US FTC untersucht Datenschutz bei Providern

Kleiner Datenschutzsplitter zum Sonntag: Die US-Behörde FTC hat gerade eine Untersuchung eingeleitet, die sich mit dem Datensammeln und der Weitergabe von Benutzerdaten durch US-Provider befasst. Die Behörde will herausfinden, ob es Missbrauch der Telekommunikationsanbieter im Hinblick auf die Verwendung von Benutzerdaten gibt.


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Amerika ist ja das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, auch was das Sammeln und Weiterverkaufen von Benutzerdaten betrifft. Gerade Provider sehen ein lohnendes Geschäft, Nutzerdaten zu verscherbeln. Möglicherweise dreht sich nun der Wind in Punkto ‘deine Daten gehören mir, ich weiß die schon zu verscherbeln’.

Vor ein paar Tagen bin ich auf einen Artikel bei The Verge gestoßen, der auf dieser FTC-Pressemittelung basiert. Die US-Handelsaufsicht (Federal Trade Commission, FTC) forderte von sieben US-Internet-Breitbandanbieter und verwandten Einrichtungen Auskunft über bestimmte Praktiken. Die von der FTC-Anordnung betroffenen Unternehmen müssen nun Informationen an die Behörde liefern, welche Informationen Sie über Verbraucher und ihre Geräte sammeln, speichern, nutzen und offenlegen.

Die Anordnungen an die Firmen enthalten auch die Aufforderung, Informationen über die Datenschutzrichtlinien, Verfahren und Praktiken der Unternehmen an die FTC zu liefern. Betroffen sind wohl AT&T Inc., AT&T Mobility LLC, Comcast Cable Communications, die als Xfinity, Google Fiber Inc., T-Mobile US Inc., Verizon Communications Inc. und Cellco Partnership die als Verizon Wireless tätig sind.

Die FTC initiiert diese Studie, um die Datenschutzpraktiken von US Internet Service Providern im Hinblick auf die Entwicklung von Telekommunikationsunternehmen zu vertikal integrierten Plattformen, die auch werbegestützte Inhalte anbieten, besser zu verstehen. Sprich: Welche Geschäftsmodelle etablieren sich zwischen Telekommunikationsunternehmen und Datenbrokern, die Nutzerdaten am Markt verkaufen. Nach geltendem US-Recht ist die FTC in der Lage, gegen unlautere und irreführende Praktiken, an denen Internetdienstanbietern beteiligt sind, vorzugehen. Da hat wohl ein Tropfen das Fass zum Überlaufen gebracht.


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2 Antworten zu US FTC untersucht Datenschutz bei Providern


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  2. RUTZ-AhA sagt:

    Das hört sich für mich scheinheilig und verlogen an. Da das Daten sammeln gerade in den USA seit vielen Jahren krankhaft mutiert.
    Es liegt die Vermutung nahe, dass diese gesammelten Daten auch noch dem NSA zur Verfügung gestellt werden. Diese Institution hortet schon so unfassbar große Datenmengen, dass sie nicht mehr finden, was sie suchen.
    Und sorgfältigen Umgang mit Daten spreche ich denen ab.

  3. Alfred Neumann sagt:

    USA und Datenschutz. Konnte mich eben vor Lachen kaum auf dem Stuhl halten.

    Der FTC geht es hier wohl eher darum, wie die Betreiber zu ihren Einnahmen kommen.
    Es geht doch – fast – immer nur ums Geld…..

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