Microsoft optimierte die Windows 10 Suche

Microsoft hat in Windows 10 Fall Creators Update auch die Suche optimiert. Das hat man gerade mitgeteilt. Hier einige Informationen zum Thema, u.a. wie Windows Insider als Tester agierten, ohne es zu ahnen.


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Im Blog-Beitrag Inspired by Insiders — Windows Search Indexer legt das Entwicklerteam einige Informationen offen

Der Windows Indexer

Der Windows Indexer organisiert Dateien so, dass man ein Dokument, ein Foto oder eine andere Datei fast sofort über die Windows-Suche finden können soll. Wenn es um die Suche geht, ist Geschwindigkeit entscheidend – Usability-Studien zeigen, dass alles, was langsamer als 50 Millisekunden ist, zu einem schlechten Sucherlebnis führt, schreibt Microsoft.

Index merges

Wenn der Indexer bei der Suche von Ordner zu Ordner wechselt, sinkt die Abfragegeschwindigkeit. Wenn der Indexer erkennt, dass die Abfragegeschwindigkeit sinken könnt, führt er Indizes zusammen (merge), um die Performance zu erhöhen. Ein vollständig zusammengeführter Index liefert Ergebnisse, die bis zu 10x schneller sind als ein nicht zusammengeführter Index.

Aber es gibt einen Haken: Merges benötigen viel CPU – was wiederum das Akku belastet. Je mehr Dateien Sie durchsuchen müssen, desto größer ist der Stromverbrauch. Insider haben sich über den Akkuverbrauch des Indexer häufiger beschwert(siehe Feedback Hub: Search indexer taking up too much CPU).

Ein theoretischer Ansatz in der Praxis

Microsoft hat aber einen Kompromiss gefunden, indem die Schwelle für die Merger angepasst wurde. Was zuerst eine theoretische Überlegung war, musste in der Praxis implementiert werden. Der Indexer existiert seit den frühen 90er Jahren, also viel alter Code, der Probleme machen konnte. Schlimmer noch, eine Änderung könnte die Adresszeile von Microsoft Edge, die Cortana-Suche und die Datei-Explorer-Suche gleichzeitig unterbrechen. Den Code einfach per Update freigeben, ging nicht. Falls etwas schief gelaufen ist, bestand die Gefahr, dass Microsoft bis zum nächsten Update keine Korrekturen vornehmen konnte.

Umfangreiche Tests waren ausschlaggebend. Die von Microsoft entwickelte Schwellenänderung schien im Labor gut zu funktionieren. Aber wie würde es in der realen Welt funktionieren? Und wo bekommt man genügend Tester her? Da mussten die Nutzer des Windows Insider-Programms herhalten. In enger Zusammenarbeit mit dem Data-Science-Team wurde Mitte Juni mit dem Testen begonnen. Um Hardwarevariationen als mögliche Ursache für Batteriewechsel auszuschließen, wurde der Code speziell an Insider mit Surface Pro 3 und Pro 4 Geräten ausgerollt.

Die Rückmeldungen per Telemetrie zeigte, mit dem Absenken der Schwellenwerte die Abfragegeschwindigkeiten unverändert blieben. Noch erstaunlicher – die Nutzer, die die Suche am intensivsten verwendeten, gewannen mit der Änderung der Schwelle bis zu 10 Minuten zusätzliche Akkulaufzeit.

Der Test lief im letzten Sommer 6 Wochen lang und in dieser Zeit wurden Daten von über 10.000 Insidern gesammelt. Microsoft nutzte die Tests auch, um eine Reihe anderer Verbesserungen am Indexer zu validieren: eine 40%ige Reduzierung des Verarbeitungsaufwands, der für die Indizierung von textlastigen Dateien erforderlich ist, die Hinzufügung von Code zur Glättung der CPU-Auslastung und Dutzende von Fixes, um Fälle zu verhindern, in denen der Index beschädigt ist und repariert werden muss. Die abgeschlossenen Updates gingen an alle Windows-Benutzer im Windows 10 Fall Creators Update.


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1 Antwort zu Microsoft optimierte die Windows 10 Suche

  1. der_Puritaner sagt:

    Na Tool da hab ich nur drauf gewartet, gerade gestern hab ich die Komplette Cortana Suche wieder deaktiviert nachdem meine Systemsteuerungs Button abhanden gekommen war Cortana hat mir alles mögliche angeboten nur eben keinen Link zur Systemsteuerung.
    Jetzt nach der Deaktivierung von der Websuche inkl. Dateien Suche findet Cortana auch wieder die Systemsteuerung, also ich weiß nicht was da Microsoft Optimiert hat.
    Wahrscheinlich die am meisten eingegebenen Schlagwörter die Unter Google oder Bing gesucht werden, wahrscheinlich sind jetzt auch alle Stars und Sternchen in der Index.dat zu finden.

    Wie so eben gelesen habe…
    Spitzenreiter in Deutschland unter den Brands ist das Keyword „Facebook“ mit monatlich 76,8 Millionen Anfragen. Schließen lässt sich daraus, dass viele Deutsche offenbar zu faul oder schon soweit verblödet durch Google sind, die genaue URL der Marke in die Adressleiste des Browsers einzutippen. Auf den Plätzen zwei und drei jedenfalls folgen „Youtube“ mit 45,5 Millionen und „wer kennt das nicht“ „Google“ mit 37,8 Millionen Eingaben. Auch „Ebay“ und „Amazon“ können sich in die Top 5 einreihen. „Bild“ schaffte es als einzige deutsche Marke immerhin auf Platz sechs.

    Mit einigem Abstand folgen generische Suchbegriffe, wie etwa das „Wetter“ (Platz 13), das mit 10,2 Millionen Anfragen pro Monat sogar noch vor „Porno“ (Platz 14) rangiert . Nach „Porno“ suchten die Deutschen im vergangenen Jahr im Vergleich nur 7,8 Millionen mal.

    Also entweder sind wir Deutschen dann doch Sexmuffel oder haben die Lesezeichen Symbolleiste mit den ganzen Pornoseiten voll geknallt, das man sich dort Ordner mit Unterordnern anlegen kann haben wohl nur die wenigsten begriffen.

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