Windows 10 Pro: Totes Pferd für Unternehmen?

Unternehmen, die sich für einen Umstieg auf Windows 10 entscheiden, sollten die Finger von der Pro-Version lassen. Denn diese Variante dürfte sich zunehmend als ‘totes Pferd’ entpuppen. Hier einige Informationen zu diesem Thema.


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Ich kenne es eigentlich seit Jahrzehnten: Microsoft bietet eine Windows-Version für Consumer an und für Unternehmen gibt es die kommerziellen Varianten. Seit Windows XP als Home und Pro bzw. Professional bekannt. Seit Windows Vista gab es neben der Professional-Variante noch die Ultimate- und Enterprise-Versionen. Der Charme der Pro-/Professional-Varianten war, dass man die Lizenz einfach so kaufen konnte. Bei den Enterprise-Versionen war der Abschluss eines Volumenlizenzvertrages (Software Assurance) erforderlich.

Windows 10 Pro oder Enterprise?

Bei Windows 10 hat sich auf den ersten Blick nichts geändert, auch wenn es keine Ultimate-Variante mehr gibt. Microsoft bietet neben Windows 10 Home für Consumer (die hier keine Rolle spielt) noch Windows 10 für Unternehmen an. Unternehmen, die sich für einen Umstieg auf Windows 10 entscheiden, haben die Wahl zwischen Windows 10 Pro als Kaufversion oder Windows 10 Enterprise.

Windows 10 Enterprise ist aber nur mit jährlich zu erneuerndem Volumenlizenzvertrag (Software Assurance) erhältlich. Für Klein- und mittelständische Unternehmen (KMUs) ist Windows 10 Enterprise beispielsweise auch über ein E3-Abo für ca. 13 Euro/Monat (Cloud Solution Provider Subscription, CSP) erhältlich (braucht keinen Volumenlizenzvertrag). Basis ist aber, dass es für die Maschine bereits eine Windows 10 Pro-Lizenz gibt.

Projektiere ich für den Einsatz in einem Laborgerät, einer Steuerung, oder in einem Kleinbetrieb eine Windows 10-Maschine, wird man aus Lizenzsicht auf Windows 10 Pro setzen. Eine einmalige Lizenzzahlung und die Sache ist geritzt. Eigentlich eine feine Sache, besetzt Windows 10 Pro doch den Markt zwischen den Consumern und den Großunternehmen mit vielen Hundert oder Tausend Installationen.

Windows 10 Pro ist leider ein totes Pferd

Wer die Entwicklung von Windows 10 genauer verfolgt hat, erkennt, dass das Microsoft-Marketing das ‘Arbeitspferd’ Pro Stück für Stück beerdigt. Viele Features, die in der Enterprise-Version verfügbar sind (App-Locker, Windows Defender ATP etc.) fehlen in der Pro-Variante. Aber das ist nicht genug, weil trotzdem viele Nutzer auf Windows 10 Pro setzten, hat Microsoft damit begonnen, wichtige Funktionen im Rahmen von Funktionsupdates zu entkernen.

  • Als Stichwort sei der Wegfall bestimmter Gruppenrichtlinien in Windows 10 Pro genannt (siehe mein Blog-Beitrag Microsoft schlachtet Gruppenrichtlinien in Windows 10 Pro).
  • Auch Supportverlängerungen, die Microsoft Unternehmenskunden für eigentlich nach 18 Monaten ausgelaufene Windows 10 Builds gewähren musste, bezogen sich auf die Enterprise SKUs (Stichwort Windows 10 V1511 Supportverlängerung um 6 Monate).

Vor einiger Zeit bin ich auf diesen Computerworld-Artikel gestoßen. Greg Keizer beschäftigt sich mit der Frage, ob Windows 10 Pro in Unternehmen noch Zukunft hat. Er zitiert den Gartner Analysten Stephen Kleynhans, Research Vice President bei Gartner und Windows Experte mit folgender Aussage:

[We] predict that Microsoft will continue positioning Windows [10] Pro as a release that is not appropriate for enterprises by reducing … support and limiting access to enterprise management features.

Zu Deutsch: Unsere Voraussage ist, dass Microsoft Windows 10 Pro auch weiterhin so positionieren wird, dass diese SKU keine sinnvolle Option für den Unternehmenseinsatz ist. Dies wird über den (eingeschränkten) Support und Begrenzung der Managementfunktionen, die in Unternehmensumgebungen erforderlich werden, erreicht.

Wie war dies mit dem eingeschränkten Support?


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Kleynhans führt aus, dass es die Analysten bei Gartner überrascht habe, dass die oben erwähnte 6 monatige Verlängerung des Support für Windows 10 V1511 nur für Enterprise-Kunden, nicht aber für Windows 10 Pro, gewährt wurde. Ein klares Signal von Microsoft an die Kunden, dass Windows 10 Pro nicht für den Unternehmenseinsatz geeignet sei.

Zu bemerken ist auch, dass in der Einstellungen-App die Möglichkeit, Funktionsupdates zurückzustellen, in Windows 10 V1803 verschwunden ist. Nutzer von Windows 10 Pro können zwar Updates und Funktionsupdates (noch) über Gruppenrichtlinien verzögern. Microsoft könnte aber diese Richtlinie jederzeit entfernen, dann wären verzögerte Updates auch Geschichte. Läuft der Support für eine Build aus, haben Nutzer quasi nur die Wahl, per Funktionsupdate auf die nächste Version, die noch Support bekommt, umzusteigen.

Bestimmte Angebote nur für Enterprise

Im Computerworld-Beitrag gibt es auch den Hinweis auf “paid supplemental servicing”. Der zusätzliche Support, den Microsoft zu einem ungenannten Preis verkauft, ist nur für Enterprise- und Education-Kunden verfügbar. Die kostenpflichtige zusätzliche Wartung verlängert die 18 Monate, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden, um 12 Monate.

“Die Erweiterungen und die kostenpflichtige Support-Option gelten nur für die SKUs für Unternehmen und Bildung [Windows 10 Enterprise und Windows 10 Education Enterprise]”, sagten die Gartner-Analysten Kleynhans und Silver in ihrem in Computerworld zitierten Bericht “Plan and Budget for Short Windows and Office Support Cycles Based on Microsoft’s February 2018 Announcements“, der im April 2018 von Gartner veröffentlicht wurde. “Kunden, die Windows 10 Pro verwenden, werden nach 18 Monaten keinen Support mehr erhalten. Auf diese Weise verstärkt Microsoft die Erwartung, dass Unternehmenskunden auf die Enterprise Edition von Windows 10 umsteigen.” Von Gartner gibt es unter anderem für Business-Kunden die folgende Empfehlung:

Customers currently using Windows 10 Pro should continue to monitor Microsoft’s life cycle announcements because they will eventually need to budget for Windows [10] Enterprise as Windows [10] Pro becomes more ‘pro-sumer’ and small-business oriented,

Zu Deutsch: Wer Windows 10 Pro im Unternehmen einsetzt, muss die Life-Cycle-Ankündigungen von Microsoft für Windows 10 genau verfolgen. Gibt es Probleme beim Umstieg auf eine neue Build, wäre der Einsatz von Windows 10 Enterprise eine Möglichkeit, erweiterten Support zu erhalten. Unternehmen sollten also entsprechende Budget-Mittel bereithalten. Windows 10 Pro ist eigentlich nur für Pro-Sumer (also Konsumer, die etwas mehr als in der Home-Versionen an Funktionen haben wollen) und Kleinstunternehmen mit einigen Einzelplatz-PCs geeignet. Und da hat man den 6 monatigen Upgrade-Zirkus.

Kunde friss, oder lass es bleiben

Man kann es auf den Punkt bringen: Windows 10 Pro ist im Unternehmen ein totes Pferd. Microsoft ist dabei, die Bastion Windows 10 Pro zugunsten von Windows 10 Enterprise und dessen Abo-Modell zu schleifen, koste es, was es wolle. Die Kunden müssen es fressen, dann sie haben sich keine Alternativen offen gehalten. So funktionieren Monopole.

Ach ja, für die Fraktion der ‘wo ist das Problem?’-Sager noch ein netter Infosplitter. Meine Frau hat einige Zeit bei einer Insolvenzverwalterin gearbeitet. Dadurch habe ich etwas Einblick in das Insolvenzrecht bekommen. Gerät eine Firma in Schieflage, und wird ein Insolvenzverwalter bestellt, darf der keine Gläubiger bevorzugen. Kürzt er Zahlungen oder hält er diese zurück, wirkt sich dies auch auf ein E3-Abo bei Microsoft aus.

Zwei Mal dürft ihr raten, was passiert. Die E3-Abos verlangen ja eine Windows 10 Pro-Lizenzierung. Wird das E3-Abo nicht mehr mit Lizenzzahlungen bedient, verfällt der Anspruch auf diese Lizenz. Der Key wird gesperrt und das System fällt auf Windows 10 Pro zurück. Genau das Szenario, was man ja mit dem Abschluss des E3-Abos vermeiden wollte. Ist natürlich ein doofes Szenario und keine vernünftige Firma gerät in Schieflage. Und wenn doch, sind das nur kleine Klitschen wie Air Berlin, Schlecker, Schneider Versand, Matrazen Direct, Butler, Rege Motorenteile, Solarworld, Rickmers Holding, Küchenhersteller Alno, Tempton Personaldienstleistungen (mit Ausnahme von Schlecker alles kleinere Insolvenzen aus 2017).

Meine Gedanken

Ich kann mir nicht helfen, das aktuelle Geschäftsmodell mit Windows as a service (WaaS) ist ein Crash-Kurs. Ich bin zwar 25 Jahre aus dem Industriegeschäft raus. Aber nach Good Laboratory Practice zertifizierte Lösungen für den Laborbereich, oder nach Good Manufactoring Practice zertifizierte Lösungen für die Pharmaproduktion lassen sich imho nicht auf Basis dessen aufsetzen, was wir aktuell mit Windows 10 so erleben. Von Windows 10-Rechnern in medizinischen Geräten (CT, MRT etc.) ganz zu schweigen.

Da könnte ein riesiges Einsatzfeld für Windows gerade vom Marketing geschlachtet werden. Möglicherweise habe ich mich verhört, aber ich vermeine da ein gewaltiges Knirschen zu vernehmen. Die Denke der Informatiker und Marketing-Leute funktioniert vieleicht im Bürobereich, aber nicht in prozessnahen Bereichen – so zumindest meine Erfahrung.

Wie wird das Thema in euren Firmen geregelt? Ist da Windows 10 Enterprise mit Software Assurance-Vertrag der Standard? Kommen Windows 10 Pro-Systeme zum Einsatz? Gibt es eigentlich Strategien, sich zumindest mittelfristig aus den Klauen Microsofts zu befreien? Euer Feedback ist gefragt.


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47 Kommentare zu Windows 10 Pro: Totes Pferd für Unternehmen?

  1. wufuc_MaD sagt:

    wie damals angekündigt, hab ich eine lösung gefunden die sich bestens bewährt hat. ich halte mich täglich auf dem laufenden was updates sowie gegenmaßnahmen für windows updates betrifft. ob home oder pro spielt aus meiner sicht schon lange keine rolle, da es für microsoft keine rolle spielt seit jahren. die gegenmaßnahmen funktionieren derart gut, dass z.b. ein 1709.309 “glaubt”, das funktionsupdate hätte bereits stattgefunden, der selbe text erschien in den einstellungen, neben dem roten paniktext windows sei total in gefahr, beim klick auf updates suchen kackt die einstellungsapp planmäßig ab. bei kunden die keine überraschungen gebrauchen können werden die upgrades dann offline durchgeführt und anschließend die tollwütigen windows .exe dateien waas / waasmedic / sihclient / usoclient / rempl u.s.w. wieder in die magel genommen. sogar bereits mit rempl infizierte maschinen werden komplett kaltgestellt. da rempl auch meinen heimrechner befallen hat, was mich eine neuinstallation kostete ist jede abgesicherte maschine eine genugtuung. nienieniemals werde ich das vergessen! ich sehe fast jeden tag was dieser mist anrichtet. dass es maschinen gibt die trotz installierter av-keule alle win10 builds, bis 1803 schadlos, ohne wartung überstanden haben, wogegen andere 3 mal jährlich neu installiert werden müssen weil windows wieder schrott ist, will ich nur mal erwähnen. daraus schlusszufolgern ist für einen halbwegs interessierten it begabten ja nicht schwer. mir sind weitere dinge an windows10 aufgefallen die man nur mit speziellen tools überhaupt sehen kann. mehr sag ich dazu nicht. ich glaube einige in redmond sind echt verrückt geworden!!! das ist absolut kein spaß!! du hast völlig richtig erwähnt WAS für viele auf dem spiel steht.

  2. Ulf sagt:

    Bisher ist Windows 7 Pro der Standard, selbstverständlich ohne SA. Und künftig halte ich weiterhin Windows 10 LTSB/LTSC (ohne SA) für unsere beste Option. Die einzige Alternative wäre Enterprise mit SA, das aber erstens ebenfalls Feature-Update verseucht ist und zweitens durch die SA über die Jahre so unverschämt teuer wird, dass man dafür schon ziemlich viele LTSC-Systeme außer der Reihe kostenpflichtig upgraden könnte, so denn eine Anwendung irgendwelche neuen Features benötigen würde.

    Windows 10 Home mit seinen nicht-verschiebbaren Zwangsupdates halte ich für eine bezahlte Beta-Version, deren Opf^H^H^HNutzer gute Chancen haben, jedes halbe Jahr vor einem blauen Bildschirm zu sitzen und Systemwiederherstellung zu üben. Das und die kastrierten GPOs machen Windows 10 Pro in meinen Augen zur neuen Home-Version, bei der man den Upgrade-Irrsinn immerhin um ein Jahr verschieben kann – in der Hoffnung, dass bis dahin die gröbsten Bugs durch die Home-Betatester entdeckt und von MS gefixt worden sind.

    Insgesamt schiebe ich (und anscheinend nicht nur ich) aktuell einen ziemlichen Hass auf Microsofts Produktstrategie mit WaaS und Cloud First. Nadella&Co sind meiner Meinung nach gerade dabei, den Bogen gehörig zu überspannen. Da war mir ein wie Rumpelstilzchen über die Bühne hoppsender und gegen OpenSource geifernder Ballmer ja noch lieber – unter dem haben wenigstens die Produkte funktioniert (von Vista mal abgesehen, aber das konnte man ja überspringen).

    • Mich@ sagt:

      Dein Vergelich von Ballmer und deine Aussage über Nadella sprechen mir aus der Seele! Stimme dir Voll und Ganz zu! Allerdings habe ich dafür gesorg das wir nicht das “aktuellste” Betriebssystem nutzen sondern für alle Anwender die es hübsch bund mögen – > Windows 8.1 Pro!
      bis jetzt in der Konstellation keine Probleme mehr erlebt:
      Server 2012r2 in kombi mit Win 8.1 Pro

  3. Cmd.Data sagt:

    Noch verwenden wir Windows 7 Pro, doch sehen wir mit Grausen der Zeit danach entgegen. Viele, die von der Materie keine Ahnung haben, glauben den Marketingparolen zu Windows 10.

    Mir ist es völlig schleierhaft, warum die Menschen die teuren Abo-Modelle ohne mit der Wimper zu zucken akzeptieren. Haben die alle wirklich so viel Geld???

    Was soll ein kleiner Betrieb oder gar ein Verein mit 10 Windows-PCs machen? Enterprise kaufen?

    Und warum gibt es nur noch Jubelperser? Wenn ich sehe, wie kritisch die c’t in den 90er Jahren war, und wie unkritisch die Redakteuere heute dort sind. Unfassbar.

    Übrigens gibt es keine Strategien, sich aus den Windows-Klauen zu befreien, weil es ja stets die “Standard”officesoftware sein soll. Aus “Kompatibilitätsgründen”. Und weil man es so gewohnt ist… Es ist halt aufwendig, die Gewohnheiten zu ändern.

    • Mich@ sagt:

      Zitat: Wenn ich sehe, wie kritisch die c’t in den 90er Jahren war, und wie unkritisch die Redakteuere heute dort sind. Unfassbar.

      Früher wurden die Artikel vor der Veröffentlichung auch auv efentuehle reschtschriepfäler üperbrüvt.

      Heute kann man nichts mehr auf Heise.de lesen ohne einen Anfall zu bekommen.. Die Printausgabe der C´t ist ebenso mit Rechtschreibfehlern übersät!

    • Rene sagt:

      [QUOTE]Haben die alle wirklich so viel Geld???[/QUOTE]

      Im und um den Softwaremarkt hat MS ein Monopol, was sie gnadenlos ausnutzen. Bist du ein Microsoft Partner, musst du Windows10 Enterprise nehmen. Oder du machst dicke Backen. Da viele Firmen zu den Ruhm und der Ehre gekommen sind, sich Microsoft Partner nennen zu dürfen [ironie_off] haben MS schon Mal einen Sack voll.

      Das Problem, was Herr Born mit der Industrie anspricht, ist der Knackpunkt. Es werden Programme genutzt, die zum Teil noch in FoxPro geschrieben sind. Dann hängen Datenbanken im Hintergrund. Alles im allen benötigt man eine gleichbleibende Umgebung, weil jede Änderung einen Heiden Aufwand macht.

      Nicht ohne Grund findet man noch in der Industrie winXP und win2000 so oft.

  4. Matthias G. sagt:

    Mal abgesehen von allem anderen, was ich im Prinzip ähnlich sehe, aber die Möglichkeit, Funktionsupdates bis zu 365 Tage zu verzögern, ist bei mir (Windows 10 Pro 1803, aktueller Nicht-Insider-Stand) durchaus noch vorhanden in den Einstellungen. (Einstellungen/Update und Sicherheit/Windows Update/Erweiterte Optionen).

    • wufuc_MaD sagt:

      die recherche, wie oft diese option übergangen, übersehen, leider temp. funktionsuntüchtig war, mit totaler absicht missachtet wurde, überlasse ich dir!

      wer einmal lügt… ms hat hier ~ 10 mal gelogen, und sie tun es in immer größerem, kaum mehr in worte zu fassendem maße..

      die frist vom erscheinen des april updates am “8. mai” bis zum ablauf des ultimatums für firmen betrug gerade einmal 2 monate (tests-ausrutscher gab es natürlich… kann ja mal passieren… wäre ms’ pensum nicht schon in exponentieller unglaubwürdigkeit untergegangen)

      • Matthias G. sagt:

        Nun, das war ja nicht die Aussage.
        Ich bezog mich auf den Text, in dem stand bzw. steht, das diese Option nicht mehr vorhanden wäre.

        • Günter Born sagt:

          Ich muss es nochmals verifizieren – komme die Woche an kein Wndows 10 V1803. Erinnerungsmäßig waren die Einstellungen weg, als ich sie gesucht habe.

          • AlTa sagt:

            Hallo,
            Funktionsupdates bis 365 Tage und Qualitätsupdates bis 30 Tage.
            Und wie gehabt der Schalter für die 35 Tage Updates sofort aussetzen…

            Gruß

          • Andres Müller sagt:

            bei mir kann ich Fubktionsupdates maximal 365 Tage verzögern in der Einstellungen App der 1803 Version von Windows Pro 64bit (Eingestellt ist: Semi Annual Channel). Es gibt noch die Option sämtliche Updates um 35 Tage zu verzögern.
            Qualitätsupdates 30 Tage.

            Kann sein dass diese Einstellungen vom Vorgänger übernommen wurden, aber bei einer Neuinstallation oder wenn man nichts eingestellt hatte dann anders konfiguriert ist. Möglicherweise auch noch abhängig vom Wohnort ( ich bin Schweizer).

            Die Einstellung 365 Tage kann man übrigens leicht übersehen, da man dazu nicht nur das Klappmenu öffnen, sondern auch noch den kleinen Scrollbalken ganz rechts nach unten ziehen muss. Wer nur flüchtig schaut meint es seien nur 8 Tage die man einstellen kann.

          • Hape sagt:

            Auch wenn die Einstellungen bei V1803 noch da sind:
            So wie Microsoft W10Pro inzwischen positioniert, wird die Option zum Aufschieben von Funktionsupdates sicher bald verschwinden!
            Dann werden auch W10ProKunden zahlende BetaTester.
            Denn MS geht immer aggressiver gegen UpgradeVerweigerer vor:
            Ich habe schon von mehrerer HomerUsern gehört, dass jetzt auch eine getaktete Verbindung nicht mehr vor dem Download von V1803 schützt!

          • Günter Born sagt:

            Gibt einen Blog-Beitrag der das thematisiert.

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  6. Torsten sagt:

    wir werden mit unseren 4-stelligen Anzahl an Computern von Win7 Pro auf Win10 Enterprise wechsel müssen.

  7. Quodlibet sagt:

    Ich habe einen kleinen Verein und eine kleine Firma mit je 4 Rechnern.
    Bis jetzt läuft einer mit Win 2008-R2-Server, einer mit Win10 pro und die restlichen mit Win7 pro.

    Ich werde wohl, wenn Win7 ausgelaufen ist, auf Linux umsteigen (müssen). Probleme sehe ich bei der Wawi und Buchhaltung (da nutzen wir Sage 50) und Adobe Indesign und Photoshop (CS6) – vielleicht laufen die dann unter Wine, mal sehen.
    Ansonsten werde ich wohl auf einem Linux-Unterboden ein paar VMs mit Windows 7 laufen lassen, die dann halt nur temporär ins Internet dürfen.

    Windows 10 ist eine Krankheit. Auf dem einen Rechner mit Win10 habe ich größere Schwierigkeiten (auf einem NUC i7). Öfters bleibt die Kiste hängen, friert ein, will Updates nicht installieren usw. Inzwischen sichere ich die Kiste mit Acronis Backup täglich, um bei einem Fehler schnell auf den Vortag zurück zu können.

    Die Gängelung seitens Microsoft mache ich auf Dauer nicht mit. Build 1709 bleibt bei mir drauf – und wenn ich lese, dass MS ab 1803 das Aufschieben der Funktionsupdates in der GUI abgeschafft hat, kriege ich die Krise. Ich gehe doch nicht hin, auf meinen produktiven Arbeitsrechnern alle halbe Jahre neu zu installieren. Dafür habe ich keine Zeit und keine Lust. Upgrade will ich nicht, die Unsicherheiten sind nicht kalkulierbar. Ich muss Rechner haben, die zuverlässig funktionieren, alles andere Gedöns will ich nicht.

    Teure Miet-Software auf SA-Basis kommt für mich nicht in Frage. Die LTSB/LTSC sind für mich auch keine Option (die werde ich wahrscheinlich auch gar nicht bekommen können).

    Das Ganze ist ein Irrsinn, aber ich denke, MS wird die Quittung dafür eines Tages schon noch bekommen.

    • Cmd.Data sagt:

      Danke, so ist das wirklich.

      Kleine Vereine und Firmen können und wollen nicht ständig etwas neues, sondern einige Jahre mit der gleichen Software arbeiten.

      Die Rechner müssen funktionieren. Zum Spielen und Programmieren sind die nicht gedacht.

    • baron wuchst sagt:

      das wäre schön.
      Wenn die Fa. MS eines Tages die Quittung bekäme. – Allein, ich glaub nicht dran. Um dieses Monopol wirklich zu beeindrucken, müssten schon Scharen von Betriebssystems-Nutzern (egal ob Fa. oder privat) sich abwenden. Was sie nie nie niemals tun werden. Einzelne ja, hinreichend viele nein.
      Und nicht vergessen: wir alle haben letztlich daran mitgewirkt, dass dieses Monopol so problemlos aufgebaut werden konnte…
      :(

  8. Also so lustig und einfach ist der Umstieg auf die Windows 10 LTSB/LTSC auch nicht, möglicherweise ist es in dem Mietmodell einfacher, ich hab das mal vor ungefähr 2 Jahren gemacht und mir würde es jetzt auch davor grauen.

    Auf Windows 10 LTSB/LTSC werden wir in der Firma ganz sicherlich nicht umsteigen, das Rechnet sich einfach nicht für die Firma bei minimal 40 Rechnern!
    Falls sich irgendwann mal was ändern sollte werden wir, falls ich meinen Chef dazu überreden könnte, lieber auf Linux umsteigen.
    Soviel ich gestern gelesen habe ich die SUSE wieder eigenständig und ob die Leute im Büro nun mit MS Office oder LibreOffice und Thunderbird Arbeiten, kommt es aufs selbe drauf heraus.

    Momentan stehen wir in der Firma noch bei der Windows 10 Pro 1709 und bei mir bin ich Privat auf der 1803.
    Ich hab momentan so massive Probleme mit Windows 10 auf meinen Privat Rechnern, möglicherweise weil ich gerade ein Bilder Projekt mit einem Studio begonnen habe.

  9. Christian sagt:

    Win 10 Pro (1709) im Produktiven Einsatz, eine Exitstrategie ist nicht in Sicht solange die vom Hersteller abhängigen Programme auf Windows setzen. Auch eine Linux Umgebung mit Wine macht keinen Sinn, weil wir dann den Support im Hintergrund verlieren (System so nicht freigeben, ihr Problem).

    Die ganzen Miet- und Cloud Modelle rechnen sich nicht, bzw. nur für MS die damit nur noch $$$$ sehen. Sollten mal die Herstellprogramme nur noch Webbasierend sein, wäre der Weg für Linux frei.

    Die Einschränkungen der GPOs in der Pro Version halten sich in Grenzen und können auch oft über Umwege mit anderen GPOs, Registrierungseinträgen und angepassten Installimages erreicht werden. Z.B. den Appstore oder Edge Blocken funktioniert hervorragend indem in den Richtlinien zur Softwareeinschränkung die Pfad im Zugriff verbietet und wer sich sein Windows Image vorher mit DISM++ säubert bleibt von Anfang an von CandyCrush & Co. verschont. Wer ein WSUS einsetzt kann die Funktionsupgrades länger verschieben, daran hat sich nichts geändert.

    Unterm Strich ist es aber ein Mehraufwand als früher, aktuell ist es aber alternativlos.

    • wufuc_MaD sagt:

      das mit dem “edge blocken” glaubst du wirklich?

      lass doch mal einfach nur einen testscan mit einer ccleaner version 5.42 oder älter (auch hier sind…. lügner am werk.. andermal) laufen und schaue was der edge / ie (family safety – einfach großartige parodie in namensgebung, die ms produktfamilie wird geschützt…) so alles IMMER mitfiltert! unternimmt man etwas wirksames dagegen ist im verhalten von windows sofort leichte panik unverkennbar.

      enjoy!

      • Teletom sagt:

        Es scheint, du hättest sehr viel Ungutes im Verhalten von Windows 10 entdeckt. Könntest du dies hier, konkret und an Beispielen belegt, möglichst gemeinverständlich darstellen?

        • Ja der Edge Protokolliert jede Eingabe eben mit falls du ihn oder eben Cortana zum suchen nutzt. Dein Surfverhalten kannst du dir dann in den Datenschutzeinstellungen bei Microsoft ansehen, bei mir steht da nur darin das ich die FTP Adresse zu Mozilla eingegeben habe mehr nicht.

          Du Sperrst einfach den Zugriff auf den Edge für alle Benutzer oder benutzt einen anderen Browser.

          • wufuc_MaD sagt:

            der edge / ie / ms proxy / “family safety” nenn es wie du willst.. protokolliert jeden seitenaufruf, verweildauer,.. screenshots, in welchem format du die wo abspeicherst, dazu der ganz besondere bewegungsmelder “sleep study” (system32) – ALLES!! wenn du nichts oder oder lachhaft wenig unternimmst. nur ein an den rand der funktionsunfähigkeit gebrachtes win10 ist für mich ein noch duldbares, auf unbestimmte zeit. unistack dienste, defender alles abstellen (ich weiß – das geht nicht (so einfach)).. deshalb, nein, kann ich nicht! ich kann gewisse sachen die mir aufgefallen sind an diesem nwo-werkzeug, garnicht mehr zur sprache bringen!..

            den edge deinstallieren funktioniert nicht.

            benenne mal den app ordner des edge um wie auf deskmodder beschrieben (leicht zu finden). kann sein dass windows dann ein zwei mal nicht bootet, weil “wir” noch ein paar dinge zu erledigen haben und windows nunmal nicht dir gehört, höchstens zuhört! ;-)

            in der regel dürftest du viel zu langsam sein, weil ms die wichtigsten, krassesten logs nicht liegen lässt. meistens ist das was sichtbar ist genau das was du sehen sollst, wenn du denn hinschaust… procmon funzt auch nicht mehr für bootloggin, solltest du das versuchen hast du erstmal 1 2 stunden freude am windows wieder heile machen… die meisten hier unterschätzen das (negative) potential dieser software noch um einiges, ist mein eindruck. aber gleichbehandlung gibts hier halt nicht, eine weitere mitteilungshürde…

            genug!

      • Cmd.Data sagt:

        Was hat es mit dem ccleaner und Lügnern auf sich?

        • wufuc_MaD sagt:

          ganz einfach. (du brauchst eine applikations-firewall die nicht auf automatisch gestellt ist)

          die truppe von avast (=avg = tuneup utils =ccleaner) behauptet mit nachrüstung der “privacy” einstellungen wegen der einführung der dsgvo würde insbesondere bei der kostenlosen version weder etwas “gesammelt” noch wäre eine einstellung diesbezüglich nötig/möglich.

          umsogrößer die überraschung, dass bei jedem start der neueren versionen (> 5.42 – ich habe es eben nochmal getestet, die letzte version vor der dsgvo funkt nicht) nach hause telefoniert wird, suche nach updates ist selbstverständlich deaktiviert…

          ich nenne das hohn, lüge, verrat, arglistige täuschung (steigerungsfähig)!

          auch wenn alle möglichen windows komponenten ständig irgendwas nach *.*.akamai.edge.sonstwas funken wollen, ist die lage in diesem fall eindeutig.

          wie nennst du das?!..

  10. Stefan sagt:

    Wir haben ca. 200 Rechner (ca. 50% Win10 Pro und ein 25 davon sind Enterprise, rest Win7Pro). Zum glück steht noch ein WSUS davor sonst wäre ich auch längst versunken. Updates werden immer 2 Wochen später rausgegeben nach erscheinen und seit dieser Strategie haben wir eigentlich gut ruhe. Die Pro Version gibt mir allerdings kopfzerbrechen, besonders das sehr wichtige Funktionen wie “Software Restriction Policy” nun als Depricated erscheinen ab 1803. 1 oder 2 Versionen und es wird weg sein. Dank dieser Funktion haben wir viel Schaden abwenden können. Die wenigen Enterprise Lizenzen sind gebraucht gekauft und dazu kann ich nur raten. Da hat man keinen Support dabei. Aber den brauchen wir auch nicht in unserer größe. Werde wohl die Restlichen auf dauert auch auf Enterprise bringen mit gebrauchten Lizenzen, wobei sich hier die Frage stellt, wann stellt Microsoft die weiterentwicklung von Win10 ein ohne Abo… ich wette das kommt bestimmt…

    • Klaus sagt:

      Wenn du die normale Enterprise ohne aktive Software Assurance verwendest, begehst du eigentlich bereits einen Lizenzverstoß. Du darfst offiziell nur noch die zum Ende der SA aktuelle LTSB Version verwenden. Siehe den Volumenlizenzleitfaden und dort den Punkt “Zeitlich unbeschränkte Nutzungsrechte für Windows Enterprise”: http://download.microsoft.com/download/C/D/5/CD508C9D-B0CF-475D-AD7A-C9A72131CF2D/Windows_10_Volume_Licensing_Guide.pdf

      Ja, WSUS ist super. Damit kann man zumindest bis einschl. 1709 alle Feature-Updates zeitlich unbegrenzt zurückstellen.

      Nachdem die ersten Updates einiger unserer Win10 Pro 1607 auf 1709 nicht gerade zufriedenstellend verliefen (1803 war sogar die reinste Katastrophe), werden wir auf LTSB umsteigen. Da auch immer mehr virtuelle Maschinen angefordert werden, gleich für alle im Abo-Modell (Win10 Enterprise mit SA).

      • Stefan sagt:

        Naja zumindest laut allen offiziellen gebrauchtlizenzhändler verstoßt man dagegen nicht. Auf was sie sich genau berufen weiß ich leider auch nicht. Hatte aber mit mehreren namentlichen Händlern zu tun. Verwenden keine LTSB Version. Verwenden den normalen channel.

  11. Vendoree123 sagt:

    Nun ja, der Artikel wird wohl dies und das berühren/ aufgreifen, meine Zustimmung.
    Auch in der Vergangenheit kam dies ja auch mehr oder weniger nebst Kommentaren
    mindestens durch die „Blume“, ggf. auch konkreter, zum Ausdruck im Allgemeinen.

    Vlt. ist i. V. die geschichtlich sehr junge IT-Branche von ihrer Bedeutung auch noch gar nicht angekommen (!) [abgesehen womöglich von der Denke im äußerst Kurzfristigen], wird ggf. derzeit noch maßlos unterschätzt; ein etwas anderen Stellenwert hat inzwischen dagegen etwa etwas Energiepolitik eingenommen, auch wenn man hier und da ggf. meine, es mag mehr möglich sein, es ist aber immerhin ein gewichtiges Thema.

    Gem. derzeitigem globalem gesellschaftlichem Entwicklungsstand sollte das Streben nach Gewinnmaximierung eher weder einem Unternehmen, noch einer Gesellschaft vorzuwerfen sein im Rahmen eines gegebenen rechtlichen Rahmens.

    Glaube daher eher weniger daran, dass der derzeitige geringe Wettbewerb in Sachen Betriebssysteme global die nächsten vlt. ein oder zwei hundert Jahre … ein erstrebenswertes Omen sein könnte. Dem Markt das evtl. Dilemma überlassen; Zweifel, dass es funktioniert.
    Hätte der derzeitige Stand betreffend Energiefragen (mag man darüber philosophieren wie man will) ohne Weichen der Politik funktioniert? Selbst hätte ich da zumindest meine Zweifel.

    Verstehe den Artikel ein wenig als Weckruf aus dem Dornröschenschlaf in der Sache.
    Selbst wenn ein Erwachen folgen würde, hätte tatsächlich irgendjemand Nachteile in der Quintessenz langfristig?

    Sicherlich steht auch Open Source und Apple beim Thema im Raum. Zu dieser Thematik
    hab ich mich bisher jedoch zu wenig beschäftigt, selbst für eine höchst wage Kommentierung.
    Stelle daher nur mal im Raum, könnte u. a. ein Blackboxcharakter oder auch Aspekte der breiten Salonfähigkeit damit (gedanklich) einhergehen für die bisher geringe Resonanz?
    Es ist aus meiner bescheidenen Sicht der Dinge jedenfalls kompliziert schätze ich.

    Die Ordnung von Gegebenem mag weiß wohl die erste wichtige Instanz sein, etwa wie beim Menü auf einem Teller, das Gericht bleibt letztlich dennoch dasselbe.
    Es wird wohl eher vlt. primär um Innovation bei Weichenstellungen gehen müssen, nicht allein ums Herumrühren auf dem Teller mit Streben nach Optimierung? Oder?

    Punktuell höchst ausgewählt betreffend Windows 10 pro 1803, auf meinen Systemen gibt es derzeit noch die Einstellmöglichkeit Funktionsupdates zurückstellen. Ob es funktioniert, weiß ich nicht. Sollte diese Möglichkeit und ggf. bei Qualitätsupdates auch noch wegfallen,
    stellte sich evtl. die Frage, nach diversen bildlichen Vergleichen mind. bei kommerzieller Nutzung von Win 10 pro?

  12. Manuel B. sagt:

    Wir haben gut 500 Rechner im Unternehmen und fangen gerade an Windows 7 Pro durch Windows 10 Pro zu ersetzen. Die Images sind alle stark angepasst (Dism, ADK usw.) und es ist vieles rausgeflogen was wir nicht brauchen/wollen. Im Hintergrund werden die Rechner mit einem Softwareverteilungstool mit Updates/Upgrades betankt. Hier haben wir also auch volle Kontrolle.

    Bisher fahren wir damit sehr gut und sparen uns die zusätzlichen Kosten welche durch Enterprise anfallen würden. Sollte irgendwann der Tag kommen an dem Professional nicht mehr reicht, kann man immernoch auf Enterprise wechseln und die Lizenzen hochziehen?!

    • wufuc_MaD sagt:

      wie verhindert ihr, dass rempl (4023057) die systeme infiziert? ich hab das ding oft genug in aktion oder den elektroschrott nach erledigter aktion gesehen..

      .. nebenbei, der feind schläft nicht:

      github.com/rempl

      überrascht mich keineswegs…

      • Martin Feuerstein sagt:

        was ist dieses “rempl”, bin aus der Github-Seite nicht so recht schlau geworden.

        Günter, falls “rempl” wichtig ist, machst du dazu einen Beitrag?

    • Karl Wester-Ebbinghaus (al Qamar) sagt:

      Gute Grundeinstellung!

  13. Hape sagt:

    Wie Quodlibet u.Cmd.Data gesagt haben, wir benötigen Rechner, die funktionieren !

    Unter dem Zwang halbjährlich neue “Features” in einen, im Grunde 30 Jahre “gewucherten ProgrammCodeDschungel” zu implementieren, leidet zwangsläufig die Zuverlässigkeit, Stabilität und Sicherheit !
    Da es kein innovatives Windows11 mehr geben soll, bin ich überzeugt, dass
    nachdem Geschäftskunden in die Windows10 AboFalle getrieben worden sind,

    (Microsoft wird Windows 10 Pro auch weiterhin so positionieren,
    dass diese SKU keine sinnvolle Option für den Unternehmenseinsatz ist!)

    auch langfristig ALLE Windows nur mehr MIETEN können (Windows as a service).

    Wir installieren deshalb seit Jahren LinuxMint auf immer mehr Maschinen und haben gute Erfahrung damit!
    Wir nutzen Windows10 nur mehr für spezielle Software.
    Aber auch hier werden wir noch Lösungen finden (müssen).

    An Martin Feuerstein:

    Günter Born hat bereits über
    KB4023057; Remsh.exe; C:\Program Files\rempl\
    unter
    https://www.borncity.com/blog/2017/11/05/windows-10-was-ist-die-remsh-exe/

    einen Beitrag verfasst.

    • Martin Feuerstein sagt:

      Entschuldige, ich steh aufm Schlauch. Laut https://github.com/rempl/rempl ist das irgendwas mit “remote access to JavaScript runtime via custom UI”, der Zusammenhang zwischen einem JavaScript-Dingens und einer “Remediation Shell”, also einer Oberfläche, um vorangegangene Fehler bei Updates zu analysieren, erschließt sich mir aber immer noch nicht.

      • oli sagt:

        Der remsh.ex/rempl-Kram wird halt nur auf älteren Builds installiert, wenn dort Update-Probleme festgestellt wurden. Wir haben bisher neue Builds einfach per WSUS verteilt. Privat führe ich ein Funktionsupdate nur nach Image-Backup und per Media Creation Tool durch. Bei beiden Methoden bisher keine Probleme gehabt und daher auch noch nie den remsh/rempl-Kram gesehen.

    • Martin Feuerstein sagt:

      Entschuldige, ich steh aufm Schlauch. Laut https://github.com/rempl/rempl ist das irgendwas mit “remote access to JavaScript runtime via custom UI”, der Zusammenhang zu einer “Remediation Shell” erschließt sich mir aber immer noch nicht.

  14. oli sagt:

    Gestern übrigens mal bisschen mit Windows 10 Enterprise 2016 LTSB rumgespielt und Office 2016 in der .msi-Variante installiert – wat soll ich sagen, loift wunderbar als einfaches Officesystem. Ich denke die Probleme würden dann höchstens in Zukunft auftreten, falls man Software einsetzen will, die bestimmte Funktionen voraussetzt, die es in LTSB/LTSC nicht gibt (Edge-Browser, MS Store, etc.). Wer allerdings ein ziemlich festgeschnürtes Anwendungsspektrum (vor allem win32-Anwendungen) hat, welches sich langfristig nicht ändert und Zugriff auf VL hat, sollte sich das auf jeden Fall mal angucken. Die hier schon geäußerten Bedenken ( https://www.borncity.com/blog/2017/03/06/windows-10-enterprise-ltsb-bedingt-geschftstauglich/ ) natürlich im Hinterkopf behalten.

  15. Karl Wester-Ebbinghaus (al Qamar) sagt:

    NoHallo an alle Kommentatoren!

    Ich möchte nochmal dringend alle warnen die mit dem Gedanken an eine Umstellung auf LTSC spielen!

    LTSC ist genau für solche Maschinen, wie Günter es im Artikel vermisste, gedacht: Maschinensteuerungen, medizinische Geräte etc., Spezialsoftware wie die vorgenannte Datenbank.

    Bitte verwerft dringendst alle Ansätze LTSC als Basis für die Migration von Windows 10 Pro oder Windows 7. Sie wird nicht für den Einsatz im “Officeuser” Bereich supported.

    Selbst Hersteller (Dell, HP) werden euch keinen oder eingeschränkten Support oder Treiberupdates liefern.

    Es werden per Definition keine Fehler behoben, die nicht kritisch sind oder sicherheitskritisch sind. Dies habe ich sogar schriftlich bekommen, da es in 1507 und 1607 Bugs mit der Druckersteuerung gibt.

    Ja die Version hat keinen Store. Ja dort kann man längere Zeit nur monatliche kumulative Updates installieren und hat den “Zirkus” um Funktionsupdates nicht wenn keine Software Assurance besteht. Ganz im Gegenteil ohne SA darf man gar nicht upgraden zum Beispiel von LTSC 2015 (1507) auf LTSC 2016 (1607).

    Ich kann den Artikel von Günter nicht nachvollziehen. Bislang ist es so das selbst mit der Pro Variante >frühestens< alle 6 Monate ein Funktionsupdate angeboten wird. Das heisst nicht das man mit pro alle 6 Monate upgraden muss.
    Spätestens nach 18 Monaten.

    Jedem KMU rate ich eine Domäne, GPOs und einen WSUS zu nutzen. So werden viele der ewigen wiederkehrenden Kritikpunkte an Windows 10 Pro lösbar.

    Mir ist nicht bekannt das Enterprise nur mit Software Assurance lizensiert werden darf und es dort E Pläne gibt. Günter hast du dich vielleicht mit Microsoft 365 verwechselt? Kannst du mir hier nochmal eine Quelle nennen?

    Aus meiner Sicht ist Windows 10 Pro kein totes Pferd sondern wie Günter selbst sagt eine prosumer Variante die für KMUs ausreichen kann.

    Sobald man die Enterprise features benötigt, wie z. B. Direct Access, Workfolder etc. ist ein umstieg notwendig und auch ohne Neuinstallation möglich.

    Aber auch nur von Pro auf Enterprise. Niemals von Pro oder Enterprise auf LTSC, da andere Codebasis.

    Wenn ich die Zeit hätte würde ich sie gerne opfern um den vielen Zweifeln und genannten Problemen entgegen zu wirken.

    Korrekt implementiert, mit einer Installation ist es nicht getan, ist Windows 10 ein massiver Vorteil gegenüber Windows 7, alleine schon was die Bereitstellungszeiten / Deployment angeht.

    Mir ist klar, das nicht jeder und jede IT diese Zeit gegeben bekommt.

    Ich gebe zu, man muss sich damit beschäftigen um es irgendwann mal so zu sehen wie ich. Da ist auch keine rosarote Brille dabei, sondern Erfahrung mit diesem OS in vielen Kundenumgebungen.

    Ich weiß das Windows 10 bei vielen für Unmut sorgt, weil es altbewährte Konzepte hinfällig macht. Es ist ein großer Change von Windows 7. Aber die Verbesserungen überwiegen unter der Haube.

    Gerade KMUs können sich hier viel Tooleriritis und third party Produkte ersparen und sogar Defender einsetzen. Anstatt sich neue Probleme mit Kaspersky, Mc Afee und Co ins Haus zu holen.

    Und warum ist es schlimm das LTSC keinen Store besitzt?

    Onenote wird durch eine UWP app abgelöst. Ich denke bis 2022 ist es soweit. Der Taschenrechner und andere Basis Apps werden nicht aktualisiert.
    Gerade neulich wurde da ein Bug gefixt. Vielleicht geht demnächst auch mal Punkt vor Strich im normalen Modus.
    Mal von dem Candy Crush Mist abgesehen (dafür gibt es Lösungen wie oben beschrieben).

    Wer Tippfehler findet darf diese behalten. Nicht so leicht am Smartphone so lange Kommentare zu schreiben.

  16. Günter Born sagt:

    @Karl: ‘Mir ist nicht bekannt das Enterprise nur mit Software Assurance lizensiert werden darf und es dort E Pläne gibt. Günter hast du dich vielleicht mit Microsoft 365 verwechselt? Kannst du mir hier nochmal eine Quelle nennen?’

    Bin nicht so der Spezialist in diesen Lizenzgeschichten. Ich habe mich wohl falsch ausgedrückt (ist inzwischen korrigiert, so dass es jetzt eindeutiger sein müsste). Meine Lesart ist jedenfalls, dass es nicht als Einmalkauf, sonden nur mit Abo, aber dann auch für einen PC über CSP geht. Zwei Quellen:

    Blog-Beitrag von 2016: KMU-Abo Windows 10 Enterprise E3 für 5,90 Euro/Monat

    Externer Blog-Beitrag: Windows 10 Enterprise E3 / E5 über CSP-Vertrag – Warum sollte man?

    MS-Beitrag: Windows 10 Enterprise E3 in CSP

    Aber möglicherweise habe ich da eine Feinheit übersehen – vermutlich stößt Du dich am Terminus Volumenlizenzvertrag (SA), der wohl nicht erforderlich ist – kannst ja einen ergänzenden Kommentar hinterlassen.

    • Karl Wester-Ebbinghaus (al Qamar) sagt:

      Danke Günter.

      Sa war bislang immer nur dafür da um z. B. aktuelle Versionen zu abonnieren.

      Beispiel: Du lizensierst Windows 2016 Server Datacore für 2 Hypervisoren (active failover) und betreibst alle Server VMs über diese Lizenzen kostenfrei. Via VMware oder Hyper-V, oder wenn es sein muss Xen Server. Das kann sich ab 14 VMs schon rechnen je nach dem wieviel Cores die Hosts haben.

      Mit SA darfst du dann folgendes tun, solange die SA gültig ist!
      SA ist in der Regel ein Aufpreis von 50% vom Lizenzpreis und gilt für 2 Jahre und kann beliebig verlängert werden.

      1. Installation oder Upgrade eines aktuellen Releases z. B. Windows Server 2016 1709 (SAC, nur möglich ohne GUI)
      2. Installation oder Upgrade auf ein Major Release wie Server 2019
      3. Nutzung von weiteren Services wie Programme aus dem MDOP, ermäßigte Schulungen oder ermäßigte / kostenlose MS Prüfungsgutscheine.
      4. Downgrade auf Versionen z. B. Server 2012 R2
      5. Bewegungen der Lizenzen auf andere Hosts,ohne 90 Tage Einschränkungen.
      Z.b. Vmotion / Hyper-V replica oder Failovercluster. Insb. Bei Exchange und SQL.

      Und noch einiges mehr.

      Ein Betrieb von SQL und Exchange im Failover oder Active Active Failover ist ohne SA nicht erlaubt. Also braucht man für alles SA: Hypervisoren und Exchange / SQL

      Pferdefuß: lässt man die SA auslaufen muss man wieder zum lizensierten Ursprungsprodukt zurück oder das gegenwärtige Produkt neu lizensieren. Das wird dann wohl keiner tun wollen. Also ist ein Vertrag auf die Lebenszeit :)

      Alle Angaben ohne Gewähr. Bin auch kein primärer Lizenzexperte und kenne nur diese Regelungen aus der Praxis. Im Zweifel bei Microsoft schriftlich nachfragen.

      • Karl Wester-Ebbinghaus (al Qamar) sagt:

        Bei allen diesen Dingen auch an die User oder Device CALs denken! Bzw. Separat noch RDP CALs bei Citrix oder RDP Hosts (Abhängig davon ob man mehr User mit wechselnden Geräten hat, oder mehr Geräte als User) Auch da kann sich SA für die CALs schnell rechnen, insbesondere wenn man eine nicht homogene Umgebung hat.

        Viele kaufen neue Server(Lizenzen) und vergessen das ihre 2008 R2. Cals keinen Zugriff auf Server 2012 R2 erlauben.

      • Klaus sagt:

        “Mir ist nicht bekannt das Enterprise nur mit Software Assurance lizensiert werden darf und es dort E Pläne gibt.”

        Abgesehen von den E-Plänen gibt es Windows 10 Enterprise ausschließlich als Upgrade-Lizenz (von Windows Pro) mit SA. Nur Enterprise LTSC ist auch als Einmallizenz zu erhalten.

        “Pferdefuß: lässt man die SA auslaufen muss man wieder zum lizensierten Ursprungsprodukt zurück oder das gegenwärtige Produkt neu lizensieren.”

        Bei Windows 7 war es noch so, dass man die Enterprise-Installation weiternutzen durfte, die Lizenz allerdings in eine Pro zurückgestuft wurde. Wurde auf dem lizenzierten PC eine Neuinstallation notwendig, ging das nur noch mit Windows 7 Pro.

        Bei Windows 10 hat Microsoft das geändert. Verlängert man dort die SA nicht, wandelt sich die Lizenz in eine Windows 10 Enterprise LTSC. Man muss dann sogar auf diese (oder das ursprüngliche Windows Pro, welches Basis für die SA war) wechseln, weil das Recht auf neuere (Enterprise-)Builds erlischt.

        • Karl Wester-Ebbinghaus (al Qamar) sagt:

          Richtig. Aber egal welche Version man hat muss man alles neu installieren da LTSC es keine Pfade von Pro oder Enterprise zu LTSC (und anders herum) gibt wegen Differenzen im Code.

          Aber Moment mal da man zu Enterprise E3 und E5 nur mit einer Pro als Basislizenz kommt. Hat man auch das Recht das aktuelle pro build zu reinstallieren.

          Also wäre LTSC nicht notwendig.

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