OneDrive: Auf der Ignite 2018 vorgestellte Neuerungen

Microsoft arbeitet hinter den Kulissen kräftig daran, seinen OneDrive-Clients neue Funktionen zu spendieren. Im Rahmen der Ignite-Konferenz in Orlando sind letzte Woche einige Neuerungen bekannt geworden, die ich nachfolgend kurz anreißen möchte.


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Ich bin nicht auf der Ignite gewesen, und habe mir auch keine Keynotes oder ähnliches angeschaut. Auch bin ich nicht so der ‘heavy OneDrive-User’, verweigere mich aber auch nicht total. Zum Austausch meiner Buchmanuskripte oder ähnliches ist OneDrive mitunter ganz hilfreich. Daher heute ein kleiner Blick über den Schüsselrand. Ermöglicht wird der Blick von Microsoft Mitarbeiter Stephen Rose, der hier einen Blog-Beitrag zu den OneDrive-Neuerungen, die zur Ignite verkündet wurden, veröffentlicht hat.

OneDrive auf macOS
(Quelle: Microsoft)

Eines der Highlights bei OneDrive ist ja der vor einigen Tagen vorgestellte macOS-Client, der auch Files on Demand beherrscht (ich hatte es kurz im Beitrag macOS Mojave: Warnung vor Update angesprochen). Das Credo der Entwickler ist aber: Zugriff auf OneDrive-Dateien von allen Geräten und von unterschiedlichen Standorten.

Storage Sense
(Quelle: Microsoft)

Im Beitrag des Microsoft Mitarbeiters wird dann auch wieder das Thema Storage Sense aufgegriffen. Windows 10 V1803 bekommt ein Feature, mit dem bei knapper freier Laufwerkskapazität Speicherplatz freigegeben werden kann.

Dieses hatte ich kürzlich im Blog-Beitrag Windows 10, die Updates und das Speicherplatz-Problem behandelt, wobei es zuerst einige Missverständnisse gab. Grund: Auch Microsoft schafft es nicht, die Geschichte sauber aufzudröseln. Ich hatte im Umfeld des oben verlinkten Blog-Beitrags ein längeres nächtliches Telefonat mit Mr. OneDrive und MVP-Kollege Hans Brender. Auch wenn ich kein Cloud-Enthusiast bin, wurde mir in diesem Telefonat klar, dass es durchaus sinnvolle Einsatzszenarien (On Premise und in der Cloud) für die OneDrive-Clients gibt. Daher plane ich noch einen separaten Beitrag zum Thema. Denn auch im hier gegenständlichen Microsoft-Beitrag kommen bestimmte Informationen nicht rüber.

Was im Microsoft-Beitrag aber schon sehr schön rüber kommt, sind die Ideen der OneDrive-Entwickler in Richtung SharePoint On Premise-Unterstützung sowie der Datenaustausch in großen Organisationen (Stichwort: Synchronisation von Ordnern mehrerer Office 365-Tenants, z.B. verschiedener Kunden/Firmen, auf PC und Mac).

Angekündigt wurde auch die Unterstützung von AutoCad in OneDrive und SharePoint (für die Konstruktion im Firmenumfeld sehr interessant). Dass Office-Lens zum Scannen von Visitenkarten, Rechnungen oder Tafeln (Whiteboard) oder Ähnlichem in der OneDrive-App kommen soll, nun ja, scheint in Business-Kreisen wichtig zu sein.  

Erinnert mich an meine früheren Arbeitsaufenthalte in Japan, wo ohne Visitenkarte, überreicht mit tiefer Verbeugung, geschäftlich nichts ging.

OneDrive Kamera-Upload
(Quelle: Microsoft)


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Was von Benutzern auch heftig gefordert wurde: Der Upload von Kamera-Bildern eines Android- oder iOS-Smartphones, soll für den OneDrive for Business-Client kommen. Microsoft schreibt, dass OneDrive mit dem Kamera-Upload sicherstellt, dass kritische Geschäftsmedien, die auf einem mobilen Gerät erfasst werden, vom Unternehmen verwaltet und gesichert bleiben.

Weiterhin gibt der Microsoft-Beitrag noch einen Ausblick auf Funktionen zum Teilen von Dokumenten/Dateien, sei es über Microsoft Teams oder Office, mit Hilfe des OneNote-Clients. Auch an der Suchfunktion für Inhalte will man z.B. in der iOS-App was tun. Später in diesem Jahr soll auch eine AI-gestützte Transkription von Tonspuren in Audio- und Videodateien kommen. So soll eine Suche nach Schlüsselwörtern auch auf diese Medien ermöglicht werden. Wer sich für die Details und die von mir hier nicht genannten Features interessiert, findet in dem englischsprachigen Microsoft-Beitrag einen guten Abriss der Ideen, die die OneDrive-Entwickler so hegen.

An dieser Stelle noch eine abschließende Bemerkung: Nein, ich habe mich nicht vom Saulus (Cloud-Hasser) zum Paulus (Cloud-Evangelisten) gewandelt. Meine Position ist nach wie vor: Ich persönlich benötige viele Funktionen der Cloud nicht. Und ich denke, so einiges von der Funktionalität wird schlicht im Nirvana der Mobilfunkanbindung in Deutschland nicht hinhauen (Funkloch bleibt Funkloch, da beißt die Maus keinen Faden ab). Selbst der beste Algorithmus bringt eine tröpfelnde EDGE-Verbindung nicht zum Fliegen. Aber ich habe bei meiner nächtlichen Diskussion mit Hans Brender erkannt, dass es Szenarien gibt, wo es für Firmen Sinn machen kann. Und im Sinne dieser Erkenntnis stelle ich die obigen Informationen für interessierte Blog-Leser/innen hier vor. 


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