Brief der Deutschen Bank: Bestätigung der Zustimmung zur Angebots-Ansprache (Sept. 2023)

ParagraphIch stelle mal eine kurze Information hier im Blog ein, auf die mich ein Blog-Leser angesprochen hat. Ziel ist es, herauszufinden, ob es noch mehr solcher Fälle gibt. Der Blog-Leser hat eine Benachrichtigung der Deutschen Bank per Post bekommen, in der ihm die Zustimmung zur sogenannten Angebots-Ansprache bestätigt wird. Nur kann sich der Leser nicht erinnern, diese Zustimmung gegeben zu haben.


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Direktwerbung nur nach Zustimmung

Im Zeitalter der DSGVO und weiterer Gesetze ist Direktwerbung zur Kundenansprache nur nach expliziter Zustimmung des betreffenden Empfängers zulässig. Auf e-recht24.de findet man in diesem Artikel entsprechende Informationen. Informierte Zeitgenossen wissen so etwas zumindest in groben Zügen und achten auch darauf, wo sie eine erforderliche Zustimmung geben.

Ein Brief der Deutschen Bank

Der Blog-Leser, der mich die Tage per E-Mail kontaktierte, hat sich in diesem Kontext dann gewundert, als er einen auf den 21.09.23 datierten Brief von der Deutschen Bank bekam. Denn in diesem Schreiben teilt die Bank dem Empfänger mit, dass sich diese sich freut, dass der Angeschriebene zugestimmt hätte, Angebote des gesamten Konzerns inkl. Kooperationspartnern per Mail und Telefon zu bekommen.

Wer nicht genau Buch führt, was er gemacht hat, wird das Schreiben möglicherweise als "habe ich wohl zugestimmt" verbuchen und das Ganze auf sich beruhen lassen. Der Leser schrieb mir dazu, dass er bei der Deutschen Bank zwar ein MaxBlue-Depot habe. Dieses Depot sei aber seit Monaten nicht mehr angerührt worden. Auch ist dem Kunden weder vom Vorgang der Kontoeröffnung (fand vor Jahren statt), noch sonst im Verlauf der Geschäftsbeziehung, eine entsprechende Zustimmung bewusst. Der Leser sagt dazu, dass er eigentlich akribisch auf so etwas achte und bislang auch nie solche unerwünschten Angebote erhalten habe.

Einfach eine DSGVO-Auskunft stellen

In einem solchen Fall würde ich dem Empfänger eines solchen Schreibens den Ratschlag geben, dessen Absender zu kontaktieren und unter Berufung auf die DSGVO nachzufragen, wo die Zustimmung erteilt wurde. Ich würde auch eine Kopie dieser Zustimmung verlangen. Dann lässt sich leicht klären, ob man selbst irrtümlich oder unbewusst zugestimmt hat, oder ob jemand Drittes "die Hand zur Zustimmung" geführt hat. Diese Fälle gab es ja durchaus, wo dann die Katze einen Vertrag mit Vodafone bekommen hat (Vodafone: Da, wo der Katze ein Internetvertrag unterschoben wird).

Der Blog-Leser merkte an, dass er seinen konkreten Fall natürlich mit der Bank klären werde. Er hat mir den Sachverhalt aber geschildert, da ich im Blog gelegentlich über solche Themen berichte, und die Artikel dann als Honeypot fungieren. Beim Leser geht der Verdacht um, dass da möglicherweise etwas bei der IT-Umstellung Postbank/Deutsche Bank schief gegangen ist. Daher an dieser Stelle die Frage, ob es vielleicht mehr Betroffene gibt, die dieses Schreiben erhalten haben? Falls ja, einfach einen Kommentar hinterlassen (wer kein solches Schreiben erhalten hat, einfach nicht kommentieren). Denn es gibt natürlich noch die Möglichkeit, dass da einem Mitarbeiter oder einem Programm einfach ein Fehler passiert ist und ein falscher Kunde der vorliegenden Zustimmung zugewiesen wurde.


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7 Antworten zu Brief der Deutschen Bank: Bestätigung der Zustimmung zur Angebots-Ansprache (Sept. 2023)

  1. Sturrkopf sagt:

    Die "Volksbank Köln Bonn" versucht hier auch seit Monaten eine Zustimmung zu bekommen.
    Erst online mit Sprüchen wie "Ihre Zustimmung ist erforderlich" usw., dann findet man weiter unten den Absatz, dass alles natürlich freiwillig ist. Lustigerweise gab es keinen Button "Ablehnen", sonder nur "Zustimmen" und "Später".
    Letztens bekam ich dann Briefpost, ich solle doch zustimmen; und unten wieder fand sich dann wieder der Abschnitt, alles ist selbstverständlich freiwillig.
    Aber ein Schreiben wie "Glückwunsch und Danke für Ihre Zustimmung" habe ich glücklicherweise noch nicht bekommen.

    Übrigens:
    Bei DocMorris habe ich das Konto gekündigt, weil man dort ohne diese "freiwillige" Zustimmung nichts mehr bestellen konnte. Dort hieß es dann, man könne ja diese Zustimmung anschließend widersprechen.

  2. T Sommer sagt:

    Das mach die deutsche Telekom auch – per eMail.
    Ob das jetzt wirklich erforderlich ist steht in den Sternen. Bei der T-kom kommt diese Meldung aber auch wenn man sich im Kundenportal anmeldet und es dann dort bestätigt. Dabei geht es um die Zustellung von Vertragsdaten, Rechnung, etc.
    Seit der DSGVO wird man ja förmlich mit diesen Dingen zugetextet.
    Früher wusste man nix davon und bekam Werbung.
    Ich meine, das das bei der Sparkasse auch gewesen wäre.

    • Olli sagt:

      Das schlimme ist, das diese Telekom Mails – geht schon etwa 2 Jahre oder so – exakt immer noch praktisch jedes Kriterium erfüllen um als Phishing eingestuft zu werden – die Verantwortlichen bei der Telekom für diese Mails sind – Sorry – Vollid…

  3. Thierry sagt:

    Falls es sich um ein Gewerbe handelt, darf ein Unternehmen seine Dienstleistungen per E-Mail oder Post ohne vorherige Empfängerbestätigung vorstellen. Bei privaten Personen ist diese Methode der Kundengewinnung ohne eindeutige Zustimmung strikt untersagt. Art. 5, Art. 7 Abs. 1, Art. 18 und Art. 21 DSGVO.

  4. Henry sagt:

    Bei mir kam exakt dieser Brief von der Deutschen Bank auch vor ein paar Tagen.
    "Bestätigung Ihrer Zustimmung zur Angebots-Ansprache"

    Ich habe leider im Onlinebanking keine Möglichkeit gefunden dem zu widersprechen. Also werde ich wohl auch wieder persönlich zur Filiale hin gehen müssen um das zu klären. Ich hasse sowas auch, bei der Telekom versuchen sie es auch bei jedem Anruf eine Zustimmung zu erlangen, genauso bei der Sparkasse. Bisher konnte ich das immer umschiffen.
    Ich vermute, dass ich was unterschrieben habe, das ganze lief aber seeeehr fragwürdig ab:
    Ich habe gerade ein neues Konto und Depot Online bei der Deutschen Bank erstellt und da war ein Fehler im ersten Bestätigungsbrief. Also musste ich zur Filiale um das zu klären. Dort wurde mir gesagt, dass muss ein Berater machen, da brauche ich einen Termin. DANN während der Terminvergabe kam die Aussage der Dame am Schalter "Wir haben ja hier ihre Daten, Telefonnummer und E-Mail. Sie müssen noch Unterschreiben, dass wir sie kontaktieren dürfen."
    Ich: "Das mach ich gerne, kein Problem ist ja nur für den Termin und ich möchte keine Werbung."
    Sie: "Ja kein Problem und das mit der Werbung deaktiviere ich auch gleich."

    Tja und nun ist der oben genannte Brief angekommen.
    Sobald der erste Werbe-Anruf oder die erste Werbe E-Mail kommt, werde ich bei denen nochmal vorbei schauen.

    • Günter Born sagt:

      Frage mal bei der Deutsche Bank nach, wie die die Zustimmung begründen / belegen.

      • Henry sagt:

        Ich habe Nachgefragt, es ist genauso wie beschrieben abgelaufen. Die Unterschrift bei der Terminvergabe war es.

        Allerdings wurden tatsächlich sämtliche Werbekanäle von der Dame am Schalter gesperrt.
        Mir wurde erklärt, dass der Brief automatisch erstellt wird und er nicht den Ist-Zustand widerspiegelt .
        Nungut also werde ich hoffentlich keine unnötige Werbung bekommen.
        Aber man sieht wieder, genauso frech wie Telekom und Sparkasse. Unter dem Deckmantel das man "Kommunikation erlauben" soll wird sofort versucht alle Arten von "Kommunikation" zu erlauben, wenn man nicht explizit widerspricht.

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