WLAN-Sticks für OS X und Windows 8.1 – Teil 2

In Teil 1 dieser Artikelreihe hatte ich zwei für Windows 8.1 und OS X geeignete WLAN-Sticks vorgestellt. Nachdem die Einbindung unter Windows 8.1 Update automatisch ablief, möchte ich nun beleuchten, wie das unter OS X mit der Inbetriebnahme vonstatten geht.


Anzeige

Das Problem bei OS X ist, dass Apple keine automatische Treiberinstallation für solche Fremdadapter vorsieht. Nach Apples Philosophie sind Macs mit bestimmten Hardwareeigenschaften ausgestattet und OS X unterstützt diese Hardware auch. Wer separate Komponenten per USB anbinden will, braucht für die verwendete OS X-Version geeignete (.kext-) Treiber. Daran bin ich bei bestimmten Adaptern schon mal gescheitert. Wie sieht das bei den beiden Pearl USB WLAN-Sticks aus?

Den PEARL 300 Mbit WLAN-USB-Dongle in OS X einbinden

Pearl liefert für den WLAN-USB-Stick eine eigene Mini-Treiber-CD mit, die neben Windows-Treibern auch Treiber für verschiedene OS X-Versionen bereithält. Bei Bedarf kann man sich das Treiberpaket auch vom Pearl-Server herunterladen. Da OS X 10.9.3 auf der Testmaschine lief, habe den Treiber mit der höchsten OS X-Version auf den Mac kopiert und im Finder die Datei Installer.pkg ausgeführt (folgendes Bild).

Dann startete ein Installationsassistent, der mich durch die Schritte der Treiberinstallation führte. In folgendem Fenster ist die Schaltfläche Fortfahren anzuwählen.

In nachfolgendem Fenster lässt sich die Sprache zur Installation auswählen – belassen Sie die Einstellung auf “English” und bestätigen Sie die Schaltfläche Fortfahren.


Werbung

Bestätigen Sie die Abfrage des Softwarelizenzvertrages über Akzeptieren und bestätigen Sie danach die Schaltfläche Fortfahren.

Im nachfolgend gezeigten Fenster ist der Eintrag Für alle Benutzer … zu wählen und dann die Schaltfläche Fortfahren anzuwählen.

Bei Bedarf lässt sich in nachfolgendem Fenster der Installationsort auswählen. Anschließend klicken Sie auf die Schaltfläche Installieren.

Die Installation ist nur für Administratoren möglich und muss in nachfolgendem Fenster mittels des Administrator-Kontennamens und einem Kennwort bestätigt und dann über die Schaltfläche Software installieren angestoßen werden.

Während der Installation werden Sie über die nachfolgend gezeigte Fortschrittsanzeige über den Ablauf informiert.

Nach der erfolgreichen Installation erscheint das folgende Fenster und Sie wählen die Schaltfläche Neustart aus, um OS X neu zu starten.

Nach der erneuten Anmeldung im Anschluss an den Neustart ist der WLAN-Adapter eingerichtet.

Verwenden des Realtek RTL8192CU WLAN 802.11n-Adapters

Der Fremdtreiber bindet den WLAN-Adapter separat ein, so dass die Bedienung über ein Wireless Network Utility (siehe folgendes Fenster) erfolgt.

Das Fenster lässt sich über das im Dock eingeblendete Symbol Wireless Network Utility öffnen. Fehlt das Symbol, gehen Sie im Finder in den Ordner Programme und rufen das Tool dort auf.

Über die Einträge der Titelzeile lassen sich verschieden Registerkarten abrufen. Unter Verfügbare Netzwerke wählen Sie das gewünschte Wi-Fi Netzwerk aus, in welches Sie sich einbuchen möchten.

In einem weiteren Fenster sind dann ggf. ein Profilname sowie die Netzwerkschlüssel für den WLAN-Router einzugeben und über OK zu bestätigen.

Wenn alles klappt, sollte die Einbuchung ins Netzwerk erfolgen und die Signalstärke wird in diesem Fenster angezeigt.

Über eine Schaltfläche lässt sich das Wi-Fi ein- oder ausschalten. Bei meinem Kurztest ließ sich so einwandfrei eine Verbindung zu einem WLAN-Router vornehmen. Was ich nicht hinbekommen habe, ist die Freigabe dieser Internetverbindung für einen anderen Mac-Rechner. Da wurde einfach nichts angezeigt, um die WLAN-Parameter des Hotspot festzulegen – und andere Rechner haben den Mac auch nicht gesehen.

Den PEARL 150 Mbit WLAN-USB-Dongle in OS X einbinden

Beim zweiten Test habe ich noch den zweite USB-WLAN-Dongle mit 150 MBit Übertragungsgeschwindigkeit in OS X eingebunden. Pearl liefert ebenfalls Treiber für OS X auf einer Mini-CD mit, die mit den gleichen Schritten wie oben skizziert installiert werden konnten. Die Verwaltung erfolgt ebenfalls über ein Wireless Network Utility, welches einen geringfügig anderen Aufbau als oben gezeigt besitzt. Beim Ralink-Adapter lässt sich ein Symbol in der oberen Menüleiste des Fensters einblenden. Dort steht auch ein Menübefehl für eine Internetfreigabe bereit, der ein separates Fenster zum Festlegen der Koppelparameter anzeigt. Diese Funktionalität konnte ich aber mangels zweitem Adapter nicht testen.

Unter dem Strich lautet mein Fazit, dass speziell mit dem 300 MBit/s WLAN-Dongle eine preisgünstige Lösung vorliegt, um ältere Windows- und Mac-Rechner mit WLAN-Funktionen nachzurüsten. Die Inbetriebnahme der Adapter funktionierte unter Windows 8.1 und OS X 10.9.3 problemlos. Gegenüber einem Mac mit WLAN-Adapter gibt es nur geringe Einschränkungen der Funktionalität. Gut gemacht von Pearl.

Update: Der Blog-Beitrag dümpelte bereits seit einer Woche offline auf Vorrat hier im Blog. Nun ist adhoc (nach einer Leseranregung) Teil 3 entstanden. Den Beitrag gibt es am morgigen Sonntag – noch eine Verwendung für den 300 MBit-WLAN-Stick – das Teil kann mich schon begeistern.

Artikelreihe:
i: WLAN-Sticks für OS X und Windows 8.1 – Teil 1
ii: WLAN-Sticks für OS X und Windows 8.1 – Teil 2
iii: Notebook per WLAN-Stick für Miracast nachrüsten  – Teil 3

Ähnliche Artikel:
Windows 8: Fehlendes Internet bei Apps
Windows 8.1: Keine Internetverbindung bei AVM WLAN Stick N


Anzeige
Dieser Beitrag wurde unter Mac OS X, Netzwerk abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Responses to WLAN-Sticks für OS X und Windows 8.1 – Teil 2

  1. Peter Lehmann sagt:

    Ich habe den 300 MBit-WLAN-Stick von Pearl nach euren Angaben auf meinem Mac-Laptop mit OSX 10.5.8 installiert. Installation o.k.
    Ich kann aber das Wireless Network Utility nicht öffnen und auch das Airport Dienstprogramm erkennt ihn nicht!
    in meinem Laptop ist eine (leider langsame b/g) AirPort Extreme Karte installiert (Ox14E4, Ox4E) Vielleicht habt ihr eine Lösung
    Vielen Dank
    Peter

Schreibe einen Kommentar zu Peter Lehmann Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.