Windows 10 19H2: Was sich ändern könnte

[English]In einigen Monaten werden wir ja die Herbstausgabe von Windows 10, aktuell als 19H2 in der Entwicklung, bekommen. Hier ein Überblick, was sich in Bezug auf dieses Funktionsupdate hinsichtlich der Installation ändern könnte.


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Das plant Microsoft für das nächste Funktionsupdates

Microsoft hatte ja von einiger Zeit im Blog-Beitrag Evolving Windows 10 servicing and quality: the next steps angekündigt, dass das nächste Featureupdate sich vor allem auf Verbesserungen in der Leistung, der Qualität und Funktionen für Business-Anwender konzentrieren wird.

The next feature update for Windows 10 (known in the Windows Insider Program as 19H2) will be a scoped set of features for select performance improvements, enterprise features and quality enhancements.

Qualitätsverbesserungen und Optimierungen der Performance sind sicherlich sehr sinnvolle Maßnahmen, konnten die Versionen 1809 und 1903 diesbezüglich doch nicht wirklich überzeugen. Ich hatte im Blog-Beitrag Windows 10 19H2 (18362.10000): Ein Lebenszeichen einige Mutmaßungen angestellt, was sich ändern könnte. Für mich bleibt aber im Unklaren, was sich hinter dem Punkt ‘Enterprise Features’ verbirgt.

Microsoft hatte ja, nach dem Desaster mit der Freigabe des Windows 10 Oktober 2018Update (V1809) in Windows 10 Mai 2019 Update (V1903) eine gewisse Kontrolle zur Installation der Funktionsupdates zugelassen.

Windows 10 V1903 Funktionsupdate

Lässt der Nutzer nach Updates suchen und steht ein Funktionsupdate an, kann er über einen Link wählen, wann er den Download und die Installation beginnen will. Dieser Vorgang lässt sich bis kurz vor dem Ablauf des Supports für eine Windows 10-Build aufschieben, wobei kumulative Updates installiert werden können. Ich hatte im Blog-Beitrag Windows 10 Mai 2019 Update mit Update-Kontrolle darüber berichtet.

Neue Methode zur Auslieferung

Microsoft hat aber angekündigt, das Funktionsupdate auf Windows 10 19H2 auf neue Art auszuliefern.

  • Windows 10 Version 1903: Diese Version soll das Update laut Microsoft auf eine ‘eine neue Art und Weise’ erhalten, und zwar auf als monatliches Qualitäts-Update.
  • Windows 10 Version 1809: Ältere Versionen bis zur Windows 10 Version 1809 erhalten aber das bekannte Funktionsupdate.

Ich hatte im Blog-Beitrag Windows 10 19H2 (18362.10000): Ein Lebenszeichen einige Mutmaßungen über diesen Ansatz angestellt. Im ersten Augenblick war mir nicht so sonderlich klar, was das alles bedeutet. Nun klärt sich aber, was Microsoft vorhat – die liefern einfach zwei Pakete aus – ein kumulatives Update für Windows 10 V1903 und ein Funktionsupdate für Windows 10 V1809 und früher. Tero Alhonen interpretiert das Ganze aber so, dass man, wie bei anderen Updates, bei Windows 10 Version 19H2 keine Möglichkeit hat, das Funktionsupdate in den erweiterten Optionen um 365 Tage zu verzögern.


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Es steht für normale Updates ja nur eine Verzögerungszeit von bis zu 35 Tagen zur Verfügung

(siehe folgender Screenshot).

Erweiterte Update-Optionen

Diesen Schluss halte ich aber aktuell nicht für so sonderlich stichhaltig. Denn es gibt einige Funktion zu beachten. Einmal hat Microsoft ja noch keine Details verraten, was da genau abgehen soll. Gemäß folgendem Screenshot kann Microsoft nämlich auch kumulative Updates mit dem gleichen Mechanismus wie Funktionsupdates versehen. Dann entscheidet der Nutzer durch Anwahl des Download-Links, ob und wann die Installation angestoßen wird.

Windows 10 V1903 Updates

Ob es diese Möglichkeit geben wird, die Installation dieses ‘Funktionsupdates’ unter Windows 10 V1903 zu steuern, liegt von Seiten Microsofts noch im Dunkeln. Denn Microsoft kann in den Meta-Dateien des Pakets auch festlegen, dass das Update sofort zu installieren ist, so dass die obige Auswahl nicht erscheint. Hier hält sich Microsoft bedeckt – ich tippe darauf, dass zuerst eine Option zum Download angeboten wird. Kurz vor Ablauf des Supports wird dann ein Zwangs-Upgrade durchgeführt.

Das Ende der halbjährlichen Funktionsupdates?

Das Einzige was aktuell feststeht, ist die Art der Installation. Das kommende Herbst-Update von Windows 10 wird nur die Patches, wie ein kumulatives Update installieren. Der Austausch des kompletten Betriebssystems (Windows 10 V1903), wie bei früheren Versionen, wird es nicht mehr geben.

Behält Microsoft dieses Modell bei, ist das halbjährliche Funktionsupdate Geschichte. Es wird im Frühjahr ein Funktionsupdate geben, während im Herbst eine Stabilitätsverbesserung als Update kommt. Das wird von einigen Leuten als ‘Service Pack’ interpretiert.

Liefern Updates bald auch Änderungen?

Martin Geuß ist vor einigen Tagen aufgefallen, dass mit kumulativen Updates auch funktionale Änderungen durchgeführt werden. Er hat dies im Beitrag Windows 10: Künftig funktionale Änderungen durch kumulative Updates? thematisiert. Aktuell bleibt also nur festzustellen, dass momentan alles bei Microsoft im Fluss ist und niemand genau weiß, was im Herbst 2019 mit Windows 10 wirklich passiert.

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1 Antwort zu Windows 10 19H2: Was sich ändern könnte


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  2. Tom sagt:

    Das mit dem Funktionsupdate im Frühjahr und dem Servicepack im Herbst würde ich für eine vernünftige Herangehensweise seitens MS halten!
    Einerseits würde MS wahrscheinlich mehr Zeit und Ressourcen für das Funktionsupdate haben und der Benutzer hätte die Wahl entweder das gewisse Risiko einzugehen, das Funktionsupdate gleich nach Erscheinen zu installieren oder eben noch bis nach Erscheinen des Servicepacks für das jeweilige Funktionsupdate zu warten.
    Vielleicht wäre dieses Vorgehen auch nur den Problemen mit V1810 und V1903 geschuldet, von denen ich in beiden Versionen zum Glück verschont geblieben bin.

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