Google Projekt Loon eingestellt

Die Macher des Google-Projekts Loon, welches Internet über hochfliegende Ballons in entlegene Gegenden bringen sollte, wird eingestellt. Die Macher bezeichnen das Projekt aber als Erfolg.


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Loon war ein Forschungsprojekt des US-amerikanischen Unternehmens Alphabet Inc. zur Versorgung abgelegener Gegenden mit einem Internetzugang. Da der Aufwand in solchen Gebieten für ein terrestrisches Netz zu groß wäre, hält ein Gasballon solarbetriebene Relaisstationen in der Stratosphäre.

Google Projekt Loon
Ballon des Google Projekts Loon, Quelle: Goole

Das Vorhaben wurde von der firmeneigenen Google Forschungsabteilung X geleitet. Im Juli 2018 wurde Loon als eigenständiges Unternehmen aus der Forschungsabteilung ausgelagert. Die Projektverantwortlichen haben zwar eine Reihe bereitwilliger Partner auf dem Weg gefunden, um das Projekt zu unterstützen. Die Firma hat aber keinen Weg gefunden, die Kosten niedrig genug zu halten, um ein langfristiges, nachhaltiges Geschäft aufzubauen. Jetzt lese ich auf Medium die Ankündigung eines Projektverantwortlichen, dass das Projekt abgeschlossen sei und eingestellt werde.


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3 Antworten zu Google Projekt Loon eingestellt

  1. Dat Bundesferkel sagt:

    „Die Macher bezeichnen das Projekt aber als Erfolg.“
    (…)
    „Die Firma hat aber keinen Weg gefunden, die Kosten niedrig genug zu halten, um ein langfristiges, nachhaltiges Geschäft aufzubauen.“

    Merkwürdige Definition von Erfolg. Mal schauen, vielleicht erwächst aus dem „Test-Ballon“ ja doch ein ausgereiftes Endprodukt. Möglicher Einsatz könnte bspw. die hohe See sein, wo etliche Schiffe keinen wirklichen Zugang zum WehWehWeh haben. *schulterzuck*

  2. Paul sagt:

    Es wäre schon super gewesen, wenn Google Loon letztes Jahr in die Arktis zur letzten, möglichen Expedition „Mosaic“ geschickt hätten.
    Man hätte dann schon mal die Terabytes nachhause schicken können, und live-eisbären-streams wohl nicht nur in der Schiffs-Kantine zeigen können :-)

    Naja, jetzt bekommen wir ein paar zig Tausend Sateliten in den Orbit.
    Auch nicht billig, aber die haben den riesen Vorteil, das die Börsendaten zwischen London und Newyork ein paar Millisekunde schneller sind. Das rechnet sich dann eher, als ein paar Entwicklungs-staaten mit Kommunikation versorgen (und die können natürlich auf Musks Sateliten nutzen, zu reduzierten Preisen.
    (Die Börsenheinis zahlen ja das mesite)
    Klar das Google das abbläst.

    Übrigens hatten die Ballons ADR und man konnte sie mit flight24 finden.

  3. Paul sagt:

    Es ist ja wohl klar warum:
    Wenn Musk&Co die zig tausend Sateliten im ca. 500km Orbit haben, die nicht nur satt Bandbreite bieten (ohne erst mühsam in die Kriesengebiete geschippert werden müsssen), sondern -vorallem- merklich weniger Delay, (weil nun mal in Lichtleitern die Lichtgeschwindigkeit nur gut 200.000km/s beträgt, in Weltall(Vakuum) aber 300.000km/s) und da an den Börsen-Plätzen wie London und New York genug Leute sitzen, denen die paar Millisekunden viel, sehr viel Geld wert sind, wäre es doch albern mit ein paar tausend(?) der Witterung ausgesetzten Helium-Ballons etwas wuppen zu wollen. Die Börsenplätze finanzieren so zu sagen die Infrastruktur kleiner Länder. Mal ein echtes Win-Win, oder?

    Da ist Google von der besseren, grandioseren Idee überholt worden.
    Mal weder ein echtes „Think big“-

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