Windows 10: Insider Preview Build 17074 verfügbar

Microsoft hat die Nacht die Insider Preview Build 17074 von Windows 10 für PCs im Fast Ring veröffentlicht. Diese Build bringt wieder zahlreiche Neuerungen samt Bugs. Zudem wird für Benutzer das ‘bis drei Zählen’ und das 15 Minuten warten eingeführt. Lest selbst, was für Innovationen bei der neuen Build drohen.


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Die Ankündigung erfolgte am 11. Januar 2018 durch Dona Sarkar im Windows Blog im Beitrag Announcing Windows 10 Insider Preview Build 17074 for PC. Die Build wird für Desktop-Systeme verteilt, die für den Fast Ring oder den Skip Ahead-Ring optiert haben. Nur Nutzer mit AMD-Prozessoren müssen draußen bleiben – die Gründe sind hier beschrieben.

Was ist neu bei der Build 17074?

Wie in der letzten Build hat Microsoft eine Reihe an Neuerungen in dieser Build freigegeben. Hier ein (nicht vollständiger) Überblick.

Sprachpakete im Store

Microsoft hat die Lokalisierung von Windows 10 in dieser Version überarbeitet. Jetzt können Sie Ihre gewünschte Sprache (Local Experience Pack – oder “Language Pack”) über den Microsoft Store und den Bereich Region & Language der Settings App finden. Die App Settings bietet eine verbesserte Erkennbarkeit der für jede Sprache unterstützten Funktionen. Microsoft hat auch damit begonnen, Künstliche Intelligenz (KI) und neuronales netzwerkbasiertes Machine Learning (ML) für die Windows-Lokalisierung einzusetzen. Ob die Lokalisierung besser wird? Wir werden sehen.

Edge-Verbesserungen

Es gibt Änderungen in den Hubs (Aufklappmenüs), die beim Aufklappen nun nicht mehr horizontal, sondern vertikal aufgelistet werden.

Edge-Hub

Damit soll sich einfacher zwischen Favoriten, Leseliste, Verlauf und Downloads wechseln lassen. Martin Geuß schreibt hier, dass ihm das sehr gut gefällt. Man wird sehen müssen, was draus wird. Gibt weiteres für Autoausfüllen-Karten für Webformulare, bessere Lesbarkeit bei eBooks etc. Details findet ihr im MS-Beitrag. Bei Martin lassen sich einige weitere Neuerungen zu Edge in deutscher Sprache nachlesen.

Optimierung der Ruhezeiten

In den Einstellungen gibt es nun eine Kategorie, in der die Zeiten ‘Nicht stören’ (als quiet hours) eingestellt werden können. Nett, die Erklärung von Microsoft:

Gibt es bestimmte Zeiten, in denen Sie nicht unterbrochen werden wollen oder einfach nur konzentriert bleiben müssen, was Sie tun? Mit Quiet Hours können Sie produktiver arbeiten. Mit diesem Build können Sie automatisch die Zeiten wählen, zu denen Sie sich nicht mit den automatischen Regeln von Quiet Hours belästigen lassen wollen.


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Nur mal langsam auf der Zunge zergehen lassen. Ich sitze hier an meinem Windows 7, und außer, dass mal ein Update oder ein Mail-Eingang bei gestartetem Thunderbird als Benachrichtigung unten rechts aufpoppt, stört da nix. Bei Windows 10 werden jetzt Ruhezeiten als Innovation gefeiert, damit man produktiver arbeiten kann. Findet den Fehler …

Weitere Verbesserungen

  • Bessere Navigation zwischen Ordnern im Startmenü wird angeführt
  • Near Share: Teilen von Daten zwischen zwei Rechnern per Bluetooth wurde verbessert (siehe diesen Tweet mit der Animation).
  • Datenträgerbereinigung ist per Einstellungen-App möglich
  • Verbesserung der Sound-Einstellungen in den Einstellungen
  • Verbesserung in den Einstellungen – auch für Apps
  • Eingebettetes Panel für Handschrifteingaben und neue Sprachen
  • XAML-Verbesserungen zur Darstellung der Themes
  • Änderungen an der Kamera-App

Weiterhin verspricht man besseren Schutz gegen Spectre und Meltdown – wobei ich die Nacht irgendwo einen Post gesehen habe, dass die Insider Build verwundbar sei. Weitere Details lest ihr hier.

Bekannte Bugs

Hier noch die Liste der bekannten Probleme mit dieser Insider Preview.

  • Wenn Benutzer versuchen, ein Microsoft Edge InPrivate-Fenster aus einem Mixed Reality-Headset heraus zu erstellen, wird stattdessen ein reguläres Fenster erstellt. Benutzer können InPrivate innerhalb von Mixed Reality in diesem Build nicht verwenden. InPrivate auf dem Desktop ist nicht betroffen.
  • Microsoft bereitet die Aufnahme von OpenSSH Server als Deployment-Mechanismus im Entwicklermodus vor. Allerdings wird, solange es in der Benutzeroberfläche unter Einstellungen einen Schalter “Use OpenSSH (Beta) for remote deployment” gibt, es  nicht funktionieren, und das Einschalten wird die Remote-Bereitstellung für dieses Gerät unterbrechen, bis der Schalter ausgeschaltet wird.
  • Wenn Sie die Aufgabenansicht (Task-Ansicht) unmittelbar nach einem Upgrade öffnen, ist die Zeitachse möglicherweise nicht sichtbar. Wenn dies der Fall ist, warten Sie 15-30 Minuten und versuchen Sie, die Task-Ansicht erneut zu starten.
  • Das Windows Defender-Symbol fehlt im Systray, auch wenn es in den Einstellungen als aktiviert angezeigt wird.
  • Bestimmte Geräte können nach dem Upgrade auf dem Boot-Bildschirm hängen bleiben. Wenn Ihnen das passiert, gehen Sie ins BIOS und deaktivieren Sie die Virtualisierung. 
  • Vorinstallierte App können ggf. nicht per Store aktualisiert werden und werfen den 0x80073CF9.
  • Die Audiowiedergabe von Microsoft Edge wird manchmal unerwartet stumm geschaltet. Eine Abhilfemaßnahme besteht darin, Edge zu minimieren, bis drei zu zählen und dann zu entminimieren. ## An dieser Stelle bin ich vor Lachen vom Schreibtisch-Stuhl gekippt, hatte ich doch die Vision, wie das bei Microsoft in der Zentrale in München ausschaut, wenn Microsoftler laut zählend im Großraumbüro sitzen.
  • Ein Upgrade auf 17063 oder spätere Builds führt manchmal dazu, dass Einstellungen / Privatsphäre / Mikrofon, Kamera, etc. auf “deaktiviert” umgeschaltet werden, was den Zugriff auf Kamera und Mikrofon unterbricht. Eine Abhilfe besteht darin, sie manuell wieder einzuschalten.

Weitere Infos entnehmt ihr dem englischsprachigen Blog-Beitrag hier.


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