Windows 10: Aktivierungs-/Update-Fehler 0xC0020036

[English]Windows 10-Nutzer laufen gelegentlich in das Problem, dass vom Betriebssystem der Fehlercode 0xC0020036 bei einer Update-Installation gemeldet wird. Ich habe den Fehlercode aber auch schon in Verbindung mit der Windows-Aktivierung gesehen. Im Blog-Beitrag gehe ich auf diesen Fehlercode ein.


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Die Problembeschreibung

Ich bin kürzlich beim Stöbern im Microsoft Answers-Forum auf den Fehler 0xC0020036 gestoßen. In diesem Beitrag beschreibt ein Nutzer das Problem für Windows 10 Version 1903, der Fehler trat aber auch schon bei älteren Builds auf. Hier in Auszug seiner Fehlerbeschreibung

Update error 0xc0020036

Hello,

a week ago (15.9.2019) I got stopcode “System service Exception“. Right now its second time this month. First time it was failed installation in Windows update. Hard to find as now…

15.9.2019 I got stopcode (as I wrote up) but everything was updated so I just wait. In Wednesday I found in Your website that in May was update for Windows so I downloaded it because I had my Notebook in “Safe mode” so can’t reach Windows update. While I try to run it I got a message “something about I already have this update” so it was good but yesterday I try to restart NB (notebook) and in Windows update was that Im without last update (that one in may :/ 1903 – had 1803). Becuase today I had time I used my downloaded update. Yeah and error 0xc0020036 ….

Der Nutzer erhielt also beim Versuch, ein Funktionsupdate für Windows 10 Version 1903 zu installieren beim Neustart den Stop-Fehler 0xC0020036.

Der obigen Beschreibung entnehme ich, dass das bestehende Windows 10 Version 1803-System des Nutzers bereits sehr ‘kaputt’ war, da er im abgesicherten Modus arbeiten musste. Das nur als Anmerkung.

Was bedeutet der Stop-Fehler 0xC0020036?

Der COM-Fehler 0xC0020036 wird vom Windows-Kernel-Mode (im Bereich FACILITY_DISPATCH, siehe dieses Microsoft-Dokument) ausgelöst und hat informellen Charakter bezüglich der Verfügbarkeit bestimmter Ressourcen. Er kann für EPT_NT_NOT_REGISTERED oder EPT_S_NOT_REGISTERED stehen.

Im Klartext steht die Fehlermeldung für ‘There are no more endpoints available from the endpoint mapper’. Im Kernel wird (im late-binding IDispatch interface) versucht, einen Endpoint für eine Operation zuzuweisen. Aber das ist unmöglich, weil keine Endpunkte mehr gefunden werden (die gesuchten Endpunkte für einen Prozedureinsprung sind nicht registriert). Das System kann die Operation nicht mehr ausführen und löst dann einen Stop-Code aus.

Was kann man tun?

Der Fehler ist recht gravierend, weil eine Operation wie die Installation des Updates, oder die Windows-Aktivierung, nicht mehr ausgeführt werden kann. Das Betriebssystem als solches wird weiter funktionieren, es lassen sich aber keine Updates mehr installieren. Das dürfte auch für Update-Pakete gelten, die nicht per Windows Update bezogen, sondern aus dem Microsoft Update Catalog heruntergeladen und manuell installiert werden sollen.

An dieser Stelle bleibt nur die vage Hoffnung, dass man noch etwas ‘reparieren’ kann. In diesem MS Answers-Forenthread findet sich die Vermutung, dass der Fehler bei der Windows 10-Update-Installation durch defekte oder fehlende Windows-Dateien ausgelöst werden könnte. Unter dieser Prämisse kann man die folgenden Reparaturhinweise versuchen.

Windows Update-Troubleshooter

  • Der Benutzer kann die Problembehandlung (Troubleshooter) für Updates versuchsweise ausführen. Diese Funktion findet man in Windows 10 V1903 in der Einstellungen-App unter Update und Sicherheit – Problembehandlung (siehe obigen Screenshot). Man sollte die Problembehandlung ggf. mehrfach durchführen.
  • Sofern diese Maßnahme nichts nützt (worauf ich aus Erfahrung tippe), bleibt noch vorsorglich eine Prüfung des Systems auf defekte Dateien und eine Reparatur mittels der Befehle scf und dism durchzuführen. Die Schritte habe ich im älteren Blog-Beitrag Windows 8: Komponentenstore reparieren beschrieben.

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Wenn die obigen Maßnahmen nicht helfen (was ich vermute), sollte man zur Sicherheit noch einen Neustart des Systems ausführen.

Sofern der Fehler bei der Windows-Aktivierung auftritt, kann man neben der Systemdateiprüfung auf Beschädigungen und dem Tipp für ein spezielles Szenario, welches hier im Thread beschrieben ist, noch die Hinweise in diesem Beitrag durchgehen, um fehlerhafte oder beschädigte Lizenzschlüssel auszuschließen.

Bringt dies nichts bleibt in meinen Augen für die meisten Benutzer nur noch eine Reparaturinstallation durch ein sogenanntes Inplace-Upgrade übrig.

  • Dazu wird ein zur aktuellen Installation passendes Windows 10-Installationsmedium benötigt. Dieses kann man sich per Media Creation Tool von Microsoft herunterladen und dann als ISO-Datei speichern, als DVD-Medium brennen oder auf einem USB-Stick speichern lassen.
  • Eine ISO-Datei mit dem Installationsabbild lässt sich unter Windows 10 per Kontextmenü ‘mounten’, so dass man über das so erzeugte ‘virtuelle optische DVD-Laufwerk’ auf die Installationsdateien zugreifen kann. Hat man einen USB-Stick erzeugt, sollte man dessen Inhalt in einen Ordner auf der Festplatte kopieren (da es in älteren Fassungen von Windows 10 Version 1903 einen Bug gibt, der die Installation eines Funktionsupgrades bei vorhandenen USB-Speichermedien verhindert).

Sind die Installationsdateien verfügbar, sucht man unter dem laufenden Windows 10-System die Datei setup.exe in den Installationsdateien. Die Datei setup.exe ist per Doppelklick zu starten. Dann befolgt man die Anweisungen des Assistenten, um die Reparaturinstallation durch ein Inplace-Upgrade durchzuführen. Dabei wird Windows 10 einfach über das bestehende Windows 10 installiert. Beim Inplace-Upgrade sollten aber alle Daten und auch die installierten Programme erhalten bleiben. Mit etwas Glück ermöglicht dies die Reparatur des Systems und der Fehler ist weg. Falls das auch nicht hilft, gibt es nur noch eine komplette Neuinstallation von Windows 10.

Abschließende Anmerkung: Es bleibt die Frage, warum Windows kaputt gehen und den obigen Fehler auswerfen kann. Ich tippe auf Kollateralschäden bei der Installation/Deinstallation von Software. Möglicherweise spielen auch Fremdvirenscanner eine Rolle, die diese Vorgänge zur  Installation/Deinstallation behindern.

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9 Antworten zu Windows 10: Aktivierungs-/Update-Fehler 0xC0020036


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  2. Bediener 1 sagt:

    Aus dem Bekanntenkreis ließ sich ein Laptop nach einem Windows Update nicht mehr starten. Dem Hersteller des Laptops war das Problem wohl bekannt und deutete auf eine Inkompatibilität zu einem der beiden “deutschen Antivierenschutzanbieter” (es gibt da nur noch G Data und Avira). Nach telefonischer Rücksprache bekam er dann einen USB Stick zugesandt und mußte damit den Laptop komplett neu aufsetzen. Da das ganze vor ca. 6 Monaten passierte, hat es wohl mit den aktuellen Problemen nichts zu tun. Der Laptop war wohl von Acer.
    Abhilfe schaffte nur die komplette Neuinstallation und das Ausweichen auf einen anderen AV – Hersteller. Möglicherweise eine zeitweise Inkompatibilität!?
    Selber habe ich auch schon die Erfahrung mit einem defekten Antvirenscanner gemacht. Das ganze liegt schon eine Weile zurück. Ich bemerkte, dass seit geraumer Zeit keine aktuellen Signaturen heruntergeladen wurden, obwohl angezeigt. Ein Anruf beim der Hotline des Antivirenprogrammhersteller führte zu der Frage ob ich irgendwelche Optimierungsprogramme benutzt hätte. Nachdem ich das verneinte, habe ich nach der Anleitung das Antivierenprogramm neu installiert, womit das Problem nicht behoben war. Da sich Antivierenprogramme sehr im System verkrallen, mußte ich das Programm deinstallieren und danach noch ein spezielles “Reinigungsprogramm” des AV- Herstellers über den Rechner laufen lassen, um danach das AV-Programm neu zu installieren.
    Da mir vor einigen Jahren ein Fremd-AV-Scanner das Produktivsystem ohne Virenbefall lahmgelegt hat, benutze ich diese nur noch da, wo es wohl ohne sie nicht geht: E-Mail und Surfen. Und nur auf getrennten Systemen. Nachteil vom normalen Defender ist auch die mir nicht nachvollziehbare Historie (bis auf mrt.log) und dem Zuverlässigkeitsverlauf, den ich aber ab einem bestimmten Datum nicht mehr aufrufen kann (betrifft Win 8.1).
    Auch die Voreinstellung für die Quarantäne ab Werk finde ich nicht so gut:
    Da kann es sein, dass nach 2 Monaten Programme automatisch gelöscht werden.
    Wenn man sich mit den Bedrohungen im Internet etwas mehr befasst, bekommt man einen etwas realistischeren Blick auf die Schutzwirkung:
    Im Zweifelsfall ist die nicht geschlossene Sicherheitslücke das größere Einfallstor.

    • Herr IngoW sagt:

      Hier war wohl, wie so oft ein AV-Programm Schuld, das die Windows-Eistellungen durcheiander gebracht hat und dadurch nichts mehr ging.
      Ist dann der AV-Hersteller Schuld nicht MS.
      Aber MS muss dafür den Kopf hinhalten.

  3. Herr IngoW sagt:

    Das System, des Nutzers der den Kommentar im Forum angegeben hat, war schon vorher, wie in den Angaben im Forum zu lesen, nicht mehr zu retten.
    Wer macht im abgesicherten Modus ein Upgrade.
    Im abgesicherten Modus kann man eigendlich nur noch so fiele Daten retten wie möglich, eine Reparatur ist manchmal möglich aber niemals ein Upgrade, das funktioniert nur auf einem funktionierenden System.
    Eine komplette Neuinstallation war nicht mehr zu umgehen.

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  5. Al CiD sagt:

    ein wenig OT (oder doch nicht so…?)
    https://www.computerworld.com/article/3438856/call-me-crazy-but-windows-11-could-run-on-linux.html

    Bei dem ganzen Gewurschtel bei MS…
    … und Nadella legt eh keinen so großen Wert, ähm Fokus, mehr auf Windows, wie er ja selbst erst kürzlich erwähnte.

    Und die Behauptung Win 10 wäre das letzte (Windows) wäre dann immer noch wahr!

    Wie war das mit dem Eis und der Hölle?
    ;-)

    • Potrimpo sagt:

      Vollkommen OT, zumal hier offensichtlich Windows gar nicht der Fehlerverursacher ist.

    • 1ST1 sagt:

      Windows ist mehr als nur ein Kernel und ein paar Fenster. Und genau da, in dem “unsichtbaren” Bereich, unterscheiden sich Windows und Linux zu sehr, als dass man diesen Sprung auf einen Linux-Kernel vollziehen kann.

  6. “Der COM-Fehler 0xC0020036 wird vom Windows-Kernel-Mode … ausgelöst”

    AUTSCH: Du schreibst mal wieder Blödsinn!
    1. COM und NT-Kernel schliessen sich gegenseitig aus;
    2. der NT-Kernel (inkl. Treibern und “native mode”) verwendet NTSTATUS-Codes, keine COM-Fehlercodes alias HRESULTs.

  7. Roland Moser sagt:

    Die SSD könnte auch defekt sein. Die Prüfung nützt aber nichts, weil sie eine intakte SSD meldet.
    Ich habe leider schon mal einen voll funktionstüchtigen PC deswegen entsorgt, die SSD rausgenommen und in einen anderen PC eingebaut. Und musst dann feststellen, dass eben die SSD defekt war, obwohl die Fehlerprüfung nichts ergeben hat.
    Wie die Fehlermeldung gelautet hat, weiss ich allerdings nicht mehr.

  8. 1ST1 sagt:

    Sicher ist das Schlangenöl wieder schuld, also entweder ein Antivirus eines Drittherstellers oder Tools wie CCleaner. Windows kaputtgespielt, mit Sachen die man nicht braucht.

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