Microsofts UEFI-Entwicklungen

Noch ein kurzer Beitrag zu zwei Entwicklungen bei Microsoft rund um das Thema UEFI. Das Unternehmen sitzt daran, ein offenes UEFI (Project µ) zu entwickeln. Zudem führt man gerade ein Open Source Component Firmware Update (CFU) für Entwickler ein.


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Unter Linux will man weg von herstellerspezifischen UEFI-Implementierungen. Im Artikel FOSS LinuxBoot ersetzt UEFI auf Servern hatte ich über eine Entwicklung für bestimmte Linux-Server-Modelle berichtet. Bei Microsoft gibt es diesbezüglich ebenfalls spannende Entwicklungen.

Offenes UEFI (Project µ)

Ich bin vor einigen Tagen bei heise.de auf diesen Artikel gestoßen, der sich mit dem Project µ beschäftigt. Unter dem Namen Project Mu entwickelt das Unternehmen ein offenes UEFI-BIOS. Dieses soll auch durch andere Hersteller auf Basis einer BSD-2-Lizenz genutzt werden können.

Das Projekt wird auf GitHub gehostet und ist eine modulare Anpassung des edk2 von Entwickler TianoCore. Auf der GitHub-Seite legen die Projektverantwortlichen von Microsoft ihre Ziele offen. Idee ist es, die Wartung von UEFI-Implementierungen zu erleichtern. Hier möchte ich interessierte Blog-Leser/innen auf den obigen heise.de-Artikel verweisen.

Component Firmware Update (CFU)

Weiterhin hat das Microsoft Devices-Team in diesem Blog-Beitrag sein Konzept des Component Firmware Update vorgestellt. Im Beitrag wird ein neues System zur Überprüfung und Freigabe von Windows-Treiber- und Firmware-Updates vorgestellt.

Flow chart describing CFU Driver.
(Quelle: Microsoft)

Das Component Firmware Update (CFU) Protokoll ist ein Open-Source-Projekt, das im GitHub-Repository beheimatet ist und Treiber- und Firmware-Codebeispiele zum Testen bereitstellt. Die von den Herstellern entwickelten Firmware-Updates sollen dann per Windows Update über das CFU-Treiber-Protokoll auf die Clients geladen und installiert werden. Microsoft hat CFU so konzipiert, dass Firmware- und Treiber-Updates nur eine geringe oder gar keine Unterbrechung der Benutzeraktivitäten verursachen sollen. Details zu diesem Ansatz lassen sich im englischsprachigen Blog-Beitrag oder hier nachlesen.


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