Windows: Info-Splitter, Name für Redstone 5, Classic Shell etc.

Noch ein kleiner Sammelbeitrag rund um Windows 10. Wie wird das im Herbst 2018 erwartete Redstone 5-Release heißen? Microsoft testet Werbung in der Mail- und Kalender-App. Und es gibt neues zur Classic Shell.


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Name für Windows 10 Redstone 5

Der erste Punkt widmet sich der Frage, wie Microsoft wohl die für Herbst 2018 erwartete Windows 10-Version (momentaner Codename Redstone 5) nennen wird. Mit Anniversary Update, Creators Update oder Fall Creators Update hatte Microsoft ja kein glückliches Händchen bewiesen. Ein Spring Creators Update gab es nicht, die Windows 10 V1803 hieß schlicht ‘April Update’ (was auch gut für Verballhornungen war). Und die im Herbst 2018 erwartete Windows 10 Build? Dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit als Windows 10 Oktober 2018 Update veröffentlicht werden.

Zumindest hat Tero Alhonen das in meinem Twitter-Kanal gepostet. Das Ganze geht wohl auf diesen Tweet von WalkingCat zurück, der immer ganz gut über Microsoft informiert ist.

Ich hätte persönlich ja noch den Vorschlag Fa(i)ll April Update 2018, aber das wird von Microsoft nicht akzeptiert. Schauen wir, was wirklich mit der Version wird, wie die heißt und wann sie kommt. Eigentlich sind Abkürzungen wie V1709, V1803, V1809 etc. wesentlich einprägsamer zur Unterscheidung.  Spannend wird es ab 2019 werden, wenn Microsoft möglicherweise auf neue Codenamen geht (siehe mein Blog-Beitrag Windows 10: Bye, bye Redstone …). Ein Name wie Windows 10 19H2 hört sich doch auch cool an.

Microsoft testet Werbung in Mail- und Kalender-App

Dass Microsoft immer mal wieder Werbeanzeigen in Windows 10 und in Apps testet ist bekannt und nichts besonderes. Bei US-Nutzern scheint jetzt Werbung in der Mail- und Kalender-App ausgespielt zu werden. Geht zumindest aus diesem MS PowerUser-Artikel hervor, wo auch ein Screenshot gezeigt wird.

Groove Music: Aus für die App?

Bei den Apps für Windows 10 kann hartgesottene Fans nichts mehr erschüttern. Ich bewundere, wie die Leute sich am Nasenring durch die Manage schleifen lassen. Da wird den Leuten eine App in rudimentärer Fassung und oft arg buggy vor die Füße gekippt. Dann aktualisiert, wobei oft kein Stein auf dem anderen bleibt und sich weitere Bug einschleichen. Wird stoisch ertragen – nur wenn eine App eingestellt wird, vernimmt man ein leises Jammern.

Ich lasse die Apps längst links liegen, wenn ich mal Windows 10 auf Testmaschinen boote. Martin Geuß ist da näher dran. In diesem Beitrag berichtet er über ‘Großreinemachen bei Apps’. Es geht da um die Groove Music App für Windows. Der Dienst wurde ja bereits Ende 2017 eingestellt. Die App lässt sich nur noch zum Streamen von OneDrive oder zur Wiedergabe von lokalen Musikdateien nutzen.


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Nun schreibt Martin, dass das OneDrive-Streaming für die Apps unter iOS und Android vor dem Aus stehe. des Jahres wird Groove auf diesen Plattformen eingestellt und abgeschaltet. Es gibt eine FAQ-Seite von Microsoft dazu, die den 1. Dezember 2018 als Stichtag nennen. Nun hat Martin diverse Anzeichen entdeckt, dass die Groove Music App auch unter Windows 10 das zeitige Aus drohen könnte. Wer die App innig liebt, macht sich bei Martin bezüglich der Details schlau.

Die Classic Shell wird weiter entwickelt

Ich weiß nicht, ob jemand die Classic Shell unter Windows 10 einsetzt – unter Windows 8.1 ist die Startmenü-Erweiterung ganz nützlich. Der Entwickler hatte vor längerer Zeit die Einstellung des Projekts bekannt gegeben (siehe Windows: Aus für Startmenü-Ersatz Classic Shell?). Blog-Leser Paul hat in diesem Kommentar darauf hingewiesen, dass die Classic Shell wohl weiter entwickelt wird. Auf GitHub steht das Programm bereits bereit, und hier gibt es Release-Versionen.


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11 Kommentare zu Windows: Info-Splitter, Name für Redstone 5, Classic Shell etc.

  1. Georg S. sagt:

    @ Günter:
    “Ich weiß nicht, ob jemand die Classic Shell unter Windows 10 einsetzt…”

    Classic Shell nutze ich auf einem Win10 (v1803)-Tablet und auf drei Win7-Rechnern, jeweils in der 64 bit-Version.

  2. Micha sagt:

    Läuft auf meinen Windows 7 x64 Rechner momentan in der Version 4.3.1.

    Schön das es weiterentwickelt werden soll.

  3. Quodlibet sagt:

    Ich nutze Classic Shell seit Beginn der Veröffentlichung auf allen meinen Windows-Rechnern. Mit dem “neuen” Startemenü konnte ich noch nie etwas anfangen.
    Ich habe “Classic” eingestellt, also wie unter Win XP.

    Schön, dass es weiterentwickelt wird und nun als Nachfolger Classic Start unter Windows 10 läuft.

  4. Nobody Private sagt:

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, bei mir läuft auch auf Win 10 Classic Shell

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  6. Martin Feuerstein sagt:

    Hab Classic Shell privat auf Win 8.1 und Win 10, auf Arbeit sind damit ca. 150 Rechner betankt, um ein “herkömmliche” Benutzererfahrung zu schaffen (ob die Nutzung dort über Desktopverknüpfungen hinausgeht vermag ich nicht zu messen, würde mich aber wundern).

  7. Phadda sagt:

    Classic Shell? Noch nie benutzt… Mir reicht WIN+R und kein rum geklicke irgendwo durch Menues :-D

  8. Da ich Windows 8 (bis auf den Server 2012, dessen Start Menü ja ähnlich wie in Win8 ausschaut) ausgelassen habe, habe ich Classic Shell nur genutzt um die Taskleiste Komplett Transparent zu gestalten und um Desktop Icons per Doppelklick auszublenden.
    Habe jetzt ein anderes Programm (TranslucentTB) dafür gefunden um die Taskleiste Transparent zu machen.
    Classic Shell war sehr umfangreich, eigentlich für mich viel zu Überladen an Optionen und Einstellungen, die ich nie haben wollte.

  9. Steter Tropfen sagt:

    ClassicShell hat für mich bereits Windows 7 erst richtig benutzbar gemacht. Ist bei jeder Neuinstallation eines der allerersten Programme, die ich installiere!

    Damit (und mit einer aufgeräumten Ordnerstruktur) bleibt das Startmenü so schnell nutzbar wie seit Win95 gewohnt: Bei mir z.B. Win+POW = MS Word, Win+PLW = LibreOffice Writer, Win+AA schaltet den PC ab usw. usf.
    Solche eingefleischten Kürzel lasse ich mir doch nicht von den Nach-XP-Versionen einfach weg-irrationalisieren.
    Ebenso ist für mich der Fenstertitel bei jedem Rahmen ein Muss, genauso die Pfadzeile in jedem Ordnerfenster.
    – Alles Dinge, die MS uns seit Vista nehmen wollte – hätte es ClassicShell nicht gegeben.

    Wenn ich Windows 10 jemals nutzen müsste, dann auch nur mit ClassicShell oder Nachfolger.

  10. christian sagt:

    Hallo Günter,

    heißt bei mir jetzt
    Classic Start Menu – aktuell Version 4.4.109

    Schöne Grüße
    christian

  11. Andres Müller sagt:

    Entlarve mich auch als langjähriger Dauer- Nutzer der ClassicShell.
    Windows 8.1 mit ClassicShell und ohne Apps

    Bei Windows 10 kommt es drauf an wie viele klassische Desktop -Programme man hat, ab einer bestimmten Anzahl lohnt es sich auch hier die hierarchische Struktur der ClassicShell nutzen zu können. Wer lediglich Office drauf hat und die MS -Apps benutzt der kann mit dem Startbildschirm von Windows 10 vielleicht sogar besser auskommen.

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