Microsoft findet zu viele Windows-Raubkopien auf neuen PCs

Microsoft hat ein Problem: Trotz Aktivierungszwang werden wohl zu viele neue PCs in Asien mit Windows-Raubkopien ausgeliefert. Das hat eine neue Untersuchung des Unternehmens ergeben.


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Microsoft wollte es genauer wissen und hat eine eigene Untersuchung auf dem asiatischen Markt für neue PCs durchgeführt. Ziel war es, herauszufinden, wie groß die Zahl der Geräte mit nicht legalen Windows-Lizenzen ist. Das Ergebnis: Es wurde eine wahnsinnige Anzahl von Computern entdeckt, die mit einer Raubkopierlizenz für Windows verkauft wurden. Das berichtet Softpedia hier unter Berufung auf die indische The Economic Times.

Für die Untersuchung wurden zwischen Mai und Juli 2018 insgesamt 166 PCs in neun asiatischen Ländern gekauft. Davon wurden 22 nach dem Zufallsprinzip in indischen Geschäften gekauft. Von diesen waren 20 Geräte mit raubkopierter Software ausgestattet, wie Mary Jo Schrade, Assistant General Counsel und Regional Director of Digital Crimes Unit in Asien bei Microsoft in Singapur mitteilte. Die Ergebnisse sind erschreckend:

  • da 100 Prozent der in Südkorea, Malaysia, Vietnam und Thailand erworbenen Systeme mit Raubkopien von Software verkauft wurden.
  • Außerdem waren 91 Prozent der Windows-Lizenzen auf indischen PCs Raubkopien.
  • An zweiter Stelle folgt Indonesien mit 90 Prozent an Geräten mit Windows-Raubkopien.

Insgesamt seien nicht weniger als 83 Prozent aller Computer, die Microsoft auf asiatischen Märkten gekauft habe, mit unlizenziertem Windows vorinstalliert gewesen, so der Bericht weiter. Die Philippinen waren das Land mit der niedrigsten Rate an raubkopierten Windows auf neuen Computern – 43 Prozent.

Schrade forderte die Verbraucher auf, beim Kauf von Computern auf die Ausstattung mit lizenzierter Software zu achten. Denn auf 17 der 20 Geräte mit raubkopierter Software, die Microsoft in Indien für die Tests erworben hat, wurde auch Malware gefunden.


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14 Antworten zu Microsoft findet zu viele Windows-Raubkopien auf neuen PCs

  1. Windoof-User sagt:

    Das muss niemanden wundern, denn Microsoft ist ja nicht einmal in der Lage, ein fehlerfreies "Hallo, Welt!"-Programm zu produzieren. Wie soll es da erst mit Lizenzsicherungssoftware klappen? Abgesehen davon ist es Microsoft letztlich egal, ob jemand eine lizensierte Windows-Version nutzt, solange der Computer mit dem Internet verbunden ist und "nach Hause telefoniert".

    Auf jeden Fall spart Microsoft, dank der Blogger und Medien, mal wieder ein paar Millionen an Werbekosten und lenkt mit solchen Meldungen geschickt davon ab, dass Windows nach Microsofts eigenen Standards selbst als Schadsoftware einzustufen ist.

    • Knusper sagt:

      Das liebe ich an diesem Blog: MS ist zu doof, "Hallo Welt" zu schreiben.
      Man, warum lese ich nur immer wieder diese bescheuerten Kommentare.

  2. Charles sagt:

    Hallo Günter
    Da ich ja in Indonesien lebe,gehöre ich zzum potenziellen Betroffenenkreis.
    Ich plane auch bald mal den Kauf eines neuen Notebooks mit vorinstalliertem Win 10.
    Das Letze,das ich vor ein paar Jahren mit Win 8 gekauft habe hatte ich damals schon im Laden mit dem Befehl slmgr /dlv geprüft und auch schon mein vorhandenes Microsoftkonto bereits in Anwesenheit des Verkäufers eingegeben.
    Offenbar war alles in Ordnung und bezahlt hab ich erst danach.
    Zur Frage. Bietet die Überprüfung mit slmgr /dlv genug Sicherheit,dass die Lizenz wirklich koscher ist ?

    • Günter Born sagt:

      Die letzte Frage kann ich nicht beantworten (da ich die verwendeten Aktivierungshacks nicht kenne). Microsoft hat diese Seite zu Windows 10 aufgesetzt, die sich mit der Aktivierung befasst. Wenn man Windows 10 beim Kauf aktivieren kann, sollte die digitale Lizenz dem MS-Konto zugewiesen werden – imho.

  3. Bernard sagt:

    WELCHES Windows ist denn dort als Raubkopie installiert?

    Windows 10?

    Selbst schuld, es wird einem doch penetrant aufgedrängt.

    Im übrigen sind nicht die Kunden, sonder die Verkäufer die Raubkopierer. Microsoft beschuldigt die falschen! ("Schrade forderte die Verbraucher auf")

  4. iowar sagt:

    was wunder, war doch die "Strategie" unter/bei Ballmer v.a auch in Asien: besser unlizensiert bzw. illegal, als Nutzung eines Konkurrenzproduktes…

  5. oli sagt:

    Raubmordterrorkopie!! Also das Günther immer noch diese sachfalschen Begriffe (wen das interessiert, kann sich ja mal auf den neusprech.org-Seiten anschauen, welche Bedeutungen o. Assoziationen Begriffe u. Wörter erzeugen können) verwendet, ts. Besser die Begriffe "nicht korrekt lizenzierte" oder "unlizensierte" Software verwenden.

    • Ralf Lindemann sagt:

      Meinst du? – Ich denke eher, Raubkopie ist eine (auch nicht mehr ganz neue) Analogbildung zu Raubdruck, einem uralten Wort aus dem Verlagswesen: In beiden Fällen geht es um die widerrechtliche Aneignung von geistigen Eigentum. Kann ich nicht so schlimm finden. – Dein Alternativvorschlag, bei Raubkopien von „nicht korrekt lizenzierter" Software zu sprechen, verschleiert doch eher, um was es geht. – Im Anschluss daran könnte man genauso fordern: Wenn jemand mit einem gestohlenen Auto durch die Gegend fährt, dann ist das kein Dieb oder Räuber, sondern der Besitzer eines nicht korrekt erworbenen Fahrzeuges. ;-) Ist das passender? Ich weiß nicht.

      • oli sagt:

        Danke für den passenden Vergleich, der zeigt nämlich genau den Unterschied zwischen materiellem und immateriellem Gut. Du würdest sonst allein durch den Besuch dieser Webseite mehrfachen 'Raub' begehen.

  6. RUTZ-AhA sagt:

    Microsoft soll mal den Mund nicht so voll nehmen, die tun ja gerade so, als wären sie ein Blitzsauberes Unternehmen.
    Gerade heute hat sich Balmer beklagt, dass die Chinesen seit Jahren fast keine Lizenzgebühren zahlen, obwohl alle Windows nutzen. Ha–Ha–Ha… warum hat er nichts dagegen unternommen. In Indien noch viel schlimmer, und dann die anderen asiatischen Länder, in denen Raubkopien gängig sind.
    So ein elender Wichtigtuer.

  7. Roland Moser Normalverbraucher :-) sagt:

    Wie raubkopiert man Win 10? Mit einem erfundenen Lizenzschlüssel?

  8. Micha sagt:

    Windows Raubkopien lohnt sich doch gar nicht mehr.

    Wenn man noch davon ausgehen kann das eine Windows 10 Installation alle Windows 7 und 8/ 8.1 Produktschlüssel als Upgrade berechtigt akzeptiert wäre der günstigste Weg an eine Windows 10 Pro Lizenz zu kommen der Kauf einer Windows 7 Pro Lizenz.

    Die kostet bei dem häufig genannten Online Shop "Lizengo" gerade mal 17,99€
    Die Windows 7 Home Version kostet sogar nur 11,99€.
    Für eine Windows 10 Pro verlangen sie nur 39,99€.
    Selbst die Windows 10 Enterprise kostet nur 75,99€.

    Mein Damals erworbenes Windows XP Pro hat noch 130€ gekostet. Dafür war es auch über ein Jahrzehnt ohne größere Probleme funktioniert. (ab Service Pack 1)

    • Nils W. sagt:

      Ist nur doof, dass viele dieser Windows 7 Lizenzen auch nicht legal sind. Und es keine gescheite Möglichkeit gibt zu testen, welche Lizenzen legal sind.

      Wenn Microsoft wirklich mal effizient gegen gefälschte Lizenzen vorgehen würde, dann könnte man endlich wieder unbesorgt gebrauchte Lizenzen kaufen, aber vielleicht will Microsoft dieses gerade nicht.

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