Netflix hat eine Million Abonnenten verloren

Noch eine schlechte Nachricht zu Netflix gefällig? Dem US-Streaming-Anbieter Netflix scheinen die Kunden abhanden zu kommen. Berichte über einen Abonnentenschwund gab es ja bereits länger. Jetzt hat der Anbieter den Verlust von einer Million Abonnenten bestätigt.


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Exit bei Netflix-Abonnenten

Ich habe es bereits gestern hier gelesen:  Netflix hat in den letzten beiden Quartalen kontinuierlich Abonnenten verloren. Die Spatzen haben dies bereits von den Dächern gepfiffen. Bestätigt wurde das jetzt im Geschäftsbericht, den Netflix für das 2. Quartal 2022 vorgelegt hat. Daraus geht hervor, dass das US Streaming-Unternehmen zwischen April und Juni 2022 weltweit 970.000 Abonnenten verloren hat. Dies ist das zweite Quartal mit sinkenden Abonnentenzahlen in Folge.

Es sollte schon zum Nachdenken anregen, wenn sich langjährige Abonnenten dazu entschließen, Netflix zu verlassen. Der Aktienkurs von Netflix ist in diesem Jahr, aufgrund von Sorgen um das künftige Wachstum, um 67 % gefallen. Allerdings glauben die Börsianer, dass das Unternehmen die Trendwende eingeläutet hat, denn der Kurs stieg um 7% nach Veröffentlichung des Quartalsberichts.

Netflix auf der schiefen Ebene?

Irgendwie scheint der Streaming-Anbieter Netflix aktuell unter keinem guten Stern zu stehen und ans rutschen zu kommen. Gestern hatte ich bereits im Beitrag Netflix: 84 Prozent der Kunden streamen auf Kosten anderer berichtet, dass Streaming-Anbieter wie Netflix darunter leiden, dass Kunden ihre Passwörter für den Zugang mit Dritten teilen. Basis für die Aussagen war eine Befragung von 1.015 Personen im Alter von 18 bis 84 Jahren in den USA. Diese hat ergeben, dass es bei den Streaming-Diensten im Durchschnitt pro Account mindestens zwei Profiteure gibt – also Personen, die ein Konto nutzen, ohne dafür zu bezahlen.

Netflix war laut Umfrage dabei die beliebteste Plattform für die Weitergabe von Passwörtern, aber auch Disney+ und Amazon Prime Video sind davon betroffen. Für die Streaming-Anbieter bedeutet diese (teils illegale) Passwortweitergabe finanzielle Verluste: So weist die Untersuchung für alle Streaming-Plattformen zusammen einen potenziellen Verlust von rund 640 Euro pro „Schnorrer" jährlich aus.

#Netflix: Passwort sharing

Im Blog-Beitrag Netflix testet Zusatzgebühren für gemeinsame Nutzung von Passwörtern hatte ich berichtet, dass der Anbieter mit seinem Gebührenmodell experimentiert, so dass die gemeinsame Nutzung von Konten kostenpflichtig wird. Fun-Faktor am Rande: Ein Facebook-Nutzer hatte mich auf obigen Tweet von Netflix aufmerksam gemacht. Im März 2017 machte das Unternehmen auf die Möglichkeit des Passwort-Shairing aufmerksam. Die Geister, die ich rief …


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34 Antworten zu Netflix hat eine Million Abonnenten verloren

  1. JG sagt:

    Vielleicht haben die Leute einfach keinen Bock auf diesen Genderwahnsinn der dort gezeigt wird.

    • Anonymous sagt:

      Ja, derlei Produkte gibt es dort aus. Aber das ist nicht Netflix-Exklusiv und findest Du überall.
      Bei Disney+ werden Filme und Serien teilweise "politisch korrekt" neu synchronisiert.
      Im TV wird man nur noch mit Müll berieselt.

      Natürlich findest Du auf Netflix auch politisch inkorrekte Inhalte. Die Sache ist nur: Man hat die (für sich selbst) interessanten Inhalte durchgeschaut. Geht mir genau so: Ich warte eigentlich auf Staffel 3 von The Witcher und bis dahin werde ich Netflix wieder kündigen (warum soll ich etwas bezahlen, was ich nicht aktiv nutze?).
      Dasselbe wird passieren bei allen anderen Streaming-Anbietern und würde ich auch beim Rundfunkbeitrag erledigen, wenn das möglich wäre. Milliarden-Lizenzen für Fußball und Musikantenstadl sind nämlich nicht die Zielgebiete, die ich mit dem Rundfunkbeitrag alimentieren möchte.

    • Mirco Buck sagt:

      "Genderwahnsinn"

      Niemand ist traurig, wenn einer wie du nicht mehr Netflix schaut.
      Typen wie du sind das Problem in dieser Gesellschaft.

      • Anonymous sagt:

        … ich denke eher, daß es Personen wie Du sind.

        Intolerant, über alles erhaben und dem Dunning-Kruger-Effekt unterliegend, wie man den anderen Kommentaren entnehmen kann.

        • Mirco Buck sagt:

          soso, "dunningkruger" – das kannst du sicherlich auch argumentativ näher erläutern.

          Keine Toleranz für intolerante Phrasendrescher. "Genderwahnsinn" – das inhaltsleere Lieblingsschlagwort von AfDler und Leerdenkern.

          Zudem – was Netflix mit "gendern" zu tun haben soll, das weiß wohl nur der Wind.

      • Alter weißer Mann sagt:

        LEUTE wie JG haben das gesellschaftliche Problem erkannt!

        • Mirco Buck sagt:

          Wenn du auch gerne mit seltsamen erfundenen Begriffen wie "Genderwahnsinn" um dich wirfst, dann bist du selbst TEIL des Problems in dieser Gesellschaft.

      • Kai sagt:

        Genau. Nur ja keine abweichenden Meinungen. So etwas geht in der modernen Gesellschaft überhaupt nicht…

        • Mirco Buck sagt:

          Kleiner Tip:

          Hass und Hetze haben mit einer "Meinung" nichts zu tun.
          Aber genau diejenigen, die Unsinn wie "Genderwahnsinn" schreiben, das sind die, die dann rumopfern wegen angeblich fehlender Meinungsfreiheit.

          • Bernd B. sagt:

            Als echter Linker ist Genosse Buck natürlich ein Feind des Grundgesetzes, das ausdrücklich selbst extreme Meinungen schützt*.
            »Hass und Hetze haben mit einer "Meinung" nichts zu tun.« ist im Sachzusammenhang dieses Threads eine dreiste Lüge und üble Propaganda.

            * Wie extrem?
            "Es sei außerdem irrelevant, ob die "BDS"-Kampagne antiisraelisch oder antisemitisch sei, denn die Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 GG) schütze ohnehin auch antiisraelische und antisemitsche Auffassungen."

            VG Stuttgart 7 K 3169/ 21

          • GP2000 sagt:

            Warum schreiben nur andere Unsinn, aber Du nicht? Warum ist ausgerechnet Deine Meinung die Richtige?

      • Günter Born sagt:

        Vorschlag zur Güte – mir ist klar, dass das Thema separiert/provoziert – aber die Diskussion sollte nicht auf dem Niveau von Genderwahnsinn und "niemand ist traurig, wenn einer wie Du nicht mehr Netflix schaut" weiter geführt werden.

        Jeder mag das konsumieren, für das er sich interessiert. Es wird Interessierte für Fußball, für Musikantenstadl und auch für Netflix-Serien geben. Keines dieser Genres vermag mich als Konsument zu gewinnen – trotzdem kann man den Interessierten das gönnen (solange es nicht als Dogma "auch Du hast das zu sehen" hochgepusht wird).

        Originär ging es im Beitrag um schwindende Abonnentenzahlen mit Einsprengseln in Entwicklungen wie Account-Sharing etc., die den Betreibern Probleme bereiten können.

        Wäre super, wenn hier im Blog sich bezüglich der Kommentarlage etwas mehr auf die Sachbezüge der Artikel fokussiert – und keine Grundsatzdiskussion angezettelt wird. Letzteres wäre mir bei 1, 2 Kommentaren ja noch egal. Leider stelle ich fest, dass seit ca. 1 Jahr solche Diskussionen schnell auf persönliche Verunglimpfungen und subtile Unterstellungen hinaus laufen, und es bleibt mir am Ende des Tages nichts anderes übrig, als zu zensieren oder die Kommentierung zu sperren.

        Eigentlich schade … würde meine Zeit gerne in Blog-Beiträge investieren. Einfach ALLE drüber nachdenken – danke für Euer Verständnis.

        Der Hausmeister dieses Blogs …

        • Mirco Buck sagt:

          Naja, so ein Unsinn wie "Genderwahnsinn" entspringt aus der ultrarechten Ecke der AfD.
          Und das darf nicht unkommentiert stehen bleiben.

          Deutschland hat eh diesbezüglich ein dickes Problem und null aus der eigenen Geschichte gelernt.

          Denn das hat mit Kritik per se nichts zu tun, solche Menschen wollen auch nicht kritisieren sondern nur opfern, wie eben die AfD selbst.
          Und die größten Feinde der Demokratie sind eben genau solche Antidemokraten,auch wenn sie in der Opferecke sitzen.
          Wenn auch hier – wie bei heise – diese Gestalten die Oberhand gewinnen, dann bin ich auch hier weg.

          • Günter Born sagt:

            Nun ja, wenn AfD hier einschlägt, sitze ich als Hausmeister noch dazwischen. Da habe ich irgendwann auch keine Probleme, Kommentare rigoros zu löschen. War aktuell auch nur ein leichter Wink mit dem Zaunpfosten – etwas mehr auf das Blog-Thema zu fokussieren und die Umgangsformen zu wahren – galt für alle Kommentatoren im Thread.

            Ansonsten: Die Blogs sind ein Angebot meinereits – kann man verfolgen und lesen – muss man nicht. Nach 15 Jahren (ist eine lange Zeit für einen Blog) lasse ich es noch (auch als Merci an die treue Leserschaft) laufen, solange es Spaß und Sinn macht – möchte aber vermeiden, dass Kommentare zu sehr entarten – daher immer mal wieder ein Appell, die Hinweise unter Kommentieren im Blog, erster Absatz zu beherzigen.

          • Dorian sagt:

            Auch mitte/links Menschen empfinden durchaus "Genderwahnsinn", einfach mal ausserhalb der verspiegelten Bubble allen Menschen im Umfeld zuhören…

          • Ralf S. sagt:

            Wie aus vielen anderen Kommentaren von dir, sehe ich eher, dass DU wohl grundlegend ein Problem mit anderen Meinungen hast. Nämlich, alles was nicht deiner Meinung entspricht, ist keine gute Meinung – und "kann weg". Und in vielen Bereichen ist deine Meinung, sowie auch deine Ausdrucksweise schon auch recht radikal und stellt auch recht oft – zumindest hier – eine Minderheitsmeinung dar … ;-) Nur mal so als kleine Selbstreflexion angemerkt.

            Und die AfD (man kann von der halten was man will – und nein, ich habe sie nicht gewählt und werde sie nicht wählen) ist zum aktuellen Statuts eine grundlegend demokratisch legitimierte Partei, die übrigens VOLLE (!) 12 % der BRD-Bürger gewählt haben! Also "etwas mehr", als z. B. die FDP, oder DIE LINKE (die eh nur noch mit viel Glück überhaupt den Einzug geschafft hat) Wenn dir diese Partei nicht passt, solltest du in die aktive Politik gehen und diese dort aktiv mit Worten und Taten "bekämpfen". So als kleiner "Lösungsvorschlag" gedacht … ;-)

            Und falls der letzte Absatz deines Kommentars

            "Wenn auch hier – wie bei heise – diese Gestalten die Oberhand gewinnen, dann bin ich auch hier weg."

            eine Drohung darstellen sollte, kann ich dir mitteilen, dass dem nicht so ist … Tu dir einfach keinen Zwang an, falls dir danach ist. Wir leben schließlich in einem freiheitlich-demokratischen Land, in dem 100 %ige Blog-Wahlfreiheit herrscht … :-)

          • Ralf S. sagt:

            Oh sorry! Korrektur – so viel Zeit muss noch sein: Gerade gesehen, dass die FDP doch stärker als die AfD war und die AfD KEINE 12 % bekommen hat. Allerdings liegen beide nicht gerade weit voneinander entfernt … (FDP: 11,5 % und AfD: 10,3 % – lt. Bundeswahlleiter)

            Auch ich bin halt nicht perfekt und neige hin und wieder zu "Schnellschüssen" – Asche auf mein Haupt … ;-)

    • Robert O. sagt:

      gibt da ein nettes Video von David Hain (Behaind) zu diesem Thema … das nennt man wohl subjektive Wahrnehmung

  2. Luzifer sagt:

    Naja das wundert nicht wirklich, immer teurer werdend, immer weniger "Qualität" und vieles verlieren sie zusätzlich durch die Fragmentierung der Dienste … ist/wird ein Angebot schlecht, nutzt man es nicht oder kündigt!

    Das ist für deren BWL aber zu hoch ;-P

    War in der Musikbranche ja auch nicht anders: zuerst hatten sie übelst viel Piraterie, dann kam Napster und die Leute schwenkten auf die "helle Seite der Macht" die ContentMAFIA krieget trotzdem den Hals nicht voll … Napster brach zusammen dann kamen bessere Dienste und die ContentMAFIA "lernte" und siehe da es funktionierte: Musikpiraterie ist fast ausgestorben.

    Die ContentMAFIA der Filmbranche muss eben noch lernen. Die Fragmentierung wird erst noch einigen das Genick brechen müssen bevor es auch da wieder aufwärts geht.

    • Paul sagt:

      Jupp.
      Zunächst sieht es gut aus:
      Kontent-Mafia-Konferenz: "Wir verarschen unsere Kunden. Der glaubt er bekommt mit einmal 12 Euro im Monat alles. Aber halt. Er bekommt dann nichts aus dem Hause Sony, denn dafür ist ein anderer Streaming Dienst auserkoren, wir sind schließlich ein Oligopol. Und hat er erst 2 Streaming Dienste im Abo,
      lagern wir die bestgehenden Angebote von 1 und 2 nach 3 aus, löschen ihm seine voll bezahlten Kopiem. Und schwups, zahlt der dumme Kunde ein 3. mal. Wir sind einfach genial!"

      Und was macht der Kunde, nicht so doof wie die Content-Mafia glaubt, von sich auf anders schließend?
      Er spricht mit seinem Kumpel:
      "Gibst Du mir Deine Daten zu Provider 1, bekommst Du meine für Provider 2."

      Die Content-Mafia glaubt, das ihr Geld entgeht, und sperrt das Account-Sharen.

      Das ist so wie die Milchmädchen-Rechnung der BSA:
      Es gäbe 3 Millionen Raubkopie von z.B. Photoshop. Bei einem Preis von 1000 also ein Schaden von 3 Milliarden. Dabei übersehend das 99,995% der "Raubkopierer" niemals das Geld hätten, sich diese Software zu kaufen.
      Und da war dann noch der Starwriter. Einer der meist raubkopierten Textverarbeitungen. Dann wollten sie den "Raub"-Kopien her werden und verdongelten es. Wo sind sie heute?
      MS hat das erkannt und tut wenig gegen nicht kommerzielle Raubkopien.
      Klar, jedes Kind das zuhause mit einer MS-Word raubkopie gelernt hat, wird seinen Arbeitgeber danach fragen, wenn es arbeite muß…
      Das machen Dealer nicht anders.
      Übringend komisch das nur Rauschgift-Dealer und Software-Hersteller iher Kunden "User" nennen…

      Und irgendwann stellt der Kunde fest:
      Der Tag hat nur 24 Stunden, und jede Stunde vor dem TV ist verlorene Lebenszeit.

  3. Mirco Buck sagt:

    Inzwischen gibt es viele andere Streaming-Angebote, da ist klar, dass irgendwann bei Netflix die Kunden zurückgehen.

    Im Kapitalismus ist halt irgendwann Ebbe, es können nicht jährlich "immer mehr Kunden" ein Abo abschließen. Das funktioniert nicht.

    Daran muss man sich anpassen.

    Oder eben wieder etwas Hitverdächtiges produzieren, das bringt dann auch Kunden wieder zurück zu Netflix.

  4. artodeto sagt:

    Ich sehe hier auch die zwei Fakten "Preiserhöhung" und "deutlich mehr potente Mitbewerber" als Gründe.

    Ich bin aber ein "wenig Schauer" und hab Netflix primär wegen den Kinder.

    • Markus sagt:

      Sehe ich genauso. Da gibt es Disney, Amazon, Sky, Youtube und viele mehr, in einem Test las ich kürzlich von über 40 Streaming-Anbietern auf dem deutschen Markt. Netflix ist da nur noch einer von vielen und preislich nicht mehr unbedingt interessant.
      Mehrere Accounts parallel zu bezahlen ist für viele nicht möglich und sinnvoll. Wenn bei einem nix Interessantes mehr dabei ist, kündigt man und wechselt zum nächsten. Kommt jetzt nicht so überraschend.

  5. Stephan sagt:

    Wiedermal eine Total bescheuerte aussage.

    Hier wird (nicht vom Blog-Schreiber, sondern von Netflix) davon ausgegangen,
    das jeder Account Sharer ohne Sharing einen eigenen Account haben müsste.
    Es werden Zahlen über Verluste eingerechnet, die bei nicht Sharing kein Gewinn sind.

    Vielleicht 1/3 oder 1/4 der Sharer sind dazu bereit sind einen eigenen Account zu holen.
    Das Problem ist vielmehr der Hohe Preis für das Angebot und die Tatsache das die Leute keinen Bock mehr haben sich für jeden Film einen eigenen Dienst zu buchen.

    Man könnte denken, die Anbieter haben aus der Vergangenheit gelernt und gemerkt, das eine große auswahl an Anbietern schlecht für den Markt ist.
    Aber nein, jedes bescheuerte Studio macht seinen eigenen Streaming dienst auf, was natürlich die Kunden abschreckt.

    Das war schon beim Musik Streaming so, und wird bei Videos nicht anders sein.

    Nun sind es wieder die Bösem Raummordkopierer und Sharer die den Markt Kaputt machen soll.

    • Bernd B. sagt:

      Dabei sollte man immer im Hinterkopf haben, dass Netflix lange Zeit mit genau dem jetzt verpönten Accountsharing warb.

  6. Art sagt:

    Netflix und andere Streamingdienste sollte die Vorteile von Account Sharing für sich selbst nicht unterschätzen:

    – Auf Netflix gibt es aktuell Nichts, was ich schauen möchte und eigentlich würde ich jetzt kündigen und vielleicht irgendwann zurückommen. Da ich im Account Sharing stecke, ist mir die Absprache mit den anderen Beteiligten zu umständlich.

    – Spotify hätte nach der Joe Rogan/'Wir streamen auch Fakenews' und den Folgen (diverse Künstler nicht mehr verfügbar) auch gekündigt, wenn dies nur mich betroffen hätte. Jetzt beschäftige ich mich parallel zum Abo damit, wie ich meine CD/Plattensammlung digitalisiere, bzw. mir mein eigenes Medienarchiv via yt-dl/Usenet aktualisiere.

    • Markus sagt:

      Ein witziger Gedanke, den ich gut nachvollziehen kann da er mich auch selbst betrifft. Damit lässt sich auch hervorragend erklären, warum bei sinkender Abo-Zahl der Prozentsatz der geteilten Accounts zunimmt. Geteilte Accounts werden einfach seltener gekündigt.

  7. w00dst0ck sagt:

    Kann die von vielen hier genannten Punkte unterschreiben.

    * Fragmentierung des Content auf zu viele Anbieter
    * Andere Anbieter wie z.B. Disney haben keine Preisstaffelungen und bieten 4K UHD mit Dolby Vision und Dolby Atmos auf kompatiblen Endgeräten ohne Aufpreis
    * Allgemein Steigende Kosten regen zum Sparen an und man bucht vielleicht den einen Monat Netflix und den anderen Monat einen anderen Anbieter
    * Nicht jeder "Sharing-Schmarotzer" würde Geld bezahlen um den Dienst zu benutzen (hat aber mit dem Abonnentenschwund wenig zu tun, oder zählt jedes angelegte Profil als Abonnenten?)

  8. Cornelia sagt:

    Streaming war noch nie mein Ding, für Musik überhaupt nicht und für Filme auch nicht wirklich.
    Ein Problem ist, dass die für mich in Frage kommenden Filme auf unterschiedlichen Plattformen verfügbar sind und ich mich nicht für eine davon entscheiden kann/will. Am ehesten wäre es wohl Disney+.
    Ein weiteres Problem ist der hohe Preis. Nur um mir so etwa 3-6 Filme im Jahr anzuschauen, brauche ich kein teures Monatsabo, mit dem ich (theoretisch) täglich 8-12 Filme / 20-26 Serien – oder noch mehr – anschauen könnte.

    In der Regel schaue ich mir etwas von dem an, was gerade im Fernseher kommt – selbst wenn die Werbeunterbrechungen extrem ärgerlich sind. Gelegentlich greife ich auf eine meiner gekauften DVDs zurück. Noch seltener nehme ich einen Film auf meinem HD Recorder auf und schaue ihn mir später – die Werbung vorspulend – an.

    Wenn ich von jemandem ein Login für Netflix oder eine andere Plattform hätte, würde ich (vielleicht) auch ab und zu etwas ansehen. Aber das würde sich stark in Grenzen halten und wäre sicher nicht in dem Umfang, als dass die Plattform deswegen einen echten Verlust hätte – siehe Kommentare von Stephan & woodstock.

  9. Max sagt:

    Moin,

    In Zeiten in denen das Geld wenig wert ist verzichtet man halt auf unnötige Dinge und mittelprächtige Konservenkost ist nunmal unnötiger Luxus. Account Sharing gab es schon immer und wird es immer geben.

    p.s. Eines ist schon sehr bezeichnend, das Leute die Toleranz einfordern selbst komplett intolerant sind…

  10. Paul sagt:

    Es ist wohl das gleiche Problem mit den Zeitschrift-Paywalls.
    Früher ging es nicht anders, man konnte nicht einen Artikel aus dem aktuellen Spiegeleinzeln lesen. Rein technisch geng das nicht. Also zahlte zähneknirschend das Abo für 56 im Werte von 300"DM".
    Im Internet wurde es möglich, einzelen Artikel zu lesen, so gar effektiv abzurechnen.
    Aber dennoch wollen die Verlage heute, das man ein Monatsabo abschließt. Es gibt ihnen mehr Macht: Das Geld kann man nur einmal ausgeben.
    und klar, läßt sich einfacher rechnen…
    Aber der Kunde kann es sich nicht leisten, ein Abo von Spiegel, vom Focus, vom Handelsblat und der Bild (ehemals wichtig) zu beziehen, weil er "mal" einen Artikel lesen möchte….
    Es gab mal versuche zu Micropayment, die wurden aber alle totgemacht von den Verlagen.
    Denn auch den Autoren stände ja so etwas wie eine "(be)Wertung" aus.
    Gute Autoren würden mehr Geld einbringen als Flachpfeifen.

    So ist das dann…
    Bild hat im Druck von 4 Mio auf 1 Mio verloren, wird nicht mehr zitiert, weil die Paywall unüberwindlich geworden ist. Also existiert sie für den Netzuser nicht mehr.

    Netflix lernt ja nicht aus den Beispielen,,,

  11. Hitspatz sagt:

    Ich leiste mir Netflix, Youtube Premium, Apple+ und Amazon, weil ich ne arme Wurst bin und keine Hobbies habe, dafür Geld. Diese Teile ich aber auch gleichzeitig und das ist neben meiner Faulheit auch ein Grund nicht direkt zu kündigen, auch wenn mal wieder nix vernüftiges läuft (*Resident Evil *Räuspercoughhust*)
    Disney+ wäre bestimmt auch dabei aber die Maus kriegt mein Geld grundsätzlich nicht mehr es sei denn da shared jemand den account mit mir.

    Wenn aber hier die Accountteilerei aufhören müsste, würden diese keinen Abonomenten mehr bekommen und wenn maximal einen, der dann aber nicht regelmäßig das Abo hält.

    Gewinnen tun Sie damit nichts. denn dafür müssten Sie meiner Meinung nach
    1. Das Bingewatching eingrenzen und mehr verteilen. Das läd doch gerade zu ein, Seasons abzuwarten um dann in einem Rutsch das Wochenende wegzudonnern und "Kündigen, ich habe fertig bis zum nächsten mal". Es sind ja nicht alle so verkorkst wie ich und verbringen auch anders ihre Zeit.
    2. Preise senken oder die Modelle so anpassen, dass Einzelpersonen "es nicht auffällt" wenn Sie das Abo trotz uninteresse, weiterlaufen lassen.

    Dann gibts ja noch den exklusiv Kontent. Sorry aber da ist halt selten was Hitverdächtiges dabei. Disney ist der einzige Konzern der sich das bisher erlauben konnte alle andern stehen da, mit wehendem Haar. HBO hat ja auch seit langem nichts wirklich Bahnbrechendes mehr auf die beine bekommen.
    Ich bin auch der Meinung das hilft nur minimal, die sollten sich zusammenschließen oder ihren Exklusivkontent für 1 – 2 jahre exklusiv halten und dann auf den Allgemeinplattformen verwerten lassen. Alles andere läßt mich doch nur den Piratenhut aufsetzen und YAAARRRRRR schreien.

    Amazon war der erste Streaminganbieter mit Maxdome wo ich das erstemal Geld gelassen hatte, weil ich ENDLICH für einen angemessenen Preis meine Serien und Filme kaufen durfte (weil ich es nicht physisch haben wollte). Das wars mir wert, ich habe den Piratenhut abgelegt.

    Dann kam Disney+ und versteckte wieder alles unter ihrem Label und Amazon nimmt mir meine gekauften Filme und Serien wieder ab (Übertrieben? mag sein aber Sie haben es ja definitiv einmal getan) und da zuckt die Hutablage wieder. Ich kann mich also auf "gekauft" nicht verlassen.
    Unerlaubtes Contentkopieren ist nicht gut, men Verhalten ist zu verurteilen. Nur um das klarzustellen.

    Aber so bilden sich Gründe verschiedener Individuen und es wird sich NIE verhindern nur mindern lassen.

    Wie ja schon geschrieben, die Musikindustrie hatte es schon durch und die Filmindustrie muss da jetzt ihren Weg finden oder Sie buttern unmenge an Kohle in ein schwarzes Loch, das Sie nicht füllen werden können. Der Erste, der das versteht, wird zwar nicht mit unfassbaren mengen an geld aus der Sache rauskommen aber mit genug, dass er sich darüber kaum noch Gedanken machen muss und ein paar verlorene Abos hier und da getrost wegsteckt.

    • Max sagt:

      Moin,

      also ich hab Disney+ bei der MagentaTv inklusive und mal so am Rande da ist Accountsharing nicht nur erlaubt sondern erwünscht, man kann die dort extra anlegen. Das funktioniert bestens.
      Allerdings trotz dessen, ich schau alle 2-3 Monate mal 1-2 Filme dort, nicht mal Junior ist begeistert, ihm reicht Youtube, sonst nix. Ich würd mal sagen die neue Generation interessiert diese Streaming 0, das ist out bevor es richtig angefangen hat, von daher machen nur wir Dinos uns 'nen Kopp, das regelt sich schon von allein, also viel heisse Luft um Nix

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