Windows 10: Gratulation zum Big Brother-Award

Microsoft hat mit seinem Windows 10-Betriebssystem auch dieses Jahr den (nicht) begehrten Big Brother-Award eingesammelt. Man teil sich diesen Preis mit anderen Datenkraken, wie eHealt oder dem Hessentrojaner.


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Microsoft bekommt die ‘Auszeichnung’ wegen der ausgiebigen und kaum abschaltbare Telemetriedatenübertragung in Windows 10. Der Live-Stream der Verleihung ist hier abrufbar. Die Jury schreibt dazu:

Der BigBrotherAward 2018 in der Kategorie Technik geht an Microsoft Deutschland, vertreten durch die Vorsitzende der Geschäftsführung, Sabine Bendiek, für die kaum deaktivierbare Telemetrie (das ist die Übermittlung von Diagnose-Daten) in „Windows 10“. Selbst versierten Nutzerinnen und Nutzern ist es kaum möglich, die Übermittlung dieser Daten zu stoppen.

Mit der Einführung von Office 365 und Windows 10 ist Microsoft einem allgemeinen Trend gefolgt: Viele Daten werden jetzt in der Cloud gespeichert, die Software wird abonniert, anstatt einmalig gekauft und Microsoft als Konzern ist sehr neugierig, was die Nutzerinnen und Nutzer so treiben. Allein schon für die Lizenzaktivierung ist eine Online-Verbindung erforderlich. Möchte ich aus gutem Grund auf eine Internet-Verbindung verzichten, ist das mit Windows 10 praktisch nicht mehr möglich.

Wenig dramatisch klingt es erst mal, wenn z. B. mein Betriebssystem Windows 10 einmal täglich Informationen über die Größe des Arbeitsspeichers an Microsoft übermittelt. Leider ist es heutzutage fast normal, dass Geräte oder Programme „nach Hause telefonieren“, um statistische Daten zu übermitteln. Nicht mehr so belanglos werden es die meisten Menschen finden, wenn eine Liste der auf ihrem Computer installierten Programme übermittelt wird. Was geht es Microsoft an, ob Sie Ihren Computer eher als Schreibmaschine, als Spielzeug, als Fernseher oder für Bildbearbeitung benutzen? Und was macht die Firma mit dieser Information? Wir wissen es nicht.

Laut Microsoft übermittelt Windows 10 aber auch scheinbar ganz banale Informationen: Wie oft wird z.B. die Tastenkombination Alt+Tab benutzt, um schnell zwischen Programmen umzuschalten? „Stört mich doch nicht, wenn der Hersteller das erfährt“, mag die eine Hälfte der Nutzer.innen sagen. „Das geht Microsoft doch nichts an!“ sagt die andere Hälfte.

Wer zu zweiten Gruppe gehört, möchte die Datenübermittlung sicher gern unterbinden. Dafür gibt’s doch bestimmt irgendwo einen Schalter?! Wer unter Einstellungen/Datenschutz nachschaut, wird mit Schaltern und Auswahllisten erschlagen. Dutzende Dinge sind hier zu aktivieren und zu deaktivieren, und bei den meisten ist nicht klar, welche Konsequenzen die eine oder andere Einstellung hat.

Spätestens mit der Einführung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung Ende Mai 2018 sollten alle Schalter grundsätzlich auf „Keine Übermittlung“ gestellt sein und aktiv eingeschaltet werden müssen – Privatsphäre und Datensparsamkeit sind Grundidee der DSGVO. Wir alle – Sie alle – sollten ein Auge darauf haben, ob sich Microsoft daran hält.

Es gibt in Windows 10 tatsächlich auch Einstellungen zum Datenschutz. Die befinden sich „nur“ hinter einer Barriere von fünf Klicks hinter dem üblichen Arbeitsbildschirm, also nicht an einem Ort, wo man „zufällig“ mal drüber stolpert. Und selbst wenn wir dort hingelangt sind, haben wir nur die Wahl zwischen „einfacher“ und „vollständiger“ Übermittlung. „Übermittle bitte nichts, gar nichts“ fehlt als Option.

Und diese komplizierten Einstellungen betreffen ohnehin nur die Daten, die das Windows 10 Betriebssystem von Microsoft über den Computer sammelt. Dass Daten vom Browser,  von den App-Kacheln oder vom Antivirus-„Defender“ übermittelt werden, lässt sich nirgendwo abschalten. Und dann gibt’s da noch die Spracherkennung, die Suche im Startmenü und und und …

Wie mühsam bis unmöglich es ist, Windows zum Schweigen zu bringen, dokumentiert der Bericht des Bayerischen Beauftragten für den Datenschutz in seinem „Windows 10 Investigation Report“. Selbst wenn sämtliche Telemetrie-Einstellungen über knapp 50 Änderungen in der sogenannten Registry verändert werden (die ausdrücklich nur für Expert.innen gedacht ist und die das Potential hat, den Rechner durch einen unbedachten Eingriff unbrauchbar zu machen), senden Windows 10-Rechner immer noch jede Menge Anfragen an Internet-Dienste für Kacheln, Updates oder Empfehlungsdienste. Dort wird mindestens die IP-Adresse des Nutzers registriert, bereits ohne dass man bewusst eine Webseite aufgerufen hätte. Möglich ist eine Änderung der Registry überhaupt nur in der „Enterprise“-Variante von Microsoft, also für Geschäftskunden.

Wir wollen Sie gar nicht damit langweilen, die (Un-)rechtmäßigkeit jeder einzelnen Datenübermittlung juristisch zu bewerten. Aus Nutzer.innensicht ist es einfach eine Sauerei, dass sich die Übermittlung praktisch nicht deaktivieren lässt – zumal es für viele Menschen zu Windows als Betriebssystem aus Kompatibilitätsgründen keine gangbare Alternative gibt.

Die Firma Microsoft hat bereits im Jahre 2002 den „Lifetime“-BigBrotherAward erhalten. Damals hat der Datenschutzbeauftragte von Microsoft, Sasche Hanke, den BigBrotherAward sogar persönlich abgeholt und gesagt, die Firma würde unsere Kritik ernst nehmen. ‘Wir hören auf unsere Kunden’, lautet ja das Mantra der Microsoft Oberen.

Spätestens mit der Einführung von Office 365 hat Microsoft, nach Ansicht des Preiskommitees, viele Anwendungen und damit Ihre Daten in die Cloud verlagert. Allein das schien der Kommission schon einen Preis wert zu sein. Denn schon 2011 – zwei Jahre vor Edward Snowden – hat der damalige Datenschutzberater von Microsoft, Caspar Bowden, vor den Zugriffsmöglichkeiten durch Geheimdienste auf die Cloud-Daten gewarnt. Er hat eindringlich erklärt, dass Microsoft damit die Inhalte seiner Kunden an NSA, CIA & Co preisgibt, denn die US-Geheimdienste dürfen durch den FISA Act (Foreign Intelligence Surveillance Act) von 2008 auf alle Clouddaten zugreifen – und Nicht-US-Bürger haben keine Rechtsmittel dagegen.

Caspar Bowden ist für diese deutlichen Worte von 2011 von Microsoft gefeuert worden. Es wäre besser gewesen, sie hätten auf ihn gehört! Mit dem US Cloud Act hat Microsoft nun die Möglichkeit, die Daten den US-Behörden recht einfach zur Einsicht zu überlassen. In diesem Zusammenhang verweise ich auf den Rant Krokers RAM: Die dunkle Wolken über dem Cloud Computing bleiben! von Michael Kroker in der Wirtschaftswoche.

Unternehmenskunden sind nun nicht zu beneiden, wenn sie Windows 10 einsetzen. Anlässlich der Preisverleihung meinen die Laudatoren, dadurch, dass Windows 10 nun auch noch ständig „nach Hause telefoniert“, werden Microsoft-Produkte zu einem nicht mehr tragbaren Problem! Microsoft hat sich den zweiten BigBrotherAward wohl durch beherztes Agieren redlich verdient. (via)


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25 Antworten zu Windows 10: Gratulation zum Big Brother-Award


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  2. Rainer Gras sagt:

    Guten Tag,
    ich erlaube mir zwei Anmerkungen.

    1.) Das Windows 10 mehr als geschwätzig ist, war schon vor dessen Einführung bekannt. Das wussten die Verantwortlichen in der IT sowie ein Teil der Anwender. Es kann also keiner behaupten, Er/Sie hat von nichts gewusst. Es ist sogar eindringlich von der Benutzung gewarnt worden.

    2.) Hätte ich im EU Parlament gesessen, wäre die Einführung von Windows 10 in Europa verboten worden, soll heißen, es wäre nicht zum Einsatz gekommen.

    Ein schönes und sonniges Wochenende !

    Gruß
    Rainer

    • Michael Ba sagt:

      Guten Morgen,
      seit Veröffentlichung von Windows 7 werden von Microsoft Daten über den Nutzer und über die Nutzung gesammelt und verarbeitet. Nur damals hat es kaum jemanden interessiert, bzw. geschah das stillheimlich im Hintergrund.
      Und es gab für den Nutzer keine Möglichkeit, das Datensammeln per Einstellung zu unterbinden.
      Es ist also keineswegs erst mit Einführung von Windows 10 gängige Praxis.

      Bei Windows 10 ist die Geschichte allerdings transparenter als bei den Vorgängerversionen und man hat, zumindest augenscheinlich, die Möglichkeit der Abschaltung. Ob die Abschaltung nun ganz oder teilweise funktioniert, oder ob es sich dabei nur um Augenwischerei handelt, weiß man nicht so genau.

      Ich bin ganz klar und eindeutig der Meinung, dass kein Unternehmen dieser Welt das Recht hat, Daten vom Nutzer und dessen Nutzungsverhalten abzugreifen, ohne dessen eindeutige Zustimmung. Stimmt er nicht zu, dürfen schlichtweg keine Daten gesammelt und übertragen werden.
      Diese Zustimmung oder Weigerung darf nicht davon abhängig sein, die Software nutzen zu dürfen, oder nicht.
      Aber ich befürchte, dass ich mich hierbei in einer Traumwelt befinde. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich immer zuletzt.

      • anthropos sagt:

        Danke dafür, dass zumindest Einer hier diese kleinen Details berücksichtigt und nicht einseitig nur das beschreibt, was dazu taugt, um das eigene Missfallen über Windows 10 zu rechtfertigen.

      • Steter Tropfen sagt:

        Diese Gleichsetzung möchte ich nicht unwidersprochen stehen lassen.
        Das „Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit“ (typischer Schönsprech) gibt es zum einen nicht erst seit Windows 7, sondern mindestens seit Vista, und schon bei XP war der große Aufreger, dass es „nach Hause telefoniert“.
        Aber: Das kann man noch mit einem Klick an- oder abschalten, und man wird ausdrücklich (wenn auch in Schönsprech) danach gefragt. Bei der Installation von Windows 8 gibt es da schon erheblich mehr zu lesen und abzustellen.
        Erst bei Windows 10 ist es so kompliziert, dass aufwendige Zusatztools entwickelt werden mussten, die das (vielleicht…) abstellten. Die Rechte, die Windows 10 sich erst mal einräumt, sind beispiellos, bis hin zur Nutzung von Mikrofon und Kamera durch Komponenten, von denen man es nicht erwarten würde. Einige Übermittlungen lassen sich gar nicht mehr abschalten.

        Auch die Berichte, dass nach einem der Zwangs-Updates die Regler plötzlich wieder auf dem Vorgabewert waren, gibt es erst seit Windows 10! Ein einmal abgeschaltetes CEIP bei Windows 7 ist auch nach Jahren abgeschaltet. Lediglich die berüchtigten und vieldiskutierten Telemetrie-Updates, die einen dazu zwingen, auf die manuelle Security-Only-Schiene auszuweichen, haben Windows 7 versaut – ungefähr zeitgleich mit dem Erscheinen von Windows 10, also nicht von Anfang an.

        Die Behauptung „Das war doch schon damals so, man hat nur nicht so viel Wesens drum veranstaltet.“ ist somit schlichtweg falsch und verharmlost die neue Strategie, die MS seit wenigen Jahren fährt.

  3. der_Puritaner sagt:

    Selbstverständlich werden im Internet immer Daten Übertragen, woran dein auf dem Rechner befindliches Betriebssystem, der Browser, Auflösung und der gleichen ausgetauscht werden.
    Das ein fest im System integriertes Update System Daten austauscht ist ja wohl klar, die anderen OS und Browser Hersteller machen es ja Microsoft schon seit Jahren mit einer eindeutigen ID Kennung vor, ja auch Windows 7 hat eine Telemetrie Erfassung zu der ich nie Zustimmen oder ablehnen konnte.
    Bei Googles Chrome OS ob auf einem Notebook oder Mobil auf einem Smartphone tut man das beim ersten einschalten abnicken, anscheinend achtet dort niemand mehr drauf, im übrigen macht das auch Googles Chrome Browser mit dem integrierten Malware-Scanner wie wir mittlerweile nun wissen, scheint wohl irgendwem nun mal aufgefallen zu sein.
    Wie viele Daten Apples OS über seine User weiß keine Ahnung.

    Aber selbst wenn nur sogenannte Meta-Daten übertragen werden weiß man ja mittlerweile wie viel das über einen User verraten beziehungsweise was man damit anstellen kann.

    User Daten sind ein großes Geschäft wie man nun auch von Facebook erfahren hat, es ist also immer Ratsam sich genau zu überlegen was man über sich im Internet verrät, spätestens bei der einreise in die USA wird man merken ob man dort erwünscht ist oder nicht!

    In diesem sinne wünsche ich euch auch ein Sonniges Wochenende.

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  5. ralf sagt:

    weiterer preistraeger ist amazons alexa.

    DIGITALCOURAGE:
    “Die Firma Amazon erhält den BigBrotherAward 2018 in der Kategorie Verbraucherschutz für Ihr neugieriges, vorlautes, neunmalkluges und geschwätziges Lauschangriffdöschen namens Alexa… Preiswürdig ist, dass diese Abhördaten in der Cloud auch gespeichert werden und man sie auch nach Monaten noch abspielen kann. Damit können Haushaltsmitglieder überwacht werden und es ist unklar, wer noch alles darauf zugreifen kann.”

    • Günter Born sagt:

      Der Kommentar hat mich sofort zum Zucken gebracht und die + Schaltfläche suchen lassen. Aber ich werde aus den Gründen weder ein Facebook like noch ein Google Plus 1+ Feature im Blog einbauen ;-).

    • Herr IngoW sagt:

      Zitat: Damit können Haushaltsmitglieder überwacht werden und es ist unklar, wer noch alles darauf zugreifen kann.

      Das können selbstverständlich Geheimdienste der USA und sicher auch der BND im Zweifelsfall auch alle anderen.

  6. Martin Feuerstein sagt:

    nochmal paar Tage zurückdenken… war da nicht was, dass die EU einführen will, dass alle Unternehmen, die in der EU tätig sind, einen Ansprechpartner (zumindest für ermittelnde Behörden) vorhalten müssen?
    Dazu dann gestern das hier: https://www.mydealz.de/deals/gratis-schufa-kein-eintrag-aber-auskunft-ab-25052018-1163149 (mit Verweis auf einen c’t-Artikel).

    Wäre interessant, ob sich mit der DSGVO ein Anspruch gegenüber Microsoft ableiten lässt… also gespeicherte Daten offenlegen und das Recht auf Vergessen.

    OT: Günter, kannst/würdest du eine optionale Funktion einbauen, dass für neue Kommentare eines “abonnierten” Beitrags eine Mail-Benachrichtigung erfolgt?

    • Günter Born sagt:

      Das Thema abonnierte Beiträge und Mail-Benachrichtigung dräut hier seit vielen Jahren. Da gibt es mehrere Knackpunkte:

      a) Die Unfähigkeit des Blog-Betreibers. Ich habe vor einigen Jahren schon mal ein Plugin hier eingebaut gehabt, welches double-opt-in bereitstellte. Alleine, ich bin grandios gescheitert, da aus irgend einem Grund die Benachrichtigung bei HostEurope nicht geht. Ich hätte dann auf Disqus ausweichen können, habe mich aber dagegen entschieden, weil ich die Daten im Blog behalten wollte. Hat sich langfristig als gute Entscheidung erwiesen (Stichworte wären: Hack und Verkauf der Plattform).
      b) Die rechtlichen Unwägbarkeiten des Ganzen. Bereits vor der DSGVO waren einige Sachen zu beachten – und jetzt wird dass noch aufwändiger. Es wäre sicher ein Komfort für Nutzer – aber ich muss immer überlegen, wie groß das Rad hier wird, welches ich drehen will. Ist ja nicht nur, dass ich ein wenig Themen aus den Fingern saugen und ein Plugin für Kommentarbenachrichtigung einrichten müsste.

      Ich bin Kapitän, Steuermann, Bordingenieur, Heizer und Leichtmatrose in Personalunion. Da ist immer mächtig was los auf dem Dampfer (mal beschwert sich der Provider, dass Bots zu viel Traffic absaugen und die anderen Leute auf dem Server drunter leiden, mal finden Brut Force-Angriffe oder DDoS-Angriffe auf den Blog statt, mal fliegt mir etwas anderes technisch um die Ohren. Momentan korrigiere ich hier tausende Verlinkungen zu YouTube, um DSGVO-konform zu werden). Das führt dazu, dass nice to have Features (mobiles Theme steht auch auf der Wunschliste mancher Leute) schlicht auf die Bank ‘mache ich mal, wenn mir gaaanz langweilig ist und sonst nichts mehr ansteht) geschoben werden.

      Ich hoffe auf euer Verständnis – ich bin halt ziemlich unprofessionell – darin aber verdammt gut ;-).

      • Martin Feuerstein sagt:

        >> Das führt dazu, dass nice to have Features (mobiles Theme steht auch auf der Wunschliste mancher Leute) schlicht auf die Bank ‘mache ich mal, wenn mir gaaanz langweilig ist und sonst nichts mehr ansteht) geschoben werden.

        Jahaa.. das kenn ich :-D Einiges “könnte man mal machen” schiebe ich auch vor mir her – nicht zuletzt den Umstieg auf Windows 10 (auf Arbeit. Zuhause läuft es schon, ohne dass ich groß Zeit finde, die Einstellungen anzupassen – auch wenns schmerzt).

        Vielleicht kann dir bzgl. des Double-Opt-In Blogger-Kollege Caschy weiterhelfen? Dort im Blog ist so eine Funktion drin.

        • Günter Born sagt:

          Er hat Disquss verwendet – was ich aber nicht wollte ;-).

          • Martin Feuerstein sagt:

            Die Entscheidung gegen Disquss kann ich nachvollziehen, bei der Meldung klappte mal direkt die Kinnlade runter.

            Ich kann aktuell keinen Hinweis finden, dass bei Caschys Blog Disquss im Einsatz ist (sagt das FF-Addon gegen Javascripts), ebenso ist im E-Mail-Header einer Kommentar-Benachrichtigung kein Bezug darauf.

  7. Peter Christian Nowak sagt:

    Ich bin erst seit Win8 Nutzer von Microsoft.Hatte von Windows 0-Ahnung. Heute, mit Win10, kann ich mein exzellent laufendes OS auch mal reparieren, falls es notwendig sein sollte.
    Bevor Ichthyosaurier überhaupt mit Windows aktiv in Berührung kam, wußte ich aus Hörfunkbeiträgen des DLF, dass Win10 so offen wie ein Scheunentor ist. Nun hatte ich genau 2 Möglichkeiten: Entweder ich lasse Microsoft sein, oder ich finde mich damit ab. Von den entsprechenden Tools, die wahre Wunder in Sachen Schutz vor Telemetrie versprechen, davon lasse ich mal besser die Finger von. Oder auch massive Eingriffe ins Herz des OS, in die Registry, davon lasse ich noch mehr die Finger von. Die Gründe hierfür sind ja auch hier schon genannt.
    Wenn man wirklich sich und seine Daten schützen möchte, dann ist der Anschluss ans Netz sozusagen die Quadratur des Kreises. Denn sowie man am Netz hängt, ist kein Rechner vor Data-Spying sicher.

  8. Peter Christian Nowak sagt:

    Ja…”Ichthosaurier”… soll “ich” heißen. Aber diese Volksverblödung Autokorrektur kann ich auf dem iPhone leider nicht abschalten. Manchmal denke ich, Programmierer haben nicht alle Latten am Zaun. Sonst könnten sie nicht den ganzen Tag vor der Kiste plus Bildschirm sitzen.

    • Günter Born sagt:

      Das ”Ichthosaurier” lässt hier schmunzeln – aber das Thema Autokorrektur ist weit weg von Volksverblödung. Es ist ein Desaster. Habe ich hautnah erlebt, als ich 2015 mit HWS-Syndrom und Querschnittssymptomatik in einer Klink lag. Der Versuch, ein paar Wörter für eine Mail oder SMS am Smartphone zu tippen, hat oft für 20 Zeichen eine Stunde gedauert. Wenn dann die Autokorrektur den Text zum Abschluss zerhackte, hatte ich oft Tränen der Wut in den Augenwinkeln. Gibt irgendwo ein Posting, wo ich mich seinerzeit über Barrierefreiheit und die Unfähigkeit der SW-Entwickler ausließ. Dabei könnte man so manches in diesem Sinne mit ein wenig Gehirnschmalz – z.B. Autokorrektur auf der Tastatur abschaltbar machen, Steuertasten für den Curor etc. leicht entschärfen.

      • Peter Christian Nowak sagt:

        Ja…klingt irgendwie verrückt. Was mich immer wieder fasziniert ist die Tatsache, dass man mit Programmiersprachen elektrische Schalter 0/1 schalten kann. Ich gebe zu, diese Verrücktheit wirkt letztlich auch wieder faszinierend. Auch, dass jemand wie ich, der nun von Digitaltechnik keine Ahnung hat, irgendwie mit Blogs wie diesem versteht sich, einigermaßen ein OS am Laufen hält. Umgründe weiß ich gar nicht, wie diese und jene Befehle in der Benutzerkontensteuerung geschrieben sein müssen, damit eine Reparaturfunktion im System und der Hardware die richtigen Ansteuerungen findet, um fehlerhafte Dateien zu reparieren. Windows als offenes System ist derart komplex, dass man nicht erkennen kann, wie untereinder die dll’s, die Services, die Drivers, die Prozesse fungieren, wie sie vernetzt sind und ineinander greifen. Wer ist von wem abhängig…usw. Auch immer wieder für mich die pure Hexerei, dass die Mechanik der HDD gleichzeitig verschiedene Aufgaben erledigen kann, der Defender gerade die neuen Definitionen herunterläuft, während ich gerade in der Mediathek einen Film gucke. Ehrlich mal, das kapier ich nicht. So gibt es für mich in dieser wahrlich virtuellen Welt noch eine ganze Menge für mich unverständliche digitale Abläufe, die für mich böhmische Berge sind.

      • Peter Christian Nowak sagt:

        Hallo Herr Born!
        Ja…kann ich gut verstehen! Wollte mein iPhone auch schon in die Tonne treten. Vielleicht bekommt das ARM die paar Kilobit nicht mehr zusammen um wie auf Ihrer Seite eine vernünftige GU aufs Display zu berechnen. Also…ziemlich nervig, wennso ein Gerät nicht korrekt 0 und 1 anzusteuern.
        Alles Gute, Ihnen und Ihrer Seite!

    • ThBock sagt:

      Ich hab’ diese Autokorrektur auch schon verflucht.

      Andersrum: auf SPON > bento war mal ein Artikel über lustige Autokorrektur-Fehler.

      http://www.bento.de/haha/autokorrektur-fehler-14-chats-die-dich-zum-lachen-bringen-2236095/

      Festhalten & ablachen

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  10. Rene sagt:

    [QUOTE=Peter Christian Nowak] Programmierer haben nicht alle Latten am Zaun[/QUOTE]

    Zumindest leben sie in ihrer eigenen Welt, wo ein “normaler” Mensch nie hinkommt.

    Ich arbeite in einer Firma, wo Entwickler und Programmierer ein paar Büros weiter sitzen. ;)
    Ich finde es interessant, wenn so ein Entwickler, was ja auch ein Programmierer ist, zwei, drei Stunden vor dem Monitor sitzt, wo nur ein Denktophintergrund Bild zusehen ist und auf einmal macht er ein Programm auf und fängt an los zu tippen.
    Also das erste Zeichen ist meist {
    Nach vielen Stunden hört er dann auf zu tippen und öffnet eine Art Vorschau und freud sich wie ein kleines Kind. Verrückt.

    • Peter Christian Nowak sagt:

      Ja…klingt irgendwie verrückt. Was mich immer wieder fasziniert ist die Tatsache, dass man mit Programmiersprachen elektrische Schalter 0/1 schalten kann. Ich gebe zu, diese Verrücktheit wirkt letztlich auch wieder faszinierend. Auch, dass jemand wie ich, der nun von Digitaltechnik keine Ahnung hat, irgendwie mit Blogs wie diesem versteht sich, einigermaßen ein OS am Laufen hält. Umgründe weiß ich gar nicht, wie diese und jene Befehle in der Benutzerkontensteuerung geschrieben sein müssen, damit eine Reparaturfunktion im System und der Hardware die richtigen Ansteuerungen findet, um fehlerhafte Dateien zu reparieren. Windows als offenes System ist derart komplex, dass man nicht erkennen kann, wie untereinder die dll’s, die Services, die Drivers, die Prozesse fungieren, wie sie vernetzt sind und ineinander greifen. Wer ist von wem abhängig…usw. Auch immer wieder für mich die pure Hexerei, dass die Mechanik der HDD gleichzeitig verschiedene Aufgaben erledigen kann, der Defender gerade die neuen Definitionen herunterläuft, während ich gerade in der Mediathek einen Film gucke. Ehrlich mal, das kapier ich nicht. So gibt es für mich in dieser wahrlich virtuellen Welt noch eine ganze Menge für mich unverständliche digitale Abläufe, die für mich böhmische Berge sind.

      • Rene sagt:

        Wenn es dich beruhigt.
        Es ist eine eigene Spezies Mensch, die so etwas vollbringen können.
        Dazu gehört eine Menge Gehirnschmalz.
        Wenn ich manches mal die Entwickler untereinander reden höre, reden sie ja auch in Codes und nicht über eine Anwenderoberfläche.

        Andersherum machen wir uns über die Programmierer lustig und bezeichnen sie als Zombies, wo man schnell die Tür öffnet, eine Pizza und eine Flasche Cola rein wirft und die Beine in die Hand nimmt.
        Die Jungs sitzen da tagelang in dem Büro und tippen was das Zeug hält. :-!

  11. anthropos sagt:

    Da schon Wissensmängel bei der Grammatik vorzuliegen scheinen und so schön pauschalisiert wird und es so formuliert wird, als wenn Windows 10 dies Vorgehen eingeführt hätte, obwohl dies Vorgehen altbekannt ist, Windows 10 das Thema den Leuten ins Bewusstsein gebracht und bei sich Besserungen eingeführt hat, kann ich diese Auszeichnung und die Leute dahinter nur betrachten als unseriös und leidend an einer Doppelmoral.

    • Rene sagt:

      @anthropos
      Nun ja, das MS seit winXP sogenannte Telemetrie Daten abgreift ist keine Entschuldung, das jetzt win10 mal einen Dämpfer bekommen hat. Das alle anderen auch nicht besser sind, ist auch keine Entschuldigung.

      MS hat sich unter anderen in Europa in alle Behörden und Ämter “eingelobbyt”. Also an sensiblen Bereichen mit einem geschlossenen System, wo man erst seit ein paar Jahren zumindest in Brüssel als ausgewiesener eines Landes/Behörde, Einblick in den Quellcode nehmen darf. Ob derjenige überhaupt begreift, was da steht und wie die Daten aufbereitet sind, weiß natürlich keiner.

      Der BSI hat zumindest empfohlen, das man win10 nur in einer Sandbox betreiben sollte, wenn man mit sensiblen Daten arbeitet.

      Wo will ich eigentlich hin. Windows hat es geschafft, in fast allen Bereichen auf den Computern zu sein. MS unterliegt dem Amerikanischen Gesetz. Was bedeuten kann, das ein Amerikanischer Geheimdienst, aber auch eine Behörde anordnen kann, auf welchen Rechner sie zugriff möchten.

      Verschwörungstheoretiker behaupten ja, das so die USA Wirtschaftsspionage betreiben.

      • anthropos sagt:

        @Rene

        Wirklich keine Inhalt in der Antwort?
        Wer will was entschuldigen?! Telemetrie sollte man abschalten können, vor allem weil Geheimnisträger betroffen sein könnten, aber so wie darüber gehetzt wird, lässt es sich nicht mehr rechtfertigen. Es arbeiten dort keine Hellseher, und hoffentlich lässt es sich bald ganz abschalten und treten wieder vermehrt Probleme auf nach der Veröffentlichung, dann dürfen sich die Hetzter dafür feiern lassen, dass sie mitwirkten bei der Verschlechterung des Produktes.

        Genau, und dank Windows weiß man bestimmt auch genauer, wo man Chemtrails einsetzen muss.

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