Google besitzt Duck.com, will bald auf DuckDuckGo verlinken

Google hat sich bezüglich seiner Domain duck.com erklärt – wie es in den Besitz der Domain gekommen ist, und dass es Besucher bald zu DuckDuckGo, Wikipedia etc. verlinken will.


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Worum geht es?

Google besitzt die Domain duck.com, die dem Suchmaschinenunternehmen wohl im Rahmen eines Firmenaufkaufs zugefallen ist. Bisher wurde dann wohl die Google-Suche über diese Domain aufgerufen.

Dann gibt es die Suchmaschine DuckDuckGo, und die ärgern sich, dass sie nicht die Domain duck.com besitzen. Denn es gibt offenbar Leute, die duck.go oder duck.com in das Adressfeld eines Browsers eintippen, in der Hoffnung, auf DuckDuckGo.com zu landen. Halte ich zwar als genau so hirnrissig, wie die Idee, dass Leute sich im Kommentarbereich einer Webseite, die sich mit dem Facebook-Logoin bzw. dort auftretenden Problemen befasst, auf Facebook anmelden möchten. Aber der Blog-Beitrag Facebook Wants to Be Your One True Login zeigt, dass manche Leute als beliebig ‘blond’ angesehen werden müssen und denen eigentlich der Zugang zum Internet entzogen werden sollte.

DuckDuckGo mosert, Google reagiert

Nachdem die EU vergangene Woche eine Rekordstrafe gegen Google verkündet hat (EU belegt Google mit Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro), ist die Gelegenheit scheinbar günstig, andere Sachen aufs Tablet zu bringen. Jedenfalls gab es eine Beschwerde der DuckDuck Go-Suchmachinenbetreiber, die die Domain duckduckgo.com besitzen. Diese beklagten sich, dass Google die Domain duck.com abgegriffen habe, um Besucher von DuckDuckGo abzuziehen (die schreiben auch von Problemen mit einer DuckDuckGo-Erweiterung für Chrome, bei der Chrome zickt).

Ist zwar hirnrissig, dass man duck.com mit duckduckgo.com verwechselt (keine Vertipper-Domain). Wenn der Betreiber als Suchmaschine auf diese Klientel angewiesen ist, wäre es dürftig um die Leistung der Suchmaschine bestellt. Oder anders ausgedrückt: Eine Leistung, die die Welt nicht braucht. Stimmt natürlich nicht, denn DuckDuckGo hat den Vorteil einer anonym agierenden Suchmaschine. Das dürfte aber die Klientel, die sich die Domain duckduckgo.com nicht merken oder als Bookmark im Brower setzen kann, aber eher nicht wissen und interessieren.

Wie dem auch immer sei, Google hat reagiert. Man hat nicht nur erklärt, wie man an die Domain gekommen ist (obiger Tweet). Sondern es soll bald von der Domain auf Wikipedia, DuckDuckGo und ähnliche Seiten verlinkt werden. Das berichtet CNET in diesem Artikel. Gibt man momentan Duck.go im Adressfeld des Chrome-Browsers an, erscheint die Google-Suche, wo DuckDuckGo und Wikipedia als erste Treffer gelistet werden. Die in obigen Tweets angegebene URL zeigt auf http://www.on2.com/, wo man nun eine entsprechende Erklärung erhält. Und duck.com existiert im Web nicht mehr.


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2 Antworten zu Google besitzt Duck.com, will bald auf DuckDuckGo verlinken


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  2. Steter Tropfen sagt:

    Es soll bald… – wieso bald? Hat der eine Webdesigner, der bei Google arbeitet, grade keine Zeit, eine einfache HTML-Seite zu schreiben?

    Es könnte eher so sein, dass Google den Besuchern ihrer Enten-Domain bei der Weiterleitung ein paar ausgefeilte Tracker und Cookies als Wegzehrung mitgeben will. Als Suchmaschinen-Betreiber und Menschheits-Protokollierer möchte man schließlich wissen, was die Leute auf anonymen Alternativseiten zu suchen haben!

  3. Al CiD sagt:

    “…dass manche Leute als beliebig ‘blond’ angesehen werden müssen und denen eigentlich der Zugang zum Internet entzogen werden sollte…”

    Alleine für diese Aussage hat sich die Lektüre gelohnt. :-)

    Traurig ist nur, dass “manche” eher mit “die meisten” treffender wäre, besonders die Fraktion der Smartphone-Benutzer…
    Jeder bekommt die Gesellschaft die er verdient, oder?

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