Google Nexus 7 2013-Tablet: Mein erster Eindruck

Nun ist es also passiert: Zum Jahresende habe ich mir ein Nexus 7 2013 (und ein iPad 3) zugelegt, um ein paar Sachen testen zu können. Wenn man das Web und die einzelnen Blogs durchgeht, wurde das Nexus 7 2013 ja als „bestes Android-Tablet von Welt wo gibt“ gelobt. Zeit, meinen Senf dazu zu geben.


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Bunte Box mit Frickelware

Da war sie also, die blau-bunte Google-Box, die mich Ende 2013 erreichte – sollte ein Nexus 7 2013 7 Zoll-Android-Tablet PC enthalten.

Etwas irritierte mich, dass diese Box bei der Lieferung in einer Plastiktasche eingeschweißt war und ein Adapter zur Umsetzung von Euro-Stecker auf US-Norm samt der obigen Google-Box herausfiel (siehe folgendes Foto oben links). Ich hatte zwar bei Amazon.de bestellt – aber offenbar einen ausländischen Anbieter aus Großbritannien oder woher auch immer erwischt. Es stand zwar „Auslieferung durch Amazon.de“ auf der Produktseite – aber da wird zwischenzeitlich auf Teufel komm raus getürkt. Da die Lieferung aber binnen 2 Tagen erfolgte, hat Amazon.de wohl das Teil aus einem deutschen Lager geliefert.

Auf dem nachfolgenden Foto erkennt man den Lieferumfang – das Tablet, ein Booklet, ein USB-Ladekabel sowie den obskuren US-Netzstecker samt Euro-Norm-Adapter – sieht irgendwie nach Frickelbuden-Angebot aus – aber egal.

Licht und Schatten

Ich habe noch nicht so viel mit dem Tablet gemacht, so dass ich einiges noch nicht ausprobiert und getestet habe. Aber es gibt schon Licht und Schatten bezüglich Sachen, die mir aufgefallen sind.

  • Was sehr schön ist: Das Tablet war binnen Sekunden mit meinem WLAN verbunden (ich habe die WiFi-Version gekauft) und ließ sich problemlos in Betrieb nehmen.
  • Irgendwie rennen ja alle Redakteure rum und verbreiten: „boah, Du brauchst eine riesige Auflösung, damit die Schrift gestochen scharf erscheint – und das Nexus 7 2013 hat das“. Klar, die Auflösung von 1.920×1.200 Pixel des IPS-Displays ist schon schön. Aber mir ist nun aufgefallen, dass mir beim Surfen in Webseiten die Schrift oft subjektiv zu klein ist und objektiv nicht gelesen werden kann. Ich bin also immer am Zoomen, um Texte zu lesen oder Links anzuwählen.Übrigens etwas, was mir bei dem vor wenigen Tagen an Pearl zurückgeschickten 7-Zoll-Touchlet SX-7 Tablet PC nie aufgefallen ist. Wenn wir ja mehr Hutträger in D-Land auf der Straße sehen würden, hätte ich jetzt gelästert „manche Redakteure geben den kritischen Verstand mit dem Hut an der Gardarobe ab“ – aber so verkneife ich mir diese Bemerkung.
  • Beim Surfen habe ich auch häufiger den Fall, dass Hyperlinks beim Antippen mit dem Finger nicht erkannt werden. Ich habe wohl eine trockene Haut – hakelt beim iPad auch schon mal.
  • Auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Das Touchlet SX-7 Tablet PC von Pearl gefiel mir von der Haptik einen Ticken besser – das Nexus 7 2013 erscheint mir vom Gehäuse her etwas zu kantig – ist aber Geschmacksache.
  • Was ich gänzlich hirnrissig von den ASUS-Entwicklern finde: Die Ein-/Ausschalttaste und die Lautstärkewippe sind auf der gleichen Seite angeordnet (und irgendwie auch noch so angeordnet, dass ich immer schauen muss, wo ich die Tasten denn nun am Gehäuse finde).

Gerade beim letzten Punkt fällt mir spontan ein: Bescheuerter geht’s (n)immer. Wenn Du einen Screenshot durch gleichzeitiges Drücken der Ein-/Austaste und der Leiser-Lautstärkewippe machen willst, ist das bei den meisten Android-Geräten kein Problem. Denn dort sind die Tasten auf zwei gegenüberliegenden Gehäuseseiten untergebracht – du kannst also das Tablet zwischen den Fingern einer Hand halten und gleichzeitig den Screenshot anfertigen – klappt eigentlich immer recht gut.

Beim Nexus 7 heißt es Hände verrenken und es irgendwie managen, dass man die Tasten erwischt, ohne den Bildschirm zu berühren.  Also brauche ich mindestens zwei Hände und viele Verrenkungen dafür. Und wenn man dann (was verdammt häufig passiert) ungewollt an den Bildschirm langt (z.B. weil die Finger beim Halten über den Displayrand hinausragen), ist ja meist die Darstellung (z.B. Popup), die man per Screenshot dokumentieren will, wieder weg und man landet auf dem HomeScreen. Da hat es hier schon einige Flüche gegeben und ich musste einige Sachen mehrfach probieren, bis die Sache als Screenshot vorlag.


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Das muss ich jetzt loswerden: Irgendwo habe ich hier im Blog bei den Touchlet Tablet PC-Testberichten zumindest gefühlt immer mal wieder was auf die „virtuelle Mütze“ gekriegt, weil sich kein normaler Mensch diesen China-Schrott holt.  Nur mal angemerkt: Der letzte China-Schrott in Form des Pearl Touchlet SX-7 hatte in der unteren linken Ecke des Android Bildschirms eine eigene Soft-Taste, um Screenshots anzufertigen. War richtig komfortabel – beim Nexus breche ich mir hier einen Ast ab – oder werkele zwischenzeitlich direkt im ADB und ziehe da die Screenshots.

Aber auch ein Lob

Was mir wiederum sehr gut gefallen hat: Bereits kurz nach der Inbetriebnahme meldete mir das Nexus 7 2013, dass ein Update anstünde. Und nach dem Neustart hatte ich Android 4.4.2 auf dem Gerät – das ist mustergültig von Google gelöst. Auch die Rückseitenkamera scheint qualitativ recht gute Aufnahmen zu machen – wie ich in einem Kurztest feststellte. Das gut auflösende Display macht (abseits der oft zu klein empfundenen Textgröße) auch Spaß – die Darstellung wirkt gestochen scharf.

An Apps war das übliche Google-Zeugs – dummerweise ohne einen Dateimanager und ohne eine Office-App – installiert (dabei hat Google doch vor einiger Zeit eine Office-Lösung für Android ins Portfolie zugekauft). Gut, werde ich die Tage nachinstallieren und vielleicht auch mal in Blog-Beiträgen thematisieren, was man da sinnvollerweise tun kann.

Was es sonst noch an Lob oder zu meckern gibt, werde ich in den kommenden Wochen wohl in diversen Blog-Beiträgen thematisieren. Klasse ist, dass das Nexus 7 2013 offenbar USB on the Go (OTG) unterstützt, so dass man USB-Sticks oder ähnliches über einen Adapter anschließen kann. Ich werde auch das Thema DLNA und Miracast bei Gelegenheit antesten.

Wo ich schon bösen Ärger hatte, ist die Ausgabe des Display auf ein HDMI-Gerät mittels SlimPort-Adapter. Da geht gar nix – ein Rant zu diesem Thema steckt schon im Blog und geht die Tage online. Insgesamt kann ich schon jetzt zum Nexus 7 2013 sagen: „Nicht schlecht – reißt mich aber auch nicht vom Hocker – und manches ärgert mich geradezu“. Na, mal schauen, was ich da noch so an Blog-Beiträgen raushauen kann.

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4 Antworten zu Google Nexus 7 2013-Tablet: Mein erster Eindruck

  1. HansS sagt:

    Ich habe das Tablet seit einer Woche und kann deine Bewertung im Großen und Ganzen bestätigen. Bei mir war aber ein Euro-Stecker dabei („Verkauf und Versand durch Amazon“). Die einseitige Anordnung von Powertaste und Lautstärkeregler bin ich vom Nokia Lumia gewohnt, allerdings erfordern Snapshots in der Tat etwas Geduld, bis man die passende Verrenkung gefunden hat. Quickoffice war vorinstalliert, ein Dateimanager fehlte bei mir ebenfalls. Die manchmal etwas träge „Fingererkennung“ des Touch Screens fiel mir auch negativ auf. Nach etwas Eingewöhnung läuft es mittlerweile aber halbwegs rund. Angesichts des sehr günstigen Preises nehme ich die genannten Einschränkungen aber gern in Kauf, insgesamt bin ich mit dem Nexus 7 sehr zufrieden.

  2. Schiefer sagt:

    Hm. Ich vermute dass das einfach ausführen von Screenshots für 99% der Nutzer schlicht nicht von Interesse ist. Ansonsten gibt es hier zig Apps. Und ein Android Update ist etwas was ein Tablet von Pearl schlicht nie sehen wird. Ich hatte btw auch schon ein SX7 in der Hand- und das lässt sich im Freien leider nicht nutzen weil auf dem Bildschirm nichts zu erkennen ist. Ein Problem das ich mit dem Nexus bisher nicht habe -ausser bei extremer Sonne.

  3. Schiefer sagt:

    Hab ich gerade versucht und stimmt. Allerdings ist es wie gesagt wohl für die meisten User eh nicht von Interesse und somit wohl eher nicht als wirklicher Minuspunkt zu beanstanden. Viel wichtiger ist die komplette Performance des Nexus und die besticht. Genauso wie die Sicherheit auch wirklich in den Genuss von Updates zu kommen. :-)

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