Windows 10 on ARM Benchmarks von Techspot

In der Frage, was man bezüglich der Emulation von x86-Apps unter Windows 10 on ARM an Leistung erwarten kann, gibt es seit einigen Tagen einige Benchmarks. Hier ein kurzer Blick auf das Thema.


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Mit Windows 10 on ARM will Microsoft ja ein neues Kapitel in Sachen Windows-Hardware aufschlagen. Windows 10 läuft auf der ARM-Plattform, und fokussiert sich auf Microsoft Store Apps, soll aber auch Apps aus der x86-Welt emulieren können. Geworben wird mit wahnsinnigen Akku-Laufzeiten und was weiß ich.

Windows 10 on ARM ist aber auch ein Thema, was die Leute separiert. Kann das Ganze ein Erfolg werden? Wie gut laufen die Apps aus der x86-Welt? Das sind Fragen, die heiß diskutiert werden. Für mich als Blogger ist das ein dankbares Feld, gibt es doch immer wieder Anknüpfpunkte für Beiträge und Einschätzungen.

Microsoft hatte kurzzeitig mal eine Übersicht veröffentlicht, was alles unter ARM nicht geht (siehe Windows 10 on ARM: App-Einschränkungen dokumentiert), die Informationen aber wenige Stunden später zurückgezogen. Und erste Tests in US-Medien waren – ich sage es mal so ‘nicht enthusiastisch’ (siehe Windows 10 on ARM: Erstes Reviews; cool oder ernüchternd?).

Benchmarks von Techspot

Die Site Techspot hat vor einigen Tagen einen Leistungsvergleich (Benchmark) durchgeführt. Verglichen wurden ein Qualcomm Snapdragon 835 mit Windows 10 on ARM und ein Intel Celeron N3450 mit Windows 10. Als Systeme wurden ein HP Envy x2 mit Snapdragon 835 sowie das Chuwi LapBook Air mit Intel Celeron N3450 für den Vergleich herangezogen. 

Hinsichtlich der Haken und Ösen von Windows 10 on ARM braucht man nichts mehr zu schreiben. Aber wie sieht das mit der Performance der x86 Emulation auf der ARM-Kiste aus?

Martin Geuß hat sich vor einigen Tagen der Mühe unterzogen, den Techbench-Beitrag hier zu analysieren und zu bewerten. Dabei hat er auch die obige Grafik aus dem Techbench-Artikel herausgezogen. Diese zeigt den Benchmark mit dem Google Chrome als Emulation und auf Windows 10-Maschinen im Vergleich zum Microsoft Edge, der nativ auf ARM läuft. Wenn man die x86-App-Emulation des Google-Chrome (unterster Balken) mal anschaut, drängt sich mir der Eindruck auf, dass die Besitzer eines Windows 10 on ARM-Geräts auf dem Feld ‘Emulation der x86-Welt’ nicht wirklich glücklich werden dürften. Oder wie seht ihr das so?


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4 Antworten zu Windows 10 on ARM Benchmarks von Techspot


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  2. Für mich und Privat kommt so ein Gerät überhaupt nicht in Betracht, für die Firma statt Desktop Systeme könnte man mal ausprobieren, aber wenn das mit den x86 Apps nicht richtig oder nur unterirdisch klappt, gibt’s genügend andere Notebooks die man auch verwenden kann, dazu benötige ich dann kein Windows 10 on ARM.

    Anders sehe es vielleicht aus wenn sich statt Windows 10 ein schlankes Linux installieren lassen würde!
    Ich hatte mal Spaßeshalber auf einem ASUS Nexus 7 Tablett von meiner Schwester ein Ubuntu Touch installiert was erstaunlich gut lief, sehr zum Leidwesen meiner Schwester die ihr Tablett dann wieder zurück haben wollte und dann beim Start auf Ubuntu stieß und gerne wieder ihr Android zurück haben wollte, wegen irgendwelcher Apps.

  3. Robert sagt:

    Die Idee, sich von x86-Architektur aus den 80ern zu lösen, ist angesichts der Vorteile der ARM-Architektur (Energieverbrauch, Skalierbarkeit, Kosten etc.) insbesondere im mobilen Bereich eine sinnvolle. Die Krücke “Emulation” in den Vordergrund zu rücken setzt m.E. falsche Signale.
    – Technisch interessierte “alte Hase” vergleichen ihre Lieblingsanwendungen der alten Welt in der neuen Umgebung, sind zwangsläufig wenig begeistert und werden das gerne weiterhin exponiert kundtun.
    – Entwickler könnten demnach native Anwendungen schreiben, müssen dank der x86-Emulation aber nicht und warten ab, bis sich ein potentieller Markt etabliert. Ob die mit dem chaotischen Mobile-/RT-Ausflügen verbrannten Entwickler sich nochmal einspannen lassen, um erneut in Vorleistung zu treten, bleibt fraglich.
    – Der Kunde “versagt” erneut, weil dieser sich in dem “läuft – läuft nicht”-Durcheinander vorerst besser in der etablierten, alten Welt bleibt.

    In diesem Bermuda-Dreieck keimen eher Zweifel, ob es jemals eine tragfähige Plattform wird.

    Ein ausgereiftes ARM-Gerät mitsamt Betriebssystem, einer darauf zugeschnittenen Entwicklungsumgebung und allen aktuellen, hauseigenen (mit dieser Umgebung entwickelten!) Anwendungen in den Regalen anzukündigen wäre dringend notwendig.
    Bis dahin wäre schweigen Gold.

    • Günter Born sagt:

      Was mich persönlich besonders ärgert: 2005/2006 habe ich in den jeweiligen Basta-Konferenzen von Microsoft gesessen. Damals gab es das Credo ‘Mit .NET ist alles möglich’ und ‘die Registry ist in Zeiten von Mobile ein sterbender Ast’. Leuchtete mir ein. Aber: Wir schreiben das Jahr 2018 – und die Registrierung gibt es in Windows immer noch. Es wurde nie eine .NET CLI Laufzeitumgebung für Windows 10 on ARM implementiert. Hätte auf einen Schlag alle .NET Framework basierenden Anwendungen unter Windows 10 on ARM lauffähig gemacht. Stattdessen versucht man die Krücken Store App und x86 (32-Bit) Emulation dem Volk anzudienen.

      Ich denke, unter diesen Aspekten ist Schweigen nicht angebracht – denn es wird Leute geben, die genau auf diese Krücken hereinfallen – ‘es ist ja Windows, was man gekauft hat’.

      • Robert sagt:

        Und ebendiese Registry sollte seinerzeit auch genauso wie NTFS und DLLs mit Longhorn modernisiert werden. Ist ja nicht so, als ob solche Fragestellungen “Neuland” sind.
        Aber “cash cow” traf den Nagel auf den Kopf. Eine gänzlich frische Plattform scheint ausgeschlossen, stattdessen wird die alte Kuh zur Not mit Emulator auf anderen Prozessor-Architekturen so lange wie Möglich in Betrieb gehalten.

        Das Schweigen bezog sich auf MS selber bis zur Produktreife, nicht auf deren Klientel.

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