Elon Musk und die Sorge um seinen Drogenkonsum

Stop - PixabayEs ist in meinen Augen eine brisante Story, die das Wall Street Journal (WSJ) zum 6. Januar 2024 publiziert hat. Führungskräfte in Unternehmen von Elon Musk machen sich Gedanken, dass der Eigentümer durch seinen Drogenkonsum vielleicht die Geschäfte von Tesla oder SpaceX negativ beeinflussen könnten. Speziell bei SpaceX ist das kritisch, da dieses Unternehmen Aufträge von US-Behörden erhält, wo Drogenkonsum bei Mitarbeitern von Auftragnehmern zum Ausschluss von Vergabeverträgen führen kann.


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Seit der Übernahme von Twitter, jetzt X.com, ist Elon Musk ja durch recht sprunghafte und erratische Entscheidungen aufgefallen, die dem Unternehmen X nicht gut bekommen sind. Stress und Schlafmangel werden schon mal aus Erklärungen für diverse "Ausrutscher" von Elon Musk bemüht.

Es ist auch bekannt, dass Elon Musk schon mal öffentlich einen Joint geraucht hat und danach Ärger bekam. Der Fall macht 2018 Schlagzeilen (siehe z.B. den Artikel der Süddeutsche Zeitung) und führte zum Absturz der Tesla-Aktie. Die NASA fühlte sich bemüßigt, festzuhalten, dass "Herr Musk künftig nicht mehr öffentlich kiffen werde" (siehe).

Da kommt der Bericht des Wall Street Journal (WSJ) nicht besonders gut. Laut diesem Artikel sollen einige Führungskräfte und Vorstandsmitglieder seiner verschiedenen Unternehmen (Tesla, SpaceX etc.) und andere Personen, die dem Milliardär nahe stehen, sich in den letzten Jahren besorgt gezeigt haben, dass sein Drogenkonsum die Geschäftstätigkeit der Unternehmen negativ beeinträchtigen könnte.

Es ist harter Tobak, den das WSJ da im Artikel aufgreift. Elon Musk soll LSD, Kokain, Ecstasy und psychedelische Pilze konsumiert haben. Neben dem oben erwähnten Fall soll der Konsum oft auf privaten Partys erfolgt sein, wobei diese auf der ganzen Welt stattfanden. Es heißt, dass die Teilnehmer der Parties Vertraulichkeitsvereinbarungen unterzeichnen oder ihre Telefone abgeben mussten, um Zutritt zu erhalten. Das WSJ bezieht sich auf Personen, die Musks Drogenkonsum miterlebt haben, und andere Menschen, die über diese Seite des Milliardärs Bescheid wissen. Musk hat wohl (neben seinem öffentlichen Marihuana-Konsum) auch gesagt, dass er ein Rezept für das psychedelisch wirkende Ketamin hat.

Das WSJ schreibt, dass Musk 2018 mehrere Tabletten mit LSD auf einer von ihm veranstalteten Party in Los Angeles eingenommen habe. Im Jahr 2019 habe Musk bei einer Veranstaltung in Mexiko Magic Mushrooms konsumiert, heißt es weiter. Im Jahr 2021 nahm war dann eine Hausparty während der "Art Basel" in Miami der Anlass, Ketamin als Freizeitdroge zusammen mit seinem Bruder Kimbal Musk zu nehmen. Auch habe Musk, so das WSJ, mit dem derzeitigen SpaceX- und ehemaligen Tesla-Vorstandsmitglied Steve Jurvetson illegale Drogen genommen.

Das WSJ gibt Einschätzungen von Personen wieder, die dem 52 jährigen Musk nahe stehen, die von fortgesetztem Drogenkonsum (Ketamin) berichten und sich sorgen, dass dies seine (geistige) Gesundheit beeinträchtigen und/oder seinen Unternehmen schaden könnte. Ich hatte ja die US-Bundesrichtlinien erwähnt, die einen Konsum illegaler Drogen verbieten. Das träfe vor allem SpaceX, das von milliardenschweren Regierungsaufträgen profitiert.

Insider berichteten, das die ehemalige Tesla-Direktorin, Linda Johnson Rice, von Musks sprunghaftem Verhalten und ihren Bedenken über seinen Drogenkonsum so frustriert gewesen sei, dass sie sich 2019 nicht zur Wiederwahl in den Tesla-Vorstand stellte. Alex Spiro, ein Anwalt von Musk, gab aber an, dass dieser "regelmäßig und stichprobenartig bei SpaceX auf Drogen getestet werde und noch nie einen Test nicht bestanden habe". Spiro wies die Aussagen des WSJ-Artikels als fehlerhaft und falsch zurück. Musk selbst hat sich zu diesem Thema nicht geäußert. Im WSJ-Artikel heißt es, dass die Menschen in Musks Umfeld sich zwar an sein sprunghaftes Verhalten gewöhnt hätten. Aber Ende 2017 habe es bei einer Firmenveranstaltung eine Veränderung im Verhalten gegeben – was immer das heißen mag.

Keine Ahnung, wie belastbar die WSJ-Ausführungen sind – positiv dürften sie sich nicht auf die Beurteilung von Elon Musk als Chef von Tesla und SpaceX auswirken. Und nach der Twitter-Übernahme hat sich der Nimbus des Unternehmers in den Augen vieler Zeitgenossen eh arg gewandelt.


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Ergänzung: Die NASA ist dem Thema nachgegangen und sagt, man habe keine Beweise für den Drogenkonsum gefunden. Golem hat das Thema hier aufgegriffen. Wäre das also auch geklärt.


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12 Antworten zu Elon Musk und die Sorge um seinen Drogenkonsum

  1. q sagt:

    Zitat: "…Drogenkonsum bei Mitarbeitern…". Und ich dachte immer das Elon Musk Geschäftsführer ist und nicht Angestellter.

    • R.S. sagt:

      Ein Geschäftsführer ist ein Angestellter!
      Du verwechselst Geschäftsführer mit Gesellschafter.
      Die müssen nicht die gleiche Person sein und sind es oftmals auch nicht.

      Abgesehen davon sollte auch ein Geschäftsführer keine Drogen nehmen, unabhängig davon, ob Musk tatsächlich Drogen nimmt oder nicht.

    • Fritz sagt:

      Ich hätte schon erwartet, daß er mit arbeitet und nicht dagegen oder nur zuschaut 😂

  2. riedenthied sagt:

    Wieder mal ein großartiger Tech-Blog-Artikel, der gespickt mit technischen Informationen keinesfalls eine bestimmte Meinung über einen bestimmten Herrn transportieren soll, gegen den der Autor offensichtlich eine ganz besondere Abneigung hegt.

    Es sind auch keinerlei Mutmaßungen zu lesen, sondern ausschließlich knallharte Fakten. Willkommen bei der BILD – korrigiere: Echo der Frau. 👍🏻

    • Heiko sagt:

      Habe ich mir auch gedacht. Wer nicht für die Agenda ist wird zerstört. Das liegt doch nicht etwa im zeitlichen Zusammenhang seiner wohlwollenden Äußerung zu den Bauernprotesten in Deutschland?

    • Tony sagt:

      Eher: Willkommen in Born City! Das Reich von : Anti Twitter (x) Anti Musk. Anti Microsoft. Anti Windows. Anti ChatGPT.

      • Dat Bundesferkel sagt:

        Ironischerweise läßt man euch dennoch frei kommentieren. Finde(t) den Fehler…

        Musk ist 'n Junkie. Selber zugegeben, nachgewiesen und auch öffentlich praktiziert.

        Mit Fakten kommen Fanboys aber nicht klar.

        • riedenthied sagt:

          Oh mein Gott, man lässt uns frei kommentieren!!1!elf! Wahrlich, ein riesiger Fehler. Leute wie ihr merkt es einfach nicht.

          Davon abgesehen: Weitere Behauptungen ohne Belege. Beehre doch das Volk gern mal mit Quellen, dann gibt es auch eine Basis, um ordentlich zu diskutieren. Bis dahin bleiben es Geschichten aus dem Paulanergarten. Und tatsächlich, ein Joint haut mich nicht aus den Schuhen und beweist noch lange nicht, dass irgendjemand ein Junkie ist, wie hier suggeriert oder von dir sogar behauptet wird.

  3. Sebastian sagt:

    "Keine Ahnung, wie belastbar die WSJ-Ausführungen sind".

    Ist das so schwer zu überlesen?
    Und wer nur Jubelarien lesen will kann ja sich ja bei Heise rumtreiben um in seiner Blase zu bleiben.

  4. pau1 sagt:

    Ketamin als Party Droge?
    Boa, das ist ein Hammerstoff. In der Medizin kann er genutzt werden um innert 3 Tagen eine Depression zu bekämpfen, mit einer Infusion…oder Nasenspray.
    Vgl. TK.de
    Leider scheint die Wirkung nach ein paar Wochen verflogen zu sein. man forscht noch.

    Das erklärt diese kirren Aktionen mit Twitter.
    Erinnert mich an Mikel Jakson und seinem Propoppl Missbrauch (Ketamin ist auch ein Narkose-Mittel, bei Tieren)

    Genie und Wahnsinn, das liegt oft dicht zusammen…

  5. mw sagt:

    Der Link zum WSJ hätte genügt.

Kommentare sind geschlossen.

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