Windows Update-Probleme: Microsofts ‘dünne’ Antwort

[English]Microsoft hat auf einen offenen Brief von MVP-Kollegin Susan Bradley, die Probleme bei Microsofts Windows-Update-Zyklen anspricht, geantwortet. Hier ein Abriss dessen, um was es geht und was von Microsoft zurück kam.


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Um was geht es genau?

Die Zufriedenheit mit Windows, speziell Windows 10 und Microsofts Ansatz von Windows as a service sowie den bereitgestellten Updates ist sowohl bei Konsumenten als auch bei IT-Profis katastrophal. Eine von Susan Bradley, langjährige Expertin im Patchmanagement von Windows aktiv, durchgeführte Umfrage hatte dies explizit bestätigt. Als Folge verfasste Susan Bradley einen offenen Brief an das Microsoft Management (u.a. CEO Satya Nadella), um auf die Probleme aus der Praxis und die Stimmung hinzuweisen.

Woody Leonhard hatte dies auf seiner Webseite askwoody.com und in ComputerWorld-Artikeln publiziert. Da ich mit den beiden in Kontakt stehe, habe ich sowohl die Umfragen als auch den offenen Brief hier im Blog in den nachfolgenden Artikeln thematisiert.

Windows-Update Zufriedenheitsumfrage Privatnutzer – Teil 1
Windows-Update Zufriedenheitsumfrage bei IT-Profis  – Teil 2
Offener Brief an Microsoft – Teil 3

Sonderlich optimistisch, dass da was von Microsoft zurück kommt, waren weder Susan Bradley, noch meine Wenigkeit. Die fahren bei Microsoft ihren Stiefel, bis entweder nichts mehr geht oder der Widerstand erlahmt ist. Aber wer sich nicht wehrt, hat schon verloren.

Microsoft hat geantwortet

Überraschend hat Microsoft geantwortet, wobei die dünne Erklärung wiederum keine Überraschung darstellt. Woody Leonhard hat die Antwort Microsofts bei ComputerWorld im Artikel Windows updaters express frustrations. Microsoft responds veröffentlicht. Hier einige Auszüge und die Quintessenz.

Service Request # 143…….

Hello Susan,

My name is (redacted), and I’m a Customer Relationship Manager here at the Microsoft corporate offices in Redmond, Washington. Thank you for reaching out.

I would like to let you know that we got your concerns about the Windows 10 patch quality issues that you have brought to our attention.  I wanted to give you an update and let you know that at this time I working on finding the best venue to bring your concerns to our leadership team who would be better equipped in making any decisions that need to be made.

Zur Erinnerung und zum Mitschreiben: Der offene Brief war an Microsofts Vorstand, Herrn Satya Nadella, und zwei Vizepräsidenten, gerichtet. Der offene Brief drückte die generelle Unzufriedenheit mit der Update-Qualität und der Frequenz der Windows as a service-Funktionsupdates an der Basis aus. Tenor: Da muss sich was ändern, denkt drüber nach.

In obiger Antwort meldet sich eine Kundenbetreuer/in, die aus dem Vorgang eine Supportanfrage (Service Request) gemacht hat. In Microsoft-Sprech bestätigt sie die Kenntnisnahme des offenen Briefes und versichert, ‘dass man nach Wegen sucht, um das Anliegen zu Microsofts Führungsteam zu bringen, das besser in der Lage sei, alle notwendigen Entscheidungen zu treffen’.

Warum schoss mir der Gedanke ‘gelacht, gelocht und abgeheftet’ plötzlich durch den Kopf? Ich komme nicht drauf.


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Aber Microsoft bleibt dran – Susan Bradley erhielt von der Kundenbetreuung (die Wiedervorlage klappt bei Microsoft) eine weitere Nachricht. Die Weiterleitung an das zuständige Team wird bestätigt.

Hello Susan,

This is (redacted) again with Microsoft customer services and support team. I would like to thank you for all the great feedback that you submitted in your previous letter that you sent to Microsoft.  I would like to tell you that I have forward[ed] your letter to a team that is better equipped to handle the concerns and feedback that you have stated in your letter.

Your letter clearly states the concerns that you have due to the quality and timing of Microsoft updates.  I would like to add that with Windows 10 Microsoft decided to be more proactive. This has always been the way we keep commercial versions of Windows on the market current.  There are also bug fixes. These updates can be vital. The Windows software environment and its associated hardware is incredibly complex. When these bugs are fixed, updates have to be issued to move them out to users. You want these updates to make sure everything works as expected.  Windows 10 is very different from earlier versions of Windows. Earlier versions of Windows consisted of a single product which was updated over time. Windows 10 consists entirely of a base install and then fluid updates. The updates aren’t add-ons from which to pick and choose but are part of the operating system.

Nach viel Microsoft-Sprech, der Verständnis für die geäußerten Sorgen verspricht, schreibt man: Das ist halt so von Microsoft beschlossen, dass machen wir halt bei Windows 10 so. Hier der (frei) übersetzte Text.

Microsoft hat [für Windows 10] beschlossen, proaktiver zu sein. Dies war schon immer die Art und Weise, wie wir kommerzielle Versionen von Windows auf dem Markt aktuell halten.  Es gibt auch Fehlerbehebungen. Diese Updates können sehr wichtig sein.

Die Windows-Softwareumgebung und die dazugehörige Hardware ist unglaublich komplex. Wenn Fehler behoben sind, müssen Updates herausgegeben werden, um sie an die Benutzer weiterzugeben. Sie möchten, dass diese Updates sicherstellen, dass alles wie erwartet funktioniert.

Windows 10 unterscheidet sich stark von früheren Versionen von Windows. Frühere Versionen von Windows bestanden aus einem einzigen Produkt, das im Laufe der Zeit aktualisiert wurde. Windows 10 besteht vollständig aus einer Basisinstallation und anschließendem Fluid-Update. Die Updates sind keine Add-ons, aus denen man auswählen kann, sondern Teil des Betriebssystems.

Nur mal angemerkt: Es gab zwei Kernpunkte, die Susan Bradley in ihrem offenen Brief adressierte. Punkt a war die deutliche Aussage, dass die große Mehrheit der Nutzer und IT-Profis die halbjährlichen Funktionsupdates für Schwachfug hält, damit nix anfangen kann und eigentlich nur alle zwei Jahre so etwas haben möchte. Auf diesen Sachverhalt ist die Kundenbetreuung (zumindest ist mir nix aufgefallen) nicht eingegangen. Ist wie in der Politik, wo eine Frage mit einem Redeschwall zu einem Nebenthema umgangen wird.

Punkt b war die saumäßige Qualität der aktuellen Windows-Updates, die den Job der IT-Profis erschwert oder unmöglich macht. Da antwortet die Kundenbetreuung lediglich, dass alles furchtbar komplex sei und erzählt einen vom Pferd oder wie sich Windows 10 als Kuh auf dem Eis von den Rindern auf der Weide unterscheidet. Kein Wörtchen, was auf die Update-Qualität eingeht. Der absolute Hammer kommt dann aber noch mit folgendem Absatz:

I have provided a link below to our Feedback Hub.  In the future you could use the link to provide feedback and share your suggestions or comments on issues with Windows products.

Die Kundenbetreuung schickt einen Link zum Feedback Hub von Microsoft, wo man doch bitte schön künftiges Feedback und Vorschläge unterbringen möge.

Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich behauptet, da war ein Bot von Microsoft am Werk. Denn dort laufen (oder liefen) entsprechende Experimente, zumindest was den Support in den Microsoft Answers-Foren betrifft (siehe Übernehmen Bots von directly.com die Microsoft-Foren?).

Woody Leonhard wundert sich in seinem ComputerWorld-Artikel über die Antwort Microsofts und merkt an: Das ist eine seltsame Antwort, die man jemandem schickt, der seit fast zwei Jahrzehnten mit schlechten Windows-Patches zu kämpfen hat – und lautstark darüber schreibt.

Dann weist Wood Leonhard darauf hin, dass Susan Bradly genau drei Monate vor dem offenen Brief einen Post Patch quality and loss of trust (Link https://aka.ms/AA1aitt) im Feedback-Hub gepostet hat. Ich habe den Artikel hier nicht verlinkt, denn die Inhalte des Feedback-Hub kann nur sehen, wer mit Windows 10 und der betreffenden Infrastruktur unterwegs ist. Solche Posts können durch andere Benutzer als wichtig bewertet werden (als upvote bezeichnet). Geht aber nur, wenn man aktiver Windows 10 Insider Preview-Teilnehmer ist und mit Windows 10 unter einem Microsoft Konto angemeldet ist.

Und da sind wir wieder am Anfang angelangt: Es war ja keine Einzelmeinung von Susan Bradley, die im offenen Brief an Herrn Nadella geäußert wurde, sondern 2.000 Teilnehmer der von ihr durchgeführten Umfrage haben quasi weitgehend das Gleiche ausgedrückt – nämlich: ‘Microsoft, ihr habe ein Problem, setzt euch hin, denkt nach und schaut, wie ihr das verbessern könnt’ (sonst seid ihr irgendwann draußen). Und die Antwort Microsofts? Gelacht, gelocht und abgeheftet – da man ja ein modernes Unternehmen ist, geht das eleganter, indem man die Leute auf den Feedback-Hub verweist und dort verhungern lässt. Lässt mich für diesen Beitrag Bugs in Windows 10: Feedback-Liste und Up-Voting nicht gerade optimistisch in die Zukunft blicken. Oder wie seht ihr das?

Ergänzung: Susan Bradley hat Microsoft geantwortet – Details finden sich bei at askwoody.com.

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17 Responses to Windows Update-Probleme: Microsofts ‘dünne’ Antwort

  1. Martin Feuerstein sagt:

    Und so sehr man auch mit dem Gebaren von M$ seit Windows 8 (nicht erst seit Windows 10) nicht einverstanden sein kann… gebt mir ein Linux (edit: oder was anderes, völlig egal), was sich mit einem Mechanismus ähnlich Gruppenrichtlinien konfigurieren und einem Mechanismus ähnlich WSUS updaten lässt. Dazu noch Treibersupport nicht nur für alte, sondern auch für neue Geräte (und Komponenten wie Grafikkarten) (Dell bietet sowas afaik für einige Modelle). Das würde fürs Geschäftsumfeld schon reichen, mit Java, Mono und Co., notfalls Virtualisierung und Terminalserver läuft die Software eh unabhängig vom Betriebssystem. Für Zuhause genügt es [den meisten], wenn Spiele in brauchbarer Geschwindigkeit und Filme auch von der kopiergeschützten DVD/Blu Ray laufen.

    • Wolfgang sagt:

      S.g Herr Feuerstein,
      mit diesen beiden Fragen outen Sie sich als Linux-Nobody, der nur nachplappert, was andere ihm vorsagen. Denn:
      1) In Linux bedarf es keiner Gruppenrichtlinien, da es ziemlich einfach mit dem nötigen Wissen (=Lesen der Dokumentation; ist übrigens auch bei Windows empfehlenswert) und einem Editor zu konfigurieren ist und
      2) Der Hinweis auf WSUS zeigt mir, daß Sie sich mit Updates unter Linux überhaupt nicht beschäftigt haben. Man benötigt dazu kein WSUS oder ähnliches. Dafür geht es schneller und problemloser, als ich es bei Windows je gesehen habe. Und sollten sie unbedingt eine WSUS-ähnliche Einrichtung wünschen, so läßt sich das ganz einfach durch Einrichten eines privaten Repositories erledigen, von dem sich die Clients dann die Updates holen.

      — So jetzt habeich wieder meine Vorliebe für Linux “heraushängen” lassen. Liebe Windows-Fanboys haut nur fest drauf auf mich, wie ihr es auch schon früher gemacht habt. Wenn es Euch etwas gibt, dann “Bitte Sehr”. Ich kann nur jedem raten: Beschäftigt (sic!) Euch selbst mit den Alternativen und wiederholt nicht immer denselben Stumpfsinn, den man sowieso überall lesen kann.

      • Martin Feuerstein sagt:

        Hab ich hier was gegen Linux gesagt? Ich sage nur: ich wünsche mir die Konfigurationsmöglichkeiten, die Microsoft aktuell in Windows Pro in Unternehmensnetzwerken bietet, in ähnlicher Form in anderen Betriebssystemen. Wenn Sie (igitt, “Sie” im WWW ;-)) dort Erkenntnisse haben, wie sich das ähnlich mit anderen Betriebssystemen abbilden lässt: her damit, die unterbelichteten Windows-Admins freuen sich über Ihre Erleuchtung.

        Wenn ich mich mit Linux-Konfigurationsdateien plagen will, kann ich (auf Windows abgebildet) auch meine Zeit mit der Modifikation von INIs, CFGs oder der Registry verbringen – und natürlich diese Einstellungen beim Start verteilen. Egal ob mit einem einzelnen Computer oder 100 Computern. Und das inkl. den Home-Versionen von Windows, wozu also überhaupt Geld für Pro und Enterprise ausgeben?

        • Wolfgang sagt:

          Sorry für das “Sie”; ich bin eben noch ein Admin der “alten Schule” mit Respekt vor den Anderen.
          Der Rest “sieht Ihnen ähnlich”: Sie wollen für alles Patentrezepte, aber ohne das nötige Basiswissen. Das gibt es aber nirgends.
          Wenn “Sie” wissen wollen, wie “etwas geht”, dann beschäftigen Sie sich einfach damit. Kein Meister ist vom Himmel gefallen und andere haben es auch gelernt! Ein privates Repository in Linux haben die Kollegen in meiner Ex-Firma schon implemetiert. Da ich aber mittlerweise in Pension gegangen bin, kann ich dazu nur sagen, dass es genau so funktioniert, wie “Sie” es gerne hätten.

      • Roland Moser sagt:

        Für Normalsterbliche ist Linux schlichtweg Müll, sonst wäre es 1. weiterverbreitet als nur gerade auf 1,5 % oder noch weniger der PCs und 2. hätte ich auch eines.

        • Wolfgang sagt:

          @Moser,
          “Ihre” Aussagen sind genau genommen “Sondermüll”.
          Denn was beweisen diese Zahlen schon? Dass das Marketing von M$ funktioniert? Dass man nichts andres als Windows kaufen kann (von Apple mal abgesen)? Dass der Konsument von Heute gehirngewaschen ist und nichts anderes kennt?
          Und wenn “Sie” keinen haben, dann bauen “Sie” sich doch einen PC mit Linux. Sie werden -wenn “Sie” objektiv sind- überrascht sein. Und kosten tut’s auch nix. – Aber Kostenloses muß ja immer “Müll” sein….

          • Volko sagt:

            @Wolfgang
            Warum die “unfreundliche” Wortwahl?

            In der Sache gebe ich Ihnen recht, dass wenn für alle Geräte Treiber vorhanden sind und auch ggf. genutzte Spezialsoftware unter Linux zum Laufen gebracht werden kann, Linux im Firmenumfeld gerade im Hinblick auf das nahende Supportende von Windows 7 und den entsprechenden Server-Varianten eine wirkliche und kostengünstige Alternative sein kann.
            Im Privatumfeld kann ich nur sagen, dass seit ich vor längerer Zeit den PC meiner Mutter von Windows Vista auf Linux Mint 17.3 umgestellt habe, die zuvor regelmäßigen “Supportanfragen” gegen Null tendieren :-) … allerdings nutzt meine Mutter den PC auch nur zum Surfen und Briefe schreiben.

            Problematisch wird es dann, wenn z.B. für Drucker keine Treiber vorhanden sind oder auf dem Notebook beim Touchpad das Seiten-Scrollen nicht funktioniert und die Tasten für die Einstellung der Bildschirmhelligkeit ohne Funktion sind … und es fehlt für die Hardwarehersteller einfach die Notwendigkeit Linux genauso selbstverständlich mit Treibern zu unterstützen wie Windows und MacOS.

            Nicht zielführend sind meiner Meinung nach “unfreundliche” Aufforderungen an andere Administratoren sich doch bitte mit Linux zu eingehend zu beschäftigen und Windows von den Rechnern zu verbannen … spätestens bei der Frage nach der “richtigen” Distribution geht dann zudem ein neuer Streit los.

            Ich bin der Meinung, dass man die Problematik die eine Umstellung auf Linux mit sich bringt jetzt klar benennen muss, um bis zum Supportende von Windows 7 eine funktionierende Alternative zu einem “Zwangsupgrade” auf Windows 10 zu haben … und das geht am Besten mit einer freundlichen und konstruktiven Diskussion ohne gegenseitige Vorwürfe. ;-)

        • Rolf Dieter sagt:

          Für den Normalsterlichen ist Linux die bessere Wahl.
          Für die Surfer und ab und zu mal einen Brief oder eine Talle Schreibenden ist alles vorhanden. Läuft schneller als W10, läuft stabiler, hat ein ausgereiftes Updateverhalten und schnüffelt nicht in den privaten Daten.
          Das Problem besteht lediglich für den Geschäftsbereich aufgrund fehlender Softwareübersetzung.
          Microsofts Gehirnwäsche zeigt aber leider, wie man in den “fachmänischen” Kommentaren sieht, immer wieder eine verheerende Wirkung, siehe Einstein und die Unendlichkeit des Weltalls.

        • Hans Wuttke sagt:

          versuchen Sie mal,in einem Elektromarkt Ihrer Wahl einen anständigen PC oder auch Laptop mit einer ordentlichen Linux-Installation (wohlgemerkt als Haupt-BS) zu erwerben…da können Sie sich auch gleich mit überzeugen,ob der Verkäufer die Argumentation pro Win ordentlich gelernt hat und auch überzeugend rüberbringen kann…

          • Rolf Dieter sagt:

            Brauche ich nicht.
            Linux lässt sich ja auch ganz einfach als Live System von DVD oder USB Stick starten.
            Dann kann sich jeder davon überzeugen, dass es einem an nichts mangelt. Es wird nichts am “schönen” W10 geändert. Und wenn ich es nicht schaffe mir eine Live-DVD zu laden und auf DVD zu brennen, habe ich eh nichts am PC verloren.
            Wenn man einen Computer mit Linux im Elektromarkt sucht, sucht man natürlich vergeblich. Genau so wie nach einem kompetenten Verkäufer. Immer wenn ich eine Wartung am Auto habe, schaue ich zur Abschreckung im MM vorbei. Wenn man dann die Verkaufsgespräche verfolgt, egal ober Computer, Fernseher etc, sträuben sich einem die Haare zu Berge. Die haben von Tuten und Blasen keine Ahnung. Verständlich bei der Bezahlung.
            Sucht man aber willentlich nach einem Linux Computer wird man schnell fündig. Tuxedocomputers, linux-onlineshop, Dell, HP etc. Es werden auch bei guten Computerherstellern verstärkt Systeme angeboten, die kein OS vorinstalliert haben, siehe Fujitsu. DIe Systeme sind sogar Linux zertifiziert.
            Ich warte gerade wieder einige NAS Systeme unserer Kunden, und siehe da, da gibt es nicht mal ein Windows System. Alles unter Linux. Und das Zeugs funktioniert wie nix Gutes. Als Dateiablage, Cloud, Mailserver, Kameraüberwachungssystem, Multimediaserver, DNS, DHCP, CMS, Backup und, und und..
            Bei kleinen Umternehmen ein vollwertige Ersatz für einen Windows Server.
            Und auch bei größeren ein sinnhaftes System, z.B. als HA für VMs oder als Own Cloud.

  2. Volko sagt:

    “Gelacht, gelocht und abgeheftet” trifft es auf den Punkt!
    Man wähnt sich bei MS sicher, dass die Kunden mangels wirklicher Alternativen sowieso jede “Kröte” schlucken werden … wozu also viel Geld ausgeben und die Bilanzen “sinnlos” verschlechtern!?
    … und solange Apple und Linux für die breite Masse keine Alternativen sind wird sich daran vermutlich auch nichts ändern … leider!

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  4. Robert sagt:

    Statt das Thema Ingenieuren vorzulegen, wandert es erstmal durch Support und PR/Marketing, ein Garant für schnellste Verbesserung / Umsetzung. Ist wahrscheinlich mit einem „Manual Patch“ schnell erledigt, man schreibt die Existenz des Problems halt ins Manual ;-)
    Und wenn es den komplex ist, warum macht man es nicht einfacher von einem frischen Fundament auf neu? Die Idee des fließenden Umbaus von alt nach neu ohne Entkernen ist nett, aber offenbar nichts für MS.
    Hätten sie eine Abteilung für drei, vier Jahre explizit an ein neues OS mit Update-Mechanismen etc. gesetzt, während die andere Mannschaft 7/8.1 optimiert, wäre reichlich Ärger erspart geblieben. „Schulfernsehen“ seitens Linux, macOS sowie den kleineren Konzepten wie Minix, MenuetOS etc. gab es genug.
    Aber damit bestärken sie die These Win10-Desktop als Cash-Cow. Nur noch irgendwie zu betreiben, bloß keine größeren Investitionen. Da sind andere Geschäftsbereiche einfach lukrativer.

  5. Joe Gerhard sagt:

    Nach meiner bescheidenen Meinung hätte Frau Bradley Briefe schreiben sollen. Möglichst auf ordentlichem Papier und mit einer handschriftlichen Anrede mit Füller. E-Mails erreichen die Verantwortlichen mit großer Wahrscheinlichkeit niemals. Die Antwort zeigt, dass die antwortende Abteilung sich zwar etwas mehr Mühe gegeben und ein paar Allgemeinplätze formuliert hat, anstatt nur Textbausteine zu schicken, aber das war es dann auch schon. Diese Antwort ist unerheblich und völlig nutz- und sinnlos.
    Hier muss Aufmerksamkeit erregt werden, die bei der Konzernleitung wahrgenommen wird und dafür ist deutlich mehr nötig als eine paar E-Mails. Intern wird keiner den CEO oder ähnliche Positionen über die Probleme informieren.

    • Günter Born sagt:

      Du hast aber schon die Original-Artikel von mir zum Vorgang gelesen?

      Offene Briefe haben die Eigenart, dass sie in einem Medium veröffentlicht werden. In diesem Fall war es initial bei ComputerWorld – und das Thema ist von ZDNet.com (sowie einigen Blogs) aufgegriffen worden. Der Vorschlag bei askwoody.com, wo die Diskussion läuft, ist: Einen Tweet an @satyanadella mit dem Thema abzusetzen. Der MS CEO Satya Nadella pflegt auch selbst zu twittern. So geht das heutzutage ;-).

  6. Friederike Lauhoff sagt:

    Ich möchte ganz kurz noch folgendes anmerken: Ich nutze seit vielen Jahren erst Windows XP, dann lange bis heute Windows 7 und ca seit einem Jahr beruflich zwangsläufig Win 10… und seit kurzem Linux Ubuntu. Ich bin in erster Linie Anwenderin. Aber: mein Linux 16.04 läuft auf einem Rechner von 2011 und ich konnte selbst intuitiv sowohl meinen Drucker aus 2009 über USB als auch im eigenen kleinen Netztwerk unter Windows 7 als Server als Netzwerkdrucker für meinen Linuxrechner einrichten und über das Netzwerk Officedateien als Vorlagen auf den Linuxrechner ziehen, die noch unter MS Office 1997 erstellt worden sind. Was möchte ich damit sagen:
    1.Jeder mit etwas Geduld und Interesse kann Linux nach kürzester Zeit nutzen
    2. Ich hoffe, dass viele, die heute noch, wie ich aus gutem Grund Windows 7 nutzen, auf Linux umsteigen und diese Community stärken werden,
    3. ob Herr Nadella in seiner Cloud davon etwas mitbekommt, steht auf einem anderen Blatt

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