicht so schlimm’ und Alu-Hut-Träger als Antwort – oder ‘die anderen wie Apple und Google sind noch viel schlimmer’ als Antwort zu hören. Es gab ja auch scheinbar ‘Bewegung’ von Seiten Microsofts, indem die Telemetriedatenerfassung bei bestimmten Clients reduziert und die Zustimmung zur Datenübertragung umgestaltet wurde. Fand dann Applaus der Datenschützer – und ich stand in dem Moment irgendwie doof da. Hier einige Blog-Beiträge zum Thema.

Mit der Zeit ergaben sich aber wieder differenziertere Außenbetrachtungen. In meinem Informationspool habe ich bei der heutigen Suche gleich ein paar Artikel zum Thema gefunden.

Sind aber nur Marginalien. Spannender fand ich da die beiden Artikel bei heise.de, die zeigen, wie kontrovers das Thema Windows 10 bei Datenschützern gesehen wird.

Gut, die Artikel widersprechen sich nicht, da es in ersterem um Windows 10 Enterprise geht, während der zweite Beitrag Home und Pro anspricht. Dass sich das Ganze aber in wenigen Jahren, dank Windows as a service wieder um 180 Grad drehen könnte – Microsoft hat ja ein Monopol – bleibt außen vor. Noch ein paar interessante Informationen und Fundsplitter, die mich immer mal wieder beschäftigen.

  • Fragen zur Verwendung von Windows 10 bei Berufsgeheimnisträgern hat jemand hier mal gestellt. Für Microsoft ist selbst die Cloud für Berufsgeheimnisträger kein Problem, wenn man diesem Blog-Beitrag glaubt.
  • Mir war dort noch dieser heise.de-Artikel zum Thema verschlüsselte Mail. Hintergrund: Sachsens Datenschutzbeauftragter Andreas Schurig ermahnt Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte und Sozialarbeiter, ihre elektronische Kommunikation mit Behörden, Mandanten oder Kunden zu verschlüsseln.
  • Kann Windows 10 da überhaupt eingesetzt werden? Eine interessante Sonntags-Lektüre ist der Blog-Beitrag Windows 10: Verarbeitung von Patienten- und Mandantendaten vom Sommer 2017 im Blog von Mike Kuketz, der sich mit einem Spezialthema auseinander setzt. Die Datenschutzgrundverordnung wirft dort ihre Schatten voraus.

Die obigen Informationen zeigen, welch Flickenteppich das Ganze ist – rechtssicher dürfte das wohl eher nicht sein. Und riskant ist das Ganze oben drauf, wenn wir zur Abhängigkeit von einem US-Herstellern zurückkehren.

Einschub: Kaspersky bei britischen und US-Behörden raus

Die US-Behörden haben ja vor Wochen bereits entschieden, dass die Antivirus-Produkte von Kaspersky nicht mehr in der Verwaltung eingesetzt werden dürfen. Und aktuell geht die Meldung um, dass auch die britischen Behörden diese Software meiden sollen. Grund ist die Angst, dass man durch diese Software ausspioniert werden könnte – weil Kaspersky in Russland sitzt. Dass chinesische Geräte per Firmware mit Backdoors ausgestattet sein könnten, oder dass man einen Windows-Client oder Office-Software nutzt, wo Daten jederzeit in die Cloud oder an den Hersteller abfließen könnten, wird nicht hinterfragt – so mein Eindruck.

Und es gibt eine weitere Baustelle, die ich hier aber nicht wirklich vertiefen möchte. Die allgegenwärtigen Algorithmen, Bots und Assistenten bergen zusätzlich die Gefahr, dass Daten abfließen und dies zur Gefahr für Geschäftsgeheimnisse und Datenschutz wird. Gerade heute bin ich über zwei Artikel, sinnigerweise im englischen Sprachraum gestoßen. The Register berichtet hier, dass US-Politiker so langsam erwachen und sich Gedanken um das Thema Algorithmen machen, die nur noch eine Black Box darstellen, aber in das Leben von Millionen Menschen eingreifen.

Und Wired kommt hier mit einer ganz kruden Geschichte um die Ecke: Der Anbieter Expensify ermöglicht Verbrauchern, Rechnungen einzuscannen und angeblich durch KI-Methoden analysieren zu lassen. Expensify zielt darauf ab, den Aufwand für die Einreichung von Reisekostenabrechnungen und anderen Sachen zu verringern, indem es automatisch die vom Benutzer eingereichten Dokumente scannt und die Daten extrahiert, um Formulare auszufüllen. Ist ja kein Problem, das liest ja nur ein Algorithmus? Von 2009 bis 2012 hatte man keine Algorithmen, sondern beschäftigte eine Arme an Dienstleistern (als Amazon Mechanical Turk bezeichnet), die die Rechnungsdaten sichteten und die Daten (enthielten Namen, Adressen etc.) extrahierten. Und im Herbst 2017 wurden wohl die KI-Kapazitäten knapp. Also griff man auf diese Dienstleister zurück, um die Lastspitzen abzufedern. Das hat der Expensify-Gründer und CEO David Barrett in seinem Blog-Beitrag eingestanden. Da fällt einem nur noch die Kinnlade herunter.

Windows 10 Bundesclient

Da weckt der Beitrag von heise.de Bund will Windows 10 über Bundesclient sicher nutzen können natürlich sofort Aufmerksamkeit. Der Bund lässt wohl einen eigenen Bundesclient entwickeln, um den Einsatz von Windows 10 in seiner Verwaltung rechtskonform und sicher einsetzen zu können. Wurde Mitte November 2017 von einem Lenkungsausschuss entschieden.

Der Bundesclient soll von verschiedenen IT-Dienstleistern des Bundes entwickelt werden, wobei das  Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie der Bundesdatenschutzbeauftragten einbezogen werden. Details, auch zur Sicherheitsinfrastruktur hält das Bundesinnenministerium unter Verschluss. Bei heise.de spricht man von Security by Obscurity. Über die Details kann man sich im heise.de-Artikel informieren.

Unter dem Strich: Folgt man dem Bogen, den ich in diesem Artikel aufgezeigt habe, kann man sich nur die Haare raufen. Von den Verantwortlichen in der Verwaltung und von der EU wird von Aufbruch, schnellem Breitbandausbau, Europa an der Spitze der Entwicklung etc. geschwafelt. Aber koordinierte Schritte in Richtung Open Source-Infrastruktur mit Abstimmung auf die europäischen Belange (auch Datenschutzgrundverordnung) oder gar Reduzierung der Unabhängigkeit von US-Anbietern, wird nicht eingeleitet. Im Gegenteil, man zementiert die Abhängigkeit von Microsoft auf Jahrzehnte und lässt sich willig am Nasenring durch die Manege ziehen. Oder wie seht ihr das so?


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20 Kommentare zu Open Source, Windows 10, der Bundesclient und Europas fatale Abhängigkeit von Microsoft …

  1. Martin Feuerstein sagt:

    Und ich mach mir noch Gedanken, ob ich von Firefox 56 doch zu Chrome wechsle (würg!) oder zu Firefox 57… Pest oder Cholera.

    Ich glaub ich schule nochmal um… Bauer, Handwerker (Tischler, Elektriker, Maurer), Bäcker, Koch. Irgendwas, wo ich nicht über Dinge nachdenken muss, die über physikalische Gegebenheiten hinausgehen.

    IT und deren Entscheidungen driftet zunehmend ins Philosophische ab: wo wollen wir mit dem Kram eigentlich hin und wie bringt es uns weiter? Wie mit den “Universal Paperclips” ;-)

    • Ich hab zunächst Schreiner gelernt und bin erst danach in die IT gewechselt, dazwischen habe ich noch mal 10 Jahre Schmuck als selbstständiger hergestellt, ich kenne also beide Seiten und kann dadurch den Leuten das Relativ einfach und ohne zu abgehoben erklären so das es auch die Normalen Leute verstehen, wofür mich auch menge Leute beneiden.
      Übrigens Schreiner oder Tischler ist auch nicht mehr das gelbe vom Ei, die meisten bauen eh nur noch Wärmedämmungsfassaden oder Kunstofffenster ein, wer kann sich denn auch noch etwas in Natürlich gewachsenen Echtholz leisten.

      • Ralf Lindemann sagt:

        Zwischen Schreinerei und IT gibt es durchaus historische Bezüge. Man muss sich nur den Apple I anschauen: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Apple_I.jpg ;-) Hintergrund: „Die ersten Apple-Computer wurden ohne Bildschirm, Netzteil, Tastatur oder Gehäuse geliefert. Deswegen wurden für sie Holzgehäuse gebastelt.“ (Quelle: Spiegel Online: Sotheby’s versteigert ersten Apple-Computer, 09.06.2012)

  2. anthropos sagt:

    War es denn schon mal anders?
    Bis heute sah ich überall Windows und Microsoft Office in Behörden und Krankenhäusern oder Firmen oder wo auch immer, daher: guten Morgen! Auch schon aufgewacht?

    Dann die Sache mit OpenSource: wie zuverlässig ist das? Geht nicht einigen Projekten regelmäßig die Puste aus? Gibt es da nicht auch ideologische Kämpfe? Firefox fiele mir da so ein, wo es Ableger gibt, die bewusst auf Altes setzen aus Nostalgie, obwohl bekannt ist, dass es inzwischen zu viele Schwächen hat. Natürlich gibt es auch die komplett umgekehrte Meinung, weil alles nicht mehr überblickt werden kann.

    • der_Puritaner sagt:

      Ja die Microsoft Lobby in Brüssel und die Politiker die für sie Arbeiten und dabei ein kleines Nebeneinkommen verdienen, nee Verdienen tun die das ganz sicher nicht, sie bekommen es halt für ihre Arbeit sehen das natürlich ganz anders.

      Ironie an”Wieso auch wechseln Microsoft ist doch so Cool und jeder kann damit arbeiten und braucht auch nicht langwierig auf ein neues System umgeschult zu werden.” Ironie aus

      MANN/FRAU wie haben doch in Europa so viele Helle Köpfe warum Basteln wir nicht unser eigenes kleines Betriebssystem nennen wir dann EuroOS und schaffen uns unser eigenes kleines System Europol will da ganz bestimmt auch gleich mit mischen damit sie sich bei jeden User ohne groß zu fragen gleich auf schalten können.

      • freebeer sagt:

        najaa, im Office-Bereich, mal als Beispiel, hats bei der Wahl MS oder Alternative auch ganz viel oder am meisten mit Gewohnheit(en) zu tun. Die Messen sind alle gelesen, da kommt keiner mehr gegen an. Zumal die MS-Soft inzwischen ja auch sehr gut ist. Und es überhaupt keinen Grund gibt, zu wechseln, jetzt abgesehen vom Preis. Es sei denn, man will Bastelei, Probleme, leichte Inkopatibilitäten, = open-libre-off.
        Das einzige, was wirklich zu MS-Office kompatibel ist, zumindest zu 99%, ist Softmaker. Allerdings bei größeren zB. wissenschaftlichen Projekten mit aufwendigeren macros braucht es dann doch wieder das Excel von MS, ansonsten ist Softmaker bereits seit Jahren eine exzellente und preiswerte Alternative.
        Aber auch hier gilt: Gewohnheit. Bedeutet im privaten ja, im beruflichen Umfeld keine so wirkliche Chance. Die libre- und open-Office gleich erst gar nicht haben.
        Dazu kommt, dass bei etlichen Projekten eine Ausfertigung von Dokumenten in MS-Office vorgegeben ist.

  3. Robert sagt:

    Offenbar sind alle Beteiligten irgendwie “zufrieden” mit der Situation. Selbst als sich die schrägsten Verschwörungstheorien längst als gängiges Praxis entpuppten, gab es keine Richtungsänderung. Auch die Intel ME-Problematik, welche potentiell alle Rechner der letzten 10 Jahre gefährdet scheint daran nichts zu ändern.

    Entscheidungsträger (Verwalter oder neudeutsch Manager) können es gerne mit dem Statement “Standard” oder “keine Ressourcen” aussitzen, bis der nächste Job ruft.

    Fragt man in der IT-Abteilung, werden die es wohl tunlichst vermeiden, ein OS außerhalb ihres Erfahrungshorizontes zu Empfehlen und damit den Job zu riskieren. Da sie meist eigenständig bzw. “outgesourced” arbeiten, muss ja eh der Auftraggeber mit dem Anliegen daherkommen, sobald etwas nicht Bestandteil des Leistungskatalogs ist. Ein Schulterzucken und “Hardware- oder Softwarehersteller liefern nicht”; mehr ist wohl kaum zu erwarten.

    Hardware-Hersteller haben mit extrem geringen Margen kaum Luft, wirkliche Entwicklung voran zu treiben, also bleibt es auch da bei allen Bestandteilen von Chips bis OS vom Spot-Markt bzw. “von der Stange”.

    Eigentlich müsste a: Auf europäischer Ebene wieder Hardware-Entwicklung und Produktion (zunächst) subventioniert werden, um eine saubere Plattform zu haben, b: Euro Stoxx -Unternehmen verpflichtet werden, z.B. je zwei Entwickler freizustellen oder zu bezahlen, um mit denen der Behörden ein sauberes OS zu entwickeln/pflegen, c: ausschließlich diese Hard- und Software in Behörden, Schulen etc. einzusetzen und d: diese für Unternehmen zur freien Verfügung anzubieten.

    Das absurde daran ist: Die Freiheit, einen derartigen Beschluss zu verabschieden bleibt andere Staaten, meist östlich von hier vorbehalten.

  4. Oliver sagt:

    Immer auf MS rumhacken, das aber im Hintergrund noch viel größere Summe von Oracle, VMware, SAP etc verschlungen werden und diese ein Quasi Monopol haben, sieht mal wieder keiner. Dagegen wettert auch mal wieder keiner, das deren Lizenzmodelle fast Jährlich immer so umgekrempelt werden, das der Gewinn maximiert wird und es keine Alternativen gibt… Dagegen sagt kaum einer was… *rolleyes*

    • knopi sagt:

      ja bist du jeck.
      ;-)
      Hier ist durchaus oder zumeist mainstream, MS doof zu finden. Es aber trotzdem zu nutzen. Obwohl eig keiner dazu gezwungen wird.
      hmmm…

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  6. Jerry sagt:

    Viele Firmen wären denke ich durchaus bereit für Alternative Lösungen. Nur ist das in der Praxis gar nicht so einfach. Das sieht man doch an München ganz gut. Sicher gab es da auch politischen Druck und irgendwelche Absprachen mit Microsoft.

    Aber mit Sicherheit gab es dort eben auch das ein oder Kompatibilitätsproblem, weshalb auf einer nicht unerheblichen Anzahl an Rechnern am Ende eben doch wieder Windows eingesetzt werden musste. Und wenn die IT Abteilung dann zwei Welten parallel pflegen muss, dann wird es eben irgendwann auch nicht mehr wirtschaftlich.

    Was ich damit sagen will…. die Linux Welt macht es den wechsel willigen Firmen auch nicht immer einfach. Und solange das so ist, stellt sich auch kein wirklicher Erfolg ein. So bleibt Linux in Rechenzentren eine oftmals bessere Alternative, aber eben nicht bei den Anwendern vor Ort.

    • Robert sagt:

      “Viele Firmen wären denke ich durchaus bereit für Alternative Lösungen.”

      Früher gab es eine “make or buy”-Alternative. Da mittlerweile keine Ressourcen mehr für “make” vorgehalten werden, bleibt nur noch “buy”, also warten und beten, bis der bevorzugte Lieferant sich bewegt. Also ein “Patt”, in das man sich über Jahre selbst hinein manövriert hat.

  7. Steter Tropfen sagt:

    Tragisch, dass bei den Behörden offenbar eine Mischung aus Ahnungslosigkeit und Fatalismus herrscht. Schon aus Datenschutzgründen verbietet sich eigentlich der Einsatz von Windows 10.

    Aber es gibt eben noch keine fertigen Alternativen, die man nur auf die Festplatte zu kopieren braucht. Wie nötig eben diese aber wären (schon um von einer Nation unabhängig zu werden, in denen ein Trump umgeht), haben sie zwar in Moskau und Peking begriffen – nicht aber in Berlin oder Brüssel.

    Dass LiMux ausrangiert wurde, ist keine rein politische Entscheidung. Eher war es eine, dass man so lange daran festgehalten hat.
    Wer je von Windows nach Linux geschaut hat, weiß, wie viele Unzulänglichkeiten und Dauerbaustellen sich durch alle Linux-Distributionen ziehen. Da sind eben private Bastler mit ganz eigenwilligen Prioritäten am Werk.

    Man könnte sicher eine Verwaltungs-Software auf Linuxbasis entwickeln. Aber doch nicht als Insellösung auf Rathaus-Ebene! Da bräuchte es schon eine bundeseinheitliche Anstrengung und keine unkoordinierten Einzelexperimente mit zu wenig Brainpower.
    Leider hat der Bund ja mit seinen Software-Anschaffungen bei Fremdfirmen keine gute Hand (man denke nur an die Finanzämter-Software-Probleme der letzten Jahre). Es bräuchte eine regierungseigene Fachabteilung, die Software für den Eigenbedarf entwickelt und den Konflikt zwischen Autarkie und Kompatibilität zur Außenwelt meistert.
    Aber erst mal schafft man für sicherheitsrelevante Bereiche wieder mechanische Schreibmaschinen an. Da hat MS keinen Zugriff (jedenfalls solange der Papiervorrat reicht).

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  9. Al CiD sagt:

    Wie war das mit Schlagworte wie:
    “Transparenz”, “Öffentliche Gelder” und “EU beschließt mehr Open Source”

    Früher gab es ja keine Alternativen, da gab es ja fast nur Windows… aber heute, im 21. Jahrhundert, gibt es so viel mehr Möglichkeiten es besser zu machen, als sich dem Lobbyismus zu ergeben… man müsste es nur wollen und sich nicht die Taschen befüllen lassen.

    So etwas nervt mich ganz gewaltig, ich höre an dieser Stelle besser auf, sonst muss Herr Born ganz schnell wieder aufräumen ;-)

  10. Martin sagt:

    LiMux in München:
    Bei Linux beginnt das Problem oft damit, dass die Distributionen keine 6 – 8 Jahre unterstützt werden, sondern nur ein bis zwei Jahre. Red Hat Linux ist da die Ausnahme. Dann kommt das nächste Problem das die Programme nicht unter Linux laufen. Es gibt zwar OpenOffice, aber das ist Lichtjahre von Microsoft Office entfernt. Microsoft Office ist nun mal zum Standard geworden. Programme die in der Verwaltung eingesetzt werden benötigen normalerweise immer Microsoft Office. Das gibt es nur für Windows und abgespeckt für OS X. Man sollte immer bedenken, dass ein loslösen hiervon eine Menge Geld, Zeit und Nerven kostet. In München gibt es genug unzufriedene Mitarbeiter in der Verwaltung, weil nichts richtig funktionierte und man am Ende doch wieder Windows booten musste.

    Es ist nicht die Schuld von Microsoft das sich ihre Produkte durchgesetzt haben, sondern sie hatten in den letzten 10 – 15 Jahren keine ernsthafte Konkurrenz. Ab Windows XP und Office 2003 hat Microsoft sehr gute Produkte raus gebracht, die aus meiner Sicht, kaum einen Grund zum Klagen gegeben haben.

    Datenschutz:
    Das was Microsoft in Sachen Datenschutz und Privatsphäre gemacht, war sicher nicht ganz in Ordnung. Microsoft hat die Kritiker erhört und entsprechend reagiert. Sogar die kritische EFF zeigte sich zufrieden. Wegen der Telemetrie bin auf folgendes gestoßen.
    Konfigurieren der Windows-Telemetrie in Ihrem Unternehmen: https://docs.microsoft.com/de-de/windows/configuration/configure-windows-telemetry-in-your-organization
    Damit sollte auch den Kritikern klar werden, dass gewisse Daten übermitteln werden müssen und welche das sind, damit Windows funktioniert.

    Kaspersky:
    Das sind nichts weiter als Anschuldigungen gegen das Unternehmen Kaspersky. Wirkliche Beweise gibt es bisher nicht. Jede Antiviren-Software sendet Daten an den Hersteller. Sonst können die Signaturen und das Programm keine Updates bekommen.

    Bundeclient:
    Aluhut abnehmen. Wenn es nicht besser wird zum Facharzt gehen. Gegen paranoide Wahnvorstellungen gibt es Therapien und Medikamente.

    • Rolf Dieter sagt:

      Da Du ja nur in der Windows Welt zuhause bist…
      Fast alle Lixus Distributionen haben eine LTS Version. Support sind 5 Jahre!
      Einfach mal Gugeln. :-)
      MS Office läuft ohne Probleme mit Wine in Linux, wenn es denn unbedingt sein muß.
      Keine Behörde benötigt MS Office, warum auch. Hier geht es doch eher um “Geldgeschenke” (München)
      Einen Microsoft Artikel anzubieten, um die Notwendigkeit der Telemetrieabgriffe zu erklären ist mehr als herrlich. Rattenscharf.
      Da erklärt der Wolf warum er Schafe fressen muß, und die Schafe verstehen es nun.
      Eine amerikanische Behörde zu nennen, die Windows 10 jetzt toll findet ist einfach nur köstlich. Make America great again! Das sehen andere, objektive Länder, (Holländer etc.) mal ganz anders.
      Und das mit den Wahnvorstellungen…
      Jedes mal wenn ich drwindows.de aufrufe und die Artikel und Kommentare dort lese muss ich genau daran denken :-)
      Aber deswegen wurde ja auch sicherlich der Name gewählt. Prawda war ja schon vergeben.
      Warum werden da eigentlich laufend Microsoft kritische Kommentare entfernt?
      Nicht sehr nett.

  11. MaD sagt:

    solch tolle kommentare nützen weder dem kommentator noch dem betroffenen, der nur noch nicht weiß wovon.. an unheilbaren soll man nicht arzt sein wollen. du… “Individuum”! – weißt du was so eine enterprise lizenz kostet? welches kleine unternehmen hat denn zugang zu solchen oder könnte sie sich leisten?? wenn du und die halbe wirtschaft ausgeschaltet sind (mit win10 ein kinderspiel, behaupte ich!!), werde ich weiter keine fragen haben!… daher liebe ich meinen job!

    diese art artikel sind das, was ich von einem wahren “MVP” erwarte! besser spät als nie. und wieviel zeit das schreiben, genauso alles andere kostet, was bisher dazwischen kam, ist mir klar.

    auch der artikel neulich zum stand der verbreitung des fall creators update. für alle, die nicht mehr die anniversary haben, ist es zu spät. zu spät! vielleicht ist es möglich, ein windows 10 ohne eine “verselbstständigte updatefunktion” neu zu installieren. vielleicht nicht.. auf jeden fall dürfte es sehr aufwändig sein.

    was diese unistack dienste sind (die grauen – kontrolle, einsicht = 0) die jeden benutzer über seine maschine einzigartig machen, in der neusten version kann ms jeden besch***** registry oder policy key adressieren, wurde allgemein noch nicht verstanden, man findet findet nichts darüber, außer ein paar sehr wenige und kleine diskussionen.. so schätze ich das problem ein, buchstäblich gewaltig! alt können und werden wir aussehen, wenn diese karten gespielt werden. gibt da ein paar politische beispiele wie das merkelhandy und die nicht-konsequenzen nach dessen abhörung, wie viele vielleicht gute polizisten haben den job bereits geschmissen, wegen der abschieberei und dem verhalten der abzuschiebenden (selbstmord mit allen mitteln, um jeden preis – zuhause werden sie eh getötet oder lieber tot als lebend sein wollen – mit leeren händen). das kommt davon wenn man keinen friedensvertrag hat, japan hat einen! es ist spät, aber vorbei ist es nicht, nicht für uns, was ich meine ist die möglichkeit dessen, was da womöglich gerade erst beginnt….

    man findet mich jedenfalls täglich ~12h (“überstunden”) an der computerfront ;-)

  12. Harald Kaufmann sagt:

    Microssoft-Produkte sind schlicht und einfach sch…..

    Ich nutze seit vielen Jahren Linux und habe es von Anfang an nie bereuen müssen.

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