Windows 11: Diese Features verschwinden

Windows[English]Mit der Vorstellung von Windows 11 zum 24. Juni 2021 (siehe Ja, Microsoft hat Windows 11 vorgestellt) läutet Microsoft eine neue Ära ein und will 2025 Windows 10 auslaufen lassen (siehe Endet Windows 10 am 14. Oktober 2025? Ein bisschen …). Ähnlich wie bei neuen Windows 10-Versionen wird Microsoft auch bei Windows 11 verschiedene Funktionen verschwinden lassen oder erklärt diese als veraltet. Erstaunlich nur, dass dies bereits lange vor der Verfügbarkeit des Betriebssystems passiert.


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Dass der von manchen Nutzern geliebte und in Firmen noch häufig eingesetzte Internet Explorer 11 es nicht in Windows 11 schafft, sondern durch den Edge-Browser ersetzt wird, sollte eigentlich jedem klar gewesen sein. Die Kollegen von Bleeping Computer arbeiten sich hier an diesem Thema ab. Aber die Microsoft-Seite Find Windows 11 specs, features, and computer requirements enthält im Abschnitt Feature deprecations and removals weitere Funktionen, die als veraltet eingestuft werden und irgendwann verschwinden.

  • Cortana will no longer be included in the first boot experience or pinned to the Taskbar.
  • Desktop wallpaper cannot be roamed to or from device when signed in with a Microsoft account.
  • Internet Explorer is disabled. Microsoft Edge is the recommended replacement and includes IE Mode which may be useful in certain scenarios.
  • Math Input Panel is removed. Math Recognizer will install on demand and includes the math input control and recognizer. Math inking in apps like OneNote are not impacted by this change.
  • News & Interests has evolved. New functionality has been added which can be found by clicking the Widgets icon on the Taskbar.
  • Quick Status from the Lockscreen and associated settings are removed.
  • S Mode is only available now for Windows 11 Home edition.
  • Snipping Tool continues to be available but the old design and functionality in the Windows 10 version has been replaced with those of the app previously known as Snip & Sketch.
  • Start is significantly changed in Windows 11 including the following key deprecations and removals:
    • Named groups and folders of apps are no longer supported and the layout is not currently resizable.
    • Pinned apps and sites will not migrate when upgrading from Windows 10.
    • Live Tiles are no longer available. For glanceable, dynamic content, see the new Widgets feature.
  • Tablet Mode is removed and new functionality and capability is included for keyboard attach and detach postures.
  • Taskbar functionality is changed including:
    • People is no longer present on the Taskbar.
    • Some icons may no longer appear in the System Tray (systray) for upgraded devices including previous customizations.
    • Alignment to the bottom of the screen is the only location allowed.
    • Apps can no longer customize areas of the Taskbar.
  • Timeline is removed. Some similar functionality is available in Microsoft Edge.
  • Touch Keyboard will no longer dock and undock keyboard layouts on screen sizes 18 inches and larger.
  • Wallet is removed.

Vieles in der Liste wird man mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nehmen – wer hat schon groß den S-Mode unter Windows 10 genutzt? Für mich erstaunlich, dass Microsoft da in Windows 11 Home weiter mit herum frickeln will. Auch auf Cortana kann man beim Einrichten verzichten.

Die Liste hält aber auch die Bestätigung bereit, dass nun einige mit großem Trara in Windows 10 eingeführte Funktionen offiziell gestorben sind. Zu den Live Tiles (Live Kacheln) im Startmenü hatte ich im März 2020 den Beitrag Windows 10: Live Tiles werden wohl noch nicht sterben veröffentlicht. Jetzt zieht man diesem "Untoten" endgültig den Stecker und ersetzt das durch Widgets. Auch die Timeline wird offiziell beerdigt, genau wie die Peoples-App, die nicht mehr in der Taskleiste als Symbol auftaucht.

Die folgenden Apps werden beim Upgrade nicht entfernt, werden aber auf neuen Geräten oder bei einer Neuinstallation von Windows 11 nicht mehr installiert. Sie stehen im Store zum Download zur Verfügung:

Skype wurde ja durch das in Windows 11 integrierte Microsoft Teams ersetzt. Das 3D-Zeugs wurde nach meinen Beobachtungen kaum benutzt und dessen Verschwinden war ja absehbar. Ob OneNote for Windows 10 jetzt einen langsamen Tod stirbt, wird man sehen müssen.

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17 Antworten zu Windows 11: Diese Features verschwinden

  1. Anonymous sagt:

    Das wird wohl kaum einer vermissen, bis auf das folgende Feature:

    >>Taskbar functionality is changed including:
    >>- Alignment to the bottom of the screen is the only location allowed.

    Wenn ich das also richtig verstehe, wird ein Feature entfernt werden, welches seit Windows 95 vorhanden ist und IMHO doch von einer Vielzahl von Usern genutzt wird. Passt wohl nicht zum "tollen neuen modernden Design"… :-/
    Naja, mal sehen ob's wirklich dabei bleibt…

    • Steter Tropfen sagt:

      Allein das wäre für mich schon Grund genug, auch dieses Windows nicht zu nutzen. Hey, was ist so schwer daran, dem Nutzer zu überlassen, die Taskleiste da anzuzeigen, wo er sie brauchen kann? Sind die heutigen Programmierer so beschränkt, dass sie das nicht mal auf die Reihe kriegen?
      Was fällt M$ ein, einfach zu verkünden „not allowed"?

      Dafür der Startbutton in der Mitte. Mag ja für Smartphone-Daumenkinos sinnvoll sein, aber an einem Arbeitsrechner ist das beknackt. Würde MS Büromöbel herstellen, dann hätten Schreibtische die Schubladen mittig unter der Arbeitsplatte: „Sie haben genau so viel Platz wie bisher, sie müssen künftig nur die Beine etwas spreizen."

    • Karl Wester-Ebbinghaus (@tweet_alqamar) sagt:

      >>Taskbar functionality is changed including:
      >>- Alignment to the bottom of the screen is the only location allowed.

      Dann schau mal in den feedback hub.

      Ich habe in den letzten 7 Jahren noch nicht ein item entdeckt, welches soviele upvotes hat.

      Wir hatten vor paar Tagen schon die 20.000 geknackt.

  2. Julian B. sagt:

    Also das meiste in der Liste ist soweit alles schön.
    Zwei Dinge allerdings wären für mich sogar ein grund Windows 11 nicht zu nutzen:

    1. Taskbar functionality is changed including:
    Apps can no longer customize areas of the Taskbar.

    Nach meinen Informationen beinhaltet das auch das Symbolleisten in der Taskbar gestrichen sind o.O

    2.Start is significantly changed in Windows 11 including the following key deprecations and removals:
    Named groups and folders of apps are no longer supported and the layout is not currently resizable.

    keine Gruppen und Ordner mehr? eins von beiden weg (für mich die Ordner) ok. beides??
    Sorry wird sehr unübersichtlich und unaufgeräumt. Für mich echt ein Problem.
    Ich weiss nicht ob sich MS hier nicht ein Bock schießt wie mit Windows 8…

    Ohne Gruppen im Startmenü und ohne Symbolleisten in der Taskleiste… Sorry für mich echt nicht benutzbar.
    Kann nur hoffen das MS hier noch im Laufe der Zeit nachbessert. Noch erhält Win 10 ja 3,5 Jahre support. Ich hoffe stark bis dahin ändert sich mit Updates noch etwas.

    • Karl Wester-Ebbinghaus (@tweet_alqamar) sagt:

      Ich kann das nachvollziehen mittlerweile nutze ich das Menü kaum noch.

      Ich tippe auf die Windows Taste gebe direkt den Programm Namen ein welches ich starten will (oder teile davon) fertig.

  3. iso sagt:

    Also für mich sehe ich bis hierhin überhaupt kein Problem. Im Gegenteil. Manchmal verstehe ich die Aufregung einiger auch nicht.

    OK, die Symbolleisten in der Taskbar kann man schon vermissen, aber für jene die es brauchen es gibt reichlich Drittanbieter die sowas in ähnlicher Form anbieten und voraussichtlich auch für Windows 11 anbieten werden (bisher auch kostenlos). Gleiches gilt für das Startmenü.

    Zu dem Punkt Taskbar: "Alignment to the bottom of the screen is the only location allowed.": Das finde ich sogar gut. Unter Windows hat m.E. die Taskleiste oder Symbolleisten oben nichts zu suchen, da dort oft andere Kontrollen, wie Remotedesktop, o.ä. ihre Steuerungen und Leisten oben andocken. Rechts und links docken die wenigsten an. Für die Entwickler macht es das einfacher, wenn klar ist, das die Taskleiste immer unten ist. Ebenso für die Supporter.

    Die Gruppen und Ordner im Startmenü werde ich ebenfalls nicht vermissen. Wenn ich ein Programm starten will, mach ich das über ein Symbol auf dem Desktop oder über eine externe Starterleiste. Ansonsten öffne ich das Startmenü und tippe die Anfangsbuchstaben des Programms ein, das sich starten will. Einfacher geht es nicht.
    Nur in den seltensten Fällen blättere ich mal im Startmenü. Kann aus meiner Sicht also weg.

    Was interessant wird ist das Handling, wenn die Symbole in der Mitte auf der Taskleiste angeordnet sind.

    Für mich wird es eher spannend, mit den Hardwarevoraussetzungen (siehe Beitrag von Günter Borns zu Windows 11 Hardware Voraussetzungen). Die gestrichenen Features werde ich jedenfalls nicht vermissen.

    • icke sagt:

      "Zu dem Punkt Taskbar: „Alignment to the bottom of the screen is the only location allowed.": Das finde ich sogar gut. Unter Windows hat m.E. die Taskleiste oder Symbolleisten oben nichts zu suchen, da dort oft andere Kontrollen, wie Remotedesktop, o.ä. ihre Steuerungen und Leisten oben andocken. Rechts und links docken die wenigsten an."
      Seit 16:9- bzw. 16:10-Bildschirme in sind, ist das Umschwenken der Leiste an den rechten bzw- linken Rand das erste, was ich bei einem frischen Windows tue. Es kommt erstaunlich oft vor, dass andere die Leiste am linken oder rechten Sand sehen und mich bitten, die auch bei ihnen umzuziehen. Breite ist ja genug vorhanden, aber kosttbare Höhe verschwenden?
      Mittlerweile unterscheide ich mit rechter oder linker Leiste zwischen Privat- und Arbeitsrechner.
      Für mich ist das fast ein "Weg mit dem Kram"-Feature!

    • OwenBurnett sagt:

      > OK, die Symbolleisten in der Taskbar kann man schon vermissen, aber für jene die es brauchen es gibt reichlich Drittanbieter die sowas in ähnlicher Form anbieten und voraussichtlich auch für Windows 11 anbieten werden (bisher auch kostenlos).

      Ok zähl mal ein paar auf, würde mich interesieren mit was ich in Zukunft dem elver als Krücke zulegen werde müssen.

      > Zu dem Punkt Taskbar: „Alignment to the bottom of the screen is the only location allowed.": Das finde ich sogar gut

      Und ich finde das eine absolute katastrophe,
      wie soll ich den jetzt bitte meine 2 reihen an Monitoren betreiben?
      Die obere reihe muss die task leisten oben haben sonst ist das doch misst!

      Ich will nicht in der mitte der arbeitsfläche zwischen taskleisten haben, alle taskleisten gehören an die periferie des sichtfeldes

      Was mich vor allem aufregt ist aber das diese ganzen kastrationen und verkrüppelungen eines bis dato pasabel funktioneirenden konzeptes vollkommen unnötig sind.

      es tat doch absolut nicht not diese funktionalität zu entfernen, die designer vollpfosten von MSFT wollen nur erzwingen das ihr neuer murks wie mac os aussieht.

      daher haben die die taskleiste so dermaasen beschädigt.

    • Kassandra sagt:

      > OK, die Symbolleisten in der Taskbar kann man schon vermissen, aber für jene die es brauchen es gibt reichlich Drittanbieter die sowas in ähnlicher Form anbieten und voraussichtlich auch für Windows 11 anbieten werden…

      Mit final funktionierendem TPM Konzept wird es ausser streng kontrollierten Programmen bzw. "Apps" über den MS App Store – wie auch immer der dann benannt ist – keine Drittanbieter mehr geben.

      • OwenBurnett sagt:

        wieso TPM andregen und ein boot mode patcher laden der den kernel kastriert,
        sowas wie efiguard.
        Solange der mainboard hersteller das bios nicht mit zwangs secure boot zulagelt haben wir windows immer bei den eiern.
        Da wir unseren code zuerst ausführen können und an dem kernel nach lust und laune herumschnippeln können.

    • 1ST1 sagt:

      Ich nutze die Peoples App in der Taskleiste sogar ziemlich regelmäßig. Ich würde mir im Gegenteil wünschen, dass diese Funktion ausgebaut wird, dass z.B. Thunderbird und andere Mailprogramme darauf zugreifen könnten, dass man z.B. eine Klick auf eine Telefonnummer machen kann, und die Ihr Smartphone App würde das Handy ansteuern und ein Telefonat starten, ein Klick auf eine Mailadresse würde eine neue Mail im Lieblingsmailprogramm öffnen, ein Klick auf eine Adresse und man hat sie für einen Brief im Clipbord oder Maps rechnet einem den Weg dort hin aus.

      Was ich auch schmerzlich vermissen würde, wäre die Schnellstartleiste, in der man sich als Ordnerstruktur eine eigene Menüleiste mit allen möglichen Verknüpfungen bauen kann (Programme, Shares, Dateien, …), auch das alte Startmenü (der Programme-Zweig) lässt sich damit als Schnellstartmenü nachbilden, man muss die Struktur nur in die Taskleiste verknüpfen.

      Und ich hoffe, dass der Support für Diskettenlaufwerke nach wie vor nicht verschwindet!

  4. Start sagt:

    Wenn das Startmenü wirklich so umgebaut wird, werde ich nicht um Classic Shell o.ä. herumkommen. Oder es ist der letzte Bock den MS geschossen hat, damit ich zu Linux gehe…
    Mal schauen, wieviel von diesen Änderungen bis zum Supportende von W10 noch vorhanden sind. Man kennt ja MS, da ist nix final (siehe W10 letztes Windows aller Zeiten)^^

  5. Dat Bundesferkel sagt:

    "(…) genau wie die Peoples-App (…)"
    Microsoft weiß genau, was seine Kunden wollen/brauchen/nutzen – not. Gerade diese App war bislang immer eine sehr bequeme Schnittstelle für mich, auf die Kontaktdaten in meiner Cloud "mal eben" zuzugreifen.

    Hört die Firma eigentlich auch auf ihre Konsumenten, oder drücken die nur auf Teufel komm raus den Mist durch, der in ihren (wirren?) Köpfen umherspukt?
    Ich will mit meinem System produktiv arbeiten, möglichst kurze Wege nutzen und nicht immer größere Verrenkungen veranstalten, nur damit ich eine Litfaßsäule 2.1 bewundern darf.

  6. theo sagt:

    Bitte auch das unsägliche "Your Phone" runterschmeissen.

  7. Sherlock sagt:

    Über das neue Startmenü habe ich gerade hier
    https://groups.google.com/g/de.comp.os.ms-windows.misc/c/xQfeGwhS-74
    einen kleinen Artikel verfasst. Optisch ganz nett, funktional eine Katastrophe.
    Man kann es derzeit über eine Kombination zweier Reg-Keys beheben, aber es ist fraglich, ob diese beiden Keys auch in der Finalversion noch wirksam sein werden.

  8. Leserin sagt:

    Da ich immer mehrere Programme gleichzeitig offen habe und zwischen diesen per Taskbar-Buttons hin und herswitche frage ich mich, wie Microsoft sich denkt, daß man jetzt mit einem PC arbeiten soll (ja, es gibt tatsächlich Leute , die noch was anderes mit Computern machen als nur Social Networks, Chatten und Daddeln)? Außerdem habe ich mir dort einige Microsoft systeminterne Sachen abgelegt, die ich sonst nie mehr wiederfinden würde. Einige der eliminierten Tools wie OldCalculator, SnippingTool, StickyNotes oder das große Programm Skype (nicht diese komische App) wird man vermutlich nachinstallieren können, das ging bei Windows 10 ja auch.

    Aber wer ein Handy oder ein Tablet haben will, der kauft sich doch auch ein Handy oder Tablet, da braucht der Computer doch jetzt kein Handy- oder Tablet-Klon zu werden!
    Klingt für mich erst mal nach einer Horror-Vision. Hoffentlich läßt sich das wie Vista (von XP auf 7) und 8 (von 7 auf 10) überspringen, vielleicht wird 12 ja wieder nutzerfreundlicher.

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