Facebook plant keine DSGVO für Länder außerhalb der EU

Facebook, momentan durch den Datenskandal arg gebeutelt, könnte eigentlich mit Datenschutz punkten. Laut diesem Reuters-Artikel plant Facebook unter Mark Zuckerberg momentan nicht, die strickten Regel der EU-DSGVO für Länder außerhalb der EU anzuwenden. Ergänzung: Rolle rückwärts? Gemäß diesem Artikel will Facebook nun doch die Regeln der DSGVO weltweit ‘irgendwie übernehmen’. Das geht aus diese Pressemiteilung hervor. Die betreffende Passage habe ich hier mal herausgezogen:


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After updating our data policy and making our privacy controls easier to find, we’re now showing people an alert as they visit News Feed so they can review details about advertising, face recognition, and information they’ve chosen to share in their profile. We introduced a similar experience in the European Union as part of our preparation for the General Data Protection Regulation (GDPR), and now we’re making it available everywhere.

Nachdem die Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung für europäische Facebook-Nutzer umgesetzt wurden, will Facebook diese Funktionen weltweit umsetzen. In den kommenden Wochen werden Facebook-Nutzer eine maßgeschneiderte Nachricht mit folgenden Informationen angezeigt bekommen:

  • Wie Facebook Daten von Partnern nutzet um relevantere Werbung zu zeigen.
  • Politische, religiöse und Beziehungsinformationen, die Nutzer in ihr Profil aufgenommen haben.
  • Wie Facebook die Gesichtserkennung nutzt, aber auch Hinweise auf Funktionen, die die Privatsphäre der Nutzer schützen soll.
  • Aktualisierungen der Facebook Nutzungsbedingungen und der Datenpolitik, die Facebookim April bekannt gegeben hat.

Die Benutzer sehen eine Zusammenfassung der bereits getroffenen Entscheidungen und erhalten keine Informationen über Funktionen, die sie bereits deaktiviert oder nicht verwendet haben. Wenn ein Benutzer beispielsweise bereits die Gesichtserkennung oder Anzeigen auf der Grundlage von Daten von Partnern deaktiviert hat, will Facebook den Benutzer nicht bitten, diese einzuschalten.

Unabhängig davon, welche Entscheidungen Nutzer treffen, können diese die Einstellungen oder Datenschutzverknüpfungen aufrufen, um die Vorgaben anzupassen. Zudem kann der Benutzer die History löschen.

An dieser Stelle sei aber ein Verweis auf den Blog-Beitrag GVO? Und WhatsApp teilt Nutzerdaten mit Facebook erlaubt. Dieser zeigt, wie es hinter den Kulissen läuft.


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3 Responses to Facebook plant keine DSGVO für Länder außerhalb der EU

  1. Gaga sagt:

    Ja warum wohl?

    Ganz davon abgesehen, dass Datenschutzversprechen (auf nationaler oder EU Ebene) ohnehin nur Nebelkerzen sind. Bilaterale Vereinbarungen zwischen Staaten und innerhalb eines Landes zwischen Behörden und Justiz, hebeln aus, was man uns als Sicherheit verkauft. Es geht um staatliche Interessen, und da spielen die Belange der Bürger nur eine untergeordnete oder gar überhaupt keine Rolle. Die Menschen sind selber schuld, wenn sie sich daran beteiligen und sich von den Versprechen der “Datensicherheit” einlullen lassen. Wohl bekomms!

    • Dekre sagt:

      Genau – Es geht darum alle kleinen und mittelständischen Unternehmen an den Rande des Ruins zu bringen und bei fazebuk, dieser Werbeverstaltung (dafür ist es da und wurde gegründet dazu), wird nichts gemacht.

      Alles ist heiße Luft in der großen Politik.

  2. Frank B. sagt:

    Wie von mir vermutet, dient die DSGVO nur dazu, den Mittelstand kaputt zu machen und den Anwälten ein neues Betätigungsfeld gegen den kleinen Mann zwecks Abmahnungen zu eröffnen.

    Und der Adressbuchverlag heise tut so, als ob die DSGVO etwas tolles wäre…

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