Pentagon-Untersuchung: Microsofts JEDI-Contract war sauber

Der Auftrag zur Realisierung des Cloud-Projekts Joint Enterprise Defense Infrastructure (JEDI) den das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten an Microsoft erteilt hat, war rechtens. Das hat jetzt eine Untersuchung ergeben.


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Das JEDI-Cloud-Projekt

Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten hatte im Oktober 2019 Microsoft den Auftrag zur Realisierung des Cloud-Projekts Joint Enterprise Defense Infrastructure (JEDI) erteilt. Mit JEDI will das US-Militär eine hochsichere, cloudbasierende Lösung für die Speicherung von Daten etablieren.

Das Projekt war 2018 ausgeschrieben worden, wobei auch IBM und Oracle seinerzeit mitgeboten hatten. Beide Firmen schieden aus, weil sie die Mindestanforderungen nicht erfüllten – wogegen Oracle erfolglos klagte. Zum Schluss waren nur noch Amazon und Microsoft im Rennen. Insider gingen davon aus, dass Amazon den Zuschlage erhalten würde, da die Firma für viele US-Behörden mit Amazon Web Services (AWS) im Geschäft ist.

Mitbewerber Amazon ging, für Beobachter überraschend, leer aus. Dagegen hatte Amazon Beschwerde und Klage eingereicht, möglicherweise auch, weil hatte US-Präsident Trump bereits häufiger gegen Amazon geschossen hatte. Ich hatte im Beitrag Microsoft erhält Zuschlag des US-Pentagons für die Jedi-Cloud berichtet.

Untersuchung durch Kontrollbehörde des Pentagon

Die interne Kontrollbehörde des US-Verteidigungsministeriums (Pentagon) hatte darauf hin den Vorgang einer Untersuchung unterzogen.

Jetzt liegt das Ergebnis in Form eines Berichts des Generalinspekteurs des US-Verteidigungsministeriums vor: Es wurden bei der Revision keine Belege gefunden, dass der 10 Milliarden schwere Auftrag unrechtmäßig an Microsoft vergeben wurde. Microsoft hat die Sachlage in diesem englischsprachigen Beitrag zusammen gefasst. Von Bloomberg gibt es diesen englischsprachigen Artikel und bei heise sind hier einige deutschsprachige Informationen zu finden.


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1 Antwort zu Pentagon-Untersuchung: Microsofts JEDI-Contract war sauber

  1. UnbedeutenderMitleser sagt:

    Bin kein Fan von Microsoft, aber Jeff Bezos und Amazon müssen nicht noch reicher werden. Hoffe MS behält den Vertrag ohne weitere Verhandlungen.

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