Windows 10-Upgrade: Apps und Store verschwunden

[English]Ein Blog-Leser hat mich gerade auf ein Problem beim Upgrade von Windows 8.1 auf Windows 10 hingewiesen. Im Anschluss waren sowohl der Microsoft Store als auch die Apps unter Windows 10 verschwunden. Die Ursache sind wohl Roaming Profiles, die dort verwendet wurden. Hier einige Informationen dazu.


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Eine Nutzerbeobachtung

Ein Roaming Profile kann für manch böse Überraschung gut sein. Blog-Leser Michael T. hat mich die Tage per Mail kontaktiert und eine spezielle Beobachtung berichtet (danke dafür). Michael schrieb:

Guten Tag …

Ich hab Mal wieder ein tolles Feature gefunden.

Ein User hatte einen win8.1 PC. Dieser wurde gegen ein neues Modell mit win 10 (aktuelle build) getauscht.

Der User nutzt ein Roaming profile (V6).

Nach Anmeldung an den Client habe ich ihm alle Einstellungen wie im v4 gesetzt und auch alle Daten übernommen. Hat alles funktioniert. An und Abmeldungen klappt ohne temp Profil oder ähnliches.

Nur alle Windows Apps sind weg. (Rechner/Foto)…) Und der Store ebenso.

Wenn ich mich mit einem lokalen Profil anmelden sind die Apps und der Store vorhanden.

Ich habe ihm auf dem dc sein Profil gelöscht, reg gesäubert (Profilliste) und ein brandneues profil erstellen lassen.

Immer noch kein Store bzw. Apps..

Jeder Dom user mit Roaming Profil den ich anmelde hat den selben Fehler..  nur bei lokalen Profilen tritt der Fehler nicht auf..

Ist das bekannt und gibt es Tipps dazu?

Mir war nichts bekannt, aber beim Stichwort ‚Roaming Profile‘ schoss mir sofort ‚das gibt doch immer Ärger und sollte vermieden werden‘ durch den Kopf. Aber ich bin in diesem Bereich nicht unterwegs, es fehlen praktische Erfahrungen.

Die Erklärung

Ich hatte Michael diesen Forenpost aus dem MSCE-Board geschickt. Dort fehlten Startmenü-Einträge in Verbindung mit Roaming-Profilen. Und Microsoft hat diesen Artikel zu Problemen mit nicht komplett synchronisierten Roaming Profiles veröffentlicht. Beides trifft aber den obigen Fall nicht so richtig.

Ich habe dann später noch in diesem Foren-Beitrag etwas ähnliches gefunden, wo es ebenfalls Probleme mit  Apps gab. Die Erklärung ist möglicherweise von Interesse. Inzwischen hat sich Michael nochmals gemeldet, weil er in einem Forum ebenfalls eine Erklärung gefunden hat. Er schrieb mir dazu:

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Im 1. Link fehlen sämtliche installierte Programme. Das ist nicht der Fall. Alle installierten Programme wie Office 2016, Nitro PDF oder andere Sachen sind im Startmenü zu finden. Lediglich alle Apps aus dem Store inkl. Store sind verschwunden.

Hatte ich schon befürchtet, dass der Fall nicht zutrifft. Aber Michael hat noch selbst was gefunden, was dieses Verhalten erklärt. Dazu schrieb er mir:

Hab soeben einen Link gefunden [Link steht mir nicht zur Verfügung] auf dem das Problem beschrieben wird. Dort heißt es grob das bei der Einrichtung einmalig alle Apps von MS in appdata local abgelegt werden.

Und beim Roaming Profil fehlen diese dann.

Klingt plausibel und der Cache ist auch leer, keinen Einträge zu finden. Ergo kann Windows keine Apps anzeigen, die es für das Profil nicht gibt. Eine nachträgliche Installation vom Store schlägt fehl, da diese ja in den Systemordnern vorhanden ist und nicht ohne weiteres überschrieben werden kann…

Abhilfe würde eine Neuinstallation bzw. Auffrischen schaffen.

Weil ich die Schnauze mittlerweile vom der Kombi win10 + Roaming Profile voll habe, werde ich nach und nach die User auf lokale Profile umziehen. Jeder User hat sein eigenes Netzlaufwerk wo er Daten abspeichern kann. Wenn man sich nicht dran hält und nach einem PC Tausch Daten verloren sind – so nennt man das dann Lerneffekt!

Die Erklärung klingt logisch – danke an Michael für den Nachtrag. Er geht also auch von den Roaming Profiles in Windows 10 weg. Ich stelle den Fall hier im Blog ein, falls jemand auch mal in diese Falle läuft.


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11 Antworten zu Windows 10-Upgrade: Apps und Store verschwunden

  1. 1ST1 sagt:

    Wenn jemand immer am selben PC sitzt, machen Roaming-Profiles keinen Sinn. Ohnehin machen die mehr Ärger als dass sie was bringen, außer auf Terminalservern.

    Da das Roaming-Profile hier nur zur Datensicherung genutzt wurde, sollte der Kollege sich mal ansehen, wie man die Standard-Ordner Doklumente, Bilder, Downloads, Musik, usw. auf Netzlaufwerke umbiegt, das geht nämlich, und erspart einem den ganzen Stress und die langen Anmeldezeiten von Roaming-Profiles.

    • Chris sagt:

      Hallo Zusammen,

      das sehr ich ganz genauso. Bei festen Arbeitsplätzen sind Roaming-Profile sinnlos.
      Roaming-Profile machen nur Sinn bei Terminal-Server und in Umgebungen wo der User jeden Tag einen anderen Arbeitsplatz hat. Aber auch da sollte mein bei einem OS-Wechsel immer mit neuen sauberen Profilen anfangen, macht am wenigsten Streß.
      Wir haben Homelaufwerke, welche mittels GPO eingebunden werden und wo jeder Mitarbeiter seinen eignes virtuelles Laufwerk hat. Zugriff auch Homelaufwerke anderer User ist nicht möglich, um den Datenschutz einzuhalten. Den Rest haben wir mittels Ordnerumleitung auf das Homelaufwerk auch mittels GPO gemacht. User insoweit erzogen, dass alles was er nicht im Homelaufwerk speichert hat bei einem Ausfall unwiderruflich weg ist. Insbesondere bei der “ Ich speicher alles auf dem Desktop-Fraktion“.

      VG

  2. Schrägar der Heckliche sagt:

    Der Store und alle Apps weg? Cool! Geht das auch einfacher – also ohne Umweg über das Roaming-Profile? :D

    SCNR

    • 1ST1 sagt:

      Übrigens, Mausbedienung, Fenster, Registry, Assistenten, das ist Teufelszeugs, Kinderspielzeug. Richtige Männer bedienen Computer mit der Tastatur. command.com, debug,exe, PC-Tools, Sidekick, Wordstar und Multiplan mehr braucht man nicht!

      • Mira Bellenbaum sagt:

        Du meinst richtige Männer brauchen das Zeug nicht? Wird wohl stimmen, denn die nutzen nicht Windows 10 oder so, die nutzen wahrscheinlich Linux, vermute ich mal. ;)

        (War nur Spaß, weil ich ‚en Mädchen bin.)

        • 1ST1 sagt:

          Aber nur echt ohne Wayland, X, Shell, … Du weißt ja, „Linux“ ist nur der Kernel. Du hast vollkommen recht, mehr braucht man nicht!

      • Schrägar der Heckliche sagt:

        Man könnte den Blogbeitrag auch mal *komplett* lesen. Dann wäre nämlich klar, dass es sich hier um die UWP-Apps dreht. Und nicht um native Programme oder gar „Mausbedienung, Fenster, Registry“…

  3. Mira Bellenbaum sagt:

    Frage!
    Mit einem „Roaming-Profiles“ bekomme ich ein W10 so ganz ohne „Müll“?
    Wenn ja, wie geht das?

    • 1ST1 sagt:

      Installiere dir wieder Windows 3.11. Das ist „Windows Pur“.

      • Mira Bellenbaum sagt:

        Ganz ehrlich, wenn ich könnte, bzw. wenn es denn laufen würde, würde ich mir wieder XP oder aber eher Win 7 64 installieren! Was MS mit W10 bisher abgeliefert hat, ist nicht wirklich so dolle! Gängelungen ohne Ende, Daten abschnorcheln, was man als User nur minimal unterbinden kann, und dann ewig die Experimente. Kaum läuft ’ne Version (Build) einigermaßen, muss man schon wieder wechseln. Ich hätte gerne ein Windows, dass min 5 Jahre läuft.

        • Chris sagt:

          Moinsen,

          ja es ist schlimm was mittlerweile alles für ein Schrott im Installationsimage von MS für W10 enthalten ist. Aber auf der anderen Seite, wer im professionellen Umfeld kein angepaßtes W10 Enterprise Image nutzt ist dann auch selber schuld. Kann man alles im Vorfeld sauber abschalten und aus dem Image entfernen. Dann hast du ein sauberes und gut laufendes Windows 10. Idealerweise nimmst du immer die Herbst-Version, dann hast du gut 2 Jahre Update-Support oder schwenkst auf die Longtime-Versionen.

          VG

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