Wurde Tesla gehackt – oder gab es einen Datenschutzvorfall? (23.6.2021)

Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)Ich muss mal auf das Schwarmwissen der Leserschaft zurückgreifen, in der Hoffnung, dass vielleicht ein Betroffener mehr dazu weiß. Es sieht mir so aus, als ob Besitzer eines Tesla-Fahrzeugs von einem Hack oder einem Datenschutzvorfall betroffen sein könnten. Details liegen mir nicht vor, aber mir ist ein Screenshots mit einer etwas kryptischen Nachricht von Tesla an einen Fahrzeugbesitzer zugegangen. Dieser wurde informiert, dass eine Maßnahme erforderlich sei und er seine Kartendetails hinzufügen müsse.


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Das Ganze reduziert sich auf den nachfolgenden Screenshot, den ich spontan bei mir als Phishing-Versuch gewertet hätte. Da der Hinweisgeber aber nicht ganz „unbeleckt“ ist (das Ganze trudelte mit der Bemerkung „schon gesehen, Tesla gehackt“, glaube ich nicht an Phishing, sondern die Nachricht könnte wirklich von Tesla sein.

Tesla-Nachricht
Tesla-Nachricht

In der gestrigen Nachricht mit dem Titel Maßnahme erforderlich: Kartendetails hinzufügen von Tesla an einen Fahrzeugbesitzer heißt es:

Bitte melden Sie sich mit Ihrem Tesla-Konto an und fügen Sie Ihre Karteninformationen hinzu.

Ein isolierter Systemfehler hat dazu geführt, dass Ihre Zahlungsdaten nach Ihrer Bezahlung gespeichert wurden.

Wir haben das Problem identifiziert und behoben. Ihre Zahlungsdaten wurden nicht offengelegt, da diese stets verschlüsselt und gesichert sind.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme haben wir Ihre Kartendaten aus unserem System gelöscht. Melden Sie sich an, um Ihre Kartendaten hinzuzufügen und weiterhin auf Dienste wie Supercharging zugreifen zu können.

Wir entschuldigen uns für eventuelle Unannehmlichkeiten.

Vielen Dank,

Ihr Tesla Team

Wie bereits angedeutet: Auf den ersten Blick schaut es wie eine Phishing-Nachricht aus, mit der die Zugangsdaten zum Tesla-Konto abgefischt werden sollen. Postuliert man aber, dass die Nachricht von Tesla stammt (kann ich aktuell nicht überprüfen), ergibt sich eine komische Botschaft. Die Nachricht informiert den Empfänger, dass durch einen Systemfehler die Zahlungsdaten nach einer Bezahlung gespeichert wurden. Wo, geht nicht hervor – aber ich gehe davon aus, dass Transaktionsdaten für Zahlungsvorgänge immer irgendwo gespeichert werden müssen.

Was mich dann verunsichert, ist die weitere Wortwahl. Es seien keine Zahlungsdaten offengelegt worden, da diese stets verschlüsselt und gesichert sind. Diese Umschreibung kenne ich nur von Hacks, oder falls es einen Datenschutzvorfall gegeben hat. Dass in der Nachricht behauptet wird, dass die Kartendaten (wohl Kreditkarte) als Sicherheitsmaßnahme aus dem System von Tesla gelöscht wurden, trägt auch nicht gerade zur Beruhigung bei. Wenn es also kein Phishing ist, was steckt da dahinter? Hat jemand aus der Leserschaft die Benachrichtigung auch erhalten oder gar nähere Informationen, was dahinter steckt?

So ganz rund läuft es bei Tesla in der IT wohl nicht. Bei einer Web-Suche bin ich auf diesen CNBC-Artikel von März 2021 gestoßen, wo Autokäufer beim Kauf eines neuen Autos gleich zwei Mal mit der Abbuchung des Kaufpreises beaufschlagt wurden. Die Betroffenen mussten dann ihrem Geld nachlaufen.


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3 Antworten zu Wurde Tesla gehackt – oder gab es einen Datenschutzvorfall? (23.6.2021)

  1. 1ST1 sagt:

    Sieht aus, wie eine Email. Man könnte ja mal auf dem PC mit einem vernünftigen Mailprogramm (Thunderbird) mal nachsehen, wo die anklickbaren Links so hin gehen. Wenn die Mail legitim ist, müsste es ja wohl was auf tesla.com oder so sein, und nicht was mit bit.ly oder gehackte_wordpress_instanz.de/hoffentlich_findet_das_der_admin_nicht/hackerportal.html. Außerdem könnte man da dann auch die echte Absenderadresse und nicht nur den angezeigten Namen sehen.

  2. Horst sagt:

    Ich habe auch einen Tesla und habe so etwas nicht bekommen. Bei mir wurde auch nix gelöscht und alles geht wie gehabt.

    • Anonymous sagt:

      Na ja, wer fährt schon einen Tesla? Die Batterien bestehen aus tausenden gewöhnlichen verkabelten Li-Ionenakkus, wie sie in Smartphones verbaut sind. Die brennen gelegentlich schön, was die zunehmenden Meldungen im Radio „Autobrand auf…“ erklären können. Dann ist der Energieverbrauch genaugenommen sehr hoch, was immer verschwiegen wird. Denn pro KW Strom benötigt man halt 2 bis 2.5KW Primärenergie, die irgendwoher kommen muss. Das ist Physik. Und wie steht’s mit der CO2-Bilanz? Ebenfalls miserabel, wenn man den effektiven Herstellungsaufwand für Akkus etc. betrachtet.

      Wie Werbung doch Leute verblenden kann, Elektroschrott zu kaufen!

      Norbert

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