Barrierefreie Notrufe mit der nora-App der Bundesländer

Die deutschen Bundesländer haben offiziell die nora-App freigeschaltet (funktioniert bis auf Berlin in 15 Bundesländern). Mit dieser App, die für Android und iOS kostenfrei verfügbar ist,  können Menschen barrierefrei Notrufe an Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst (Notrufnummern 110 und 112) absetzen. nora schafft die Möglichkeit für Menschen mit Sprach- und Hörbehinderung besser einen Notruf absetzen zu können. Ich habe einige Details zur App drüben im 50Plus-Blog im Beitrag Notruf-App nora verfügbar zusammengefasst.


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6 Antworten zu Barrierefreie Notrufe mit der nora-App der Bundesländer

  1. janil sagt:

    An sich wieder eine gute Sache. Aber permanent Standort an, persönliche Daten in der App hinterlegen…
    Das ist bei CWA und Luca teilweise schon passiert.
    Warum nicht gleich die Sim-Karte unter die Haut implantieren mit direkter Hirn-Verbindung, ist ironisch gemeint, wenn man auch schon nah dran ist.
    Für behinderte Menschen ist es sicher eine gute Sache, um schnell Hilfe zu rufen. Aber Otto-Normal der nur in der Ausnahme Hilfe braucht, wird noch gläserner, wie schon das Auto… In der DWD-App kann man Standort genau Wettermeldungen eingeben… Bei mir ist Standort in der Regel aus und wird nur bei Navigation eingeschaltet.
    Irgendwie frage ich mich gerade, wo mein Aluhut ist.
    Übertreibe ich?

    • Günter Born sagt:

      Zu den letzten beiden Sätzen: Die Zielgruppe der App ist eine gänzlich andere als das, was Du im Sinn hast. Wenn ich vor der Möglichkeit stehe, keinen Notruf mit Position absetzen zu können, oder mir da von einer App helfen zu lassen, wird jeder individuell eine Entscheidung treffen müssen.

      Was ich aktuell nicht einschätzen kann: Wie es wirklich ist, die App mit Handycap zu bedienen. Ich erinnere mich nur an meinen Sportunfall mit partieller Querschnittssymptomatik, wo ich 2 Stunden brauchte, um einen kurzen Satz am Smartphone einzutippen – und dann hat mir die Autokorrektur das alles zunichte gemacht. Einen Notruf an 110 oder 112 hätte ich wohl noch abschicken können. Es ist immer eine individuelle Entscheidung. Im Bereich Seniorennotruf im häuslichen Umfeld würde ich aus diesen Erfahrungen immer zu einem Hausnotruf (RK, Malteser) plädieren. Der wird per Armband am Arm getragen und kann bei einem Sturz i.d.R. noch betätigt werden. Auch bei dieser Lösung werden persönliche Daten bei der Rettungsstelle hinterlegt.

      • janil sagt:

        Für meine Frau Mutter wird es ab 80. Geburtstag auch so ein Hausnotruf am Handgelenk werden, da sie auch viel Spazieren geht. Diesen tragen schon einige Senioren in der Nachbarschaft.

    • chw9999 sagt:

      Deine Ironie erschließt sich mir nicht ganz… Lass' uns mal in 30+ Jahren darüber reden, vielleicht ist (D)eine jugendliche "Unzerstörbarkeit" bis dahin verwelkt, und "plötzlich" werden andere Prioritäten wie "ich will im Zweifelsfalle lieber gefunden werden, als meine Daten nicht mit Rettungsdiensten teilen" gesetzt. Ich war auch mal jünger und unzerstörbarer, bin aber mittlerweile to old to die young!

      Abgesehen davon, dass Unfälle auch junge Menschen betreffen können.

      • janil sagt:

        Mit 88 Jahren werde ich bestimmt auch so einen Handgelenknotruf tragen, wie Günter schon erwähnte, für Senioren die gestürzt sind, ist ein Knopdruck meist noch drin. Die Sache mit dem implantierten Chip muss man abwarten aber warum soll denn, was bei dem gechipten "Waldi" gut genug ist, nicht auch bei uns Menschen dann körpereigen funktionieren. Warten wir es ab…

  2. Holger Dewitz sagt:

    Warum wundert mich das nicht:

    ….bis auf Berlin….

    Das mit dem Wählen hat ja da auch nicht so überzeugt… ;-)

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