Mozilla-Metrik: Wie läuft es mit Windows?

Noch eine kleine Info für die Statistiker, die wissen wollen, ob Windows 10 nun bald Windows 7 überholt hat und was sich sonst noch so tut. Ich habe eine neue Quelle aufgetan.


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Im Blog berichte ich ja monatlich kurz über die Entwicklung der Betriebssystemverteilung auf dem Desktop und ziehe Daten von Netmarketshare sowie Statcounter heran (siehe z.B. Windows 10 und darüber hinaus in Zahlen). Diese Statistikfirmen erhalten Daten von Besuchern, die bestimmte Webseiten besuchen. Ist aber nicht so genau.

Am Wochenende hatte ich im Artikel Microsoft: Windows 10 Sicherheit gegenüber Windows 7 die Info gegeben, dass Microsoft in einem Blog-Beitrag erwähnte, dass Windows 10 beim Marktanteil Windows 7 überflügelt habe. Der Satz wurde inzwischen wieder gelöscht. Blog-Leser Karl gab mir den Tipp ‘Schau bei Mozilla Hardware Metrik’.

War mir kein Begriff, aber es ist naheliegend, dass ein Browseranbieter, der Telemetriedaten erfasst, über Betriebssysteme und Hardware informiert sein sollte. Also habe ich die Webseite hardware.metrics.mozilla.com aufgerufen. Ganz interessant, was die über die Nutzer wissen (Hardware-Verteilung, GPUs, Betriebssystemanteile etc.). Hier der Trend bei den Anteilen der Desktop-Betriebssysteme.

Betriebssystemverteilung Desktop

Die obige Grafik zeigt, dass der Desktop-Markt von Windows 7 und Windows 10 dominiert wird. Und obwohl Windows 10 stetig ansteigt, ist Windows 7 noch nicht erreicht, geschweige denn überholt.


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7 Kommentare zu Mozilla-Metrik: Wie läuft es mit Windows?

  1. Doc WP sagt:

    Komische Grafik. Sollten nicht alle Betriebssysteme zusammen zu jedem Zeitpunkt 100 % ergeben ?
    Und wenn Windows 10 so steil ansteigt, was fällt denn dafür entsprechend ab ?
    Oder liegt es am Fehlen von XP und Vista ?

    • Günter Born sagt:

      Ich kann es auch nicht erklären – Windows XP und Vista können nicht diesen Anteil aufweisen. Nicht erklären kann ich vor allem auch nicht die Sprünge im Verlauf der Zeitachse.

      Wenn wir das aber mal ausblenden, ergibt die Grafik aber ein wichtiges Bild – was ich im Text angerissen habe: Der Desktop-Markt ist Windows 7 und Windows 10. Der Rest kommt faktisch kaum noch vor.

      • Doc WP sagt:

        Ich sehe gerade da oben, dass ja XP und Vista nicht mehr in den Daten enthalten sind, da für sie Firefox ESR zuständig ist.
        Wie kann man dann aber so einer Grafik glauben, wo schon auf den ersten Blick etwas nicht stimmt ?

        • Ralf Lindemann sagt:

          Was heißt glauben? Die Statistik zeigt von Mozilla für Firefox erfasste Daten – vermutlich auch nur Daten von NutzerInnen, die der „Datenerfassung durch Mozilla“ (about:preferences#privacy) zugestimmt haben. Die Zahlen der Statistik werden korrekt sein, sind aber nicht – im Sinne der Konsumforschung – repräsentativ. Das dürfte aber für die meisten Statistiken gelten, die in diesem Zusammenhang gerne zitiert werden. Der Aussagewert ist also begrenzt, wissenschaftlich betrachtet.

          Zwei Trends sind dennoch erkennbar: Der Marktanteil von Windows 7 ist anhaltend hoch. Der Marktanteil von Windows 10 ist stetig steigend.

          Für Windows 10 ist das eine wenig überraschende Entwicklung: ist es doch das aktuelle Betriebssystem von Microsoft, das im Massenmarkt aktiv angeboten und beworben wird.

          Der Marktanteil von Windows 7 ist dagegen eine anhaltende Sensation. Man muss es noch einmal sagen: Windows 7 ist der Vorvorgänger von Windows 10 und wird seit Jahren im Massenmarkt nicht mehr aktiv angeboten und verkauft. Dass sich Windows 7 trotzdem in der Breite seit Jahren behauptet, zeigt eines – die meisten wissen es ohnehin: Microsoft hat bei Windows 7 das eine oder andere richtig gemacht – und bei Windows 10 vieles falsch, leider.

          • Doc WP sagt:

            Du hast mich nicht verstanden.
            Meine Aussage war rein mathematisch.
            Die Grafik zeigt laut Legende auf der Y-Achse den Prozentsatz eines Betriebssystems im Verlaufe der Zeit (über ein Jahr).
            Da ist dann Windows 10 von 17% auf 35% gestiegen (+ 18), gleichzeitig ist aber Windows 7 von 48% auf nur 45% gefallen (- 3). Wo also kommen die restlichen 15 her ? Das ist absolut aus der Grafik nicht ersichtlich, von Windows 8.1 kommen davon 2, die übrigen 13 sind völlig unerklärlich. Außerdem sieht man zum Zeitpunkt der vertikalen gestrichelten Linie, dass Win 10 und Win 7 gleichzeitig ansteigen, ohne dass dafür die anderen abfallen, lediglich MacOS ein bisschen. Das ist wohl der Zeitpunkt, an dem XP und Vista das Dastensystem verlassen.
            Das meinte ich damit, dass etwas mit der Grafik so nicht stimmen kann. Mathematisch gesehen müssten zu jedem Zeitpunkt alle Linien addiert 100 ergeben.
            Ansonsten glaube ich gerne, dass Windows 10 langsam aber sicher aufholt, ich nutze es auch mittlerweile überwiegend, einfach deshalb, weil ich etliche der Rechner gerne noch über 2020 hinaus nutzen möchte.

          • Ralf Lindemann sagt:

            Ok, schöne Hausaufgabe für mich ;-) … Ich habe auf der Mozilla-Seite nachgeschaut. Ich glaube, es ist weniger ein mathematisches als grafisches Problem. Die Zahlen und Kurven der interaktiven Mozilla-Grafik sind am Notebook so winzig, dass man fast eine Lupe braucht, um sie richtig erkennen zu können. … Die Werte für den 7. Januar 2018 sind:

            Windows 7: 44,68 %
            Windows 10: 35,41 %
            Windows 8.1: 7,96 %
            macOS Other: 3,04 %
            Linux: 2,48%
            Darwin 17.3.0: 1,55%
            Windows 8: 1,43 %
            Windows_NT-Other: 1,19 %
            macOS El Capitan: 1,14 %
            Darwin 16.7.0: 1,11 %
            Other: 0,00 %

            Summa summarum: 99,99 %

            Fehlt noch immer was. Aber gut, Schwund ist immer.

  2. Cmd.Data sagt:

    Mozilla-Metrik erfasst aber doch nur die Daten der Nutzer, die Mozilla Firefox/Thunderbird verwenden.

    Wenn jetzt jemand Google Chrome nutzt (was leider zur Zeit die meisten tun), dann wissen wir nicht, wie viel Prozent dieser Nutzer Windows 10 etc. nutzen.

    Trotzdem vielen Dank für die Daten.

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