Wieder neue Fälle von Microsoft Kontensperren?

[English]Ein altes Thema neu hochgeholt: Meine „Honeypots“ melden mir, dass Microsoft wohl wieder Benutzerkonten willkürlich wegen angeblicher Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen deaktiviert. Ergänzung: Habe jetzt auch erste Rückmeldungen Betroffener aus den USA.


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Microsoft-Kontensperren, darum geht es

Wer Microsoft Produkte einsetzt, wird ja an allen Ecken und Enden in Richtung Online-Konto (Microsoft-Konto) gedrängt. Da lässt sich Microsoft Office in neueren Versionen nicht mehr ohne Microsoft-Konto verwenden, oder beim Windows 10-Setup versucht Microsoft Anwender mit allen Tricks zu einem Microsoft-Konto zu locken.

Der bittere Pferdefuß – auch für die Fraktion „mir doch egal, ich habe nichts zu verbergen“ Fraktion: Microsoft verlangt für viele Aktivitäten zwar die Registrierung und Nutzung eines Microsoft-Kontos (Online-Konto), behält sich aber vor, dieses Konto von jetzt auf Gleich sperren und deaktivieren zu dürfen. Das Problem:

  • Die Kontensperren erfolgen – aus meiner Sicht bzw. Sicht der Betroffenen – willkürlich und werden mit „Verstößen gegen diese Nutzungsbedingungen“ begründet.
  • Betroffene bekommen von Microsoft nicht mitgeteilt, was genau der Verstoß ist. Diese Nutzer hängen dann vollkommen in der Luft, und kommen nicht mehr an ihre Online-Daten heran bzw. können auch mit dem Online-Konto verknüpfte Dienste nicht mehr nutzen.
  • Es gibt bei Microsoft keinen Weg, gegen diese Praxis vorzugehen – das Gefasel, dass man das Supportteam kontaktieren könne, um den Fall zu klären, kann man sich ausdrucken und dann auf der Toilette hinter den Spiegel klemmen – hilft dort genau so wenig wie Microsoft per Telefon oder Mail zu kontakten.

Und diese Kontensperrungen kommen in der Praxis vor, wie ich im Artikel Tretmine Microsoft Konto: Willkürliche Sperre bei Online-Funktionen berichtet habe. Dort können ‚Nacktfotos‘, die automatisch auf ein OneDrive hochgeladen werden oder die Verwendung eines VPN-Zugangs schon für eine Sperre ausreichen. Noch kruder wird es bei Microsoft-Konten für Microsoft Office, die ohne Mobilfunknummer gesperrt werden (siehe Werden Microsoft-Konten von Office ohne Telefonnummer gesperrt?).

Für den Betroffenen bedeutet das den ‘digitalen Tod’ und möglicherweise auch finanzielle Verluste. Allerdings hat ein deutscher Betroffener erstmals Klage gegen Microsoft Irland als Vertragspartner eingereicht. Ich hatte das im Blog-Beitrag Klage gegen willkürliche Microsoft Kontensperre aufgegriffen und stehe mit Martin Geuß (Dr. Windows) hinter den Kulissen wegen der Thematik im Kontakt.

Aktuell schlagen neue Fälle auf

Es gibt sozusagen zwei „Honeypots“, bei denen Martin Geuß und meine Wenigkeit über neu aufgetretene Fälle recht schnell informiert werden.

Gleich zwei Fälle von nix gemacht und sofort gesperrt

Die ersten zwei Fälle sind mir im Dr. Windows Forum aufgefallen – ich bekomme Benachrichtigungen, wenn dort jemand mit neuen Kommentaren aufschlägt. Diese Woche (Mittwoch, den 24. März 2021) ist ein Benutzer Wiesel mit folgendem Kommentar aufgeschlagen:

Hallo, mein Konto wurde nun auch gesperrt. Aussage vom Support: Das Compliance-Team hat jedoch bereits festgestellt, dass es eine fragwürdige Aktivität gibt, und es handelt sich um den engagierten Support, der gesperrte Konten verarbeitet. Nach der Frage ob das Konto wieder hergestellt werden kann. Lautete die Antwort: Nein. D.h. alle meine Produkte und Daten auf Onedrive sind weg.

Ich hätte so etwas nicht für möglich gehalten. Ich habe alles mit Microsoft verknüpft. Ich bin am ende. Der Support will und kann nicht helfen. Ich habe meines erachtens nach gegen keinen Verhaltenskodex verstoßen. Ich habe ganz normal Office, E-Mails und Onedrive genutzt.

Der Fall kommt mir nur allzu bekannt vor. Lässt sich unter der Rubrik „Pech gehabt, mein Freund“ ablegen. Noch dümmer ist der Fall für einen „Fotografen“ gelaufen, der am gleichen Tag bei Dr. Windows eingeschlagen ist.

Mein Konto wurde heute Nacht auch gesperrt. Ich bin Fotograf, nutze OneDrive und habe seit Jahren den selben Inhalt bei Microsoft, Google und Apple gespeichert. Dort ist bisher nichts passiert. Schade das jetzt die direkte Synchronisation weg ist. So muss ich wohl doch auf Alternativen ausweichen.

Kollege Hans Brender hat dann im Forum diesen Fall eingestellt, den er dem betreffenden OneDrive-Team zur Beantwortung gestellt hat (mit Hans hatte ich das Problem vor gut 6 Jahren mal grundsätzlich mit Redmond diskutiert – das hat sich aber inzwischen alles in Luft aufgelöst).


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Selbst ausgesperrt und weg bist du

Und dann gibt es noch die Leute, die durch Verkettung unglücklicher Zustände den Zugriff auf ihr Konto verlieren und dann im wahrsten Sinne des Wortes verloren sind. Hier im Blog gab es zum 26.3.2021 diesen Kommentar zum Artikel Neues-altes Problem: Gesperrte Microsoft-Konten. Nutzer Siegfried schreibt, dass sein Windows-Konto (gemeint ist sein Microsoft-Konto) bis zum heutigen Tag verschwunden sei.

Guten Tag, ich bin User Siegfried, auch ich habe durch Zurückfahren unter „Los geht’s“ mein Windows Konto mit Schreibprogramm Home and Student 2016 verloren.

Ich übersetze die Aussage mal, so wie ich sie interpretiere. Der Nutzer hatte Windows 10 sowie Microsoft Office 2016 Home and Student installiert. Beiden Produkten war ein Microsoft Konto zugeordnet. Dann versuchte der Benutzer ein Zurücksetzen von Windows 10, in dessen Folge der Zugriff auf das Microsoft-Konto verloren ging. Der Versuch, den Zugriff auf sein Microsoft-Konto zurück zu bekommen, ging dann gründlich schief. Siegfried schreibt:

Einzel Schicksale, – bei weitem nicht. Wie im Internet zu Lesen, etliche User verloren noch viel mehr, Spiele ganze Abiturarbeiten und Windows Programme werden vermisst. Mein Verlust ist nicht groß, schmerzt aber trotzdem, zumal ich versucht habe Tage lang mit den mir zu Verfügung stehenden Mittel das Windows Konto wieder zu aktivieren. Zu allem Übel, 2017 beim Anlegen des Windows Kontos habe ich statt meine Handynummer, die Nummer des Festnetz Telefons angegeben, wo bekanntlich keine SMS zu empfangen sind. Durch das Missgeschick kann ich keinen Prüfcode empfangen. Das Schicksal nahm seinen Lauf.

Kann man schnoddrig als „selbst schuld“ abtun – aber der Fall zeigt wieder einmal exemplarisch, wie schnell so ein Zugriff auf ein Online-Konto verloren geht. Falsch eingetragene E-Mails oder Telefonnummern oder gewechselte E-Mail-Adressen bzw. Telefonnummern sind keine Seltenheit – die Leute stehen dann im Regen. Wenn es wenigstens einen definierten Weg zur Verifizierung des Kontenbesitzes und Wiedererlangung des Zugriffs gäbe. Aber Pustekuchen – hier die Beschreibung des Benutzers:

Mit großer Unterstützung durch die Community, Microsoft Support und den Microsoft Techniker in den USA wurden drei Prüfanträge mit den Microsoft Technikern per Chat bearbeitet, dabei kam nichts heraus.

Besonders der letzte Antrag war für mich vielversprechend, da der Herr mein Anliegen sofort Verstanden hatte.
Er hat mir noch geschrieben:

Vielen Dank, dass Sie sich an den Microsoft-Support gewandt haben. Ein Support-Fall wurde für Sie geöffnet. Wir werden die von Ihnen angegebenen Details überprüfen und uns so schnell wie möglich bei Ihnen melden.
Als Referenz:
Fallnummer: 10191
Erstellt am: Sonntag, 14. März 2021
Beschreibung: Denken Sie daran, dass Microsoft im Rahmen einer Support-Interaktion niemals nach Ihrem Kennwort fragt. Bitte senden Sie auch keine finanziellen oder persönlichen Informationen per E-Mail.

Vielen Dank,

Microsoft-Support

Vier Stunden später hatten die Bosse, von Microsoft Support (Account Ingenieure) alles zunichte gemacht. Lapidar,

Wir konnten ihr Windows Konto nicht finden.

Der Nutzer kommt zum Schluss: Die Wiederherstellung von einem Windows Konto ist, wie die Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen und stellt die Frage; Ist das alles rechtens, wie Microsoft mit unseren erworbenen Produkten beim Verlust des Windows Konto umgeht? Und einfach die vom Usern gekauften Programme in der Versenkung verschwinden lässt. Die Antwort: Nein, ist es nicht – jeder Betroffene kann klagen – und meines Wissens ist auch eine Klage anhängig.

Ergänzung: Bisher war das Ganze hier im Blog ja auf deutsche Nutzer beschränkt. Gerade eine Mail eines US-Nutzers bzw. einer Nutzerin bekommen.

Good day,

I read a couple of blogs you posted about arbitrary blocking of Microsoft accounts. I received a notice that my account has been suspended for a violation of the terms of use. I believe that all my content and actions within the Microsoft ecosystem are above board. I attempted to follow the process only to receive a message that I violated their terms of service and my account will not be restored.

I reside in the United States and am wondering if you know of the best course of action.

Thank you
C.

Kann man als Einzelfälle oder dämlich angestellt oder was auch immer niederbügeln. Mein Ratschlag, der aber allzu gerne als Micrsooft-Bashing ausgelegt wird: Lasst schlicht die Finger von dem Microsoft Zeugs – dann passiert euch auch keine Microsoft-Konten-Sperre. Leben kann so einfach sein.

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34 Antworten zu Wieder neue Fälle von Microsoft Kontensperren?

  1. Zocker sagt:

    Zwei kurze Anmerkungen:

    „Nutzer Siegfried schreibt, dass sein Windows-Konto (gemeint ist sein Microsoft-Konto) bis zum heutigen Tag verschwunden verschwunden sei.“

    Das ist ein „verschwunden“ zu viel.

    Im letzten Satz sollte aus Diskretionsgründen vielleicht die Fallnummer unkenntlich gemacht werden, auch wenn der Kommentator sie veröffentlicht hat.

  2. micha45 sagt:

    „Meine „Honeypots“ melden mir, dass Microsoft wohl wieder Benutzerkonten willkürlich wegen angeblicher Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen deaktiviert.“

    Ich habe keinen Zweifel daran, dass Microsoft Benutzerkonten sperrt.
    Ich bezweifle allerdings sehr stark, dass dies „willkürlich“ wegen „angeblicher“ Verstöße geschieht.
    Welcher halbwegs nachvollziehbare Grund soll das sein? Mir fällt keiner ein.

    Wäre dieses Vorgehen gängige Praxis und tatsächlich wahr, dann kann man davon ausgehen, dass dies zu einer weltweiten und breiten Empörungswelle führen würde.
    Vor allem im deutschsprachigen Raum wäre der Shitstorm gewaltig.

    Im Internet erhält man aber nur auf zwei bis drei Webseiten Infos zu diesem Thema.
    Das ist schon etwas merkwürdig.

    Meine persönliche Meinung dazu:
    Ich habe keinen Zweifel daran, dass diverse Konten gesperrt wurden.
    Ich zweifle aber gehörig daran, dass dies ohne Grund und willkürlich passiert sein könnte.

    Dass Microsoft den Betroffenen (angeblich) keine Begründung für die Sperrung zukommen lässt, kann man jetzt glauben, oder aber auch nicht.
    Im Internet wird ja bekanntlich viel behauptet, wenn der Tag lang ist.
    Falls ja, dann mag das evtl. daran liegen, dass sie es, gemäß Nutzungsbestimmungen, gar nicht begründen müssen.

    Aber auch hier gilt natürlich: Wer sich ungerecht behandelt fühlt, dem bleibt der Rechtsweg offen. Nur dadurch kann man die wahren Umstände ans Licht bringen.

    • Michael sagt:

      Eine meiner Neukonten und die eines meiner Kunden wurden ca. 1 Tag nach Erstellung gesperrt wegen Verletzung der Nutzungsbedingungen. Der einzige Grund was mir dazu einfällt, dass wir uns geweigert hatten eine Telefonnummer anzugeben, denn sonst war das Konto noch komplett leer und jungfräulich, was soll auch so schnell nach einem Tag passieren, ist aber eine super dämliche Aktion, wenn sie die Angabe einer Telefonnummer verpflichten, dann sollte man das auch im Registrierungsprozess entsprechend kommunizieren.

  3. Anonymous sagt:

    Ich habe beim letzten Betrag dieser Art Mal angefangen alle Dienste auf die Emailadressen meines Hostings zu migrieren. War davor einfach zu faul dafür, habe dann aber auch gleich Aliase für Amazon und eBay angelegt. Schließlich geben beide die Emailadresse an Verkäufer weiter. Habe der Bequemlichkeit noch meinen eigenen Webmailer aufgesetzt und bin eigentlich ganz zufrieden damit. Würden sie mir das Konto sperren würde ich Zugriff auf ein paar billige Apps und meine Microsoft Zertifizierungen verlieren aber damit könnte ich gut leben. Den Microsoft Account richte ich schon lange nicht mehr unter Windows ein, nichmal mehr im Store. Ansonsten habe ich eignetlich nur gewonnen. Microsoft scheint beim Abruf des Postfachs per IMAP auch gehörig zu drosseln, Bilder werden häufig nur mit 1Mbit runtergeladen. Meine Zertifizierungen sind meiner Meinung nach nicht mehr wirklich was wert. Nach dem 2008er MCSA kräht heut auch kein Hahn mehr. Den habe ich auch nur gemacht weil kostenlos. Danach habe ich für mich festgestellt das ein Arbeitgeber der auf sowas steht, nicht der passende Arbeitgeber für mich ist.

  4. HV sagt:

    Ich bin seit 20 Jahren zertifizierter MCSE/MCSA. Nie hat mich auch nur ein Kunde nach einer Zertifizierung gefragt. Die Zerts hatten zum damaligen Zeitpunkt – erreicht durch die Mitarbeiter meines ehemaligen Arbeitgebers – nur für ihn den überwiegenden Vorteil, dass er auch dadurch seinen Status als Gold-Partner bei MS aufrecht erhalten konnte. Das ist alles nur aufgeblasener Schall und Rauch und MS-Gedöns…

  5. oli sagt:

    Sämtliche von mir eingerichteten Windows Rechner (und das sind mittlerweile auch schon wieder einige seit dem „Online-Konto-Zwang“ beim Setup) bekommen ein lokales Konto mit dem Namen meines Kunden (welche meist komplette Daus sind und davon und den Folgen eines Online-Kontos keinen Schimmer haben). Anschließend werden alle datenschutzwesentlichen Einstellungen durchgegangen und auf ein Minimum reduziert. Ich hatte bisher nicht einen Kunden (meist auch ältere Menschen), der ein Online-Konto für Windows unbedingt benötigte. Wer Online-Dienste von MS nutzt, kann diese auch problemlos mit einem lokalen Windows-Konto nutzen – die Kontendaten müssen dann eben in der App selber hinterlegt werden.

    Ich kann auch nur jedem raten, sein Windows niemals mit einem MS Online-Konto zu verdongeln. Ich habe schon die dollsten Dinger damit erlebt. Es kann z.B. reichen, dass die hinterlegte Mobilfunknummer für die 2-Faktor-Auth sich geändert hat und man sich aus irgendeinem Grund nochmal per zweiten Faktor authenfizieren muss. Und schon ist man ausgesperrt. Und da die Kontodaten nicht lokal auf dem Rechner gespeichert sind, sondern bei MS in der Cloud, kann man auch nicht mal eben per ntpasswd das Konto wieder freischalten oder das PW ändern. Ein Dau ist an dieser Stelle aufgeschmissen. Ich habe dann die Aufgabe, ein neues (lokales) Konto anlegen zu müssen (geht dann nur noch über das Standard-Administrator-Konto, was man erst freischalten muss) und die Daten vom Online-Konto ins lokale Konto zu migrieren.

    Benutzt jemand an dieser Stelle auch noch eine Bitlocker-Verschlüsselung für seine Daten, sieht es dann richtig schlecht aus. Daher das absolute No-Go: MS-Online-Konto + Bitlocker im Userkontext (also nicht die komplette Laufwerksverschlüsselung). Da kann man dann niemandem mehr helfen.

  6. Blupp sagt:

    Es scheint einfach nicht zu den Leuten durchzudringen, dass nur die Daten sicher sind die man selbst auf eigenen Datenträgern zu liegen hat. Klar Sicherungskopien gehören unbedingt dazu, das aber bei dem Cloud-Gedöns, auf das man eigentlich leicht verzichten könnte, umso mehr. Irgendwie begreifen das viele nicht …

  7. Ärgere das Böse! sagt:

    Legt jemand freiwillig die Daten bei One Drive ab oder nicht?

    Als Normalverbraucher ist es für mich offensichtlich, vom gesamten Cloud-Ramsch und allem, was mit MS-Kontos zu tun hat, abzuraten.

    .

    • theo sagt:

      Einige wichtige Daten in einem verschlüsselten Container, dieser Container, ist auch noch gezippt und per PW geschützt, liegt in der Cloud (1x 100 MB Datei). Kann ja sein das ich die Daten mal benötige, alle Sicherungskopien schrott sind und MS nicht gerade das Konto gesperrt hat.

  8. Gert sagt:

    Ein Bekannter von mir betreibt eine kleine Werbefirma und nach 4 Jahren hat MS sein Konto einfach gelöscht… nicht gesperrt sondern gelöscht.
    Auch er bekam auf anfrage mitgeteilt das kein Konto existiere.

    Das beste ist ja noch das er die Office Produkte nicht mehr aktivieren kann und alles neu erwerben muss (macht er bestimmt auch)

    Ich rate jeden kein Konto dort zu nutzen auch wenn es sich doch so toll anhört

  9. Benjamin sagt:

    Hallo,

    leider wurde auch bei mir der Account am 1.6.20 gesperrt.

    Habe angeblich die Regeln gebrochen.
    Habe auch mehrmals das Überprüfungsformular ausgefüllt, aber immer die gleiche Antwort erhalten, sie könnten da nichts mehr machen.

    Bin mittlerweile Ratlos, habe da schon mit einem Anwalt telefoniert, der konnte mir da leider nicht weiterhelfen.

    • micha45 sagt:

      Da wären doch ein paar Details interessant:
      1. Betriebssystem:
      Welche Art Lizenz und wo erworben?
      2. MS-Office: dito
      3. OneDrive:
      Wurden Daten (Videos, Bilder, Anwendungen, Dokumente) dort abgelegt?
      Wenn ja, welcher Art?
      Wenn ja, wurde Filesharing betrieben?
      4. Andere Dienste, wie z.B. Xbox-Netzwerk etc.?

      • Zocker sagt:

        Mit anderen Worten: er ist definitiv selbst Schuld. Denn bei M$ hat alles seinen Grund und ist berechtigt. Oder er lügt, denn „Im Internet wird ja bekanntlich viel behauptet, wenn der Tag lang ist“.

        • micha45 sagt:

          Heißt du Benjamin?
          Ich habe nur Fragen gestellt und gar nichts unterstellt.

          Halte dich doch einfach von meinen Kommentaren fern.
          Deine Meinung interessiert hier niemanden und mich am aller wenigsten. Schnall das doch endlich.

          • Zocker sagt:

            Nein, du gehst nur davon aus, dass immer die Nutzer Schuld sind:
            „Ich bezweifle allerdings sehr stark, dass dies „willkürlich“ wegen „angeblicher“ Verstöße geschieht.
            Welcher halbwegs nachvollziehbare Grund soll das sein? Mir fällt keiner ein.“

            Und da du es offenbar noch nicht geschnallt hast: es geht in diesem Blog um für den Verbraucher nützliche Informationen. Da werden Mitarbeiter von gängelnden Unternehmen, die alles beschönigen, nicht als Kommentatoren benötigt.
            Ich stelle nochmal die Frage: warum gehst du nicht zu Dr. Windows? Dort kannst du dich mit anderen Jubelpersern an den Problemen anderer aufgeilen.

  10. Dat Bundesferkel sagt:

    Mal ’ne ganz doofe Idee: Könnten diese Kontensperrungen auch damit zusammenhängen, daß diverse Produktschlüssel doppelt und dreifach verkauft wurden, eben diese Produkte wohl „einmal zu oft“ aktiviert worden sind und somit der ursprüngliche Käufer regelrecht „abgestraft“ wird?

    Finde die Abläufe zu Kontensperrungen (bislang noch nicht betroffen davon, obgleich es keine Rufnummern von mir gibt) sehr suspekt.

    • Zocker sagt:

      Dann dürfte doch nur das entsprechende Produkt gesperrt werden und nicht alle Produkte und Dienste und zudem ohne Begründung. Da MS zudem keine Möglichkeit der Überprüfung der Produktschlüssel bietet, wird die Legalität der Schlüssel unnötig erschwert. Denn wie wir alle wissen, sind Gebrauchtkäufe legal.

      • Dat Bundesferkel sagt:

        Gebrauchtkäufe sind nur dann legal, wenn sich der Ursprung (die Quelle) der Lizenzen einwandfrei nachverfolgen und belegen lassen. Schreib mal verschiedene Gebrauchthändler an und frage gezielt danach: In 99,9 % aller Fälle bekommst Du keine Aussage dazu.

        Und wenn man sich die AGB zum Microsoft Konto mal genauer anschaut wird man feststellen, daß man als Nutzer Microsoft ganz schön viele Rechte zugestanden hat.
        Selbst Obszönitäten in Skype können zum Verlust des Microsoft Kontos führen, oder Beleidigungen bei einer X-Box Session…

        • Zocker sagt:

          Das war eine grundsätzliche Aussage. Selbstverständlich muss die Herkunft usw. legal sein. Nur hatte sich MS bereits in der Vergangenheit geweigert, gesetzlich legale Gebrauchtverkäufe anzuerkennen.

          Ob die AGB über rechtlich einwandfrei und somit gültig sind, ist eine andere Frage. Ich gehe davon aus, dass der Zwang zu Zugeständnissen seitens des Kunden seine Grenzen hat. Das ist dann auch immer eine Frage der Verhältnismäßigkeit.

    • micha45 sagt:

      @Dat Bundesferkel
      „Könnten diese Kontensperrungen auch damit zusammenhängen, daß diverse Produktschlüssel doppelt und dreifach verkauft wurden, eben diese Produkte wohl „einmal zu oft“ aktiviert worden sind“

      Genau das kann einer der Gründe für die Sperrung sein!
      Jeder Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen der Microsoft Produkte und Dienste kann zu einer Sperrung sämtlicher Produkte und Dienste führen.
      Und genau so steht es in allen AGB, die der Benutzer vor Nutzung / Aktivierung akzeptieren muss.

      Deshalb ist es einfach Unsinn, wenn behauptet wird, dass Microsoft willkürlich und grundlos Konten sperren soll.

      Diese Vorgehensweise kann man durchaus kritisch sehen, oder für suspekt halten. Es sind aber nun mal die Bedingungen, die vom Lizenzgeber so festgelegt worden sind.
      Wer das nicht akzeptieren möchte oder kann, der muss wohl oder übel auf die Angebote verzichten.
      Wer gegen die Bedingungen verstößt, der darf sich nicht wundern und beklagen, wenn ihm die Nutzung der Angebote entzogen wird.

      Weder Microsoft, noch andere Anbieter von Produkten und Diensten sperren oder löschen Kundenkonten einfach willkürlich und grundlos.
      Deshalb hatte ich weiter oben diese Fragen an Benjamin gestellt.

      • Zocker sagt:

        Hast du dir eigentlich mal überlegt, dass die Löschungen bei MS nicht von Menschen vorgenommen werden, sondern von Maschinen mit speziellen Algorithmen? Und vielleicht dass da sehr viel schief gehen kann? Und dann reden wir von Willkür, wenn der Grund nicht ersichtlich ist und auch eine Aufklärung seitens MS nicht stattfindet. Was wenn jemand ein normales deutsches Wort schreibt, das aber zufällig eine englische Beleidigung enthält? Oder man etwas zitiert (z.B. Songlyrics, die als Kunst angesehen sind)? Findest du das dann gerechtfertigt ein Konto im Wert von hunderten Euro für alle Zeiten und ohne Aufklärung zu sperren? Ja?
        Und ob diese AGB legal und somit gültig sind, steht auf einem anderen Blatt. Damit sollte sich mal ein Gericht befassen.

        „Wer das nicht akzeptieren möchte oder kann, der muss wohl oder übel auf die Angebote verzichten.“
        Genau, soll umschulen und beispielsweise einfach die Branche wechseln, damit er das OS wechseln kann. Das übliche Totschlagargument…

        „Deshalb ist es einfach Unsinn, wenn behauptet wird, dass Microsoft willkürlich und grundlos Konten sperren soll.“
        Wie wäre es, wenn du die ganzen Fälle einfach aufklärst? Du scheinst ja die entsprechenden Infos zu haben, was die genau gemacht haben.

        • micha45 sagt:

          Die Hauptsache, du weißt über alles genau Bescheid.

          Wäre die KI das Problem, dann hätte Microsoft längst reagiert und Abhilfe geschaffen.
          Es werden ja nicht nur die Konten gesperrt, sondern demzufolge auch die kostenpflichtigen Abos beendet. Was bedeutet, dass Microsoft in der Hinsicht keine Einnahmen mehr erzielt.
          Und das machen sie deshalb ganz sicher nicht willkürlich und auch nicht ohne Grund.
          Dafür braucht man kein Insiderwissen, sondern das sagt einem, falls vorhanden, der gesunde Menschenverstand.

          Dein ständiges haltloses Gesülze, begleitet von persönlichen Angriffen, ist so langsam echt grenzwertig.
          Das führt irgendwann zwangsläufig dazu, dass hier kein normaler Mensch mehr Kommentare hinterlässt.

          Günter Born hatte dich doch darum gebeten, diese verbalen Spitzen bleiben zu lassen.
          Wenn du schon keinen Respekt gegenüber anderen hier Kommentierenden walten lassen kannst, dann sei wenigstens gegenüber dem Blogbetreiber so fair und verhalte dich wie ein zivilisierter Erwachsener.

          Oder eröffne doch deinen eigenen Blog. Da kannst du dich dann austoben, dich nach jedem dummen Kommentar selbst feiern und bestimmen, wer was kommentieren darf.
          Hier hast du nichts zu melden, auch wenn du dir das offensichtlich einbildest.

          Das war jetzt meine endgültig letzte Reaktion auf dein dämliches Getrolle. Ansonsten besteht die Gefahr, dass ich noch deutlicher werde.
          Ich möchte das vermeiden, nicht nur, aber vor allem aus Respekt vor dem Blogbetreiber Günter Born.

          • Zocker sagt:

            Klar, auf die paar Einnahmen ist MS ja dringend angewiesen, haben ja sonst keine.
            Dein offensichtliches Insiderwissen (immerhin kannst du ausschließen, dass es an einer KI liegt) kannst du gerne teilen.

            Grenzwertig sind deine Auftritte hier, die ständig den Inhalt der Artikel von Herrn Born infrage stellen, vor dem du angeblich so einen großen Respekt hast, von dem man leider nichts merkt. Ebenso merkt man nichts von Respekt ggü. anderen (da muss man sich nur deinen ersten Kommentar zu diesem Thema anschauen). Auf Argumente gehst du auch wieder mal nicht ein. Warum bist du nochmal hier? Ach ja, das verrätst du ja nicht. Sagt eigentlich schon alles.

            Ganz nebenbei passen diese abstrusen Fälle perfekt zu MS.

  11. Enrico sagt:

    „Mein Ratschlag, der aber allzu gerne als Micrsooft-Bashing ausgelegt wird: Lasst schlicht die Finger von dem Microsoft Zeugs – dann passiert euch auch keine Microsoft-Konten-Sperre. Leben kann so einfach sein.“

    Auf lange Sicht ist so ein Vorschlag weder der Praxis gerecht noch zielführend.
    Aus meiner Sicht, spiegelt das sogar Innovationsfeindlichkeit wider.
    Anstatt dem eigentlichen Problem zu Leibe zu rücken wird von Ihnen generell abgeraten.

    Dabei wurde das eigentliche Problem ja von Ihnen auch erkannt Herr Born.

    „Wenn es wenigstens einen definierten Weg zur Verifizierung des Kontenbesitzes und Wiedererlangung des Zugriffs gäbe“

    Losgelöst von Microsoft, halte ich es für sinnvoller hier auch die Politik gegenüber dem „digitalen Tod“ in die Plficht zu nehmen. Grundrechte stärken und nicht der vermeintlichen oder geschehenen Willkür opfern ist viel dienlicher.
    Dazu gehört eben auch ein stärkeres Recht auf eigene Datenhoheit. Das Thema dahinter und die Forderung ist übrigens schon recht alt.
    Hinzu kommt die erneute Bespitzelung von online aktivivitäten durch Geheimdienste nicht weiter auszubauen.

    Denn die alten Leute die ohne online Dienste auskommen können, sind schon jetzt massiv in der Minderheit. Fragen Sie mal Großeltern die per Facetime oder Skype mit den Enkeln in Corona Zeiten in Kontakt stehen wie die das sehen? Und das ist nur ein banales Beispiel. Viele Familien teilen schnell und unkompliziert Bilder via google, Apple und Microsoft.
    Unsere Aufgabe hier heißt: den technischen Entwicklungen Rechnung zu tragen, diese zu verbssern und nicht zu verteufeln und zu verbannen.

    Übrigens… Selbe Argumentationsgrundlage habe ich in den letzten 30 Jahren zur Genüge in allen Facetten gehört..

    Das Internet ist gefährlich? Dann brauchen wir das nicht! Ignorieren wir… Das habe ich 2000 schon gehört.

    How it started, how it’s going…

    • Günter Born sagt:

      Die Antwort ist doch ganz einfach:
      * Ein informierter Zeitgenosse kann tun und lassen (und wird das auch) wie er denkt.
      * ein uninformierter Zeitgenosse rauscht schlicht in die Fallen, vor denen ich warne – da ist die Faustformel „Finger weg“ durchaus schon mal hilfreich.

      Es gäbe noch die Blauäugigen – denen ist mit solchen Blog-Posts nicht mehr zu helfen. Und es gäbe noch die Leute, die auf die Politik warten – würde ich auch unter „Blauäugigkeit“ verorten. Wir schaffen es ja nicht mal, das Thema „Ist Windows 10 / Office 365 datenschutzgerecht zu betreiben“ zu klären. Dann noch ein Thema, welches m.W. aktuell wohl eher Privatleute betrifft, in die „bewährten Hände unserer Bundestagsabgeordneten zu lege“, und zu hoffen, dass da was passiert… ich weiß ja nicht.

      Möglicherweise tritt vorher ein alter Spruch eines Richters am Verwaltungsgerichtshof ein, der mal auf einer Veranstaltung meinte „Lass die Richter machen, wenn der Gesetzgeber nicht handelt, dann legen wir Leitlinien fest“. Aber auch das dauert … für Betroffene mitunter arg lange.

      Und damit liegt der Ball wieder bei der Nutzerschaft ;-).

      • oli sagt:

        „Ist Windows 10 / Office 365 datenschutzgerecht zu betreiben“

        Kann ich mit ja beantworten. Die Frage ist nur, wer zuhause entweder ohne Internet auskommen will, oder den Administratationsaufwand einer geschlossenen Proxy-Firewall betreiben will.

      • micha45 sagt:

        Ich schicke einen Hinweis vorweg:
        Das Thema Datenschutz ist wichtig und auch ich bin der Meinung, dass die persönlichen Daten der Bürger schützenswert sind.
        Schützenswert vor allem für Unbedarfte, alleine schon aus Gründen der Fürsorge. Dafür sollte sich der Staat in der Verantwortung sehen.

        Ich bin aber auch der Meinung, dass, gerade wir Deutschen, es mit dem Datenschutz übertreiben. Hinter jedem Baum wird gleich ein Feind vermutet und alles muss bis ins letzte Detail reguliert werden.

        Dieser Feind sind dann in der Regel US-Amerikanische (Privat)Konzerne, die pauschal unter den Generalverdacht gestellt werden, bei der Erhebung von Telemetriedaten rechtswidrig zu handeln. Natürlich ohne die Vorlage von einschlägigen Beweisen.

        Handelt es sich um chinesische (Staats)Konzerne, sieht man das alles nicht ganz so eng. Die bauen ja tolle Smartphones, die man auch noch zu Schnäppchenpreisen erwerben kann.
        Wen kümmert da noch der Schutz der Daten!
        Was für eine Doppelmoral!

        Augenscheinlich ist uns Deutschen der Schutz der Daten wichtiger als der Schutz von Menschenleben. Nicht absichtlich, sondern im übertragenen Sinne.

        Diese Corona-Warnapp ist das Paradebeispiel dafür. Nur aus rein datenschutzrechtlichen Bedenken ist dieses an und für sich sinnvolle Helferlein praktisch nutzlos.

        • Günter Born sagt:

          Die Argumentation geht leider am Ziel vorbei! DSGVO gilt für Unternehmen, egal von welcher Seite da Geräte/Leistungen bezogen werden. Ich habe mich einige Wochen mit der DSGVO hier wegen der Blogs und der freiberuflichen Tätigkeit herum geschlagen. Die Vorgaben sind da von Datenschutzseite ziemlich klar – eine IP wird von den Datenschutzbeauftragten als „persönliches Datum“ betrachtet. Also muss ich das berücksichtigen.

          Wenn wir das bei jedem kleinen Website-Betreiber fordern, können wir da nonchalant drüber gehen, wenn es um Apple, Google oder Microsoft geht? Die Antwort mag sich jeder selbst geben. Im Übrigen war es ein Beispiel, wie schwer sich Landesdatenschutzbeauftragte mit einem gesetzgeberisch festgelegten Thema schon tun – und jetzt träumen wir von der nächsten Regulierung wegen Kontensperren?

          Wenn ein chinesischer Hersteller Backdoors oder Trojaner in Produkte einbaut, die Daten abziehen und dies bekannt gibt, und diese hier im Business-Umfeld eingesetzt werden, ist das genau so ein Fall für den Datenschutz. Mit Moral oder Doppelmoral hat das wenig zu tun.

          Der letzte Absatz ist aus technischer Sicht schlicht Unsinn. Die Corona-Warn-App ist – nach allem, was ich lese, nicht am Datenschutz gescheitert. Es sind immer die gleichen Argumente – vorgebracht von „Interessierten“ aus der staatlichen Umgebung – oder von Blauäuigen aus dem Kreis der Nutzerschaft – die werden dadurch aber nicht richtiger.

          Im Übrigen: Kern des Blog-Beitrags und meines Kommentars war nicht der Datenschutz, sondern der Umstand, dass es zu willkürlichen Kontensperren kommt – und es für Betroffene schlicht keine Möglichkeiten gibt, zu erfahren, warum er gesperrt wurde und dass die Sperre aufgehoben wird. Und da gilt: Wenn ich das weiß -> „Finger weg“ oder lediglich in einem Umfang nutzen, dass eine Sperre die Wirkung eines „Sack Reis in China umgefallen“ hat. Alles andere würde ich als blauäugig einstufen.

          Der Datenschutz kam hier in einem Nebensatz rein, weil ich sehr genau mit verfolgt habe, wie DSGVO – und jetzt die Cookie-Consent-Geschichte – sowie die ePrivacy-Verordnung (Ende 2021 geplant) in der politischen Landschaft entstanden sind (hervorgewürgt trifft es besser).

          Jetzt auf eine politische Entscheidung in Sachen „Kontosperren“ zu hoffen (war ja die Argumentation des Ursprungsposters), finde ich … lustig – (ok, wir haben Ostern, kleine Kinder glauben auch noch, dass der Osterhase kommt und Eier bringt – können wir also auch glauben, dass eine Gesetzesnovelle in Bezug auf Kontensperren kommt).

          PS: Es liegt an Microsoft, das zu ändern … alles andere ist Spiegelfechterei am falschen Platz – imho.

          • micha45 sagt:

            „Jetzt auf eine politische Entscheidung in Sachen „Kontosperren“ zu hoffen (war ja die Argumentation des Ursprungsposters)“

            Das war auf den Datenschutz bezogen und nicht auf das Kontosperren.

            Zum Thema willkürlichen Kontosperren:
            Dazu habe ich meine Meinung kundgetan. Andere Meinungen akzeptiere ich trotzdem.

            Es liegt ja schließlich in der Natur der Menschen, dass sie oft Dinge „ungesehen“ glauben, wenn diese in die eigene Weltanschauung passen, aber immer dann skeptisch sind, wenn das nicht der Fall ist. Selbst dann gutgläubig sind, wenn die Umstände jeglicher Logik entbehren.

            Für mich ergibt ein willkürliches Kontosperren keinen Sinn.
            Es kann ja durchaus sein, dass einige der Betroffenen gar nicht mehr wissen, ob und wann sie gegen die Nutzungsbestimmungen verstoßen haben. Das ändert aber nichts daran, dass das Recht zu handeln auf Seiten des Anbieters liegt.

            Ich wiederhole mich da sehr gerne:
            Wem das alles nicht in den Kram passt, der muss eben auf die Angebote verzichten.
            Darüber muss man sich natürlich vorher Gedanken machen.

            Vollkommen absurd ist für mich, dass die Produkte und Dienste geordert werden, inklusive der Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen, dann aber auf die Bedingungen gepfiffen und nach dem Eintreten der Konsequenzen das große Gejammere in Gang gesetzt wird.
            So stellt es sich mir jedenfalls dar.

            In meinem persönlichen Umfeld (Familie, Verwandte, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen) sind sehr viele, die Produkte und Dienste von Microsoft nutzen -und auch schon sehr lange nutzen. Mich eingeschlossen.
            Keinem von denen wurde bisher das Zugangskonto gesperrt, keinem einzigen.
            Denn wäre das der Fall, hätten die sich längst an mich oder andere Ansprechpartner gewandt und berichtet.

            Aber wie auch immer, dann lasse ich es an dieser Stelle mal gut sein. Soll jeder mit diesem Thema umgehen, wie er lustig ist.

        • Gerold sagt:

          Lies mal hier was die Post in der Schweiz so treibt in Sachen Datenschutz bzw. nicht existenter Datenschutz.
          Nach dem Surfen im Internet gibts adressierte Werbung im Briefkasten mit tatkräftiger Mithilfe der Post.

          https://www.20min.ch/story/post-verdient-bei-spionage-werbung-mit-742251192943

  12. oli sagt:

    „Auf lange Sicht ist so ein Vorschlag weder der Praxis gerecht noch zielführend.
    Aus meiner Sicht, spiegelt das sogar Innovationsfeindlichkeit wider.“

    MS Online-Konten sind für dich also Innovation? Manchmal frage ich mich, warum Computer damals (ganz früher, zu Windows 7-Zeiten :x), überhaupt benutzt wurden, wenn für einige Leser hier Online-Konten der heilige Gral sind, mit denen das Leben überhaupt lebenswert wurde.

  13. Nachdenker sagt:

    NDS hat auch kleinen artikel dazu:

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=70893

    mfg

    • Günter Born sagt:

      Danke für den Link – sollte sich jeder Protagonist drei Mal durchlesen.

      • micha45 sagt:

        Ein Mal lesen hat gereicht.^^
        Vieles in dem Artikel ist ja nicht von der Hand zu weisen.

        Unter dem Strich bleibt aber festzuhalten, dass jeder mündige Erwachsene grundsätzlich selbst bestimmt, was er wie nutzt und welche Daten er an welchen Orten ablegt.

        Diese Verantwortung nimmt einem keiner ab. Jeder sollte in der Lage sein, sich vorab über alle Umstände zu informieren, sich ein umfassendes Gesamtbild zu schaffen und dementsprechend zu handeln.
        Das Internet bietet sich dafür als einschlägige Informationsquelle an. Aber auch das persönliche Umfeld könnte zielführend und hilfreich sein. Oder die entsprechende Lektüre, die es sogar noch in Druckform zu kaufen gibt.^^

        Niemand erwartet von den Autofahrern, dass sie ihr Auto selbst reparieren können. Erwarten kann man aber, dass sie wissen, dass es Werkstätten gibt, die das können und wo die zu finden sind.

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