Microsoft 365-Lizenzierung: Fort- oder Rückschritt?

Microsoft schiebt die Nutzer langsam auf Abo-Modelle und führt eine Lizenzierung für Microsoft 365 ein. Ist das nun ein Fortschritt, wie das Marketing behauptet. Oder ist es ein Rückschritt, wie ein Blog-Leser zusammen getragen hat.


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Hintergrund ist, das mich der Computer-Heimservice Groß Umstadt auf Facebook kontaktierte und auf ein Problem mit Microsoft 365 hinwies. Im Text heißt es:

Office 365 war toll! Der Preis fair, die Lizensierung/ Aktivierung simpel. Die lokale Installation stets aktuell. Jetzt wurde umgestellt auf Microsoft 365.

Dann beginnt der Nutzer die Negativ-Punkte und Verschlechterungen aufzuzählen, die die Einführung von Microsoft 365 bringt.

Entgegen dem bisherigen Aktivierungsszenario, bei dem kurz eine Verbindung zum Account hergestellt werden musste, ist jetzt die dauerhafte Verbindung zum Account vonnöten! Sobald die Verbindung gekappt wird, ist die Aktivierung futsch.

Das ist defacto der stets befürchtete (negative) Anmeldezwang/ Cloudzwang, so der Nutzer und zählt folgende weitere Negativpunkte auf:

1. War es bislang möglich die Verbindung zu OneDrive gänzlich zu kappen, um bspw. auszuschließen, dass weniger erfahrene Benutzer ihre Daten versehentlich in der Cloud speichern, ist das nun nicht mehr möglich.

2. War es bislang möglich eine der zur Verfügung stehenden Installationen bei einem Kumpel zu nutzen, ohne gleich den Inhalt der Cloud zu teilen – geht das nun nicht mehr! Der Anmeldezwang würde in diesem Szenario ein weiteres Microsoft-Account zum Teilen des Abos erfordern inkl. derselben Folgen wie bei Punkt 1.

3. War es bislang möglich das Business-Abo auf dem Privat-Gerät zu nutzen so geht das jetzt nur noch inkl. dem Zugriff auf die Firmendaten!

Insgesamt und wertet der Nutzer das alles als Rückschritt! Insbesondere Punkt 3 ist ein großes Problem. Der Zugriff Dritter auf vertrauliche Firmendaten ist denkbar simpel und vorhersehbar!

Vorschlag des Nutzers


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Vielleicht wollte man sich einfach nur die Geräteverwaltung ersparen und die Lizensierung transparenter machen oder automatisieren. So aber ist das wirklich BEDENKLICH! Vor allem, es ist nicht klar kommuniziert!

Abschließend stellt der Nutzer die Frage, ob das Ganze jetzt nur aufgrund eines Fehlers auftritt und alles tatsächlich ganz anders ist? Jemand von euch Erfahrungen mit Microsoft 365 und kann diese hier teilen?


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10 Antworten zu Microsoft 365-Lizenzierung: Fort- oder Rückschritt?

  1. jup sagt:

    Erfahrung Microsoft 365:
    – Übernahme eines (geschäfts-) Outlookkontos eines Kunden (wie ist nicht bekannt)
    – Versand von OneDrive Pishing eMails durch dieses Konto an alle Kontakte im typischen Emotet Stil
    (die eMails liefen direkt über die MS Server, nur tief im eMailheader konnte man sehen, das die eMail nicht wie bisher aus DE sondern aus xxx war)

    Ziel: Übernahme weiterer (Business-) Konten mit Hilfe der Zugangsdaten

  2. Mira Bellenbaum sagt:

    Mit diesen Maßnahmen schießt sich MS doch selbst ins Knie!
    Welche Behörde kann und darf dann „Office“ noch nutzen?

    Da richtet man, mit viel mühe, sichere Homeoffice Arbeitsplätze ein,
    damit keine Daten in Fremde Hände fallen,
    und dann landen wichtige Dokumente und andere Daten auf US-Server
    der Firma Microsoft.

    • Klaus sagt:

      Man muss hier schon zwischen Microsoft 365 Business, um das es hier wohl geht, und Microsoft 365 Enterprise bzw. Government unterscheiden (ersteres für größere Unternehmen, letzteres für Behörden). Dort gibt es die genannten Einschränkungen nicht.

      Zum Punkt 2 aus der Auflistung im Beitrag: Mag zwar sein, dass das bisher möglich war, zulässig war es nach den Lizenzbedingungen jedoch nicht. Der Einsender gibt damit ja direkt den Lizenzverstoß öffentlich zu…

      • Ulf sagt:

        Es könnte genauso gut auch um Microsoft 365 Single (ehemals Office 365 Personal) oder Microsoft 365 Family (ehemals Office 365 Home) gehen. Der Namens-Wirrwarr bei Microsoft (samt regelmäßiger Umbenennungen) macht es auch nicht eben leichter…

      • KeKsVertilger sagt:

        Lötzinn!

        Der Einsender kann seine Lizenz nutzen wo er will. Es wird ja beschrieben ER nutzt sie am Gerät des „Kumpels“. Das darf er.

  3. Alfred Neumann sagt:

    Die Lizenzänderungen von Office 365 auf Microsoft 365 beinhalten – zumindest auch in DE – auch ein Sonderkündigungsrecht. Da die Änderungen erheblich sind.

    Ich hoffe das genug Unternehmen von diesem recht Gebrauch machen und so Microsoft zum umlenken zwingen.

    Anders wird es nicht gehen.

    • Bernard sagt:

      Nein, natürlich nicht.

      Wer sich auf Word/Excel/Outlook eingeschossen hat, wird nicht wechseln.

      Leider hat man sich zu sehr von MS abhängig gemacht.

      Die Leute bekommen jetzt das serviert, was sie bestellt haben.

      Was passiert eigentlich, wenn das Telekom- oder Vodafone-Netz einen Tag lang ausfällt?

      Wenn die Aktivierung erst einmal weg ist, kann man dann noch damit arbeiten? Also während des Ausfalls?

      • KeKsVertilger sagt:

        Ja – geht auch ohne Internetverbindung. Allerdings nicht auf Dauer. Mindestens alle 30 Tage muss die Kiste online sein. Das war aber bislang ähnlich oder gleich geregelt.

        Lediglich nach Aufhebung der Verbindung zum Account geht nichts mehr – direkt….

  4. 1ST1 sagt:

    Viel interessanter finde ich ja das hier: https://www.bleepingcomputer.com/news/security/office-365-now-checks-docs-for-known-threats-before-editing/

    Alle zu öffnenden Office-Dateien werden erst mal sicherheitsgeprüft und dazu gegebebenfalls auf Microsoft-Server hochgeladen, um sie genauer zu prüfen. Erst wenn von da die Freigabe bekommt, darf die Datei in der Bearbeiten-Ansicht geöffnet werden.

    Wäre es nicht sinnvoller, statt so einen Aufwand zu treiben, die bekanmnten Einfallstore in den Office-Formaten zu entfernen? Lieber auf ein paar Funktionen verzichten, als dass man mit den Dateien so ein Scheunentor ins System reißt.

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