Blockt ein Bug eine neue Insider Preview für diese Woche?

Die letzte Insider Preview von Windows 10 liegt schon eine Woche zurück (siehe Windows 10 Insider Preview Build 17692 vom 14. Juni 2018). Irgendwie hätte man ja mit einer neuen Insider Preview-Build für Donnerstag/Freitag rechnen können. Ach ja, spannende Frage: Lebt eigentlich der Slow-Ring im Insider Preview-Programm noch? Und noch was: Gibt bald neue OEM-Versionen (mit neuen Preisen) von Windows 10.


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Bug in Insider Preview für Redstone 5

Es scheint aber nix mit einer Insider Preview für Redstone 5 in dieser Woche zu werden. Brandon LeBlanc hat sich per Twitter dazu geäußert und schreibt von einem Bug, der vermutlich das Rollout verhindere.

Lebt der Slow-Ring noch?

Und an dieser Stelle noch ein kleiner Informationssplitter. Bin die Tage auf das Editorial The Windows Insider Program’s Slow ring is becoming a joke bei neowin.net gestoßen. Dort macht man sich Gedanken um das Thema Insider Preview-Ringe und beschwert sich, dass der Slow-Ring zum Witz verkommen sei. Microsoft hat ja nach wie vor verschiedene Ringe für Insider Previews im Einsatz. Vor längerer Zeit hatte ich dieses Ring-Diagramm gepostet.
(Quelle: Microsoft)

Die täglichen Builds werden nur von wenigen Leuten im Canary-Ring getestet. Erst wenn diese eine Freigabe erteilen, kommt die Build in den Operating System Group (OSG) Testerkreis. Wird dort wiederum eine Freigabe erteilt, können weitere Microsoft-Angestellte testen. Und nur wenn dort die Freigabe kommt, schafft eine Build es in den Fast Ring. Danach ist eigentlich irgendwann eine Freigabe im Slow Ring vorgesehen. Und im obigen Diagramm noch nicht vorgesehen, gibt es noch einen Release Preview-Ring.

Neowin.net ist nur aufgefallen, dass der Slow Ring so gut wie nicht mehr mit Insider Preview-Builds befüllt wird. Gut, es ist für Microsoft ein zusätzlicher Aufwand und es bleibt die Frage: Gibt es überhaupt genügend Leute, die überhaupt noch einen Slow Ring für den Test von Insider Previews verwenden?

Mein persönlicher Eindruck: Die Enthusiasten testen im Fast Ring. Die Genervten haben sich aus den Windows Insider Previews als Tester verabschiedet. Möglicherweise hat Microsoft an Hand seiner Telepathie Datenerfassung erkannt, dass da niemand mehr ist. Dann wäre es technisch natürlich so, dass da auch keine Telemetriedaten mehr kommen. Ergo kann man sich den Aufwand sparen, dieses schwarze Loch zu befüllen. Aber sicherlich liege ich ganz weit daneben und es gibt andere Gründe. Was meint ihr?

Neue OEM-Versionen von Windows 10 ab Juli

Das ist zwar eine Information, die für euch als Nutzer erst am Ende des Tages relevant wird. Aber für die Hersteller (OEMs) hat das schon Bedeutung. Martin Geuß hat es hier aufgegriffen. Ab 1. Juli 2018 bietet Microsoft den Herstellern von Systemen (OEMs) neue Lizenzen an.

  • Entry (25,- $): Intel Atom/Celeron/Pentium mit <= 4 GB RAM, <=  32 GB SSD und einer maximalen Displaygröße von 14.1 Zoll (Notebooks),  11.6 Zoll (2in1, Tablet) oder 17 Zoll (All in One)
  • Value (45,- $): Intel Atom/Celeron/Pentium mit ≤ 4 GB RAM und ≤ 64 GB SSD und einer maximalen Displaygröße von 14.1 Zoll (im Bildungsbereich alternativ auch 500 GB HDD)
  • Core (65,45 $): Alles oberhalb Value und unterhalb Core+
  • Core+ (86,66 $): High End CPU und mehr als 4, aber weniger als 8 GB RAM (alle Formfaktoren), maximal FullHD-Auflösung und 2 TB Festplatte oder SSD
  • Advanced (101,- $): Intel Core i9  oder Core i7 mit sechs oder mehr Kernen oder in Verbindung mit mindestens 16 GB RAM, AMD Threadripper, AMD FX/ Ryzen7 mit mindestens 16 GB RAM, alle Modelle mit 4k Display

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Praktische Auswirkungen? Für Endkunden faktisch keine! Ich möchte das aus folgendem Blickwinkel begründen: Schmalbrüstige Systeme, die eigentlich nicht wirklich sinnvoll mit Windows 10 bestückt und verkauft werden sollten, werden für die Hersteller möglicherweise attraktiver. Ob der Kunde dann ein paar Cents weniger für das Gerät bezahlt, regelt der Markt. Richtig fette Boliden kosten auch eine Menge Kohle und Microsoft will für die Lizenz um die Hundert US-Dollar. Aber ich kenne keinen Endanwender, der sagt: Ich kauf mir das Teil (nicht), weil da die Windows 10-Lizenz zu teuer ist. Es wird auf das System geschaut und dann entschieden, ob es den Kaufpreis wert ist.

Dass da ein Windows 10 mit lizenziert wird, nimmt man beiläufig zur Kenntnis. Dass ein OEM einen solchen Rechner mit einem anständigen Linux dann 100 US-$ oder Euro preisgünstiger sein könnte, interessiert nur eine Minderheit. Ergo hat die obige Lizenzgeschichte, zumindest in meinen Augen, keinen Einfluss auf Endanwender. Oder habe ich was übersehen?


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