Nachtrag: Die H&M-Datenaffäre um Mitarbeiterbespitzelung

Im Dezember 2019 hatte ich im Blog-Beitrag Datenskandal beim Modekonzern H&M, Mitarbeiter bespitzelt ja von einem Datenskandal beim Modekonzern H&M (Hennes & Mauritz) berichtet.


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Manager haben wohl Daten über die Mitarbeiter des Konzerns gesammelt und in ‘privaten Ordnern der IT’ gespeichert. Die juristische Aufarbeitung läuft noch. Die FAZ hat aktuell einen Artikel als Nachbereitung publiziert. Tenor: Die Affäre weitet sich wohl noch aus und erreicht die Konzernspitze.

Die neue Vorsitzende macht keine gute Figur und wich in einem Interview mit einem schwedischen TV-Sender vielen Fragen aus. Es dreht sich um die Frage: Ist es für den Vorstand nur ein Fehler, dass die illegal erfassten und hochsensiblen Daten an einen breiten Leserkreis durchsickerten. Oder ist dem Management klar, dass die Erhebung bereits ein No-Go darstellt. Genau in diesem Punkt weicht die neue Vorstandsvorsitzende den Fragen der Reporter aus.

Auch in Nürnberg, im Kundenzentrum ist die Stimmung schlecht – es herrsche ein Klima der Angst, zitiert die FAZ. Denn es gibt Vorwürfe betroffener Mitarbeiter aus dem Kundenzentrum in Nürnberg, in Bezug, wie dieser Skandal vom H&M-Management intern aufgeklärt wird. Ganze lesenswert, der FAZ-Artikel, wenn man den Vorfall auf dem Radar hat.


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5 Antworten zu Nachtrag: Die H&M-Datenaffäre um Mitarbeiterbespitzelung


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  2. Dat Bundesferkel sagt:

    So stammtischartig das auch klingt: Aber ändern können nur die Betroffenen selber etwas. Arbeit niederlegen, kündigen. In Fällen, wo der Arbeitgeber rechtswidrig gehandelt hat, zieht dies auch keinerlei Sanktionen bei ALG-I und / oder ALG-II (Aufstocker) nach sich. Leiharbeiter können weitere Einsätze bei derartigen Arbeitgebern verweigern.

    Alle Aufregung bringt halt nichts, solange die direkt Betroffenen sich nicht wehren. Aber die Missetaten von Lidl wurden ja leider auch nur all zu schnell vergessen:
    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lidl-muss-zahlen-millionen-strafe-fuer-die-schnueffler-1.709085

    • nook sagt:

      Die größte Macht “hätten” die Kunden, wenn sie endlich mal kritisch konsumieren würden!

      Auf meiner Boykottliste steht jetzt auch H&M neben Lidl, VW, Amazon, Ikea, Makita, Paypal und und und

  3. Uwe sagt:

    Hier sollte ein Bußgeld verhängt werden, dass den Konzern ins Wanken bringt. Weiterhin max. Ausschöpfung des Strafmaßes im Bereich Arbeitsrecht und Zivilrecht. Einzelklagen der Mitarbeiter mit hohen Forderungen. Hier muss ein Exempel statuiert werden, dass extreme Abschreckung mit sich bringt! Immerhin musste schon mal bereits ein Großvermieter paar Millionen zahlen, nur weil der unpassende Daten gespeichert hatte.

    • Tom sagt:

      @Uwe
      Die Komission (oder wer auch immer ein Bußgeld verhängt) wird nichts tun, um derjenigen Organisation(Firma, Werk, …) eine existenzbedrohliche Strafe zu verhängen – ist diese Organisation(Firma, Werk,…) doch Teil der alles heilbringenden Wirtschaft(!!!Arbeitsplätze!!!) und somit unabdinglich für das Fortbestehen des jeweiligen Staates!

      Ob man selber dann für die betreffende Organisation(Firma, Werk, …) arbeiten möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

      Schau’ doch mal nach, wie hoch die bisher verhängten Bußgelder waren und dann vergleiche mal diese Bußgelder mit den jährlich erwirtschafteten (Rein)Gewinnen der jeweiligen Organisationen(Firmen, Werken, …).

      • Tom sagt:

        Gerade noch einmal nachgeschaut:

        https://dsgvo-gesetz.de/themen/bussgelder-strafen/

        Im Höchstfall drohen also H&M eine Strafe von umgerechnet rund €1 000 000 000 (4 Prozent des Jahresumsatzes).

        Diese Milliarde mag zwar im ersten Moment viel(hoch) klingen, es sind und bleiben aber eben nur 4 Prozent und somit ein sehr geringer Betrag im Gegensatz zur erwirtschafteten Leistung.

        Am Ende wird es wahrscheinlich wieder ein Bußgeld werden, das Fru Helmersson auch aus “eigener Tasche” bezahlen könnte.

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