HP-Firmware-Upgrade blockt erneut Fremdpatronen (Mai 2019)

Ewiges Thema neu aufgewärmt. Es scheint, als ob HP mal wieder ein Firmware-Update für Tintenstrahldrucker verteilt hat. Danach akzeptieren die Geräte keine Fremdpatronen mehr. Ergänzung: Ich habe das Thema nachrecherchiert und einen Artikel bei Heise darüber publiziert.


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HP als Wiederholungstäter: Ein kleiner Rückblick

Im September 2016 wurde bekannt, dass HP damit begonnen hat, Tintenpatronen von Drittanbietern mit einem Firmware-Update zu blockieren. HP hatte am 12. März 2016 ein Firmware-Update für verschiedene Tintenstrahl-Bürodrucker veröffentlicht. Ab dem 13. September 2016 wurde die Zeitbombe in der Firmware aktiv. Von diesem Zeitpunkt an wurden Tintenpatronen von Drittanbietern bei bestimmten HP-Druckermodellen nicht mehr akzeptiert. Personen, die Tintenpatronen von Drittanbietern oder nachfüllbare Tintenpatronen verwenden, erhielten eine Fehlermeldung. Der Druckertreiber meldet, dass die Tintenpatrone defekt oder beschädigt ist. Jeder, der neue Tintenpatronen von Drittanbietern verwendet, erhielt ebenfalls diese Fehlermeldung.

Ich hatte über das Thema im Artikel HP blockt Dritthersteller-Tintenpatronen per Firmware-Update und in weiteren Beiträgen berichtet (siehe Artikellinks am Beitragsende). Der Fall bewirkte, dass HP gezwungen war, ein neues Firmware-Update zu veröffentlichen, das den “Schutzmechanismus” außer Kraft setzt (siehe mein Beitrag Firmware-Update: HP-Office Jets mögen wieder Fremdtinte).

In den Jahren 2017 und 2018 erhielt ich dann vereinzelte Meldungen von Benutzern, dass diese Masche von HP erneut angewandt wurde. Im September 2018 veröffentlichte ich den Blogbeitrag Blockt HP-Firmware-Update Dritthersteller-Tintenpatronen? veröffentlicht, da es ähnliche Anzeichen dafür gab, dass irgend etwas mit Fremdtinte bei HP-Druckern gab. Es scheint aber 2017 und 2018 nur wenige Anwender getroffen zu haben.

Seit Januar 2019 ist etwas im Busch

Im Januar 2019 brachte mein Beitrag Blockt HP wieder Dritthersteller Tintenpatronen (Jan. 2019)?, den ich auf Grund eines Leserhinweises gebracht hatte, nur einige Rückmeldungen. Ja, es gab Betroffene, die durch Firmware-Updates überrumpelt wurden und fortan keine Fremdpatronen mehr einsetzen konnten.

Jetzt fällt mir auf, dass im April und Mai 2019 plötzlich mehrere Kommentare von Betroffenen aus dem englischsprachigen Bereich zu meinem entsprechenden Beitrag, den ich im englischsprachigen Blog im Januar 2019 veröffentlicht habe, eintreffen.

  • In diesem Kommentar berichtet ein Leser mit Namen Raphael, dass er im Dezember 2019 einen Satz Kartuschen für den HP 8720 Farbdrucker kaufte. Obwohl er seine Firmware nicht aktiv aktualisierte, erinnerte er sich, dass er eines Morgens auf dem Drucker eine Meldung vorfand, dass sich dieser selbst aktualisiert hatte. Jetzt kann er keine Fremdpatronen mehr verwenden. Sein Patronenlieferant Ikong schrieb, dass dies ein Angriff von HP per Firmware-Update sei, um alternative Anbieter aus dem Markt zu drängen.
  • Leserin Patricia Phillips berichtet hier, dass ihr HP 8720 keine Kartuschen von Drittanbietern mehr verwendet. Sie hat das HP Update in der Systemsteuerung deaktiviert und jetzt druckt das Gerät überhaupt nicht mehr, auch nicht mit HP Patronen. 123 Inkjets hat ihr eine Erstattung für die gekauften Drittkartuschen gewährt. Der Anbieter Office Depots teilte ihr mit, dass das Unternehmen eine Sammelklage einleiten werde, wenn betroffene Benutzer sich da beteiligen.
  • Bob Neele meldete in diesem Kommentar, dass sein Refiller Costco keine Cartridges für den HP952 (Faben B,C,M & Y) mehr füllt, weil ein letztes Firmware-Update von HP die Dritthersteller-Patronen nutzlos mache.
  • Mike Dennison meldet in diesem Kommentar, dass sein HP OfficeJet Pro 6970-Drucker, den er seit Juli 2017 besitzt, vor einiger Zeit ein Firmware-Update erhalten habe und seitdem keine Fremdkartuschen mehr akzeptiert. Er hat dann den HP-Support in Großbritannien angerufen. Dieser bestätigte, dass es keine Möglichkeit gibt, die Firmware zu downgraden und der Support wird überhaupt nichts tun, da der Benutzer keine HP Kartuschen verwende.
  • Blog-Leser Olaf meldet hier, dass der HP OfficeJet Pro 7740 mit der Firmware EDWINXPP1N002.1912A.00 Dritthersteller Patronen blockt. Die auf der HP-Webseite angebotene, ältere Firmware kann nicht mehr installiert werden.

Der reguläre Blog-Leser EP merkt hier an, dass neuere Modelle von HP-Druckern automatisch Firmware-Updates ohne Benutzereingaben herunterladen und installieren. Das schließt auch neuer Firmware ein, die Tintenpatronen von Drittanbietern blockieren können. Wer nicht möchte, dass der HP-Drucker sich selbst aktualisiert, muss automatische Software-Updates über das Bedienfeld des Druckers deaktivieren.

Bei der Suche im Netz habe ich noch diese Anleitung eines Anbieters zum Themenfeld gefunden. Die beschreiben einen Weg, um alte Firmware-Updates für diverse HP-Modelle herunterzuladen und zu installieren. Ich bin aber nicht sicher, ob das ‘Downgrade’ noch funktioniert, denn die obigen Modelle sind in der Liste nicht aufgeführt.

Gibt es im deutschsprachigen Raum Betroffene?


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Ist natürlich eine riesige Sauerei, daher meine Frage, ob es in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ähnliche Betroffene gibt. Wäre eine nette Sache, da eine Beschwerde bei den Wettbewerbsbehörden und bei der EU-Kommission einzureichen. Von daher würde mich auch die Meinung von Anbietern von Fremdpatronen interessieren. Läuft da schon eine Beschwerde, oder halten alle die Füße still? Oder ist in Deutschland bzw. der EU keiner betroffen? UK zähle ich nicht mehr zur EU, die wollen ja brexiten.

Nachrecherchiert: Die Geschichte ist bestätigt

Ich habe in einem zweiten Anlauf die Geschichte nun nachrecherchiert. Ja, es gibt ein Firmware-Update, welches Sicherheitsfixes beinhalten soll, aber Fremdpatronen deaktiviert. Betroffen sind, laut Kommentaren sowie Rückmeldungen von Refillern, die HP-Modelle OfficeJet Pro 8720 und 8710 sowie der OfficeJet Pro 7740. Die im April 2019 für den OfficeJet Pro 7740 verteilte Firmware 1912AR deaktiviert die Fremdkartuschen, während die Firmware-Version 1908 und 1909 diese Patronen weiter akzeptieren.

Es streiken aber nur Geräte, die nach einem bestimmten Datum hergestellt wurden (es gibt die Angabe 2016 und Februar 2018). Das Problem wird allerdings erst beim Wechsel einer Tintenpatrone offensichtlich. Die Geschichte mit allen Details habe ich als Artikel Update blockt erneut Fremdpatronen bei HP-Tintenstrahldruckern veröffentlicht.

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44 Antworten zu HP-Firmware-Upgrade blockt erneut Fremdpatronen (Mai 2019)


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  2. Steffen sagt:

    Ja, es gibt in Deutschland Betroffene! Wir sind ein kleines Unternehmen und haben uns 2015 einen HP Pagewide 377dw gekauft. Diesen betreiben wir aus kostengründen mit alternativer Tinte eines Drittanbieters und konnten dadurch unsere Druckkosten um die Hälfte reduzieren.

    Da unser Druckaufkommen Anfang 2019 höher wurden, haben wir uns im März 2019 einen zweiten HP Drucker angeschafft, den HP Pagewide 477dw. Leider haben wir bei beiden Druckern nicht das automatische Update deaktiviert. Beide Drucker haben nunmehr automatisch die aktuell betroffene Firmware mit der Limitierung erhalten.

    Aber es gibt wohl für die Limitierung einen Unterschied im Bezug auf das Produktionsjahr des Druckers. Der HP Pagewide 377dw, den wir 2015 gekauft haben, kann trotz der aktuellen Firmware weiterhin mit den Tintenpatronen von unserem Drittanbieter betrieben werden. Beim HP Pagewide 477dw aus dem Produktionsjahr 2018 gehen Tintenpatronen von unserem Drittanbieter nunmehr nicht mehr.

    Ich als Unternehmer finde es beschämend von HP, dass derartige Praktiken fabriziert werden. Als Unternehmer möchte ich jede Kostenersparnis nutzen können und mich nicht von einem Hersteller einschränken und an seine Preispolitik binden lassen. Sollte HP diese Kundenpolitik nicht in kürzester Zeit ändern und die Limitierung mit einem Firmwareupdate wieder deaktivieren, dann werden wir die Marke HP komplett aus unserem Unternehmen verbannen und uns nach anderweitigen Anbietern mit einer fairen Kundenpolitik umschauen.

    • Dekre sagt:

      Ich denke, es ist ein generelles Problem. Das ist so wie bei jedem Produkt. Das ist bei jedem Unternhemen so, es lebt von dem Verkauf der Verbrauchsmitteln.
      Da kann man auch Hersteller von elektrischen Zahnbürsten nehmen (oder andere). Die Zahnbürsten machen es dann.

      Die Smartphone-Dinger, insbesondere der Obst-Firma, kann man ja auch nicht reparieren unddie neuen Dinger jedes jahr wieder, will man verkaufen.

      Das ist leider heute so. Umweltschutz fängt hier an, aber das wäre Eulen nach Athen zu tragen. Die Wirtschaft leidet. DIe Frage ist wer fängt an – Antwort – keiner.

      NB: Habe mir gerade die Erläuterungen zur Firmware von HP hierzu durchgelesen, ist schon interessant.

      • Steffen sagt:

        Umweltschutz, genau das ist ein Punkt, dem man den Drittanbietern wenn auch zwangsweise zugute schreiben kann.

        Die Patronen (Gehäuse und Chip) sind Patentgeschützt. Die Drittanbieter haben eigene Chips entwickelt und bereiten die Patronen für die Wiederbefüllung auf. Das finde ich trägt zum Umweltschutz bei und senkt auch den Preis für den Kunden. Warum kann das HP nicht auch machen?

        So und nun mal zur Argumentation, dass Unternehmen lebt vom Verkauf der Verbrauchsmittel. HP kann auch von günstigeren Patronenpreisen leben und die Argumentation – Entwicklungs- und Produktionskosten eines im Handel “billig” angebotenen Druckers werden durch die Tintenpatronen amortisiert, das ist in meinem Augen nur reine Kundenverar***e.

        HP Drucker sind überwiegend “Made in China”, also hergestellt in einem Billiglohnland, wo es billiges Material gibt und die Qualität (was man im Internet sehr oft liest) mehr schlecht als Recht ist.

        Dann schaue ich mir die identischen Baureihen an, die sich nur durch die Firmware unterscheiden, aber bautechnisch gleich sind.

        Als Beispiel die Pagewide 377dw und 477dw. Der Unterschied bei diesen Modellen ist die Druckgeschwindigkeit und ob die XL Patronen genutzt werden können, geregelt durch die Firmware und dem Branding der Modelnummer. Wenn ich mir den Preis der Drucker dann im Netz anschaue, dann ist das in meinen Augen alles andere als Billig. In meinen Augen geht es hier nur um Profit, was ich auf unternehmerischer Sicht in gewissem Maße auch verstehen kann. Aber das rechtfertigt ein Unternehmen nicht einen Drucker, den ich gekauft habe nur an Markentinte des Herstellers zu binden und alle Drittanbieter auszuschließen.

        • Dekre sagt:

          ich weiß. Aber wir werden das Problem nicht lösen können. Das Problem ist komplex und mit paar Demos nicht gelöst. So wie die Geburt des Menschen die erst Stufe des Sterbens des Einzelnen ist, so ist es auch mit den Umweltschutz. Es gibt kein Umweltschutz.
          Ich wollte nur darauf hinweisen, dass das Problem nicht HP und seine Druckerphilosophie ist. Das eine Unternehmen macht dieses das andere jenes zur “Kundenbindung”. Jetzt ist wieder HP und seine Firmware dran, morgen ein anderes.

    • Roland Moser sagt:

      Man kauft keine HP-Drucker.

  3. wufuc_MaD sagt:

    der “endgültige” brexit wurde von der eu nochmal um ein halbes jahr verschoben, des abschwächenden effekts auf das stimmgewicht pro nase bei der wahl ende mai wegen! im oktober kann gb dann austreten..

    ein defekt (alle rechte vorbehalten), geliefert per firmware-update ist vertretbar, ganz einfach wirtschaftlich. da das dank der intensiven forschung eh fast niemand unterscheiden kann geschweige denn mit dem verständnis hinterher kommt, wird es auch keine nennenswerte kritik geben. sonst würden die das doch nicht machen, ist es nicht so?

    alles zu seiner zeit

    alles gute (meine mich zu erinnern der 8. mai war das) und ein außerordentliches danke für ihre uneinsichtigkeit herr born! die frequenz und deutlichkeit mit der sie dieses “problem” immer wieder ins licht rücken ist unmissverständlich und wichtig!

    • Steffen sagt:

      Zitat: “ein defekt (alle rechte vorbehalten), geliefert per firmware-update ist vertretbar, ganz einfach wirtschaftlich.” Lach ;) – Nunja, das hatte sich wohl VW damals mit ihrer Schummelsoftware auch gedacht und ab dem Moment, wo alles raus kam, war es nicht mehr wirtschaftlich und das Vertrauen in VW wurde immens erschüttert.

      Was wäre wohl, wenn Autounternehmen ihre eigenen Tankstellen und ihren eigenen Sprit hätten. Die Spritpreise könnte ich mir schon bildlich vorstellen.

      Aber zurück zu HP´s “Schummelfirmware”, wenn dieses Unternehmen meint, dass ihre Drucker nur mit ihrer “Markentinte” funktionieren darf, dann soll es dies auch klar auf jeden Drucker incl. Beschreibung und Produktverpackung, nebst ihrer öffentlichen Produktwerbung kommunizieren. Doch der Verbraucher würde dann, wenn er die Folgekosten sieht, genau überlegen ob dieses “Markenprodukt” noch wirtschaftlich ist.

      Mittlerweile schwenken andere Markenanbieter von Druckern ein und verfolgen eine andere Kundenpolitik. Epson zum Beispiel mit der Ecotank Serie mit Tintentanks zum selbst befüllen. Perfekt ist auch Epson noch nicht, aber zumindest bewegt sich das Unternehmen vorwärts und nicht wie HP immer einen Schritt weiter zurück vom Kunden.

      • Wolfgang sagt:

        “dann soll es dies auch klar auf jeden Drucker incl. Beschreibung und Produktverpackung, …, kommunizieren.”
        Steht doch eh auf jedem betroffenen Drucker-Karton aussen drauf: “JetIntelligence”. Interpretieren müsste man das halt können.Und dabei hilft das Internet ungemein!

        • Günter Born sagt:

          Wolfgang, täusche ich mich, oder ist JetIntelligence nicht etwas, was für Laser-Drucker steht – ist natürlich der gleiche Ansatz ‘Fälschern von Tonerkartuschen das Handwerk zu legen’ ;-).

          Egal, ich versuche das Thema mal am Laufen zu halten. Eine Anfrage an HP USA ist raus – die prahlen ja immer mit Nachhaltigkeit.

          • Wolfgang sagt:

            Du magst jetzt im konkreten Fall Recht haben; ich bilde mir aber ein, diesen Begriff auch schon auf “Tintenspritzer-Schachteln” bei Saturn gesehen zu haben. Ist allerdings schon länger her und ich kann mich auch irren…
            Noch dazu, wo ich ein Brother-Fan bin und HP nicht besonders beachte. Bei den ‘Brüdern’ gibt es derartige Dinge einfach nicht!

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  5. PierreH sagt:

    Ich mache seit Jahren einen großen Bogen um die Firma HP. Das sollten alle tun. Dieser Firma kann man nicht mehr trauen.

    • Dekre sagt:

      Das würde ich nicht so sagen, aber jeder hat seine Philosophie.

      Bei Laserdurckern ist es wohl noch etwas anders. Laserkartuschen sind bei HP direkt zu kaufen erheblich preiswerter. Ich bin mit meinen SW-Laserdruckern immer sehr zufrieden. Aus Erfahrung nutze ich auch nur Originakartuschen. Die Sauerei mit den wiederaufgearbeiteten will ich nicht mehr haben.

      Ich habe 1990 meinen ersten HP Tintenstrahdrucker gekauft. Das war der mit Abstand der beste (Tintenstrahl-)Drucker. Leider habe ich diesen 2005 zur Entsorgung übergeben. Ich weiß auch gar nicht, ob es dafür heute noch Tintenkartuschen gibt. Naja, er würde so auch nur rumstehen und eintrocknen.

      Ich habe zwar auch ein portablen HP-Tintendrucker. Diesen nutze ich aber nur zum scannen unterwegs.

      • GPBurth sagt:

        Das mit den Originalkartuschen kann ich bestätigen.

        Wir hatten vor etlichen Jahren einen Wartungsvertrag (pay per page) mit einer Firma, die Fremdtoner für HP-Geräte lieferte. Gab laufend Ärger – schlechte Druckqualität (unscharf, Streifen – entweder sofort oder nach wenigen hundert Seiten Verbrauch), Toner, der viel zu früh leer war, …

        Ob der Toner *effektiv* wirklich billiger war kann ich nicht beurteilen – nur dass die Firma etwa zur Halbzeit des Vertrags diese Sparte an eine andere Firma verkaufte. Von dieser wurden wir – zum gleichen Preis! – mit Originaltoner beliefert und hatten ab dann auch viel weniger Probleme (und haben dann auch den Vertrag verlängert).

        Ganz abgesehen davon liefert HP für seine Toner eine MSDS (Produktsicherheit, im Bezug auf Gesundheit) mit, was Fremdhersteller teilweise (großteils?) nicht machen, aber je nach Branche wichtig sein kann.

    • Roland Moser sagt:

      Meine 2 HP PCs laufen.
      HP Drucker würde ich aus obgenannten Gründen nie kaufen und rate allen davon ab.

  6. Andreas Metzler sagt:

    ich habe zwar immer Original-Patronen bentutz, aber habe jetzt eine Epson. Mit den letzten 2 (nicht billigen) HP-Druckern war ich nicht zufrieden. Und die Tintenkosten bei HP sind schon auch teuer.

    Und Epson-Drucker funktioniert auch unter Linux. Der Scanner leider nicht (Dafür muß ich mein altes win7 anwerfen)

    • Volko sagt:

      [OT]

      Hallo Andreas,
      falls Deine Linux Distribution auf Ubuntu 17.10 oder neuer basiert und Dein Epson Scanner von Epson IScan – kannst Du bei Epson herunterladen – unterstützt wird, hilft Dir möglicherweise folgender Link weiter:

      https://forum.ubuntuusers.de/topic/epson-iscan-und-ubuntu-17-10-geloest/2/

      Habe damit IScan unter Linux Mint 19.1 (64-Bit) im Zusammenspiel mit meinem Epson WF-3520 zum Laufen bekommen.
      Zusätzlich benötigst Du noch die ältere libpng12-0_1.2.54-1ubuntu1.1 damit IScan im PNG-Format speichern kann, falls gewünscht.

      Gruß,
      Volko

  7. sibu sagt:

    Wer einen Samsung-Laserdrucker hat, wundert sich, dass der Support nun auch von HP kommt. Hoffe nur, dass das jetzt nicht den gleichen Weg wie bei den Tintenstrahldruckern geht.

  8. Andreas sagt:

    Hat irgendwo auf der Welt eigentlich schon mal jemand versucht, diese Praxis vor ein Gericht zu bringen?

    Ein Druckerhersteller ist ja im exklusiven Besitz des Wissens, wie man die Firmware eines Gerätes ändern/neu aufspielen kann. Wenn er dieses Wissen dazu nutzt, um Konkurrenten auf dem Markt für Tintenpatronen auszubooten, müsste das doch gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.

    Außerdem ist es bei Hardware so, dass sie beim Kauf in das Eigentum des Käufers übergeht (bei Software erwirbt der Käufer ja lediglich eine Lizenz zu deren Nutzung). Wenn der Hersteller die Hardware nach dem Kauf so manipuliert, dass ein Kunde nicht mehr dazu in der Lage ist, das Gerät in der gleichen Art und Weise wie vor der Manipulation zu nutzen, ist das doch eigentlich Sachbeschädigung.

    • Dekre sagt:

      Naja, vorher war ja auch eine Firmware auf dem Gerät. Ohne Software funktioniert der Drucker nicht. Aber ansonsten gebe ich Dir Recht,
      EU-Wettbewerbsschutz.

      Das ist so wie mit den Staubsaugertüten von Miele. Von Miele kann ich mir nur einen Handstaubsauger leisten. Miele sagt, dass man die Originaltüten nehmen sollte, da mit anderen Tüten der Motor etc beschädigt werden kann. Das ist schon möglich undnnciht ganz falsch, da die Originale fester sind, aber mit den anderen geht es auch. Da mein Staubsauger ohne Firmware funktioniert, stellt sich das Problem nicht. Aber wir können ja wetten, daran arbeiten die Hersteller von Staubsaugern bestimmt.

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  10. H.V. sagt:

    Nehmt den Druckern den Zugriff ins Web, damit ist Ruhe und es gibt keine “bösen oder ungewollte Überraschungen”. Aktualisierungen/Updates sollten nie automatisch erfolgen!

  11. Denis sagt:

    Ein Grund dafür, dass Drucker heutzutage so billig sind, dass man sich oft fragt, wie das noch wirtschaftlich sein kann, ist die Mischkalkulation mit dem Verbrauchsmaterial. Seien wir doch mal ehrlich: wir sind alle Opportunisten und den meisten, die sich hier zu Wort melden, war dieser Umstand vor Kauf des Druckers bekannt.

  12. RUTZ-AhA sagt:

    Ich habe gerade bei Toner-Dumping nachgesehen, da wird zur Zeit nichts über HP berichtet.
    Und dort ist das Thema ja schon aus geschäftlichem Interesse relevant.

    Seit einiger Zeit läuft eine Patentklage von Canon.

    https://www.toner-dumping.de/

  13. Micha sagt:

    Ich nutze Privat einen alten Kyocera FS 1010. Das einzige was ich in den vergangenen 16 Jahren daran Reparieren musste war die Papier Registration Kupplung. Die klebte durch sich zersetzende Schaumstoff Anschlagdämpfer häufig fest.

    Die Firmware des Druckers stammt aus dem Jahr 2003 und wurde nie aktualisiert.

    Verwendet wird Originaltoner von Kyocera. Der Support von Kyocera ist übrigens auch nicht schlecht. Es werden sogar Treiber für Windows 10 angeboten.

    Wenn ich mir einen neuen Drucker kaufen müsste würde es wahrscheinlich wieder ein Kyocera werden.

    HP hat übrigens die Samsung Druckersparte übernommen.

  14. RedBaron sagt:

    HP bietet einwandfreien Linux un Unix Support für Laserdrucker,
    im Gegensatz zu Brother.
    Die Original HP Kartuschen für Laserdrucker sind günstiger als
    die Original HP Tintenpatronen.

    Um das ungewünschte Firmwareupdate zu beseitigen kann der Internetzugriff
    in den Einstellungen des Router oder Firewall blockiert werden.
    Das ist auch für andere IoT Geräte empfehlenswert, welche keine Sicherheitsupdates bekommen oder nur in den internen Netzwerken Daten übertragen sollen.

    In Luxemburg, der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und nördlichen Landesteilen von Italien wird neben einer anderen Sprache auch auf deutsch kommuniziert.

    • Wolfgang sagt:

      @RedBaron:
      Als Brother- und Linux-Nutzer muss ich dagegen entschieden opponieren:
      HP liefert mit seinem HPLIP ein sehr gutes Installationswerkzeug, keine Frage.
      Aber zu sagen “im Gegensatz zu Brother” ist falsch: Auch Brother liefert mittlerweile (seit ca. 3 Jahren) durchaus ausgereifte Insatallationsroutinen für Linux.

      Vorher war das, zugegebenermaßen, ein Zusammensuchen von ‘Prerequisites’ und ein Zusammenstoppeln von Einzelroutinen. Abes es war möglich, die Geräte zum Funktionieren zu bringen. Mit einiger Sorgfalt liefen sogar die Scanner unter ‘Simple Scan’ bzw. ‘Sane’.
      Der Unterschied zwischen HP und Brother liegt wohl darin, dass sich Brother stets an die CUPS-Schnittstelle bindet, während HP bei fast jedem Drucker eigene (und oft unterschiedliche) Wege geht. Der User merkt das alles erst, wenn er einem Fehlverhalten auf die Spur kommen muß und eine Neuinstallation das Problem nicht behebt.

      Und der Satz “Die Original HP Kartuschen für Laserdrucker sind günstiger als die Original HP Tintenpatronen.” ist wohl als Tautologie gedacht??? …

      • Dekre sagt:

        Es artet ja hier langsam nach Religion aus.

        Generell gilt:
        # Wer bei einem Hersteller ist und ist damit zufrieden, sollte dabei bleiben. Umgucken kann man immer und dann wählen.
        # Wer unzufrieden ist, sollte abwägen und dann wechseln.

        Es gibt Unterschiede zwischen Laserdrucker und Tintenstrahldrucker. Ich habe oben nur meine Erfahrung mit Laserdrucker (sw) von HP wiedergegeben.

        Ich kaufe ausschließlich im HP-Store dort “silver-Geschäftskunde”. Die Laserkartuschen sind wesentlich preiswerter als bei anderen Anbietern und auch als Fremdkartuschen unterschiedlicher Aufbereiter-Firmen. Ich kaufe immer 2er-Packs. Hinzu kommt, dass HP immer Cash-back Aktionen anbietet. Außerhalb der Aktionszeit dann immer zsätzliche Gutscheine (per E-Mail) Als Kleinstunternhemer nutze ich ausschließlich immer diese Aktionen und spare beträchtlich. Hinzu kommt,dass ich für jeden Einkauf imHP-Stroe einen Gutschein erhalte, den ich dann wieder einlösen kann.
        Jetzt gibt es wieder eine Aktion, genau für meine Kartuschen 78A(!).
        Link hier:
        https://h41201.www4.hp.com/AdLanding/de/de/89785/
        und dort weitere Infos.

        Alle anderen Büroverkäufer von HP-Laser-Kartuschen kommen das nicht preiswerter hin, auch ohne Cash-back.

        Wie man das automatische Firmware-Update ausschaltet, haben auch viele angegeben. Mein Drucker hängt bei mir am Home-Netz mit der richtigen Konfiguration.

      • RedBaron sagt:

        @ Wolfgang:

        “Und der Satz “Die Original HP Kartuschen für Laserdrucker sind günstiger als die Original HP Tintenpatronen.” ist wohl als Tautologie gedacht??? …”

        Nein, die Toner für HP-Laser sind bezogen auf die zur Verfügung stehende Seitenzahl günstiger als die Patronen für HP Tintenstrahldrucker, jeweils Original HP Produkte verglichen.

  15. Torsten Merwitschin sagt:

    Hallo,
    habe einen Samsung Xpress M2026, diese Woche wurde dieses Gerät durch einen Brother ersetzt.
    Als ich eine neue Patrone von einem Ebay Verkäufer eingelegt hatte, kam die Meldung: Inkompatible Fremdpatrone!
    Insgesamt 3 Verkäufer kontaktiert, selbes Modell, gleiches Ergebnis!
    Gerät leuchtet rot!
    Festgestellt, das der Chip bei der alten Patrone anders aussieht als bei den neuen.
    Stecke ich den alten an die neue Patrone, leuchtet Drucker grün, zeigt aber an das Toner zu Neige geht.
    Die Verkäufer sagen alle, das es sonst keine Probleme bei anderen gibt.
    Vermute das die neuen Chips das Problem sind, selbst bei Aktualisierung der Treiber wird der alte Chip akzeptiert, nur die neuen werden abgelehnt.
    Deswegen Samsung Modell gegen Brother ausgetauscht.

  16. hajseline sagt:

    “Nachrecherchiert”

    den letzten Absatz des Artikels bei heise vlt. mal schnell gegenlesen, enthält einige Fehler.
    unnötig schlechter Eindruck…

    • Günter Born sagt:

      Dir ist also das Wörtchen ‘dieses’ aufgefallen – ich werde der Redakteurin den Hinweis zukommen lassen, das s zu entfernen.

      • hajseline sagt:

        – das automatisch Update
        – über die Option ‘Über “Autom. Aktualisierung” lassen sich Aktualisierungen automatisch herunterladen und installieren.’ … (sprachl. krumm, Zeichensetzung)
        – Wie dieses Praxis

        => schon noch etwas mehr, sonst keine Anmerkung…

        • Günter Born sagt:

          Die Option lässt sich nicht anders formulieren – ich habe bei Heise keine entsprechende Auszeichnungsmöglichkeiten. Den Rest habe ich dem Newsroom gemeldet – danke.

          • hajseline sagt:

            yo, hatt ich mir bereits fast gedacht. Man muss halt mehrfach lesen, bis der genaue Sinn erschlossen ist.
            ansonsten ist schon klar, dass bei Txt-Produktion sich der eine und dann der andere Fehler einschleicht, irgendwann einschleichen muss – weil man den Wald vor lauter Bäumen nicht (mehr) sieht, sehen kann.
            hinreichend bekannt. :-)
            da es keine andere Meldemöglichkeit gibt(?), nutze ich die Kommentbox.

  17. Walter Böck sagt:

    Ich frage mich bei solchen mafiösen Vorgängen immer, ob der jeweilige Aufsichtsrat/CEO bzw. Vorstand von solchen Konzernarschlöchern (Apple, MS, Google …) damit ihre Gewinndividenden erhöhen wollen und ob dies in diversen Vorstandssitzungen ein definitiver Protokollpunkt war. Dann könnten eigentlich Haftstrafen dafür verhängt werden, ansonst ist ja nur der jeweilige Progammierer dran …

  18. Bernd sagt:

    hat jemand vielleicht noch die alten Firmewares?

    Wenn wir diese wieder installieren, dann müssten die neuen Features wieder weg sein.

    Ich bräuchte eine für den Pagewide 477 DW

    • Dekre sagt:

      Normalerweise bei HP alles im Internet – habe gerade getestet. Früher konnte man noch Vorversionen bekommen.
      Dann nur die Lösung – auf der mitgelieferten Installations-CD/DVD.
      Kann man nicht den Drucker auf den Auslieferungstand mit alter Firmware zurücksetzen?

      • deoroller sagt:

        Downgrades können schief gehen und damit das möglichst unterbunden und der Support nicht belastet wird, werden alte Versionen mit Erscheinen einer neuen entfernt.

        Beim Reset werden nur Einstellungen zurückgesetzt.

        Eventuell gibt es etwas im Service Menü. Da gibt es ene Option “Reflash” aber was da genau abläuft weiß ich nicht. Das ist für Service Techniker gedacht. Das hatte ich mal beim 8500A aufgerufen und herum gestöbert, aber sonst die Finger davon gelassen, weil ich den teuren Drucker nicht aufs Spiel setzen wollte. Wenn man da etwas macht und es geht schief, wird es wohl vom Service bemerkt und dann ist die Garantie weg.

        • Dekre sagt:

          Richtig, viel mir nach schreiben auch ein. Denn die Firmware ist ja auf dem Gerät und das klassischen Rücksetzen muss nicht den Erflog bringen. Es ist geräteszezifisch, ob man die alte Firmware wieder einspielen kann oder wenn er LAN-fähig ist, darüber. Das hängt aber vom Gerät ab. Aber die Firmware sollte man schon neu einspielen können, wenn man die alte Installations-CD hat. Da ist diese meist mit drauf.

          • wufuc_MaD sagt:

            ich hoffe mal, dieses fwupd brickt “nur” die möglichkeit 3rd_party verbrauchsmaterialien (achtet auf das papier) zu verwenden..

            eine ältere firmware wird sich vermutlich nicht einspielen lassen. das ist wohl aus gründen der security und ecosystem_health nicht durchführbar.

  19. JuHa sagt:

    ich habe heute diese patronen für meinen officejet 7740 erhalten. Diese funktionieren einwandfrei mit der firmware OJ7740_1912A

    https://www.amazon.de/gp/product/B07W4JVSGC/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o06_s00?ie=UTF8&psc=1

  20. JöSch. sagt:

    Gleiches Gerät (Officejet 7740 Wide Format)
    Meine aktuelle Firmware laut HP Smart APP : EDWINXPP1N002.1828.A.00
    Die oben beschriebenen Kartuschen wurden von meinem Drucker
    (heute geliefert) abgelehnt.
    Ich sende sie an Amazon wegen Inkompatibilität zurück.

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