Windows 10 V1709 für alle kompatiblen Geräte verfügbar

Kleine Info zum Wochenende. Windows 10 Version 1709 steht nun weltweit für alle kompatiblen Geräte zur Verfügung. Damit ist das Rollout dieser Version abgeschlossen und man kann sich der Version 1803, die im Frühjahr (März/April) erwartet wird, widmen.


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Zur Vorgeschichte

Microsoft gibt eine neue Windows 10-Build ja nicht global und für alle Nutzer frei. Vielmehr erfolgt das Rollout in Wellen, so dass dieses bei Problemen unterbrochen werden kann. Nach dem Start am 17. Oktober wurden zuerst die Systeme bedient, die neuere Hardware aufwiesen und von denen per Telemetrie bekannt war, dass diese kompatibel sind.

In weiteren Schritten wurden dann neue Geräte in das Rollout aufgenommen, sobald die Telemetriedaten ergaben, dass die benötigten Treiber verfügbar und die Software kompatibel war. Im Blog-Beitrag Windows 10 und darüber hinaus in Zahlen hatte ich Anfang des Jahres die nachfolgende Verteilung für Windows 10 vom Dezember 2017 gezeigt.

Windows 10-Verteilung Dezember 2017
(Windows 10-Verteilung Dezember 2017, Quelle: AdDuplex)

Zwei Monate nach dem Marktstart lag Windows 10 Fall Creators Update (Version 1709) bereits auf 53,6% der Systeme vor.

Microsoft legt den Hebel um: Alle Geräte bekommen V1709

In einem Blog-Beitrag Windows 10 Fall Creators Update (1709) fully available gab Microsoft gestern bekannt, dass Windows 10 Fall Creators Update nun für alle Geräte, die kompatibel sind, weltweit bereit steht. Microsoft bezeichnet die als Full availability (volle Verfügbarkeit). Dies stellt das Ende des Rollout-Prozesses dar.

Unternehmenskunden, die die Verteilung von Windows 10 im Semi-Annual Channel vornehmen, können nun die Version 1709 ausrollen, wenn die Vorbereitungen für den Einsatz getroffen wurden. Von Microsoft bestehen keine Vorbehalte mehr im Hinblick auf ein Rollout in den Unternehmen.

Nun müssen die IT-Administratoren entscheiden, wann eine breite Bereitstellung der Version 1709 im Unternehmen erfolgen soll. Dies dürfte erfolgen, sobald die Anwendungen, Geräte und Infrastrukturen im betreffenden Unternehmen als kompatibel validiert wurden.


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IT-Administratoren können die Windows Analytics-Tools zur Planung, zum Test und zur Bereitstellung von Windows 10 einsetzen. Die Tools sollen helfen, die Migration von Windows 10 im Unternehmen zu beschleunigen. Hier lässt sich mehr über die Windows Analytics-Tools und die Best Practices zur Bereitstellung und Wartung der halbjährlichen Channel-Releases erfahren.

Im Blog-Beitrag schwafelt Microsoft noch, wie toll das alles sei und wie gut Windows 10 auf Spectre und Meltdown vorbereitet sei, verschweigt aber den Ärger mit der AMD-Plattform, die als Showstopper fungiert. Nicht angesprochen wird auch, dass nicht kompatible Fremdvirenscanner künftige Sicherheitsupdates blockieren wird.

Wie dem auch immer sei, sobald das System das Funktionsupdate erhalten hat, bekommen die Nutzer eine Benachrichtigung und können den Zeitpunkt der Installation über nachfolgendes Popup-Fenster wählen.

Update-Benachrichtigung

Falls das mit der automatischen Update-Benachrichtigung nicht klappt – ich meine irgendwo aufgeschnappt zu haben, dass das in den letzten 100 Jahren wohl bei 2,5 Systemen der Fall gewesen sein könnte – gibt es eine Alternative. Oder im Klartext: Wenn Sie eine ältere Version von Windows 10 verwenden, und kein Funktionsupdate angeboten wird, ist Handbetrieb angesagt. Sie müssen Windows 10 Fall Creators Update mit Hilfe des Update-Assistenten von der Microsoft Software-Download-Seite installieren.

Im Blog-Beitrag findet sich zudem die Information, dass aktualisierte Medien werden ab der Woche vom 22. Januar 2018 für Windows Update, Windows Update for Business, WSUS und VLSC veröffentlicht werden. (via)

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4 Kommentare zu Windows 10 V1709 für alle kompatiblen Geräte verfügbar

  1. Klaus Meier sagt:

    Was macht es für einen Sinn, ständig neue Features auf den Markt zu werfen, wenn das Grundprodukt selbst nicht ordentlich funktioniert?
    Ich werde weiterhin einen großen Bogen um Windows 10 machen, solange Microsoft den kaputten Bluetooth-Stack nicht “repariert”. Es ist inakzeptabel, dass selbst nach über einem Jahr weiterhin keine Bluetooth-Maus dauerhaft arbeitet….

  2. Tim sagt:

    “Oder im Klartext: Wenn Sie eine ältere Version von Windows 10 verwenden, und kein Funktionsupdate angeboten wird, ist Handbetrieb angesagt.”

    Wenn Microsoft nicht Jahrelang “automatisch” und “pflicht” gepredigt hätte, würden Leute vielleicht auch bemerken, das Handarbeit angesagt ist, beim besten Windows aller Zeiten.

    Ich hör immer nur noch: “das macht Windows 10 doch alles ganz allein!
    Da muss man nix mehr machen!” Ich nick dann immer…

    …und den Rest erledigt dann Cortana ;)

    Kann man sich bei MS bitte mal entscheiden, wann der “dumme Nutzer” nun was tun und wissen soll und wann es nur um benutzen und eh keine Ahnung haben geht?

    Alternativ wäre langsam mal fertig werden mit der Baustelle, statt rumschrauben, basteln und ausprobieren nicht übel. Sonst wirds nie as a Service sondern bleibt pur bei Early Access irgendwo im Alpha, Beta Bereich Softwareentwicklung. Die wissen doch, das 10 offiziell erschienen ist, oder?

    Irgendwann muss denen noch mal die Luft ausgehen, was tolle neue Ideen angeht, oder was für Drogen nehmen die da?

    Aus meinen Augen ist dieses Update System aktuell einfach nur kautt und man zieht nur noch die Notbremse, wenn genug Stimmen anfangen nachzufragen, wie aktuell bei AMD Besitzern, wo die Kisten auf dem Rücken liegen geblieben sind.

    Vielleicht sollte man also dankbar sein, wenn einem kein neues Funktionsupdate angeboten wird? Lieber “unsicher”, dafür keine Leistungseinbußen durch Patches wegen gewagter Features zur Leistungssteigerung, die nun plötzlich hui gefährliche Lücken darstellen? Langsam tendiere ich zur Unsicherheit… denn Sicherheit meiner Daten garantieren auch Firmen und Anbieter von Soft- und Hardware nicht mehr, sondern sammeln wie bekloppt.
    Dann gäbe es wenigstens nur überraschungen mit möglicher Schadsoftware und die kann man im Auge behalten und sich darauf einstellen. Auf diesen Feature Wahn und die vergurkte Updatepolitik von MS nicht.

    Da geht alles automatisch… bis es nur noch manuell weitergeht… wenn man es denn bemerkt oder weiß. Meißt halt dann ganz sicher, wenn nix mehr geht.

  3. Cmd.Data sagt:

    sondern bleibt pur bei Early Access irgendwo im Alpha, Beta Bereich Softwareentwicklung

    Das ist DAS Feature bei Windows 10.

    Es wird niemals ein Final Release geben. Das ist gar nicht vorgesehen.

    Jedes halbe Jahr kommt einen neue Version, und wenn der PC die nicht überlebt, bedeutet das, dass man neue Hardware benötigt.

    (Und die Microsoft-Jünger finden das super. Ein Linux rolling release ist auch nichts anderes.)

  4. Peter sagt:

    Windows as a service ging bei mir seit 2015 gut und ich hatte nie Probleme. Nun ist es aber so, dass ausgerechnet Build 1709 OneNote 2016 abschiesst und Microsoft die Nutzer im Regen stehen lässt: Es scheint keinen Fix zu geben…

    Es gibt nur die Möglichkeit das System auf 1703 zurückzusetzen oder auf die App auszuweichen, was angesichts der begrenzten Möglichkeiten derselben nur eine Notlösung sein kann. – Viele “Heavy User” sind stinksauer auf Microsoft und man sieht sich in den schlimmsten Vorahnungen bestätigt…

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