Youtube als PWA im Anflug

Die Google-Entwickler haben wohl damit begonnen, bei bestimmten Nutzern die Installation einer YouTube-PWA im Browser anzubieten. Zumindest legen dies einzelne Nutzermeldungen nahe.


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Auf Twitter hat ein Benutzer beispielsweise das Angebot im Browser, YouTube als App zu installieren, mit einem Screenshot dokumentiert.

YouTube als PWA

Weitere Tweets zeigen ebenfalls Installationsaufforderungen im Browser. Chrome Unboxed hat es in diesem Artikel aufgegriffen.

YouTube als PWA

Bei einigen Nutzer wird die PWA-Installationsaufforderung in der Chrome-Omnibox für die Youtube-Web-App angezeigt. Damit reagiert YouTube wohl auf den Umstand, dass keine YouTube-App verfügbar ist und stellt eine PWA bereit. Es scheint, dass diese Funktionalität bereiter ausgerollt wird. Damit kann die App im Startmenü, in der Taskleiste oder auf dem Desktop von Windows eingerichtet werden. Ich habe gerade mal nachgesehen, mir wird noch nichts zur Installation angeboten – wie sieht es bei euch aus?


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29 Antworten zu Youtube als PWA im Anflug

  1. Stephan sagt:

    Wer sich das Installiert ist selber schuld.
    Im browser kann man zumindest mit verschiedenen Plugins (FF – Ghostery / ublock) die Werbung Effektiv Blockieren.
    Oder man Verwendet einfach alternative Werbefreie Youtube Links.

  2. Dat Bundesferkel sagt:

    „(…) wie sieht es bei euch aus?“

    Erfreulicherweise noch keinerlei Angebote dieser Art. Wenn ich mir ansehe, wie viele hundert(!) Verbindungen von Pi-hole und uBlock abgefangen werden, weil man sich ein Video ansieht, bin ich auch nicht traurig drum.

    Selbst auf dem Smartphone habe ich die YT-App verbannt, weil man der Werbung dort – trotz Filterung – kaum Herr werden kann. Da gibt es Formate, wo alle 2 Minuten Werbung eingespielt wird und man am liebsten das ganze Gerät an die Wand werfen möchte, inkl. dem Erstellen eines hochpräzisen Nutzungsprofils. Auch hier nutze ich nur den Browser im Desktop-Modus.

    Sollte Google auf die glorreiche Idee kommen, das Browser-Angebot einzustampfen und durch solch einen Tinnef zu ersetzen, werden von meiner Seite aus viele hundert IP-Adressen des Alphabet-Konzerns gesperrt.

  3. 1ST1 sagt:

    Sinnvoller wäre ja mal auf Youtube eine Altersklassifizierung für die ganzen Videos für angemeldete Kinder, wenn möglichst mit möglichst genauer Alterseinstufung. Meldet sich ein Kind im Browser mit seinem Google-Kinderaccount an, so wird Youtube ganz gesperrt und auf die Youtube-Kids App verweisen, die es aber für PCs nicht gibt, sondern nur auf Smartphone.

    Mit dem momentanen Homeschooling ist das echt ein Problem, ich kann den Kids Youtube auf dem PC nicht sperren (könnte ich über den Kinderaccount von Micrsoft in dem ich die Webseite(n) blackliste), denn auch die Lehrer verwenden Youtubevideos, und zwar sowohl in der Grundschule als auch im Gymnasium. Somit können sich die Kinder ungehindert auf dem PC in Youtube jeden Dreck ansehen.

    • Xaver Fischer sagt:

      Wenn sie wüssten was auf twitter jedes Kind sehen kann.Hardcore BDSM Pornos etc-ohne Anmeldung!

      • 1ST1 sagt:

        Twitter ist per Microsoft-Account gesperrt, Facebook auch. Und diverses andere auch, und der Edge-Browser, genau wie der Appstore auch, berücksichtigt die Altersbeschränkungen.

    • Steter Tropfen sagt:

      Tja, da haben dann aber die Lehrer bzw. deren Dienstherr versagt. Youtubes Video-Vorschläge machen schon mir regelmäßig eine Gänsehaut: Man ruft ein harmloses Ratgeberfilmchen auf, und im Anschluss wird automatisch irgendein Verschwörungs-Guru geladen. Definitiv nicht als Lehrmedium geeignet!

      Zu meiner Schulzeit begann jeder Unterrichtsfilm mit dem Logo „FWU – Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht“. Das war zertifiziert und mit Altersvorgabe zugelassen, was anderes durften die Lehrkräfte gar nicht in den Super-8-Projektor spannen. Mag vielleicht allzu kleinkariert gewesen sein, aber das jetzige „Macht doch, was ihr wollt“ ist schlicht ein Beispiel für die eklantanten Mängel in der Medienkompetenz der Lehrer.
      Es zählt eben nicht nur „Kommt flott rüber und war leicht zu googeln.“

  4. Zocker sagt:

    „wie sieht es bei euch aus?“

    Da stellt sich mir erst einmal die frage, ob man dazu zwingend Chrome braucht oder auch Chromium basierte Browser oder gar Firefox reichen. Ich habe nichts deratiges angeboten bekommen und möchte es auch gar nicht. Ohne Adblocker kann man YT nicht vernünftig nutzen. Außerdem möchte ich, dass Cookies und Co regelmäßig gelöscht werden. K.A. ob das bei PWA möglich ist.
    Für Android kann ich NewPipe empfehlen. Ohne Schnickschnack und ohne Werbung.

  5. Ralf S. sagt:

    Habe den Mist vor einigen Tagen im Firefox tatsächlich auch (gleich nach der Anmeldung und bisher 1 x) angezeigt bekommen – und sofort absolut genervt gleich wieder weggeklickt! Ständig ne neue unnötige Sau, die durchs virtuelle Dorf getrieben wird…

  6. Chris sagt:

    „Wer sich das Installiert ist selber schuld.“
    „Sollte Google auf die glorreiche Idee kommen, das Browser-Angebot einzustampfen und durch solch einen Tinnef zu ersetzen“

    Hätten sie es mal lieber TGW oder ABC genannt. Aber egal was es ist, wenn es von YouTube kommt ist es per Definition böse. Dabei ist eine PWA nichts anderes als eine Webseite (nein, kein Witz). Was eine PWA von einer „klassischen“ Webseite unterscheidet, ist das Mitsenden eine Manifestdatei, die dem Browser sagt „Man kann mich installieren“. Und was wird da so installiert? Ein Link zur Webseite!
    Das ist gerade bei Mobilgeräten eher sinvoll, als auf dem Desktop. PWAs können auch als Vollbild angezeigt werden, und somit äußerlich nicht von nativen Apps zu unterscheiden. Da diese aber immer noch im Browser laufen, greifen auch alle Einstellungen und Erweiterungen.

    Es gibt noch diverse andere technische Merkmale einer PWA, aber am Grundprinzip ändert sich nichts. Die Installationsaufforderung wird noch das auffälligste Merkmal einer PWA sein, aber das dürfte sich, so wie die Cookie-Banner, auch langfristig lösen lassen.

    • Dat Bundesferkel sagt:

      Vielleicht solltest Du mal mehr, als die ersten drei Worte eines Kommentares lesen. Ich mag es nicht, wenn man Auszüge von mir verwendet, und sie als völlig sinnfreies bashing denunziert.

      Um Deinen grauen Zellen etwas auf die Sprünge zu helfen:

      YouTube App = hunderte von Verbindungen, die nicht ohne Weiteres geblockt werden können.
      YouTube Browser = hunderte von Verbindungen, die man durchaus blockieren kann.

      Und nun darfst Du einmal raten, was PWA da versucht einem unterzubeln.

      * Bevor der nächste Erguss kommt: Die Verbindungen, die aufgebaut werden, dienen in erster Linie dazu Daten zu sammeln. Massenhaft. Äußerst detailliert.

      • Stephan sagt:

        Er hat ja auch von mit einen text Zitiert ohne den Sinn zu verstehen.

        Ich habe extra erwähnt, das man die Werbung im Browser Effektiv Blocken kann.
        Mit einem Extra Youtube Programm wird das Vermutlich nicht mehr Funktionieren.

        Aber, wenn man etwas nicht Verstehn möchte, das kann man nichts daran ändern.

        • Chris sagt:

          @Stephan
          Das ist der Punkt, den du nicht an der PWA verstanden hast und ich versucht habe aufzuklären: Es gibt keinen Unterschied zw. der PWA und dem Browser in dieser Hinsicht. Klar kannst du Werbung weiterhin blocken, wenn du es über die App startest. Es könnte höchstens sein, dass die App im Vollbildmodus läuft, wo du nicht an die Einstellungen zum blocken kommst. Die musst du halt vorher einrichten. Oder das Angebot der PWA einfach ablehnen.

          • Stephan sagt:

            Du scheinst das Problem nicht ganz zu verstehen.

            Wie soll ein Werbeblocker om FireFox wie z.b. Ghostery oder uBlock werbung Blockieren,
            die nicht im Browser sondern in einem anderen Programm Angezeigt wird ?

            Dafür bräuchte es einen Systemweiten Werbeblocker wie z.b. ein PiHole.
            Welcher mit mehraufwand Verbunden ist.

            Deine Ausführung über die PWA bringt gar nichts und dieses programm sollte man sich nicht Installieren,
            da Google einem dann nur mehr Werbung aufdrückt, die man Nicht Blockieren kann.

          • Chris sagt:

            Ich habe jetzt auch den Selbstersuch gemacht: Youtube-Seite über Chrome geöffnet und es wurde mir ein „+“ als Installationssysbol angezeigt (eine große Meldung wie im Artikel kam nicht). Also installiert und dann auf dem Desktop und im Startmenü die App „Yoututbe“ gefunden. Unter Apps&Fetaures ist diese komischerweise nicht gelistet, ließe sich aber über das Startmenü per Rechtsklick deinstallieren (oder in der „App“ selbst).

            Wenn ich jetzt „Youtube“ starte, könnte man tatsächlich meinen, es wäre eine eigenständige App, komischerweise taucht im Taskmanager nur „Google Chrome“ und nicht „Youtube“ auf. Schließe ich „Youtube“ ist „Google Chrome“ auch plötzlich weg. Wenn ich „Google Chrome“ im Taskmanager abschieße, ist „Youtube“ plötzlich weg. Sehr seltsam.

            Wieder Chrome gestartet und AdBlock Plus installiert. Dann wieder „Youtube“ gestartet und plötzlich kommt vor den Viedos keine Werbung mehr?! Bestimmt Zufall.

            Egal, da ich ja jetzt die Eingeständige App „Youtube“ habe, brauche ich Chrome nicht mehr, also schnell deinstallieren. Dann „Youtube“ starten und ‚Das Element „chrome_proxy.exe“, auf das sich die Verknüpfung bezieht, wurde verändert oder verschoben. Soll die Verknüpfung gelöscht werden?“. Ups.

            Damit ist ja wohl eindeutig der Beweis erbracht, dass die „Youtube“-PWA eine eigenständige App ist, die mit Browser und Webseite nichts zu tun hat und wir können die Diskussion nun beenden. Oder habe ich da etwa einen Denkfehler?

            PS: „Dafür bräuchte es einen Systemweiten Werbeblocker wie z.b. ein PiHole“
            Nein, Dat Bundesferkel hat ja schon gezeigt, dass auch ein Pi-hole die PWA-Verbindungen nicht blocken kann (das habe ich aber selbst noch nicht nachgetestet).

      • Chris sagt:

        @Dat Bundesferkel: Vielleicht solltest du mal den Artikel lesen. Da geht es um nicht um die Android/IOS App sondern dass der Browser eine PWA-Installation anbietet, die sich effektiv nicht vom dem, was schon im Browser ist, unterscheidet. Ich habe auch nie behauptet, dass diese etwas anderes als der Browser macht oder das plötzlich gar keine Daten mehr gesammelt werden. Ich habe deinen Text so verstanden, dass du meintest, YouTube hätte ein neues Tool um NOCH mehr Daten zu sammeln, was so nicht korrekt ist.

        • Dat Bundesferkel sagt:

          Nochmal: Was denkst Du, was PWA bedeutet? Ja, die Installation wird innerhalb eins Browsers angeboten. Das war aber auch schon die einzige Gemeinsamkeit.

          Das Paket, die Funktionsweise und der Leistungsumfang entsprechen so ziemlich dem, was man unter App versteht – inklusive des zu erwartenden, nicht ohne weiteres zu unterbindenden Verkehrs.

          https://de.wikipedia.org/wiki/Progressive_Web_App

          Zusätzlich zu meinen Bedenken:

          „Push Notifications sind ebenfalls von nativen Apps bekannt. Betreiber der Progressive Web App können Nutzer damit beispielsweise auf Aktionen, Rabatte oder Events aufmerksam machen und so die Interaktionsrate steigern.“
          „PWAs bieten ebenfalls die Möglichkeit, verschiedene native Funktionen zu implementieren. Es kann auf Sensorikdaten und Kameras zugegriffen werden oder Pushnotifications erstellt werden.“

          Wer, der bei klarem Verstand ist, will sowas?

          • Chris sagt:

            Ok, jetzt verstehe ich das Problem. Dir geht es gar nicht um die Installation (und deren Hinweis im Browser), sondern um die PWA an sich. Ja, eine PWA kann all das (auch ohne dass du sie als PWA explizit installierst), aber der Browser wird dich vorher immer nach einer Genehmigung fragen. Genau so, wie auf Android/iOS auch. Quasi ein Opt-In.

          • Dat Bundesferkel sagt:

            Lieber Chris, nein, der Browser wird mich vorab nicht fragen, ob die PWA mal eben 100+ Verbindungen aufbauen kann, wenn ich auf YT ein Video ansehe… und ich werde es aufgrund der Funktionsweise einer PWA auch nicht mittels uBlock Origin oder Pi-hole unterbinden können (was auch bei der YouTube-App nicht funktioniert).

          • Jochen S. sagt:

            Ich habe mir YouTube gerade in MS edge als PWA installiert. In der PWA funktionieren alle Erweiterungen, also auch uBlock. Warum schreibt ihr hier sofort etwas schlecht was ihr noch nict ausprobiert habt?

          • Chris sagt:

            Jetzt würde mich mal interessieren, was an einer PWA so fundamental anders sein soll, dass die angeblich auch einen Pi-hole umgeht (und die Browser Addons).

          • Dat Bundesferkel sagt:

            Och Leute, ist das jetzt ein „ich will das nicht begreifen, weil es nicht in mein Weltbild paßt!“

            Probiert es doch einfach aus. Aber bitte nicht nur schreiben, „ich habe die PWA verwendet und da ist nix anders“ – das ist nämlich definitiv gelogen und auf der Basis erzielt man keine Ergebnisse.

            Und einen Pi-hole umgeht man mit Leichtigkeit: Direkte Aufrufe via IP-Adresse. Pi-hole blockiert nur DNS-Anfragen.
            Im Browser kann man das wunderbar mit uBlock Origin kombinieren. Die App dreht da ihre eigenen Dinger per Direktzugriff. Einfach mal ausprobieren und mittels Wireshark verfolgen.

  7. woodpeaker sagt:

    Und dann dürfen wir uns noch bei den Schulen bedanken, die uns für unsere Kinder „sogenannte“ Lernvideos bei YT aufs Auge drücken und zwar zwingend.

    Nachdem sich unsere Lehrer ein totes Rennen mit Regenwürmern liefern, was den Wissensstand im digitalen Bereich betrifft, kann man sich ausmalen wie das zu beherrschen ist.

    Alleine schon die Datenschutzeinwilligung bei YT erzeugt bei mir maximalen Brechreiz.
    Habe dafür extra ein Inselsystem eingerichtet, das nur für YT benutzt wird und nichts weiter und alle persönlichen Daten darauf nur Fake sind.

    • Dekre sagt:

      Na endlich kommt das Thema mal.

      Es kann nicht sein, dass die sog. „öffentliche Hand“ (einschließlich ARD und alle Anstalten der ARD , vor allem DeutschlandRadio), insbesondere die Bundesministerien auf YOUTUBE setzten.

      Das ist ein Skandal.
      Was machen die Datenschutz-Wächter? NICHTS. Wa macht die Staatsanwaltschaft? NICHTS. Alle müssen von Amts wegen ermitteln. Das machen diese aber nicht.

      • Dat Bundesferkel sagt:

        Bei den ÖR… wir sind irgendwie in einer Zwickmühle. Sie bieten durchaus auch Content auf eigenen Präsenzen an, aber… die Nachfrage ist verschwindend gering.
        Der Großteil der Zuschauer will bekannte Plattformen wie YouTube oder Twitch nutzen. Was willst Du da als Anbieter machen?
        Klar, man könnte den eigenen Content von den werbefinanzierten, datensammelnden Plattformen fernhalten, aber damit schafft man eine ziemlich große Barriere.

        Und mal Hand auf’s Herz: Wir haben schon genug Querdenken und QAnons in diesem Lande, die Bildung darf nicht noch weiter absacken… wenn die Schulen das schon nicht auf die Kette bekommen, muß man vereinzelt in den sauren Apfel beissen.

        • woodpeaker sagt:

          Ich lege meine Hand aufs Herz und widerspreche dir,
          weil genau mit dieser Einstellung erzeugen wir noch mehr Dummheit, da wir die Schulen mal deutlich an ihren Lehrauftrag errinnern sollten.
          Da ich ein Geradeausdenker bin nehme ich mir auch die Freiheit unbequeme Sachen anzupacken.
          Genau diese Einstellung mit den sauren Äpfeln erzeugt noch mehr Probleme und das merkt man in den Schulen als erstes.
          Wie die heutige Jugend die Zukunft auf die Reihe bekommen soll ist mir mehr als ein großes Rätsel.
          Die elementaren Grundkenntnisse sind ja nicht mal mehr ansatzweise vorhanden.
          Da gebe ich aber den Kindern nicht die Schuld, sondern denen die sie unterrichten und so nehme ich genau diese bonierten Schlauköpfe wegen ihrem Nichtwissens in die Pflicht.
          Die Herrschaften nagen ja nicht am Hungertuch, aber wenn wir nichts besseres haben um unser wichtigstes Gut für die Zukunft besser vorzubereiten, dann.., ja dann kommen solche Sachen wie Q Anon und Querdenker raus und diese Seuche der Dummheit nimmt zu!

        • Steter Tropfen sagt:

          „Der Großteil der Zuschauer will bekannte Plattformen wie YouTube oder Twitch nutzen. Was willst Du da als Anbieter machen?“

          Als allererstes mal ein brauchbares Bedienkonzept für die Mediatheken erstellen.
          Die schauen nämlich bei jedem Sender anders aus und unterscheiden sich sogar bei ein und demselben Sender je nachdem, über welche Seite man nach dem Video gesucht hat. Gut bedienbar ist nichts davon: Riesige Bildkacheln mit inhaltslosen Bildschnipseln. Text, der vor solchem Hintergrund kaum lesbar ist. Das ist offenbar der Tobeplatz für hyperkreative Webdesigner, die man sonst nirgends brauchen konnte.
          Ich nutze MediathekView als unabhängige, klar strukturierte Suchmaschine – und kriege mit, wie die Sender denen immer wieder Knüppel zwischen die Beine werfen, statt froh zu sein über diese universelle Schnittstelle zu ihrem Angebot.

          • Dat Bundesferkel sagt:

            Ich stimme Dir zu, die Bedienung ist ein Grauen, aber…

            Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und oftmals doof. Und einfach stinkefaul.

            Linsen wir doch mal zum Bereich Messenger – für uns etwas Älteren ist es kein Problem, sich irgendwo mit einer Mail-Adresse und Paßwort zu registrieren.
            XMPP-Protokoll, gerne mit Conversations / ChatSecure oder Gajim – versuch‘ das mal der Generation WhatsApp bei zu bringen.

            Weißt Du, was ich neben dem berühmten „da ist ja fast keiner“ ständig zu hören bekomme? „Das ist mir zu kompliziert!“. Richtig. Das einmalige und systemübergreifende Registrieren mit einer E-Mail-Adresse nebst Paßwort, die man auf jeder Plattform unproblematisch inkl. OMEMO nutzen kann, ist zu kompliziert.
            Es ist aber voll ok, WA an eine Mobilnummer zu koppeln, diese nach Vertragswechsel nicht freizugeben, damit der neue Nummernteilnehmer ständig von den „alten Bekannten“ angerufen wird, was mit dem WhatsApp los sei… (so mir widerfahren – immerhin hatte der Vorbesitzer einen ganzen Harem am Start).

            Aber Du ahnst, worauf ich hinaus will? Bei vielen Leuten haben sich YouTube und Twitch nun einmal als Quasi-Standard etabliert. Die nächste Generation wird wieder was neues haben.
            Die Seiten des ÖR sind uncool, da wird nichts mehr passieren, völlig gleich, wieviel Gelder und Energie da reingesteckt werden.

  8. Buc sagt:

    Mir wurde das auf FF auch angeboten. Weggeklickt. „lasst mich in Ruhe“
    Keinen Gedanken verschwendet. Der Ärger kommt, wenn es denn verpflichtend wird.
    Mich nervt zunehmend, dass ich mich dauernd anmelden soll und das Video diese Botschaft erst nach dem Start anzeigt um dann zu unterbrechen. Wahrscheinlich bin ich bei denen auf der Blacklist: Ohne Anmeldung mit AdBlocker. Wo sollen die Milliarden für die Weltherrschaft da noch herkommen. Die müssen wir wenigstens ärgern, denkt sich da wohl wer.

    Zu den Schulen: Nach meinem Wissensstand ist es ohne weiteres möglich auch einzelne Youtube-Videos auf einer Webseite einzubinden und die Vorschläge am Ende abzuschalten. Müsste man halt so eine Plattform haben auf der der Lehrer den Link einbinden könnte. Hat er leider aber nicht. Egal. Sollen doch die Eltern sehen, wie sie unangemessenes sperren. Corona + IT-Rückstand. Dumm gelaufen. Macht nix. Die Finanzämter sind arbeitsfähig. Wer braucht da Kultur oder Bildung wenn der Konsum sichergestellt ist…
    Aber jetzt hör ich auf. Nur eins noch: Bei Alphabet & Co. hilft bald nur noch „Hubschraubereinsatz“ (Foyer des Arts –> duckducken)
    Edit: 1982… Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=2pAr1IMiP6A

    Buc

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