Das "Bildungspaket" von Deutscher Telekom und Microsoft

Die Deutsche Telekom und Microsoft haben sich zusammen getan, um ein „Bildungspaket“ für das digitale Home-Schooling zu schnüren. Ich habe mir mal die tollen Presseverlautbarungen genauer angeschaut und das Ganze um einige Gedanken ergänzt. Aber gleich eine Warnung: Wer Microsoft, Microsoft über alles lebt, sollte es besser nicht lesen – ist nicht gut für euren Blutdruck ;-).


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Deutschlands Kultusministerien tun sich erkennbar schwer, ein effizientes Home-Schooling auf die Beine zu stellen, bei dem alle Schüler geeignete und vor allem effiziente Lösungen angeboten bekommen, um während der Coronavirus-Pandemie zuhause beschult zu werden. Da sind natürlich pragmatische Lösungen willkommen. Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt – und zum Wochenende hatten wir ja bereits eine veritable Diskussion zum Blog-Beitrag Ärger um Microsoft 365 an Schulen in Baden-Württemberg. Ich hatte die Diskussion laufen lassen, um mir ein Meinungsbild zu verschaffen. Jetzt kommt die nächste Stufe, die ich mal ein wenig kritisch abgeklopft habe.

Das „Bildungspaket“

Nun bin ich gestern bei Martin Geuß auf den Hinweis zum ‚Bildungspaket‘ von Deutsche Telekom und Microsoft gestoßen, und habe mir das Ganze mal etwas genauer angeschaut. Laut Pressemitteilung ist das „umfangreiche digitale Bildungspaket für Schulen“ sowohl für den Einsatz im Präsenzunterricht genauso geeignet, wie für Distanz- oder Wechselunterricht (Hybrid-Unterricht). Die Idee ist, dass sowohl Lehrer als auch Schüler gemeinsam arbeiten können, unabhängig von einer Präsenz im Klassenzimmer oder von zu Hause.

Das Paket umfasst die Bereitstellung von Laptops oder Tablets und Lizenzen für Office 365. Der Service für den unkomplizierten Einsatz im digitalen Schul-Alltag ist, laut Telekom, ebenfalls enthalten. Ein Team von Microsoft-zertifizierten Experten der Telekom soll den Service übernehmen und beim Einrichten der Geräte unterstützen. Schulen können das Paket kostenlos und unverbindlich testen. Ergänzend bietet die Telekom eine Option für die schnelle Internet-Anbindung. Klingt für den Beobachter nicht schlecht, tolle Sache, wird mancher denken. Die Telekom tut was …

Natürlich darf auch Prosa nicht fehlen, Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland, meint dazu: Wir möchten besonders den schulischen Bereich digital unterstützen. Mit dem Ziel von modernem mediengestütztem Unterricht durch vernetztes, zeit- und raumunabhängiges Lernen. Zusammen mit unserem Partner Microsoft stellen wir den Schulen ein Gesamtpaket für den Unterricht in virtuellen Klassenzimmern und hybriden Unterricht bereit. So können sich Schulen und Lehrer:innen darauf konzentrieren, unsere Kinder fit für die Welt von morgen zu machen.

Nun ja, die Telekom ist kein Sozialverein und hat eher die Umsätze als Microsoft Gold-Partner als altruistische Motive im Sinn. In der Pressemitteilung wird dann auch sofort Microsoft Teams ist ein digitaler Hub für Zusammenarbeit erwähnt. Im Paket soll wohl Microsoft Teams for Education verwendet werden. Die Plattform wurde speziell an die Bedürfnisse von Bildungseinrichtungen angepasst, wird behauptet. Lehrkräfte können mit ihren Schülern interagieren. Sie können Video-Konferenzen aufsetzen, chatten, in Kleingruppen lernen oder gemeinsam an Dokumenten arbeiten. Auch die Vergabe von Aufgaben durch die Lehrkräfte sei möglich, so die Telekom. Und dann heißt es noch: Die Telekom bietet ein umfassendes Workshop- und Beratungsangebot an. Bestandteil dieses Angebotes ist, wie die Nutzung der Microsoft-Lösungen DSGVO-konform eingesetzt werden kann.

Das ist erst einmal ein guter Ansatz, speziell wenn man liest, dass Schulen das Paket kostenlos und unverbindlich testen können. Nur bei der vollmundig gepriesenen Nutzung der Microsoft-Lösungen, die DSGVO-konform eingesetzt werden können, hat es bei mir doch ein wenig gezuckt. Mein Kenntnisstand ist schlicht, dass die Deutsche Datenschutzkonferenz definitiv festgestellt hat, dass Microsoft Office 365 nicht datenschutzkonform eingesetzt werden kann. Und Berlins Datenschützerin liegt mit Microsoft im Clinch, weil Teams ebenfalls nicht datenschutzkonform eingesetzt werden kann (Zoom & Teams nicht DSGVO-konform einsetzbar).

Auf Feinheiten, wie Teams mit dem Electron-Framework zusammen gestoppelt wird, gehe ich nicht mehr ein, wären zu viele unnötige Details. Bei Interesse, einfach die folgenden Artikel durchgehen: Teams Speicherort für Compliance-Aufzeichnungen geändert, brickt Scripte, MS-Teams: Bei Windows Server auf virtuellen Speicher achten – oder nach Teams, kombiniert mit ‚Speicher‘ oder ‚Sicherheit‘  hier im Blog suchen und staunen.

Es kann ja sein, dass das alles am „Endes des Tages“ von klugen Leuten politisch weg diskutiert werden kann. Aber ich drücke es mal so aus: Wenn ich mir ein Auto kaufen wollte und der Hersteller in den letzten Jahren die letzten Gurken produziert hat, die ständig Ärger bereitete haben, warum sollte ich dann mit heißem Herzen und ganz viel Zutrauen plötzlich auf das neueste Angebot hüpfen? Ich habe mir daher dann mal diese Telekom-Seite mit den Details zu New Work mit den Tools von Microsoft Office 365 – Outlook, Teams, OneDrive & Co. angesehen. Die Telekom wirbt damit, dass das „Angebot“ die Anforderungen des DigitalPakts erfülle. Interessant ist folgende Aussage:

Mit dem „DigitalPakt Schule“ und der Ergänzung „Sofortprogramm Endgeräte“ stehen aktuell bundesweit über 5,5 Mrd. € an Fördermitteln zur Verfügung, die bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind. Mit Microsoft haben wir einen Partner an der Hand, mit dem wir individuelle all-inklusive Pakete für Schulen anbieten können, die auf die Anforderungen des Förderprogramms abgestimmt sind.

Da sind also prall gefüllte Töpfe, an die man heran will – auch das ist legitim, wenn eine sinnvolle und ausgewogene Lösung dabei heraus kommt. Zudem gab es in der Diskussion zum Blog-Beitrag Ärger um Microsoft 365 an Schulen in Baden-Württemberg den Hinweis, dass eine pragmatische Lösung für sofort gebraucht werde. Man könne ja dann eine Langfrist-Strategie zur Ablösung der Abhängigkeiten verfolgen. Bin ich sofort dabei, hatte aber bereits im Blog-Beitrag darauf hingewiesen, dass die „Katze mit der Sofortlösung im Sack sei“, weil dann der Leidensdruck weg ist und man da auf diesem Ast irgendwo vor sich hin werkelt.


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Schulpakete der Telekom
(Schulpakete der Telekom)

Als ich mir dann mal die Pakete, die Microsoft und Telekom geschnürt haben, angesehen habe, ist mir dann doch die Spucke weg geblieben. Im Paket S wird doch allen Ernstes Windows 10 und Office 365 A1 (Online) mit drei ‚hochwertigen Laptops für Lehrer und 30 Schüler-Tablets kombiniert. Bei größeren Paketen kommt dann ein Office 365, welches auch ein offline Arbeiten zulässt. In den Hochglanz-Verlautbarungen wird nicht angegeben, um welche Hardware es sich handelt. Der Schluss liegt nahe, dass es sich um Microsofts Surface-Tablet PCs handelt (auf Apples iPads läuft ja kein Windows 10). Martin Geuß schreibt in seinem Artikel explizit von Surfaces. Auf der Inbetriebnahmeseite (gelöscht) wird dann mit Plattformen & Cloud-Betrieb geworben – wobei ich fairerweise erwähne, dass auch Ciscos Webex für Schulen als Kommunikationslösung erwähnt wird (obwohl es auch mit Webex m.W. keine datenschutzkonforme Lösung gibt).

Monopol: Ich habe einen Hammer, wo ich das Problem?

Man kann sich jetzt zurück lehnen und sagen: Ok, mit der Telekom haben wir Experten, die das zum Laufen bekommen, und es gibt eine funktionierende Lösung von Microsoft. Geschenkt, da würde ich ja sogar mitgehen, wenn mir das Ganze stimmig vorkommt. Als erstes stört, dass auf der Webseite der Telekom wenig konkretes zur Hardware steht, aber sofort die Info ‚So beantragen Sie Fördermittel aus dem DigitalPakt‘ kommt.

'So beantragen Sie Fördermittel aus dem DigitalPakt'

Es geht also gezielt darum, über willige Schulleitungen Kohle aus dem DigitalPakt abzugreifen. Dafür werden dann Cloud-Lösungen, stationäre Geräte (digitale Whiteboards, Bildschirme und mobile Endgeräte) in die Schulen gekippt. Die Telekom wirbt damit ‚Microsoft Gold Partner‘ zu sein, hat also ihre Neutralität bereits an diesem Punkt abgegeben – es geht um Kohle abgreifen. 

Aber wir waren bei einer pragmatischen Lösung die funktioniert, dafür tun wir doch alles. Problem ist der Ansatz ‚Ich habe einen Hammer, gebt mir ein Problem, das ich lösen kann‘ – und so kommt der Hammer vom Einschlagen eines Nagels in die Wand über die Reparatur einer Taschenuhr bis zum Abdichten von Abflussrohren als vermeintliche Universallösung zum Einsatz. Genau so stellt sich mir das „Bildungspaket“ von Telekom und Microsoft dar.

  • Microsoft hat ja mit Windows 10 und Office 365 erkennbar die Lösung mit dem fettesten ‚Footprint‘ in Sachen Ressourcenverbrauch am Start. Ohne jetzt den Chromebooks das Wort reden zu wollen, aber da liegen Welten zwischen den Hardware-Anforderungen. Plastisch ausgedrückt: Wir holen uns den SUV, um um die Ecke zur Brötchen holen zu fahren.
  • Microsoft hat bezüglich Hardware nur überteuerte Surface-Tablets im Portfolio, die nun unter dem Fähnchen Corona und digitale Schule, staatlich finanziert in die Hände von Schulen und Schülern gekippt werden sollen.
  • Ich mag etwas aus der Zeit gefallen sein, aber nach meinen Beobachtungen haben sich Tablets irgendwie in den letzten Jahren (aus ergonomischen Gründen) nicht durchgesetzt (es waren ja mal gigantische Umsatzzahlen prognostiziert, die dann vaporisiert wurden). Die Leute nutzen bestenfalls Notebooks mit Tastatur. Nur wenn man iPads oder Surfaces losschlagen muss, kommt plötzlich ‚Tablet PCs als Nonplus-Ultra‘ ins Gespräch  – ich mag mich aber täuschen. Microsoft kann zwar seine Surfaces mit Anclip-Tastaturen ausstatten, aber eine technische und haptischen Katastrophe allererster Güte.
  • Sowohl das Surface Hub als digitales Whiteboard (MS Teams: Bug verhindert Whiteboard-Nutzung in Europa) als auch die überteuerten Surface-Modelle fallen hier im Blog durch Bugs (in Windows oder der hardwarenahen Firmware) sowie Probleme wie blähende Akkus (Blähende Akkus bei Microsoft Surfaces und die Firmware), reißende Bildschirme (Microsoft tauscht Surface Pro 4 mit Display-Problemen) etc. auf. Zudem erhalten die Surfaces regelmäßig bei den iFixit-Teardowns die miesesten Bewertungen in Punkto Reparierbarkeit (iFixit: Surface Pro (2017)/Surface Laptop im Teardown – unreparierbar, iFixIt Teardown des Microsoft Surface Book 2).

Wenn mir ein Surface MVP schreibt: Ich werde, nach meinen Erfahrungen, nie wieder ein Surface kaufen, ist das schon mehr als Abstimmung mit den Füßen. Ziehe ich da einen Strich unter dieses Bild und spiegele ich das an obigem Angebot, bleibt nur: Da will ein Microsoft Gold Partner Kasse machen und sieht in Schulen, die in ihrer Corona-Not nach jedem Strohhalm greifen, ein leichtes Opfer. Von einer pragmatischen, an den Interessen der Schulen und der Schüler ausgerichteten Lösung kann ich persönlich wenig erkennen. Da wird nur unter dem Motto ‚ist ja fremdes Geld‘ auf Teufel komm raus agiert. Und in drei Jahren wirft man die gesamte Lösung frustriert auf den Elektroschrott, wenn die Geräte wirklich solange halten. Ist ja in Ordnung, aber benennen sollte man es schon dürfen.

Ein Imho

Ich habe jetzt bewusst sehr spitz gezeichnet. Aber der obige Fall zeigt mal wieder, wohin Monopole führen. Und wenn ich dann die heißen Pro-Microsoft-Kommentare zum Blog-Beitrag Ärger um Microsoft 365 an Schulen in Baden-Württemberg lese, sorry, ich kann mir nicht helfen, geht mir schon „Sockenpuppen von Microsoft“ und der Spruch der Erkenntnis von uns bayrischem Eddi Stoiber „nur die dümmsten Kälber, wählen ihre Metzger selber“ durch den Kopf. Ich weiß, es ist unfaire Dialektik – aber wir liegen bei einem Microsoft Windows-Monopol von um die 90% auf dem Desktop und einer Office-Monokultur. Jeder rational denkende Mensch sollte zum Schluss kommen, dass das nicht gut ist.

Es kann sein, dass am Ende des Tages „geht leider in diesem Fall nicht anders“ unter einer Analyse steht. Ich bin ja bereit, den Ansatz „wir brauchen sofort eine pragmatische Lösung'“ein Stück mitzugehen und um Kompromisse zu ringen, wenn, ja wenn ein Masterplan vorliegt, der genau die Schritte spezifiziert, wo wir in 3, 5, oder 10 Jahren in länderübergreifender Lösung, die Hersteller-unabhängig und Open Source  aufgestellt ist, stehen möchten. Und wenn eine nachvollziehbare Lösung „wir nehmen die Hardware xyz, weil – und die Software Windows plus die On-Premise Office-Lösung abc sowie die schulspezifischen Ergänzungen definiert wird! kann man da sicher diskutieren und sagen „ok, den Kompromiss müssen wir jetzt machen“ (einem Kaiser ohne Kleider kannst Du halt nicht in die Tasche greifen, aber man sollte dran arbeiten, die Kaiser Kleider zu verschaffen, um es bildlich auszudrucken). Leider kann ich davon nichts auf weiter Flur erkennen, es wird gewurschtelt und dümmlich mit ‚da betreibt wieder jemand Bashing‘ gegen Kritik argumentiert. So, ich habe jetzt ins Feuer geblasen – und es darf kommentiert werden.


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48 Antworten zu Das "Bildungspaket" von Deutscher Telekom und Microsoft

  1. Alexander Meckelein sagt:

    Danke Hr. Born,

    selten so klare und weise Worte gelesen. Ohne einen Masterplan geht es einfach nicht. Wenn aber alle Entscheider immer nur bis zur nächsten Wahl denken, kommt halt das dabei heraus wo wir gerade stehen. Eine Abhängigkeit von einem oder zwei großen Herstellern und das ganze grundsätzliche Wissen fehlt einfach.

    Wie schön wäre diese Gegenwart, wenn die Leute einfachste Begriffe wie Datei, Ordner oder Desktop kennen würden. Wie viele Arbeitsplätze, Technologie und Fortschritt hätte man, wenn es eine gemeinsame Linie der Regierungen geben würde, Public Money equals Public Code. Wie genial wäre es für die Wirtschaft, wenn viele Firmen hierauf Aufbauen, Anpassungen in Landessprache implementieren und Support leisten könnten. Wie viel mehr Menschen würde man finden, die mit kreativen Ideen diese Software weiter bringen.

    Aber ja, das sind leider nichts weiter als Träume. Eventuell erlebe ich noch einen Teil davon.

    • Zocker sagt:

      Ich plädiere ja für Herrn Born als Bildungsminister. Sonst wird sich da wenig bis nichts tun. Dass diese Übergangslösung aus Bequemlichkeit eine Dauerlösung werden wird, hat Herr Born bereits korrekt erkannt. Von daher wird sich nach dem Staat als solchem auch die Bildung einem Konzern aus einem feindlichen Land (so muss man das leider sagen, bei dem was sich dieses Land im letzten Jahrzehnt geleistet hat) bedingungslos ausliefern.
      An der Bildung kann man auch die langfristige Zukunft eines Landes vorhersagen.

  2. No sagt:

    Schüler müssen lerner, dass IT nicht nur Katzen-Videos, sondern auch die Möglichkeit wetgehender Überwachung ermöglicht. MS-O365 und Handies sind markante Beispiele.

    Aber mit dem Office-Paket kann man lernen, mit welchen Methoden Hacker malware erzeugen.

  3. Johnny B. sagt:

    Im Großen und Ganzen kann ich mich der Sichtweise schon anschließen. Aber irgendwo kommt bei mir der Microsoft Fanboy raus. Nicht weil ich den Konzern so toll finde, sondern eben die Produkte. Wo gibt es mit Opensource/Publiccode schon so etwas cooles wie Gruppenrichtlinien oder die SCCM/Azure Computerverwaltung.

    WENN es so etwas in ähnlicher Qualität in Opensource gäbe, dann keine Frage, sollte man keine Steuergelder ausgeben sondern eigene Staats-Entwickler an den Projekten für die Bedürfnisse der Schulen mitwirken lassen. Soweit ich weiß gibt es sowas aber nicht, weshalb die Microsoft Lösung wahrscheinlich einfach das Produkt ist, was am einfachsten zu verwalten und am einfachsten zu benutzen ist, bei gleichzeitig bestem Funktionsumfang und höchster Stabilität. Klar ists in allen Punkten nicht perfekt, aber möglicherweise das Beste was man wählen kann.

    Man hat ja gesehen wie „toll“ das Limux Projekt war, man ist mittlerweile wieder zum Großteil zu Microsoft zurück gegangen. Es hat nicht funktioniert, weil die Software nicht verfügbar war und man keine eigenen Entwickler hatte. Und auch hier: Ja, das kann funktionieren, aber dann braucht man Staats-Entwickler und ein übergreifendes für die komplette „Firma“ Deutschland.

    So eben wie auch für alle Schulen. Das darf nicht Ländersache sein.

    • Günter Born sagt:

      Den SEO-Link auf die Seite des Beraterhauses habe ich rausgelöscht.

      Es steht jedem frei, Produkte von Hersteller xyz toll zu finden. Habe ich keine Probleme mit. Hier geht es aber um prinzipielle Sachen. Ich habe aus meine Sicht schlicht nachgezeichnet, wie sich so die tolle Hardware aus dem Hause MS in der Praxis geriert. Und ich stelle die Frage: Wo ist der Masterplan in Sachen Strategie, der mit vorzeichnet, wo ich in 5 Jahren stehen will. Was, wenn Microsoft ab 2025 die On-Premises-Lösungen komplett einstampft und die Cloud nach eigenen Vorgaben gestaltet? Aktuell kann Microsoft die gesamte Anwenderschaft am Nasenring durch die Manege ziehen und die Leute jubeln auch noch – verstehe einer die Welt.

      Zum Thema Gruppenrichtlinien oder die SCCM/Azure Computerverwaltung: Ich gebe zu, es ist ein Argument – Gruppenrichtlinien etc. höre ich schon seit 10 Jahren …

      es mag was dran sein. Alleine, ich werde ganz hibbelig, wenn ich mir überlege, das dieses IBM mehrere hundertausend Macs statt PCs betreibt. Haben die da Gruppenrichtlinien samt SCCM/Azure Computerverwaltung über ihre Infrastruktur drüber gezogen? Wirklich ernst gemeinte Frage, denn ich weiß es echt nicht.

      Und was mich auch ganz nachdenklich werden lässt, ist die Beobachtung, das die Facebooks, Googles, Oracles dieser Erde so fett auf Windows setzen …. ach, I’m just kidding. Die setzen schlicht auf Open Source und Linux. Und die kommen – so vermute ich mal – ohne Gruppenrichtlinien samt SCCM/Azure Computerverwaltung etc. aus. Ich weiß nicht, wie die das machen, aber die werden keine Horde Turnschuh-Admins beschäftigen.

      Nicht falsch verstehen – ich kann dir im aktuellen Dilemma keine Lösung aufzeigen, weil das Kind in den Brunnen gefallen ist und niemand Interesse hat, das zu ändern. Aber nachdenklich werden sollte man schon mal, warum Facebook, Google, Apple, Oracle und eine Reihe weiterer Firmen nicht auf die Abhängigkeit von Microsoft setzen – dabei sind das alles noch US-Firmen …

      • Stephan sagt:

        „Aber nachdenklich werden sollte man schon mal, warum Facebook, Google, Apple, Oracle und eine Reihe weiterer Firmen nicht auf die Abhängigkeit von Microsoft setzen – dabei sind das alles noch US-Firmen …“

        Stimmt, deswegen sind zum Glück so viele Firmen vom Sunburst Hack verschont geblieben, wie z.b. …… Oracle… ach nein, stimmt ja nicht.

        Aber zum Glück waren ja nur wenige Firmen Betroffen…ach so, stimmt ja auch nicht.

        Hmm, gibt wohl doch mehr Windows systeme als vermutet.

      • Thomas sagt:

        > Ich weiß nicht, wie die das machen, aber die werden keine Horde Turnschuh-Admins beschäftigen.

        Die werden wohl schlicht und ergreifend DSC Tools wie Ansible mit/und Vagrant einsetzen. Da benötigt man dann auch keine Gruppenrichtlinien mehr.

    • Andi sagt:

      Ist das nur vollkommene Ahnungslosigkeit oder böswillig? Arbeitest du für Microsoft? Azure und SCCM als leuchtende Beispiele? Schonmal in der Praxis damit gearbeitet?
      Limux wurde aufgrund politischer Entscheidungen eingestampft, die anderen Gründe wurden nur vorgeschoben. Kann man alles nachlesen, wenn man denn möchte. Es gibt auch genug Leute, die mit Windows oder MacOS nicht klar kommen und meckern, schonmal daran gedacht?
      Was ist so schwer daran zu verstehen, dass alles was in einer Microsoft Cloud (Von mir aus auch AWS und wie sie alle heissen) 100% durchleuchtet und ausgewertet wird? Schon mal was von Microsoft MyAnalytics gehört? Da schlackert man nur noch mit den Ohren. Egal, du hast dich ja als Fanboy geoutet, nur noch so viel. Natürlich gibt es Alternativen zu allen genannten Anwendungen, SAMBA, ACL, Repositories, usw. um nur ein paar zu nennen.

    • Bernard sagt:

      Limux hat nicht funktioniert, weil einige Schwachmaten so lange geplärrt haben, bis Windows wieder da war.

      Die waren zu faul, sich einzuarbeiten und wollten sicha als USER nichts vom Admin sagen lassen, weil sie ja als Politiker „BESSER“ sind.

      SO sieht es aus!

    • Zocker sagt:

      Das Problem ist ja, dass von Seiten des Staates oder der EU nichts unternommen wird. Es gibt schlicht keinerlei Bemühungen, dort, wo es ggf. Defizite bei Opensource gibt, diese zu beheben. Das ist auch das, was Herr Born damit meinte, dass es keinen Masterplan mit Zielen gibt. Wenn man ein Problem nicht angeht, dann kann es dafür auch keine vernünftige Lösung geben.

      Limux hat nicht funktioniert, weil es nicht funktionieren sollte. Es ist an der Politik gescheitert, nicht an der Machbarkeit.

    • Dat Bundesferkel sagt:

      „Man hat ja gesehen wie „toll“ das Limux Projekt war, man ist mittlerweile wieder zum Großteil zu Microsoft zurück gegangen.“
      Dazu gibt es bereits hinreichend journalistische Erzeugnisse, wo die Mitarbeiter begeistert von LiMux waren. Allerdings hat Microsoft mit Geldköfferchen gewedelt und die Bestechungsempfänger… äh… Verantwortlichen waren dann der Meinung, die überzeugten LiMux-Anwender seien Fantasie bzw. in der Unterzahl.

      In dem Zusammenhang muß ich weiterhin fordern, daß jede Person, die ein öffentliches Amt bekleidet, oder öffentliche Interessen vertritt, ausnahmslos jeden einzelnen Cent seiner direkten und indirekten Einkünfte offenlegen muß.

      • 1ST1 sagt:

        Ich hatte mal Kontakt mit einen Sysadmin eines größeren europäischen Systemhauses, der war bei Limux am Rande mit involviert, und der sagte, Limux war Chaos, die hatten an allen Ecken und Enden zu kämpfen, um die Funktionalität und Kompatiblität zu bestehenden Anwendungen und Daten herzustellen. Dass da nicht mehr Anwender auf die Barrikaden gingen, hat ihn sehr gewundert. Diese ganzen Argumente, die hier gebracht werden, sprich „politisch“, „Geldkoffer von MS“ usw. sind politisch motiviert, man bedenke die Stadt München ist eine SPD-Insel mitten im CSU-Land, und sie dient dazu, die Linuxfanboys zu bebauchpinseln.

        Man kann dem Limux-Projekt eigentlich nur ein positives Argument abgewinnen: bei der Wiedereinführung von Windows musste auf keinen alten Strukturen aufgebaut werden, alles konnte „auf der Grünen Wiese“ nach modernsten Erkenntnissen und Best Practises komplett neu gemacht werden, was der Sicherheit enorm zu Gute kommt.

        • Dat Bundesferkel sagt:

          Ich weiß ja, daß Dein Herz für Microsoft schlägt. Aber dies ist wieder einer der Punkte, wo ich einfach widersprechen muß.

          Microsoft Produkte nutze ich auch, ohne Haß. Ebenso aber auch Linux und BSD. Eben alles das, was in seinem Bereich am besten läuft.

          Und ganz ehrlich: An Bildungseinrichtungen und politischen Bereichen haben Monopol-Produkte, die nicht DSGVO-konform arbeiten „können“ (gibt genug BSI-Papers dazu) und Erzeugnisse, die dem Patriot Act! unterliegen (Backdoors inklusive, von Gesetz wegen) einfach nichts zu suchen.

          Im Falle von LiMux kann nur Bestechung Ursache des Rückzugs gewesen sein.

          Auch ganz nett:
          https://www.channelpartner.de/a/wohin-steuert-linux-in-muenchen,3043464,3

          • 1ST1 sagt:

            Es kann nicht sein, was nicht sein kann! Dann lieber Bestechung, Korruption usw. unterstellen. Weißt du, dass dir damit Rufmord angehängt werden kann?

  4. 1ST1 sagt:

    Was soll man sich da aufregen, weil die Surfaces so teuer sind? Nirgends steht, dass es Surfaces sein sollen, nur der Geuß vermutet das. Es können ja auch die günstigen Teile von Trekstore sein. Die reichen ja auch. Weil Teams einen per Update behebbaren Bug hat? Weil Micrsoft erfährt, dass Schüler Hänschen in Mathe ne 5 kassiert hat? Die Online-Office Lizenz A1 ist für Schüler schon immer kostenlos. Und es ist gut, dass die Schulen einen starken Ansprechpartner für Service und Support haben, IT-Betrieb und Sicherheit gehört sicher nicht zur Kernkompetenz eines Deutsch-Lehrers. Welcher dörfliche IT-Krauter würde den Schulbetrieb stemmen könnnen? Wie lange gibts schon Ed-ubuntu? Das soll ja das Cloud-freie Schüler-Linux sein, bringt aber nix, weil Online-Schule ohne Cloud nicht funktioniert.

    Letztlich kommt das Angebot so oder so viel zu spät. Ich denke, alle Schulen haben inzwischen irgendwie eine Lösung, und mitten im Schuljahr wird das ohnehin nicht ausgewechselt.

    • 1ST1 sagt:

      Vergessen, mit Windows 10X kommt ja wohl eine neue Einsteiger-Geräte-Klasse, wie wärs damit?

      • Günter Born sagt:

        Zu den Surfaces: Es ist die einzige angreifbare Stelle, da die Telekom das bewusst nicht angibt – da gebe ich dir Recht. Aber bei einem auf Windows 10 basierenden und Teams-fähigen Whiteboard wird die Variationsliste schon arg eng – imho.

        Und dass eine keine billigen Trekstore-Tablets sind, wird man auch ausschließen können. Also deutet vieles (mit hoher Sicherheit) auf Surfaces hin.

        Zu „Vergessen, mit Windows 10X kommt ja wohl eine neue Einsteiger-Geräte-Klasse, wie wärs damit?“ – ist die Frage jetzt echt ernst gemeint? Dann würde mich das jetzt echt frustrieren, denn Du bist im professionellen Adminbereich unterwegs, verfügst über Wissen in der MS-Welt, was ich nie erreichen werde (und auch nicht muss). Ich schreibe es jetzt nicht – aber der Gedanke ging mir spontan im Kopf herum ‚wie weit ist das Brainswashing schon‘?

        Windows 10X ist schlicht ein Windows 10 mit ein wenig Kastration auf der Shell – statt Startmenü wird irgendwo ein Launcher genutzt. Ich habe den neuesten Build leider nicht zum Laufen bekommen (irgend etwas ist an der ISO kaputt). Aber das Ding ist genau so fett (3,6 GB ISO), wie die restlichen Windows 10 Builds – 200 MByte mehr oder weniger machen den Bock nicht fett.

        Das als ‚Einsteiger-Geräte-Klasse‘ zu titulieren und das als Leight-Weight mit schlanken „Fingerprint“ in die Wagschale zu werfen, ist eine Beleidigung eines jeden klar denkenden Menschen!

        Einfach mal schauen, wie der Fußabdruck eines Android-Systems oder eines Chromebooks ausschaut.

        Again: Ich würde mich wirklich sehr viel leichter tun, wenn wir 2-3 wirkliche Alternativen hätte und dann in einer sauberen Spezfikation herausfiltern ‚das System sollte es im Anwendungsfall sein, weil …‘. Aber aktuell landen wir halt beim ‚Hammer, wo ist das Problem, was zu lösen ist‘ – und dann kommen die Leute und wollen noch erklären, warum es nur einen Hammer braucht und ein kleiner Uhrmacher-Schraubenzieher zum Schrauben an der Taschenuhr einfach Mist ist ;-).

        • Andi sagt:

          Hallo Herr Born,
          vielen Dank für die klaren Worte. Die „Gehirnwäsche“ scheint optimal zu funktionieren. Wenn ein gestandener Admin behauptet, Microsoft Cloud wäre etwas wunderbares, dann kann ich mir nur noch an den Kopf fassen. Da helfen dann auch keine Argumente mehr, weil er es wissen muss, aber vermutlich nicht sehen will.

        • 1ST1 sagt:

          Ich sehe Windows 10X als direkten Nachfolger des Windows RT, Windows-10S usw. Ich denke, Windows 10X ist für eine neue Geräteklasse gedacht, um (endlich) Chrome-Books den Garaus zu machen. Jedenfalls alles was ich abseits von der besonderen 2-Display-Unterstützung über 10X lese, deutet darauf hin. Die Dominanz von Chrome-Books in US-amerikanischen Schulen ist MS ein riesen Dorn im Auge, und da können sie Win10X gut gebrauchen. Und solch ein Produkt würde auch gut in den Telek0m-Schul-Deal passen.

  5. micha45 sagt:

    Ich habe mir nun mal in aller Ruhe beide Artikel, also den von Martin Geuß und diesen hier, zu Gemüte geführt.

    Der von Martin ist sachlich formuliert und vor allem an vorliegenden Fakten orientiert. Wilde Spekulationen und haltlose, weil nicht belegte Behauptungen (….nicht DSGVO-konform etc. pp) sind nicht enthalten.

    Der Artikel hier ist reine Meinungsmache und suggeriert der Leserschaft schon im ersten Absatz, wo die Reise hingehen soll:

    Zitat:
    „Aber gleich eine Warnung: Wer Microsoft, Microsoft über alles lebt, sollte es besser nicht lesen – ist nicht gut für euren Blutdruck“
    Zitat Ende

    „Wer Microsoft über alles lebt“…
    Wie kann man sich nur auf ein solches Niveau begeben.

    Die üblichen Verdächtigen werden hier wohl wieder auf diesen Zug aufspringen und andere, die sich sachlich mit solchen Themen auseinandersetzen, persönlich angreifen und herablassende Kommentare (Fan-Boy, MS-Mitarbeiter usw.) abfeuern.
    Viel Vergnügen …

    • Zocker sagt:

      „Der von Martin ist sachlich formuliert und vor allem an vorliegenden Fakten orientiert.“

      Ist auch klar, weil der von einem Fanboy verfasst wurde. Selbstverständlich ist das für einen M$-Mitarbeiter sachlich…

      Nochmal die Frage: warum bist du hier aktiv, wenn du hier nicht das finden kannst, was du suchst? Willst du missionieren? Oder willst du einfach nur trollen? Du weißt doch selbst, dass du beim Geuß viel besser aufgehoben bist.
      Ich würde es sehr begrüßen, wenn Herr Born gewisse Kommentare einfach nicht mehr freischalten würde. Sie dienen offensichtlich nur der Provokation.

      • Mance sagt:

        @…wenn Herr Born gewisse Kommentare einfach nicht mehr freischalten würde.

        Also ich glaube jetzt hackt’s. Der hat schon genug damit zu tun sich ständig über MS aufzuregen und seinen Groll auch noch unters Volk zu bringen, jetzt soll er auch noch zensieren. Kopfschüttel.

        • Günter Born sagt:

          @Mance: Ich kann mich drüber aufregen, wenn ich im Sommer auf der Terrasse sitze, die Sonne genießen will und plötzlich alle Nachbarn meinen, über Stunden versetzt Rasen mähen zu müssen.

          Wo ich mich definitiv nicht aufrege – da kann ich alle beruhigen – ist über dieses Windows oder über Microsoft. Ich gebe zu, es macht gelegentlich einen diabolischen Spaß, Sachen aufzuspießen. Aber hey, gibt wichtigere Dinge als Microsoft oder Windows ;-).

      • micha45 sagt:

        Zitat:
        „Nochmal die Frage: warum bist du hier aktiv, wenn du hier nicht das finden kannst, was du suchst?“
        Zitat Ende
        Weil mich Vögel wie du zum Lachen bringen.

        Zitat
        „Willst du missionieren?“
        Zitat Ende
        Meinst du die Missionarsstellung?

        Zitat
        „Ich würde es sehr begrüßen, wenn Herr Born gewisse Kommentare einfach nicht mehr freischalten würde.“
        Zitat Ende
        Du schreist also nach Zensur? Passt zu dir.

        • Zocker sagt:

          Du willst also nur trollen. Danke für die Aufklärung.

          • micha45 sagt:

            Tja, wie man es in den Wald ruft ….

            Du teilst hier verbal ständig aus, nur weil jemand nicht mit deiner Meinung konform geht, auf eine absolut niveaulose Art und Weise, ohne sachliche Argumente vorzubringen und die Spitze des Eisbergs ist dann die Forderung nach einer Zensur.
            Aber ich bin der Troll, ja sicher …

            Deinem Schreibstil nach zu urteilen, scheinst du nicht von Natur aus dumm zu sein. Das wäre ja noch entschuldbar, denn für angeborene Dummheit kann niemand etwas.
            Du verhältst dich aber dumm und das lässt schlicht und ergreifend auf einen miesen Charakter schließen. Daran kann man arbeiten.

            Mich würde wirklich nur noch brennend interessieren, ob du, wenn du außerhalb des Internets jemandem gegenüberstehst, genauso unverschämt auftreten und die dicke Lippe riskieren würdest. Unter dem Schutzschild der Anonymität den Maulhelden zu spielen, ist ja recht einfach.
            Du brauchst die Frage gar nicht erst beantworten, denn die Antwort liegt auf der Hand.

            Zum Abschluss nur noch ein gutgemeinter Hinweis: Auch im Internet sollte man vorsichtig im Umgang mit anderen sein und es vor allem nicht übertreiben. Denn absolut sicher ist man auch im Internet nicht unterwegs und man weiß nie, mit wem man es zu tun hat.

          • Dat Bundesferkel sagt:

            „Auch im Internet sollte man vorsichtig im Umgang mit anderen sein und es vor allem nicht übertreiben. Denn absolut sicher ist man auch im Internet nicht unterwegs und man weiß nie, mit wem man es zu tun hat.“

            Man sollte im Internet auch unterschwellige Drohungen unterlassen; im Umkehrschluß weißt Du nämlich auch nicht zwangsläufig, mit wem Du es zu tun hast.

          • Mance sagt:

            @Dat Bundesferkel (Ergänzung dazu)
            Wir hatten’s ja an anderer Stelle auch schon mal mit den alten Sprüchen die so verkehrt nicht sind und allzeit Gültigkeit haben.

            „Wenn mancher Mann wüßte, wer mancher Mann wär‘, gäb mancher Mann manchem Mann manchmal mehr Ehr“.

            PS
            Gilt natürlich auch für Frauen, aber früher hat man noch nichts von Gender gewußt ;-)

          • Zocker sagt:

            @micha45
            Wenn du mir einen miesen Charakter unterstellst, wie würdest du dann dich einordnen, der andere, insbesondere nicht voll geschäftsfähige Menschen gewissen Konzernen ans Messer liefern möchte?
            Denk einfach mal drüber nach. Wer im Glashaus sitzt und so…

      • Günter Born sagt:

        Zu „Ich würde es sehr begrüßen, wenn Herr Born gewisse Kommentare einfach nicht mehr freischalten würde“

        Meine Regel: Ich zensiere und lösche nur, wenn:
        * Kommentare eindeutig SPAM sind
        * Justiziable Inhalte aufweisen
        * Eindeutig unter der Gürtellinie oder persönlich verunglimpfend sind

        Diskussion ist erwünscht – es kann konträre Meinungen geben – solange die Umgangsformen gewahrt bleiben. Nehmt einfach ein wenig das persönliche Herzblut raus, dann wird es schon.

        Generell: Da Martin Geuß hier mal genannt wurde – wir beide kennen und schätzen uns und stehen hinter den Kulissen in Kontakt (ähnlich wie der Betreiber von deskmodder.de). Martin hat einen anderen Schreibstil, und das ist in Ordnung. Da ich a) auch bei Martin sehr genau und zwischen den Zeilen mitlese und b) über den Austausch sehr gut im Bilde bin, würde ich ihn nicht ins Reich der ‚blinden komme was wolle Fanboys‘ verorten. Das er einiges positiver als meine Wenigkeit sieht, ist doch in Ordnung. Mehr möchte ich nicht aus dem Nähkästchen plaudern.

        • Zocker sagt:

          Ich bin da grundsätzlich auch kein Freund von. Ich sehe aber in gewissen Foren, wie es dort abgeht, wenn Trolle und Provokateure die Macht übernehmen. Genau dann sind vernünftige Diskussionen und Austausch sind nicht mehr möglich und auch nicht gewollt. Das empfinde ich hier (noch) als sehr angenehm.

          Ich habe früher auch bei Dr. Windows reingeschaut. Herr Geuß hat auf mich immer den Eindruck erweckt, vieles zu beschönigen. Man merkt schon, wie sehr ihm MS ans Herz gewachsen ist. Hier und dort gab es mal (sanfte) Kritik, aber alles in allem war das immer eine Seite von Fanboys für Fanboys. Das ist auch absolut in Ordnung und auch gut so, wenn dadurch andere Seiten von oben genanntem verschont bleiben.
          Ob sich das inzwischen bei Dr. Windows/Herrn Geuß geändert hat, kann ich nicht beurteilen. Eine große Richtungsänderung kann ich mir nur schwer vorstellen, da der Fokus ja fast komplett auf MS liegt.
          Ich weiß aber, dass er mal Ärger mit MS wegen des Names „Dr. Windows“ hatte. Das hatte MS aus irgendeinem Grund nicht gepasst.
          Privat kenne ich ihn natürlich nicht. Meine Kritik bezieht sich daher ausschließlich auf seine Webseite. Abgesehen von hier, findet man berechtigte Kritik an MS ohne ausartende Forenkriege eigentlich nur noch bei Heise. Mitlaufen kann nämlich jeder.

          Leider zeigen gewisse Kommentatoren hier leider kein Interesse an einer Diskussion, sondern wollen immer nur „weiter so“.

    • 1ST1 sagt:

      Wahre Worte!

      • micha45 sagt:

        @ Dat Bundesferkel
        Zitat
        „Man sollte im Internet auch unterschwellige Drohungen unterlassen; im Umkehrschluß weißt Du nämlich auch nicht zwangsläufig, mit wem Du es zu tun hast.“
        Zitat Ende
        Es war nicht als Drohung, auch nicht unterschwellig, sondern als allgemeiner Hinweis gemeint. Steht auch so am Anfang meines Kommentars.

        Vor mir geht dahingehend keinerlei Gefahr aus und ich lasse mich im Internet ganz sicher nicht, schon gar nicht von Fremden, aus dem seelischen Gleichgewicht bringen.

  6. No sagt:

    Die meisten Schüler dürften einen ausreichenden PC besitzen bzw benutzen können, neue hardware sollte also nicht an jeden, sondern nur soweit notwendig verteilt werden. Das Gleiche gilt für Lehrer.

    • Günter Born sagt:

      Ich bin nicht sicher, ob diese Aussage so stehen kann. Wir leben hier alle in einer entsprechenden Blase. Aus Frankreich weiß ich, dass fehlende oder nicht sonderlich leistungsfähige Computer in bildungsschwächeren Schichten ein Problem sind (im Handelsblatt wurde das in diesem Artikel am Rande erwähnt). Ich könnte mir vorstellen, dass es in Deutschland nicht gänzlich anders ist – belastbare Zahlen habe ich aber nicht.

      • 1ST1 sagt:

        Es gibt auch hier solche Familien, das ist zwar eine Minderheit, aber denen kann man helfen. Da gabs ja kürzlich diesen Fall vor Gericht, wo einem Kind einer Harz-IV-Familie der Kauf eines PCs mit – wenn ich mich noch recht erinnere – um die 450 Euro gesponsort bekam, dafür bekommt man schon was.

    • Zocker sagt:

      Bei Lehrern gehe ich konform, die sollten sich das leisten können, auch wenn die aufschreien werden.
      Bei Schülern sehe ich das Problem, dass wenn die Geräte auch in der Schule verwendet werden, die unterschiedlichen Schichten daran deutlich erkennbar sind. Ich denke diese Diskrepanz sollte man nicht fördern. Zudem braucht jedes Kind einer Familie ein eigenes Gerät. Häufig wird ein solches Gerät doch geteilt. Und bei einem Tablet stellt sich beispielsweise die Frage nach dem OS und der Hardware. Wenn Win10 und FullHD von der Schule vorausgesetzt werden, dann bringt das vorhandene Android mit HDready nichts.

    • 1ST1 sagt:

      Also, Lehrer sollten schon von der Schule oder vom Staat einen gescheiten Laptop bekommen, und nicht so ein Billigding. Da ich 2 schulpflichtige Kinder habe, und die Lehrer sich auch schon über diese Situation ausgelassen haben, weiß ich z.B. dass sich Lehrer teils dienstlich genutzte Geräte privat kaufen. Das kanns ja auch nicht sein. Dass die meisten Schüler Zugriff auf einen PC haben, dürfte richtig sein, und ein stationärer PC muss nicht unbedingt teuer sein. Gebrauchte Büro-PCs mit Windows 7 Lizenzaufkleber bekommt man locker unter 100 Euro und lassen sich mit problemlos mit Windows 10 ausstatten, so habe ich es auch gemacht (allerdings noch etwas aufgerüstet, optimiert, z.B. mehr RAM, SSD) und die Kids kommen damit im Homeschooling wunderbar klar. Wenn später mal die Ansprüche steigen, sehe ich weiter.

      • Zocker sagt:

        Das mit der privaten Nutzung hast du doch gerade in Homeoffice Zeiten praktisch überall. Soll jetzt jeder Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen „gescheiten Laptop“ kaufen, den der Arbeitnehmer wahrscheinlich so oder so kaufen würde? Über einen Zuschuss alle x Jahre könnte man reden.
        Alternative wären 2 gute Laptops pro Person. Einmal Arbeit, einmal privat. Ist auch nicht gerade Sinn der Sache.

  7. Herr IngoW sagt:

    Es streben ja ganz viele Firmen nach dem Geld aus dem „Bildungspaket“.
    Es sind ja auch „Google“ und vor allen Dingen „Apple“ als Hauptakteure daran beteiligt, aber kaum Deutsche Firmen, die sind nur da, um das ganze Zeugs zum laufen zu bringen.
    Vernünftige/Brauchbare Software, geschweige denn Hardware sind von Deutschen Firmen nicht wirklich vorhanden.
    Die Deutsche Wirtschaft, Politik und auch der Bildungsbereich hat sich immer auf andere verlassen, das wird sich noch rechen.
    PS. sieht man auch an der so hoch gelobten Autoindustrie, verlassen sich auch auf andere und müssen jetzt die Produktion runterfahren/stoppen (wegen Elektronikteilen). Von Software erst gar nicht zu reden.
    Es gibt längst andere die es besser können.

    • Micha sagt:

      „Vernünftige/Brauchbare Software, geschweige denn Hardware sind von Deutschen Firmen nicht wirklich vorhanden.“

      Als Deutscher Hersteller für Hardware fällt mir die Terra Wortmann AG ein.

      • 1ST1 sagt:

        Wortmann schraubt auch nur vorgefertigte Componenten aus Taiwan/China zusammen. Nichts anderes als einst Escom, Vobis, Transtek, Crystal-tech-Lynx, usw. Richtige deutsche PC-Hersteller wie Siemens (noch vor FSC), Nixdorf, Triumph-Adler, Olympia usw. gibt es schon lange nicht mehr. Selbst in Europa sucht man vergeblich, wenn ich da z.B. an einst Olivetti denke.

        • Zocker sagt:

          Da spielt aber auch die Qualität (z.B. bei Auswahl der Materialien, Aufrüstbarkeit,…) eine Rolle. Ebenso der Support. Vielleicht ist Wortmann da drin ganz gut? Es spielt doch keine Rolle, ob das Barebone ursprünglich aus China kommt.
          Schenker ist auch so eine Firma, die zwar hochpreisig ist, aber bei der die Qualität und v.a. der Support idR stimmen. Und die stellen auch nichts selbst her, sondern kaufen ein bzw. lassen anpassen.

    • 1ST1 sagt:

      Das Gymnasium meiner Tochter hat aus dem Bildungspaket 500 iPads bekommen, die für Office 365 Schulcloud genutzt werden sollen. Alle Eltern bekamen einen Brief, mit dem Angebot, eins für das Schulkind zu bekommen. (Die Schule hat allerdings um die 1600 Schüler in 8 Jahrgangsstufen) Ich habe das abgelehnt, da wir ja schon einen PC für meine Tochter haben, und ich dabei an Familien gedacht habe, die nicht ausreichend Rechner fürs Homeschooling haben. Der Vorteil dieses PCs ist, a) sie kann ihn nicht mit rumschleppen wobei er beschädigt werden könnte (am Ende müsste ich da noch Schadensersatz leisten) und b) ich kann die Nutzung des PCs über den MS-Kinderaccount einschränken, über das iPad hätte ich keine Kontrolle.

  8. Ich sagt:

    Ich kann jede Kritik an der Telekom und auch an Microsoft verstehen und nachvollziehen. Natürlich wollen diese Konzerne auch Geld verdienen.
    Alternativen gibt es auch genug – man braucht nicht unbedingt Microsoft Server sondern kann alles genausogut mit Linux erledigen … wenn man es kann.
    Aber genau das ist das Problem an unseren Schulen.

    Wir haben, wie alle Eltern, auch das Problem Homeschooling.
    Oft sind es aber nicht Hardwarehürden, Netzverfügbarkeit oder der Wille der Schüler/innen sondern die Lehrer, die das Problem haben.
    Ich selbst musste bereits bei zwei Lehrerinnen zu Hause Teams einrichten, weil sie es nicht hin bekommen haben, den Download zu starten.

    Im Freundeskreis habe ich auch Lehrer, die schlicht überfordert sind. An den Schulen werden teilweise unterschiedliche Produkte eingesetzt. Da kommt Teams, Big Blue Button, Moodle oder irgendeine Schul-Cloud zum Einsatz und zwar parallel.
    Ist doch klar, dass dabei viele Anwender (ob Lehrer oder Schüler) auf der Strecke bleiben, weil sie einfach nicht mehr durchblicken.
    Dann gibt es auch noch die Lehrer, die schon immer Arbeitsblätter ausschneiden und neu zusammen kopieren und als Klassensatz verteilen. Die können teilweise nicht mal ein Textverarbeitungsprogramm bedienen. Traurig, aber meine Beobachtung.

    Die Schul-IT wird ebenfalls oft in Teilzeit von Lehrern betreut, die nicht schnell genug Nein gesagt haben.

    Aus meiner persönlichen Erfahrung der letzten Monate muss ich sagen, dass die Teams Lösung in den mir bekannten Klassen einfach am Besten funktioniert hat und sowohl Lehrer (fast alle) als auch Schüler gut damit klar kommen.

    Am Ende müssen die Menschen gut mit der Software klar kommen und diese auch nutzen wollen, sonst wird das nichts mit der Digitalisierung.

  9. Uwe K. sagt:

    Ich stehe zu 100% hinter dem Ausgangspost von G.Born.
    Danke Günter, bitte weiter so!
    Und das darf ruhig auch ein persönliches Statement sein.

    Wir haben unsere digitale Souveränität verspielt und sollten versuchen, die schnellstens zurück zu bekommen.
    Notgedrungen muß es jetzt dabei große Kompromisse geben, sonst geht es nicht weiter.
    Wenn wenigstens ein Plan, ein Weg, ein Ziel erkennbar wäre…
    Es ist schon erstaunlich, wie kontrovers das selbst hier in einem Fachforum diskutiert wird.

    • micha45 sagt:

      Warum sollte man nicht kontrovers diskutieren dürfen? Es gibt nun mal fast immer mehr als eine Meinung. Solange das halbwegs gesittet abläuft, ist es doch völlig in Ordnung. Tut es aber leider nicht immer.

      Selbstverständlich darf auch ein Blogger, neben den fachlichen Aspekten, auch persönliche Empfindungen und Ansichten mit einbringen. Dagegen gibt es nichts einzuwenden.
      Mit einkalkulieren muss man dann aber auch die unterschiedlichen Reaktionen, die natürlich auch negative Kritik beinhalten können. Aber damit hat Günter Born, wenn ich nicht total falsch liege, überhaupt kein Problem und das schätze ich an ihm.

      Dass wir die digitale Souveränität verspielt haben, liegt doch aber in erster Linie an uns selbst, bzw. an denjenigen, die diese Souveränität hätten möglich machen können.

      Wir Europäer haben uns seit Beginn des digitalen Zeitalters in Abhängigkeit der großen US-Globalplayer begeben und waren im Grunde nie in der Lage, dem etwas Konkurrenzfähiges entgegenzusetzen. Irgendwann war der Zeitpunkt verpasst und die Geschichte nicht mehr aufzuhalten.

      Aber davon mal ab, sind und bleiben die Angebote dieser großen Konzerne eine Erfolgsgeschichte und werden von Milliarden Menschen weltweit gekauft und genutzt -und vor allem gerne genutzt. Daran gibt es keinerlei Zweifel, denn die Zahlen sprechen für sich.

      Jetzt kann man natürlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Krümeln nach negativen Aspekten suchen und ein riesen Fass aufmachen.
      Es geht hierbei schließlich nicht um Leben oder Tod. Es geht um Produkte, um Sachen, auf die wir zur Not auch verzichten könnten.

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