Windows 10 2004: Microsoft veröffentlicht Workaround für Parity Storage Spaces-Probleme

[English]Im Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) gibt es Probleme mit Storage Spaces (Speicherplätze). Nun hat Microsoft ein Problem bestätigt und gleichzeitig einen Workaround veröffentlicht.


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Ich hatte ja kürzlich im Blog-Beitrag Windows 10 2004: Probleme mit Storage Spaces eine Reihe von Problemen mit der Windows-Funktion Storage Spaces (Speicherplätze) angesprochen.

Probleme mit Parity Storage Spaces

Im Supportbeitrag KB4568129 (Issue with some Parity Storage Spaces after updating to Windows 10, version 2004 and Windows Server, version 2004) gesteht Microsoft Probleme beim Upgrade ein.

Wenn Nutzer versuchen, auf Windows 10, Version 2004, zu aktualisieren, kann es vorkommen, dass die Update-Kompatibilität unterbrochen wird und Sie die Meldung erhalten: “Dieser PC kann nicht auf Windows 10 aktualisiert werden. Ihr PC wird von dieser Version von Windows 10 noch nicht unterstützt. Es sind keine Maßnahmen erforderlich. Windows Update wird diese Version von Windows 10 automatisch anbieten, sobald das Problem behoben ist.

screenshot of safeguard hold dialog
(Quelle: Microsoft)

Geräte, die Parity Storage Spaces (Paritätsspeicherbereiche) verwenden, können nach der Aktualisierung auf Windows 10, Version 2004 (das Update vom Mai 2020) und Windows Server, Version 2004, Probleme bei der Verwendung oder dem Zugriff auf ihre Speicherbereiche haben.  Wenn einige Konfigurationen verwendet werden, werden Partitionen für Paritätsspeicherplätze in Disk Manager möglicherweise als RAW angezeigt. Microsoft hat daher eine Update-Sperre auf Windows 10 Version 2004 gesetzt.

Microsoft schlägt einen Workaround vor

Nun hat Microsoft zum 1. Juli 2020 den Supportbeitrag Workaround and recovery steps for issue with some Parity Storage Spaces after updating to Windows 10, version 2004 and Windows Server, version 2004 zum im Supportbeitrag KB4568129 beschriebenen Problem veröffentlicht. Das betrifft Windows 10 Version 2004, Windows Server Version 2004, und alle Editionen von OneDriveOneDrive for Business. Einfache Speicherbereiche und Spiegel-Speicherbereiche (Mirror Storage Spaces) sind von diesem Problem nicht betroffen.

Der erste Ratschlag Microsofts ist, die Problembehandlung “Fehlerbehebung bei Hardware und Geräten“ bzw. die “Speicherplatz-Fehlerbehebung“ auszuführen. Der Folgevorschlag geht dahin, per PowerShell-Befehl eine VirtualDisk auf Read only zu setzen. Dazu ist die Windows PowerShell über Als Administrator ausführen zu öffnen und folgender Befehl einzugeben:


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VirtualDisk | ? ResiliencySettingName -eq Parity | Get-Disk | Set-Disk -IsReadOnly $true

Speicherplätze sollten jetzt auf schreibgeschützt eingestellt sein, d.h. Sie können nicht mehr auf sie schreiben.  Ihr Gerät wird weiterhin nutzbar sein, und jedes Volume, das nicht als RAW angesehen wird, sollte lesbar sein. Im KB-Artikel gibt Microsoft weitere Hinweise, falls ein Parity Storage Spaces-Laufwerk nicht als RAW in der Datenträgerverwaltung angezeigt wird. Die Kollegen von deskmodder.de haben hier einen deutschsprachigen Artikel mit einigen Hinweisen zum Reparieren veröffentlicht.

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3 Antworten zu Windows 10 2004: Microsoft veröffentlicht Workaround für Parity Storage Spaces-Probleme


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  2. Uwe sagt:

    Wer und warum zum Henker aktualisiert auch nur Einer sein System auf diese Version? Mein Credo: LTSC und wo die pro Version, nur 1x im Jahr und da Monate nach Veröffentlichung!

  3. Karl Wester-Ebbinghaus sagt:

    Toll Uwe. Soll ich mal Aufzählen wieviele Bugs es in LTSC gibt die per Definition von LTSC nicht gefixt werden dürfen?

    Danke für den Artikel Günter.
    Folgende Probleme sind noch offen, betrifft reproduzierbar:

    1903,1909,2004. Inklusive Server Core SAC:
    – Gespiegelte Storage Spaces auf ReFS volumes, Gelöschte Dateien geben keinen Speicher frei. Wenn voll dann voll. Daten wegsichern. Volume formatieren, zurück sichern
    https://www.borncity.com/blog/2020/06/15/windows-10-2004-problem-mit-storage-spaces/

    1903,1909,2004. Inklusive Server Core SAC:
    Defragmentierung bläht Speicherpoolnutzung auf und gibt sie auf ReFS gespiegelten Volumes nicht mehr frei. Dann siehe oben. Workaround: alles Löschen Pool neu anlegen. Keine SLAB Optimierung durchführen.

    2004 (frühere nicht getestet) :
    – Gespiegelte Storage Spaces lassen kein Entfernen eines zweiten Laufwerks zu. Fehler: Zu wenig Speicherplatz.
    Technisch imho sinnlos da ja alles gespiegelt ist.
    https://techcommunity.microsoft.com/t5/windows-server-for-it-pro/windows-10-pro-2004-removing-a-disk-from-fully-mirrored-storage/td-p/1473936

    Bitte um Beachtung Storage Spaces existiert seit 2012/Win 8.0. Es ist nun seit 2004 *offiziell* die Ablösung von Dynamic Disks.
    https://docs.microsoft.com/en-us/windows/deployment/planning/windows-10-removed-features

    Insofern ist es unglaublich das die direkte Kommunikation mit Microsoft Entwicklern, ausserhalb von Insider Channeln nur Eliten möglich zu sein scheint.

    Alles im Feedback Hub seit Ewigkeiten. Keiner kümmert sich. Vielleicht mag ja Mary Foley das aufhängen, damit sie es Ernst nehmen.

    • Robert Richter sagt:

      Danke – sehr informativ. Setze Storage Spaces bis jetzt nur auf Server 2016 ein. Die Infos bewahren mich zum Glück davor, irgendwelche ‘Experimente’ mit Server 2019 zu versuchen.

      Auch gut zu wissen, dass dies alles bereits MS gemeldet wurde (bzw. MS bekannt ist), aber die Entwickler bei MS sind (im Vergleich zu früher 90er/00er Jahre) inzwischen total beratungsresistent. Habe selbst einen katastrophalen Bug im IMAP Handling von Outlook 2013/2016 (2010 hat den Bug nicht, 2019 hab ich nicht getestest, da nicht vorhanden) mehrfach MS gemeldet und mich in einigen Foren (Forenuser gaben mir recht und konnten den Bug bestätigen) mit denen gestritten. Habe dann schlichtweg aufgegeben!!

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