Vorschlag: Zusatzsteuer auf Einkommen der Angestellten im Homeoffice

Morgenkaffee schon intus? Etwas kalt vom vielen Lüften in Coronazeiten? Ich hätte da noch was, wo ihr euch vor dem Wochenende aufregen und die Köpfe heiß diskutieren könnt. Ein Makroökonom der Deutsche Bank, der in London die Folgen der Coronavirus-Pandemie analysiert, hat mit Kollegen ein 83 seitiges Strategiepapier vorgestellt.


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Das Strategiepapier Konzept # 19: What we must do to rebuild der Deutsche Bank DB-Research enthält in meinen Augen eine Reihe interessante und bedenkenswerte Ideen (habe mich aber nicht im Detail durch die 83 englischsprachigen Seiten der Analysten durchgewühlt.

Euro-Noten
(Quelle: Pexels CC0 Lizenz)

Eine Idee dürfte aber für Zündstoff sorgen: Angestellte, die im Homeoffice arbeiten dürfen, sollen eine Zusatzsteuer in Höhe von 5% für ‚ihren Vorteil‘ zahlen. In Deutschland wären das, so die Autoren, im Mittel 7,69 Euro pro Homeoffice-Tag. Die Einnahmen sollten dann als Aufstockung den unteren 12% der Angestellten, die kein Homeoffice machen können, gezahlt werden. Hab mal nachgerechnet und komme auf andere Zahlen als der Herr Makroökonom. Und auch sonst wirft die ‚Idee‘ Probleme auf. Wer noch einen Satz heißer Köpfe braucht: Hab ein paar Details drüben im 50+-Blog für Senioren und Rentner im Artikel Schnapsidee: Steuern zahlen fürs Homeoffice? untergebracht – da diskutiert es sich entspannter – da die eher nicht mehr im Homeoffice aktiv sind. Außerdem ist das hier ja ein IT-Blog, wo Steuer auf das Homeoffice eher fachfremd ist. Trotzdem schönes Wochenende.


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10 Antworten zu Vorschlag: Zusatzsteuer auf Einkommen der Angestellten im Homeoffice

  1. David sagt:

    …. trotzdem: Danke!

  2. Roman sagt:

    Schon berücksichtigt, dass durch das Homeoffice auch Kosten bei den Personen entstehen. Im seltensten Fall kommt der Arbeitgeber weder für Stromkosten noch für den Internetanschluss auf. Viele haben sich privat Bildschirme gekauft, da ein dauerhaftes Arbeiten am Laptop den sie zur verfügung gestellt bekommen haben nicht wirklich möglich ist. Einige verwenden einen eigenen Raum im Eigenheim dafür, der natürlich größerer Abnutzung unterliegt als würden sie nicht jeden Tag dort drin Arbeiten (Sessel z.B.) Auch wird mehr auf Kosten der Homeoffice-Personen zu Hause geheizt im Winter oder gekühlt im Sommer, weil sie ja sonst nicht zu Hause wären. Im Endeffekt glaube ich, dass die Kostenersparnis beim Homeworker gleich 0 ist, da den ganzen Kosten ja nur der Reiseweg entgegensteht. Die Firma selbst könnte sich hier bei den laufenden Kosten wohl eher ein wenig was einsparen. Wobei dem meist die Anschaffung mobiler Geräte entgegensteht. Kann mir also nicht erklären, wie die auf die 5% kommen wollen!!!

  3. voko sagt:

    Was für eine Schnapsidee. Auf sowas kann nur jemand von der Deutschen Bank kommen- wie war noch einmal deren Jahreseinkommen? Bis heute wusste ich noch gar nicht, das Corona auch den Geist vernebelt. Scheint aber etwas dran zu sein. 😂

    • Herr IngoW sagt:

      Zitat: „Bis heute wusste ich noch gar nicht, das Corona auch den Geist vernebelt. Scheint aber etwas dran zu sein.“
      Ist doch schon längst erwiesen das die Leute, die an dieser Seuche erkranken alle möglichen Folgeschäden haben.
      Das im Kopf nicht mehr alles rund läuft ist leider auch dabei.
      Ja OK die kommen dann wohl aus England. Ist denn schon bekannt ob dieser „Makroökonom“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Makro%C3%B6konomie), auch schon erkrankt war, der Johnson hatte es ja schon. Ach neee.. der war ja vorher schon so.

  4. Dekre sagt:

    Warum wundert mich das nicht?
    Weil diese Intelligenzbolzen schon viel schlimmere Vorschläge machten und diese wurden alle irgendwie umgesetzt.
    Da kann man auch nur sagen: „Wenn Dummheit Hirn frißt“.

    Die Deutsche Bank ist für viel Schreckliches in der Welt bekannt. Da ist es die Hausbank von Trump zu sein, noch das Geringste.

    Die Deutsche Bank ist in vielen kriminellen Geschäften mit im Boot.

    Warum mich das auch nicht wundert, weil Groß-Konzerne, das was nicht ihnen gehört schon längst machen: So meint der Nestlé-Konzern meint, dass Wasser ihnen gehört und verkauft es. So rottet es Afrika aus und natürlich auch. In Vittel (Frankreich) gibt es bald kein Grundwasser mehr. Das macht auch Coca-Cola.

    Die Luft zum Atmen gibt es so? Nein, wer das meint, denkt falsch.

  5. Erwin Meier sagt:

    Dem WEF schwebt was ganz anderes vor:

    Welcome to 2030. I own nothing, have no privacy, and life has never been better
    https://www.weforum.org/agenda/2016/11/shopping-i-can-t-really-remember-what-that-is/

    Und das wird immer wieder verlautbart.

    Der WEF war unter anderem mit dabei alle Regierungen(ausser Weissrussland?) von einer Maskenpflicht zu überzeugen.
    Es graut einem vor der Zukunft.

  6. Dat Bundesferkel sagt:

    „Ein Makroökonom der Deutsche Bank(…)“

    Ach, ist das nicht die Bank, die jedem kreditunwürdigem Unternehmer millionenschwere Darlehen gewährt (Trump, bspw) und Töchterunternehmen wie die Postbank an die Wand fährt? Völlig veraltete IT-Infrastrukturen einsetzt, mit Protokollen, die aktuelle Mitarbeiter schon gar nicht mehr kennen?

    Da habe ich aber bessere Ideen die „Schäden“ abzufedern… Inkasso-Team „Moskau“ nach Übersee schicken und den Ex-Präsidenten ersuchen, seine Verbindlichkeiten zu begleichen.

    … Zusatzsteuer für Home-Office… jetzt geht’s los…

  7. Johnripper sagt:

    Die Deutsche Bank ist international nicht mehr relevant.

  8. Thierry sagt:

    Ich war schon heute kurz vor dem Ausschalten als ich beim Lesen deines Artikels die Auge dreimal stark reiben musste, um in Unglaubwürdigkeit von dem Erzählten nicht zu verfallen. Zuerst dachte ich, waouw einen Aprilscherz im November. Und dieser Vorschlag kommt von der Verbrecherbank, die Deutsche Bank. Vielleicht steht der Klaus Schwab hinter dieser erpresserischen Idee, oder? Nein, nein, alles soll wieder gut gemacht werden, denn zum Thema Home Office habe ich heute einen Appelle an Scholz und Heil übersandt: https://human-dignity.org/steuerverguenstigung-fuer-home-office.

    • Dekre sagt:

      Richtig, fast!

      Der Herr Holznagel ist bekannt, hilft aber nicht. Es geht um das System! Ein Blick in die Geschichte der Gesetzgebung ist dringend angebracht. Dazu ist das hier der falsche Blog. Nur kurz.

      Die Ausmaße mit dem Homeoffice und deren Nichtberücksichtigung als Betriebsausgaben bzw Werbungkosten wurde aufgrund des persönlichen Betroffenheitsprinzips einiger Politiker und Beamter und bis dato schwammiger Gesetzeslage ab 1996 extrem eingeschränkt. (Bis 1995 (!!) konnte auch ein Busfahrer ein Arbeitszimmer geltend machen, hätte er einen separaten Raum (Zimmer); auf die Notwendigkeit kam es nicht an (!)-Verwaltungsanweisung(!))

      Die gegenwärtige Gesetzeslage ist derart obstrus, dass man sich das Ganze gar nicht mehr antun möchte. Ein AN mit Zuschuss vom AG zahlt nur drauf. Das Ganze hat damit komische Gestaltungen angenommen.

      Dabei ist seit Jahrzehnten (!!!!) bekannt, dass viele AN für Ihre Unternehmen im sog. „Homeoffice“ arbeiten. Das was in Deutschland mit dem „Homeoffice“ abläuft in seit „COVID-19“ hochgebauscht wird, ist ein Krampf.

      Wer nie im „HomeOffice“ gearbeitet hat mit Erprobung, kann es nicht!

      Ein Herr Heil ist zu doof dafür; reine unnnütze Klientelpolitik. Wobei mir das Klientel fehlt. Es geht schlichtweg um Geldeinnahme für Private und den Staat zustätzlich zu generieren (!)

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