Windows 10 V1903: Update-Verwaltung per SCCM/WSUS; UUP On-Premise-Management noch nicht verfügbar

Microsoft hat letzte Woche einen Techcommunity-Artikel veröffentlicht, in dem das Thema Update-Verwaltung unter Windows 10 Version 1903 per SCCM oder WSUS angesprochen wird. Allerdings gibt es Einschränkungen für das UUP On-Premise-Management.


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Wer seine Windows 10-Clients und Server per System Center Configuration Manager (SCCM) verwaltet, kann auch das Upgrade auf das Windows 10 Mai 2019 Update (Version 1903) anstoßen. Wer jedoch das Feature Update in Unternehmen per Windows Server Update Services (WSUS) und System Center Configuration Manager (SCCM) bereitstellen will, muss einiges beachten.

UUP erfordert Änderungen

Denn Microsoft hat einige Änderungen in der Art und Weise vorgenommen, wie Windows Server Update Services (WSUS) und System Center Configuration Manager Feature- und Qualitäts-Updates herunterladen. Stichwort ist die Unified Update Platform (UUP), mit der Microsoft den Download von Update-Paketen drastisch reduzieren wollte.

Ende 2016 hat Microsoft aber seine Pläne für die Universal Update Platform (UUP) vorgestellt, in der differentielle Updates die Paketgröße um 30 – 40 % reduzieren sollen. Ich hatte im Blog-Beitrag Windows 10: Microsofts Update-Tuning-Pläne über die Details berichtet. Inzwischen steht UUP unter den Windows 10-Clients zur Verfügung.

Joe Lurie von Microsoft hat letzte Woche den Techcommunity-Artikel Updating Windows 10, version 1903 using Configuration Manager or WSUS zum Thema veröffentlicht. Im Beitrag gibt er detaillierte Hinweise, was im SCCM anzupassen ist.

Updates mit dem SCCM bereitstellen

Um Funktions- und Qualitätsupdates auf Geräten mit Windows 10, Version 1903 oder Windows Server, Version 1903 (und höher), bereitzustellen, müssen Administratoren sicherstellen, dass Sie den System Center Configuration Manager, Version 1902, verwenden. Dann ist in der Configuration Manager-Konsole der Punkt Software-Update zu aktivieren, um Updates für Windows 10, Version 1903 und höher und/oder Windows Server, Version 1903 und höher, herunterzuladen.

configmgr-client.png(Quelle: Microsoft)

Sobald diese Änderung vorgenommen wurde, sollten Updates für die Version 1903 und spätere Versionen der Betriebssysteme Windows 10 und Windows Server verfügbar sein.

Updates mit dem WSUS bereitstellen

Wer Windows Server Update Services (WSUS) verwendet, um Updates auf Geräten mit Windows 10, Version 1903 oder Windows Server, Version 1903 (und höher) bereitzustellen, muss ebenfalls eingreifen. Man muss eine neue Produktkategorie auswählen, um Updates zu synchronisieren und herunterzuladen. Um diese Änderung in WSUS vorzunehmen, öffnet man die Administrator-Konsole für Update Services, wählt Optionen > Produkte und Klassifizierungen und wählen Sie auf der Registerkarte Produkte ‘Windows 10, Version 1903 und höhe’r und/oder ‘Windows Server, Version 1903 und höher’.


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wsus-client.png(Quelle: Microsoft)

Wie bereits oben angedeutet, diese Änderung in der Konfigurierung ist erforderlich, damit WSUS und SCCM zukünftig Updates, die per Unified Update Platform (UUP) ausgerollt werden, zu unterstützen.

UUP für lokale Managementlösungen nicht verfügbar

An dieser Stelle wird es allerdings witzig. Denn für On-Premise-Verwaltungslösungen ist der Support für UUP noch nicht verfügbar. Tero Alhonen hat die Tage auf Twitter auf diesen Sachverhalt hingewiesen.

Die entscheidende Aussage findet sich im Techcommunity-Artikel in der FAQ und lautet: 

A configuration change is, therefore, required for environments running the latest public release of Configuration Manager, as well as for environments using WSUS (without Configuration Manager) for updates. (Note: UUP for on-premises management solutions is not yet available. We will have future news regarding UUP, including a public preview, at a later date.)

Administratoren müssen zwar in SSCM oder WSUS die Konfigurierung anpassen, um Updates auszurollen. Aber UUP steht für on-premises Verwaltungslösungen noch nicht zur Verfügung. Soll später kommen. Vielleicht ist das für den einen oder anderen aus der Blog-Leserschaft trotzdem von Interesse.

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16 Responses to Windows 10 V1903: Update-Verwaltung per SCCM/WSUS; UUP On-Premise-Management noch nicht verfügbar

  1. Bernhard Diener sagt:

    Moin.

    Eine Richtigstellung:
    “Wer Windows Server Update Services (WSUS) verwendet um Updates auf Geräten mit Windows 10, Version 1903 oder Windows Server, Version 1903 (und höher) bereitzustellen, muss ebenfalls eingreifen” – nein, muss er nicht.
    Wer Windows 10 zuvor bereits ausgewählt hatte, bekommt auch für 1903 Updates. Ich spreche aus Erfahrung.

    Der Haken bei “Windows 10 version 1903 and later” ist nicht für Updates verantwortlich, sondern lediglich für Feature Upgrades. (Und Feature Upgrades sind via WSUS aus Sicherheitsgründen eh nicht ratsam, da sie ein unkontrolliertes Suspendieren von Bitlocker nach sich ziehen)

    • riedenthied sagt:

      Das stimmt nicht. In der Tat kommen Updates für die 1903 erst nach dem Setzen des angesprochenen Hakens über den WSUS.

      • Bernhard Diener sagt:

        Ich administriere WSUS. Sag mir, warum bekomme ich auch ohne den besagten Haken alle Updates für 1903? Über WSUS, wohlgemerkt, Internetverbindung besteht nicht.

        • riedenthied sagt:

          Weiß ich doch nicht. Überflüssig zu erwähnen, dass ich ebenfalls WSUS administriere. Und da war und ist es nunmal so, dass ich “Windows 10, version 1903 and later” als Produkt auswählen muss, damit er überhaupt diese Updates synchronisiert. Ich bin offenbar auch nicht allein (s. unten).

          • JohbRipper sagt:

            Windows 10 angehackt?
            Das ist versionsunabhängig.

          • iOps sagt:

            Hier komme auch Updates für 1903 via WSUS, mit nur “Windows 10” angehackt. “Windows 10, version 1903 and later” ist nicht nötig.

          • Daniela sagt:

            Bei uns ist auch nur “Windows 10” angehakt und “Windows 10, 1903 and later” nicht, trotzdem taucht das Funktionsupdate auf 1903 seit 23.05.2019 in der Updateliste auf.

          • riedenthied sagt:

            Es geht nicht um das Funktionsupdate, das kommt über das Produkt “Windows 10”. Es geht um die Updates, die “danach” kommen, für eben diese 1903. KB4505057 oder KB4495620 z.B. kommen nur über Produkt “Windows 10, version 1903 and later”.

  2. SF sagt:

    Zumindest bei zwei WSUS kommen die 1903 Kummulativ-Updates nur über die Kategorie “Windows 10, 1903 and later” rein. Steht auch so in den Metadaten drin, wenn man sich die Details zu so einem Kummulativ-Update anschaut.

    • sgk1 sagt:

      So ist das bei mir auch. Unter “Windows 10, 1903 and later” – und nur dort – tauchen die 1903 Updates (CU, Flash, …) auf. Ohne diesen Haken werden auch keine 1903-Updates synchronisiert.

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  4. riedenthied sagt:

    Was sind eigentlich On-Premise-Verwaltungslösungen?

    • Günter Born sagt:

      Da stellt Du eine gute Frage – ich denke, es ist WSUS, da er ja On-Premise läuft – täusche mich möglicherweise. Das Gegenteil wäre wohl Intune, was ja auf die Cloud fokussiert ist. Bei SCCM bin ich nicht sicher, ob es auch eine Cloud-orientierte Variante gibt.

  5. Anonymous sagt:

    warum sollte jemand der SCCM oder WSUS benutzt sich mit einer 18 Monate Frühlings-Version abmühen. Generell werden (imho) zukünftig wohl hauptsächlich die Herbst Versionen mit 30 Monaten in größeren Firmen (mit SCCM/WSUS und W10 Enterprise) eingesetzt werden.

    • Günter Born sagt:

      Ich habe längst aufgehört, über solche Fragen nachzudenken. Die Rückmeldungen und Forenbeiträge zeigen, dass es unter den 800 Millionen Windows 10-Aktivierungen genau diese Fälle gibt.

      • JohnRipper sagt:

        Wieso sollte ich von 1803 auf 1809 oder gar 1903 wechseln?
        Die Versionen sind eine große Katastrophe…

        Trotzdem: Jeder der Windows 10 einsetzt muss sich mit Updateroutinen beschäftigen.
        Die Zeiten bei denen ich alle paar Jahre eine Version oder Servicepack ausgerollt wurde, die sind vorbei. Früher war der Versionswechsel bei uns immer mit dem Wechsel von Hardware verbunden.

  6. Bernhard sagt:

    Für Updates zu Windows 10 1903 muss die Kategorie “Windows 10, 1903 and later” ausgewählt werden.

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