Vorsicht Support: HP-Pavillion und das blähende Akku

Heute noch ein kurzer Infosplitter aus der Welt des Support, auf den mich Blog-Leser Michael B. hingewiesen hat. Es geht um ein HP-Pavillion, dessen Akku sich wohl aufbläht. Der Kunde suchte Rat bei der HP-Hotline und kam vom Regen in die Traufe.


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Das Wunschgerät: Ein HP-Pavillion

Der betroffene Kunde hat sich vor zwei Jahren, zu seinem 40 Geburtstag, ein HP Pavilion Notebook mit 15-Zoll-Display und Windows 10 schenken lassen. Die Windows-Version tut momentan hier nichts zur Sache.

Die HP Pavilion Notebooks sei kein Billigschrott, sondern lagen beim Anschaffungspreis schon deutlich darüber den Preisen von Konsumergeräten, schreibt der Kunde. Dem Nutzer wurde das Gerät als ‘das derzeit das beste Notebook auf dem Markt und vom Preis- Leistungsverhältnis nicht zu toppen’ angedreht. Der Kunde war mit dem Geräte wohl auch 2 Jahre und 5 Monate hoch zufrieden, bis …

Der Akku bläht sich

Vor einigen Wochen stellte der Kunde fest, dass der Akku des HP Pavilion Notebooks wohl anfing, sich aufzublähen. Der Betroffene schreibt, dass man die Wölbung (durch den aufgeblähten Akku) bei der Tastatur nicht nur sehen könne. Die Wölbung ließe sich auch fühlen und über dem Ein/Aus- Schalter sei sogar die Abdeckung gebrochen.

Das Ganze trat natürlich 5 Monate nach Ablauf der Gewährleistung (der Kunde spricht von Garantie) auf. Und der Beschreibung nach nimmt die Wölbung ziemlich schnell zu. Offenbar ist sich der Kunde nicht klar, was das bedeutet und schreibt:

Ich konnte das nicht glauben und es wurde mehr und mehr (Wölbung). Letztendlich kann ich den Laptop nicht mal ordnungsgemäß zuklappen, denn dann geht er durch diese Wölbung wieder an, sollte ich ihn bereits Heruntergefahren haben. Andersherum geht er aus.

Der Akku ist im Notebook wohl fest verbaut, kann also nicht entnommen werden. Von HP gab es in der Vergangenheit einige Akku-Rückrufe wegen Brandgefahr. Im Januar 2018 gab es diesen Rückruf für HP-Notbooks wegen Akku-Problemen. Dort waren auch HP-Pavillion-Geräte darunter. Da der Kunde von dieser Rückrufaktion wusste, hat er sich an den Support gewandt.

Der HP-Support hilft – per Ferndiagnose

Bei einem sich aufblähenden Akku müsste der Support dem Kunden eigentlich anraten, das Gerät sofort außer Betrieb zu nehmen und keinesfalls weiter zu laden. Es besteht Brand- und Explosionsgefahr. Der Ratschlag wäre, das Gerät zu einem HP-Support zu bringen (ein Versand per Post ist wegen der Brandgefahr unzulässig). Die vom Kunden geschilderte Erfahrungen muss man sich aber auf der Zunge zergehen lassen.

Sofort rief ich beim Support an und schilderte meinen Fall und ein Kollege des Teams kam auch via Fernzugriff auf diesen Laptop um zu schauen ob dieser Laptop von der Rückrufaktion betroffen war/ist. Auch kontrollierte er gleichermaßen andere Einstellungen/Programme.

Nach langen Gerede, so der Kunde, stand fest, dass das Gerät nicht in die Akku-Rückrufaktion hinein fiel. Vom Support gab es aber den Hinweis, dass man ‘dem Kunden entgegen kommen wolle’. Das Entgegenkommen bestand aus einem Angebot, welches man als Kunde nicht ablehnen kann.

Wir holen ihren Laptop ab, reparieren ihn in 10-15 Werktagen und schicken ihn repariert zurück, für nur 399 Euro.


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Der ursprüngliche Kaufpreis des 2 Jahre und 5 Monate alten Geräts lag bei 799 Euro. Als der Kunde sich beschwerte, wurde ihm on Top ein Rabatt von 15% auf die Reparatur angeboten. Zur Erinnerung: Wir reden über einen sich aufblähenden Akku, der ein Sicherheitsproblem darstellt. Ist imho aber eine Folge des Ultrabook-Wahns, wo Akkus fest verbaut sind.

Kruder Ratschlag des Support …

Geht man den Forenthread durch, stehen einem die Haare zu Berge. Der Kunde schreibt dazu:

Jetzt lass ich ihn sogar laufen, denn der vom Support teilte mir gestern via Fernzugriff gar mit, dass da nichts passieren kann und irgendwann eben alle Gase durch die chemische Reaktion raus sind.

Oha, man kann es nicht fassen. Da das Aufblähen aber weiter ging, fragte der Nutzer nochmals beim HP-Support nach. Die beruhigende Antwort auf die Frage ‘kann da echt nichts passieren’ führte zur Diagnose per Fernzugriff und folgender Aussage:

“Deine Programme und Systeme sind alles samt auf den neusten Stand und der Akku kann sich lediglich durch die chemische Reaktion weiter aufblähen, mehr nicht. Passieren kann der gar nichts. Irgendwann ist er halt am Ende und es geht gar nichts mehr.”

Na Gott sei Dank, das System ist up-to-date, und so ein blöder Akku, der sich aufbläht, bringt einen Support nicht aus der Ruhe. Da hilft nur ‘Nerven und Ruhe bewahren’, wenn der Akku sich lange genug aufgeplustert hat, wird ihm die Luft schon ausgehen.

Tja, schaut so aus, als ob der HP-Support einen Kunden ziemlich verärgert hat und dieser niemals wieder ein Gerät dieses Herstellers kaufen wird. Dass der Support dann auch noch auf die Feststellung des Kunden “ich habe hier einen Schaden der sehr wohl so nicht sein dürfte und sollte” (aufgeblähter Akku) folgendes mitteilt:

Doch, der Schaden kann sehr wohl sein und wie mitgeteilt, ist ein Aufblähen des Akkus nicht ungewöhnlich. Auch Herstellerübergreifend.

ist schlicht ein Armutszeugnis. Die Diskussion im HP-Forum lässt sich aus meiner Sicht nur so interpretieren: Finger weg von diesen Geräten, und einen großen Bogen um den Hersteller machen. Oder wie seht ihr das? Gibt es bei euch ähnliche Erfahrungen?

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35 Antworten zu Vorsicht Support: HP-Pavillion und das blähende Akku


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  2. oli sagt:

    Ich versuche unsere Kunden bei zu alten/defekten Laptops immer zu einem normalen Desktop-PC zu raten, wenn eine Mobiltauglichkeit gar nicht notwendig ist. Die meisten Kunden kommen gar nicht mehr auf die Idee, solch grundlegende Überlegungen anzustellen und kaufen aus Gewohnheit den nächstbesten (wie auch immer “beste” individuell definiert ist) Laptop oder lassen sich im “MM” einen andrehen.

    Wenn es dann trotzdem ein Laptop sein soll, gebe ich dann Hinweise worauf geachtet werden soll:

    – austauschbarer Akku
    – gesonderte Powertaste (und nicht als Taste in der Tastatur)
    – HDD-LED
    – Touchpad mit vom Touchfeld abgetrenntem Links-/Rechklick-Tasten
    – Kühleinlässe/-schlitze im Boden, und zwar auch da, wo der Lüfter sitzt
    – zweiter Kühlkörper-/Lüfter bei leistungsstärkeren CPU-/GPU-Lösungen
    – Vermeidung von Flachbauweisen (schlechtere Kühlung, höhere Gefahr der Display-Scharnierbrüche), sog. “Gaming”-Laptops in Flachbeiweise gehen überhaupt gar nicht
    – große Returntaste auf der Tastatur
    – mattes Display bei gehäuftem Außeneinsatz
    – Service-Klappe/-Abdeckung unter der RAM, Wifi, HDD/SSD, CMOS-Batterie und Lüfter/Kühlkörper erreichbar ist
    – ausreichend USB-Anschlüsse

    Mir ist schon klar, dass es solche Laptops nicht (mehr) gibt, die alle Anforderungen abdecken. Aber so kann jeder selber einschätzen, welche Einschränkungen er in Kauf nimmt und welche er vermeidet.

    • David sagt:

      Hallo,
      oh – solche Rechner gibt es durchaus. Aber die kosten, selbst gebraucht, erheblich mehr als “nur” 799,-.
      Ich hab mir auch solch einen Laptop zugelegt…

      Allerdings – fest eingebaute Akkus bei Laptos sind nun wirklich ein NoGo!

    • Bernhard M. sagt:

      – Kühleinlässe/-schlitze im Boden, und zwar auch da, wo der Lüfter sitzt

      die besonders Sinnvoll sind, wenn das Notebook oft auf den Knien liegt, oder schlimmer, auf dem Bett (alternativ auch Teppichboden), wodurch dann im wahrsten Sinne des Wortes “Atemnot” im Notebook entsteht. Ja, sinnvoll sind die Schlitze im Boden bei normaler Verwendung des Notebooks, aber es sollten nicht die einzigen Öffnungen für Frischluft zufuhr sein. Mein eigenes Notebook zum Beispiel zieht zusätzlich rückseitig Luft ein und links an der Seite gibt es die Warmluft aus. Dies erachte ich als sinnvoller, da die Abwärme ungehindert ausströmen kann und weniger Staub in das System gezogen wird.

      – mattes Display bei gehäuftem Außeneinsatz

      NIE ohne mattes Display! Spiegelnde Glare-Panels gehören verboten! Imho werden die nur verbaut um die lichtschwachen Displays überhaupt los zu werden. Mit matter Oberfläche wären diese Panels schlicht zu dunkel.

      • oli sagt:

        Im Boden, in der Seite, erstmal vollkommen egal, wenn der Hersteller es noch nichtmal für nötig hält, überhaupt entsprechende Einlässe im Gehäuse vorzunehmen. Da werden dieselben Gehäuse verwendet, egal ob da ein Intel Atom-2-Kerner drinsteckt, oder ein 4/8-Kerner mit ganz anderem Powerbudget.

        Im Idealfall zieht dann der Lüfter seine Frischluft nicht von unten, da hast du natürlich recht. Aber gerade in der Unter- und Mittelklasse ist das eher Wunschdenken. Bei teuren und durchdachten Gaming-Laptops habe ich solch eine Konstruktion allerdings schon öfters gesehen. Aber von “Gaming”-Laptops halte ich noch weniger, als von “flachen” Laptops.

    • Bernard sagt:

      Kühleinlässe/-schlitze im Boden, und zwar auch da, wo der Lüfter sitzt

      Damit scheiden sämtlich Apple-Laptops aus…

  3. Micha sagt:

    “Deine Programme und Systeme sind alles samt auf den neusten stand und der Akku kann sich lediglich durch die Chemische Reaktion weiter aufblähen, mehr nicht. Passieren kann der gar nichts. Irgendwann ist er halt am Ende und es geht gar nichts mehr.”

    Ist eine sehr optimistische Aussage. Der Akku könnte auch einen Zellschluss bekommen und sich entzünden. Lithium Akkus kann man nur sehr schlecht Löschen.

    Weshalb erklärt die Ladeelektronik den Akku nicht für Tod und unterbindet jeden weiteren Ladeversuch?

    Ein Akkuwechsel kann doch nicht 399€ kosten. Das ist ein Armnutzzeugnis des Herstellers. HP sollte höchstens den Materialpreis plus Einbau berechnen.

    Am besten nur Geräte kaufen wo der Akku vom Nutzer entfernt werden kann. Dann kann man das Gerät meistens über das Netzteil normal weiter benutzen.

    Der HP Kunde sollte sich mal über Angebote anderer Anbieter zum Akkuwechsel informieren.

    • David sagt:

      Hi,
      das “Totstellen” des Akku hilft nicht – der MUSS raus. Denn ist die chem. Reaktion einmal angelaufen, wird die, langsam, aber sicher, weitergehen. Der Akku wird das Gerät zerstören! Was ja bereits begonnen hat.
      GANZ schwache Leistung de HP-Service….

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  5. Sebastian sagt:

    Ich kann aus vielen eigenen Erfahrungen nur jedem raten, einen großen Bogen um HP zu machen – und zwar sämtliche IT-Gerätetypen betreffend.
    Vermutlich sind die teueren Notebooks der Business-Klasse bzw. die Workstations gute Geräte, aber bei sehr vielen anderen hatten wir bei Kunden schon sehr großen Ärger.

    Alleine schon die Supportseite für den Treiber-Download (auch bei Business-Geräten) spricht einen an, als wäre man blutiger Anfänger. Nur ebenschnell etwas herunterladen wird effektiv verhindert.

    Installiere ich einen Druckertreiber unangepasst, habe ich hinterher ungefähr sieben verschiedene “Mehrwert”-Programme auf dem System. Netzwerkdrucker verlieren ständig die Verbindung zu manchen Rechnern, es gibt keine standalone Scanner-Treiber bei Multifunktionsgeräten (wohl aber für den Druckerteil, sehr logisch), man muss immer die unsäglichen All-In-One-Treiber nutzen, die in 50% der Fälle mit nichtssagenden Fehlermeldungen nicht funktionieren und abbrechen.

    Die einfacheren Laptops haben ein mieses Kühlkonzept, werden schon nach kurzer Zeit heiß, die Lüfter klingen wie ein kleiner Föhn.

    Netzwerkkomponenten von HP funktionieren meiner Erfahrung nach zwar unauffällig, sind aber m.M.n. angesichts ihrer Fähigkeiten im Vergleich zum Wettbewerb zu teuer.

    Dass man vom Support höchst ahnungslose Antworten bekommt und neben größeren Verständigungsschwierigkeiten oftmals noch grobe Ahnungslosigkeit hinzukommt, kann ich ebenfalls nur bestätigen.

    Es gibt ja zum Glück überall Alternativen…

    • Günter Born sagt:

      “Es gibt ja zum Glück überall Alternativen…” -> welche? Interessiert bestimmt einige Leser/innen.

      • Sebastian sagt:

        Naja, das lässt sich so pauschal nicht wirklich beantworten, es kommt doch immer sehr auf den Anwendungsfall und das Budget drauf an.
        Für den Bereich KMU finde ich bei Netzwerkequipment Ubiquiti ganz brauchbar, in sehr kleinen Netzen ohne erweiterte Bedürfnisse würde ich immer auf AVM setzen.

        Drucker/Multifunktionsgeräte empfehle ich gerne von Brother (KMU). Bei Epson findet man auch ganz gute Treiber, von denen kenne ich aber nur kleinere Geräte im Privatbereich, die hin und wieder zicken und Sollbruchstellen aufweisen wie vermutlich sämtliche Drucker im Bereich zwischen 50€-150€.

        Der Laptop-Markt bietet einen für meinen Geschmack mittlerweile arg knappe Auswahl, hier finde ich Geräte von Lenovo (ThinkPad/ThinkBook) oder Dells Businesslinien am interessantesten. Asus hatte mit ASUSPRO auch eine taugliche Modellreihe, diese scheint aber langsam auszulaufen.
        Fujitsu kann man glaube ich im höherpreisigen Bereich auch kaufen, hier kenne ich nur sehr wenige Geräte aus der Praxis.

        Natürlich gibt es immer wieder mal spezifische Anforderungen, die ausschließlich von anderen Herstellern bedient werden, daher mein Satz oben, dass man von Fall zu Fall entscheiden muss.

        Ich finde übrigens übertriebene Markentreue sehr nachteilig bei der Suche nach der optimalen Lösung für einen selbst oder einen Kunden.
        Andersherum betreibe ich eine Art
        “geistiges Greylisting” gegenüber manchen Herstellern, die in der Vergangenheit zu oft negativ aufgefallen sind. Von denen wird dann nur noch gekauft, wenn es gar nicht anders geht.
        HP ist einer dieser Hersteller.

      • Michael sagt:

        Alternative(n): Je nach Budget gebrauchte Business Notebooks.

        Ich will hier nicht Werbung nur für eine bestimmte Firma machen, wir haben gute Erfahrungen mit den T-, W- und P-Serien von Lenovo gemacht. Die Dinger sind fast unkaputtbar, man kann ohne Probleme selbst Teile austauschen/ersetzen, Lüfter reinigen, usw. Die Verarbeitung und besonders die Tastatur ist sehr gut.

        Der Support ist erstklassig, die Foren ebenfalls. Falls es wirklich mal ein Problem gibt oder ein Ersatzteil gebraucht wird, bekommt man schnelle und fachlich kompetente Hilfe.
        Mit ein ganz wenig handerklichem Geschick kann man so gut wie alle Reparatur- und Wartungsarbeiten selbst machen.

        In wie weit solche Kriterien für andere Firmen zutreffen kann ich nicht beurteilen, denke aber das es bei entsprechenden Business-Geräten ähnlich ist.

        • Günter Born sagt:

          Danke für eure Ergänzungen – hilft sicherlich interessierten Mitlesern/innen

        • Uwe Bieser sagt:

          Die Erfahrungen bezüglich unkaputtbar kann ich nicht bestätigen. Gerade die T450s leiden unter Rissen in der Displayabdeckung, bzw, im Bereich des Scharniers. Nachdem ich den Serviceantrag gestellt habe, wurde dieser zunächst mit dem Hinweis auf “Verschleißteil” (Displayabdeckung) abgelehnt. Nachdem ich dann nachgehakt habe, wie ein eigentlich unbewegliches Bauteil verschleißen kann, wurde dass Ersatzteil geliefert und vor Ort von einem Lenovo Techniker eingebaut. Andere Betroffene hatten allerdings nicht soviel Glück.

          Aber die Laptops lassen sich in der Tat gut warten, der Support mit Ersatzteilen ist aber nicht generell problematisch. Vor kurzem bekam ich wiederum ohne Widerrede eine neue Tastatur zugestellt, obwohl diese bereits über 24 Monate im Gebrauch war. Der Einbau ist ein Kinderspiel. Gut gefällt mir auch, dass sich die internen Akkus via BIOS vollkommen “trennen” lassen. Das ist bei einer Reparatur oder beim System aufrüsten nützlich und wenn es sich um selten genutzte Reserve Laptop handelt, weil dann der Laptop lange im Schrank verweilen kann, ohne dass der Akku entladen wird. Ohne angeschlossenes Netzteil lässt sich der Laptop dann auch nicht mehr starten

  6. Anonymous sagt:

    Ich habe schon mal von dem Rückrufprogramm gehört, allerdings verwenden wir auch keine “billig-HP-Produkte”.

    Laptops sind alle EliteBooks und PCs sind entweder Workstations oder ProDesk/EliteDesk.

    Konnte mich somit noch nie wirklich beschweren, weder bei Laptop noch sonst was.

    • Dekre sagt:

      Ich wollte schon vorher was schreiben.
      Ich nutze eigentlich nur HP-PC und -Notebooks. Der Service ist wie bei allen schon gewöhnungsbedürftig. Ich hatte es mal in einen Kommentar schon früher geschrieben, dass ich mich wegen einen zusätzlichen Einbauteil inder die Blende nicht geliefert wurde, mich bis zur Geschäftsführung in Deutschland beschwrerte und dese auch beantwortet wurde.

      Es sollte bei HP eigentlich keine “Billigprodukte” geben. Aber der wer etwas Ahnung hat kauft keine “für den privaten Bereich” verwendete PC oder Notebooks. Es ist so. Das was dort verkauft wird ist SCHROTT!.
      Ich warte nur, bin das mal endlich zum Gericht kommt!!!

      Man kann nur diese Busen-PC oder-Notebooks kaufen. Dann muss man aber diesen gesamten Sicherheitskrempel löschen bzw. deaktivieren.
      Hat man das dann gemacht so halten diese auch und sind gut.

      • Dekre sagt:

        Ich muss mich hier revidieren. Die Notebooks von HP sind wohl neuerdings alle mit verklebten Akkus ausgestattet siehe unten mein Beitrag. Das geht gar nicht – verklebte Akkus.

  7. Volko sagt:

    Das Problem ist, dass die Hersteller neuerdings auf fest verbaute Akkus setzen: habe eben nach einem ein aktuellen 15″-Notebook mit mattem Display und AMD Ryzen gesucht … und nicht ein einziges Gerät mit austauschbarem Akku gefunden!!!

    Was für ein Irrsinn!!!

    • Günter Born sagt:

      Ich ziehe mal einen 8 Jahre alten Artikel aus der Gruft Wegwerfelektronik durch Akkutechnik – Umweltsauerei sondersgleichen, wo ich diese Entwicklung prognostiziert habe.

    • Ralf Lindemann sagt:

      Ich habe mal bei Dell nachgeschaut und mir aus den Angeboten irgendein Notebook herausgepickt: Inspiron 39,6 cm (15,6 Zoll)-Notebook der 3000 Serie. Die preiswerteste Ausführung ist ab 378 Euro zu haben, mit Ubuntu Linux sogar ab 309 Euro, also eher kein Profi-Gerät … ;-) Der Akku ist hier auch fest verbaut, kann aber ausgetauscht werden. Der Akku ist verschraubt. Eine Aus- und Einbauanleitung findet man im Service-Handbuch, das man bei Dell auf der entsprechenden Support-Seite einsehen bzw. herunterladen kann. – Meinen Kommentar bitte nicht als Empfehlung oder Werbung für Dell verstehen, sondern nur als Hinweis, dass man nicht alles über einen Kamm scheren kann: Fest verbaut muss nicht heißen, verklebt oder nicht austauschbar.

      • Volko sagt:

        Danke für den Hinweis! … Es ist natürlich richtig, dass fest verbaut nicht automatisch nicht austauschbar bedeutet!

        Ohne das beispielhaft genannte Gerät jetzt zu kennen stellt sich dennoch allgemein natürlich immer die Frage, ob für den Austausch das Gehäuse geöffnet werden muss, oder ob eine Wartungsklappe gibt.
        Gerade bei einem im Fehlerfall brandgefährlichen Bauteil muss man m.E. ohne große Bastelei einen Austausch vornehmen können!

        … und dann hat natürlich jeder unterschiedliche Anforderungen betreffend Ausstattung und CPU Hersteller …

      • Uwe Bieser sagt:

        Das ist auch beim Dell Latitude 5285-12 so. Zwar kein Billiggerät, aber immerhin ein Tablet. Das einzige, was nicht getauscht werden kann, ist der Arbeitsspeicher. Allerdings sollten sich nur handwerklich versierte an dieses Gerät herantrauen. Man kann sonst schnell etwas mechanisch beschädigen. Auch der Wechsel der NVME-SSD erfordert viel Geschick und Umsichtigkeit, weil diese unter einem HF-Schirmblech verborgen ist, dass sehr vorsichtig und gleichmäßig angehoben werden muss.

  8. Andreas F. sagt:

    Für Akku-Probleme stehen die Hersteller von Notebooks ungern gerade. Fujitsu hatte vor einigen Jahren einen Rückruf für einen geräteübergreifenden Akkutyp. Laut Homepage und Seriennummer war mein Akku nicht vom Umtausch betroffen. Einige Jahre später kam dann ein Fujitsu-Zwangsupdate, welches mir mitteilt, dass mein Akku künftig nur noch auf 65% geladen wird, weil er wegen Alterung explosionsgefährdet ist. Als schnurloses Gerät praktisch nicht mehr zu gebrauchen.

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  10. AndreasR. sagt:

    Das Problem mit dem Akku gibt es auch bei ASUS bei mir nach knapp 4 Jahren!

  11. Dekre sagt:

    Mal generell eine Frage –
    Der Akkumulator/ (die Batterrie)/ muss doch wohl ausbaubar gewesen sein?

    Unabhängig davon, ist das – ein Problem von HP. Nun weiß man nicht was man mit diesem Notebook und diesem Akku alles gemacht hat. Das kann man aber feststellen.

    Ich habe 2005 ein HP-Notebook gekauft (über Händler – nie wieder Händler). Das war ein Compaq nx9105. Ich habe diesen täglich benutzt. Nach einem Jahr war der Akku kaputt. Es ließ sich nur noch mit Netzbetrieb starten und das machte ich bis 2012. Solnage hat das Ding durchgehalten. Es war ein Fehlkauf. Aber man macht im Leben vielens richtig und vieles falsch.
    Richtige PCs sind besser!!!

    Nochmal und zum mitschreiben – Für zu Hause ist ein Notebook sinnlos oder man gibt über 2 TEUR aus. Dann geht es. Daneben sollte man dann schon richtige PCs habe (also mehrere!)

    • Uwe Bieser sagt:

      “Nochmal und zum mitschreiben – Für zu Hause ist ein Notebook sinnlos oder man gibt über 2 TEUR aus. Dann geht es. Daneben sollte man dann schon richtige PCs habe (also mehrere!)”

      Die beim stationären PC notwendige USV im Vergleich aber nicht vergessen.

  12. Manuel sagt:

    Ich kann den Ärger des Käufers durchaus nachvollziehen aber die HP Pavilion Serie ist ganz klar eine Consumer Serie, Business Geräte sind Probook, Elitebook etc. wo es auch 3-Jahres Garantieerweiterungen gibt. Man bekommt für die Consumer Geräte von HP praktisch keine Ersatzteile, daher kann ich nur raten kauft euch lieber ein Business Gerät mit etwas schwächerer Ausstattung im Fachhandel und nicht im Discounter oder Onlinehandel, dann bekommt man auch ein seriöses Reparaturangebot. HP kann ja per Ferndiagnose nicht wissen was der aufgeblähte Akku alles beschädigt hat. Ich finde man sollte aufgrund eines Einzelfalles kein Bashing gegen einen Hersteller betreiben, nur die Aussagen des Support Mitarbeiters zum Akku sind natürlich mehr als fahrlässig.

    • Sebastian sagt:

      Damit hast Du grundsätzlich schon Recht, in einem Punkt muss ich allerdings deutlich widersprechen: Es ist vollkommen irrelevant, was ein sich aufblähender Akku alles beschädigt hat (und ob es überhaupt schon zu Schäden kam).

      Sobald sich ein Akku aufbläht gilt: Gerät ausschalten, vom Strom nehmen, nicht mehr benutzen. Akku tauschen (lassen) oder Gerät entsorgen.
      In diesem Fall gibt es leider keine zwei Meinungen und *jeder* Supporter, auch im 1st Level, muss dies wissen und genau so kommunizieren.

      Was den “Einzelfall” angeht: Natürlich werden sich bei allen Herstellern Fälle finden, in denen der support oder die Firma als solches eine eher schlechte Figur macht. In meinem Kommentar weiter oben habe ich aber erwähnt, dass es aus meiner Sicht bei HP deutlich über den Einzelfall hinaus geht.
      Ich habe mittlerweile eine höhere zweistellige Anzahl an Support-Telefonaten mit HP “vorzuweisen” und in fast jedem Fall war es ein Armutszeugnis für den Hersteller. Es ging dabei übrigens ausschließlich um Business-Geräte, zumeist Drucker.

  13. Dekre sagt:

    Die Garantie bei HP ist 1 Jahr. generell. Man kann diese aber erweitern auf 3 Jahre (HP Care), kostet 48 EUR. Das gilt bei Home-Geräten als auch bei Business-Geräten.

    ABER:
    Ich habe jetzt mal bei HP zu Notenbook Pavilion nachgeschaut und ein “billiges” genommen: HP Pavilion – 15-cs1700ng. Das kostet 799 EUR. Aus den allgemeinen Produktunterlagen geht nicht hervor, dass der Akku verklebt ist. Das geht nirgends hervor. Erst im Benutzerhandbuch steht dann lediglich “Werksseitig versiegelter Akku”. Das ist schon eine Frechheit. Das muss und sollte eindeutig in den technischen Merkmalen stehen.

    Jetzt habe ich es mal mit einem Business-Notebook verglichen Typ “HP ProBook 470 G5 Notebook-PC” kostet jetzt dort 895 EUR. Der Akku ist auch verbaut bzw. verklebt. Es steht aber dort im Datenblatt. Das ist ja alles ein Unding. Selbst das teure Elitebook 850 G5 mit 1,9 TEUR vom Preis hat ein verklebtes Akku. Das steht auch nur im Benutzerhandbuch.

    Verklebte Akkus in Notebook sind mit diesen Leistungsausstattungen wohl ein Unding. Das darf es nicht geben. Das ist eine absolute Fehlkonstruktion bei allen HP Notebooks.

    Da muss ich meinen Kommentar oben schon revidieren. Denn das ganze kann auch bei allen anderen HP Notebooks passieren, egal wie teuer. Das ist alles sehr bedenklich. Neue HP-Noteooks sind damit für gestorben. Ich haben ein HP Elitebook 8560w mit austauschbaren Akku und das Gerät funktioniert.

  14. Markus sagt:

    HP hat bei den s.g. Consumer Serien auch wirklich eine extrem merkwürdige Ersatzteilpolitik, die fix verbauten Akkus gelten nicht als wechselbar, und werden daher nicht an Endkunden verkauft.

    Aber kurz meine Geschichte, ein Freund hat vor ca. 2 Jahren ein HP SPECTRE 13 – wichtig, die schwarze Version ohne Pro – gekauft, und weil das Ding so toll ist, gleich ein zweites für seine Frau. Vor ca. einem 3/4 Jahr habe ich ihnen die SSDs erweitert – immerhin kann man die noch relativ leicht tauschen, da war mit den Akkus noch alles ok. Im Juni ruft er mich an, sein Spectre hat auf einer Seite einen Spalt, und er kann es nicht mehr zusammendrücken – Alarm! sofort aufhören mit drücken! Also bin ich am nächsten Tag zu ihm, Akku schaut fast wie ein Polster aus, links und rechts je ca. 1cm gebläht, dabei seine Frau ganz beiläufig, ja, hab meines eh such erst kürzlich wieder zusammengedrückt. Hab sie sofort zum MediaMarkt (dort wurden die Geräte Anfang 2017 für je 1400€ gekauft, also kein Pavillion billig) geschickt, Garantie natürlich um knappe 3 Monate abgelaufen, Ersatzteil für die Geräte zwar bekannt 924960-855 4Cell 43Wh, aber wird nicht an Privatkunden verkauft, bleibt nur einschicken und ca. 400€ für den Akkutausch zahlen. Ach ja, beim Pro Modell gibt es seltsamer Weise auch grad keinen Akku, da steht ein aktuelles Replacement 908319-855 (dachte mir, ich kauf den, da zumindest der Akku der pro Serie lt. maintenance Guide CRU ist) mit dem Status nicht lieferbar. Die neue hp baut also gefährlichen Schrott, und lässt die Kunden dafür bluten.

  15. Volko sagt:

    Als Ergänzung zu meinem weiter oben stehenden Kommentar:

    Unabhängig vom Hersteller und von der Produktserie (Privatanwender oder Geschäftskunden) scheint es bei aktuellen Notebooks jetzt üblich zu sein, dass der Akku fest verbaut ist!

    Damit kann man meines Erachtens niemandem mehr guten Gewissens den Kauf eines Notebooks empfehlen wenn die Mobilität nicht zwingend erforderlich ist!

    Das ist eine brandgefährliche Umweltsünde!

    Falls jemand ein aktuelles Notebook mit mattem Display, AMD Ryzen und wechselbarem Akku kennen sollte, bin ich für einen Tipp sehr dankbar!

    • oli sagt:

      “…wenn die Mobilität nicht zwingend erforderlich ist!”

      Genau das ist das Problem. Diese Überlegung wird in vielen Fällen gar nicht erst getätigt. Auch meine obigen Hinweise werden selten in die Kaufentscheidung einbezogen – Hauptsache sieht gut aus, ist leicht und flach~. Naja, ich “erzieh” meine Kunden einfach mit den höheren Reparaturkosten. Manche zahlens als Lehrgeld, manche kaufen dann einfach einen neuen Laptop. Ökologische und wartungsfreundliche Aspekte spielen jedenfalls bei den meisten Käufern kaum eine Rolle.

  16. Joe_Gerhard sagt:

    Wir setzen seit etwa 20 Jahren ausschließlich Thinkpads von Lenovo (vormals IBM) ein. Seit vielen Jahren fast ausschließlich T-Serie. Die Geräte haben zwar je nach Serie auch so Ihre Macken, aber die sind bekannt und es gibt fast immer Abhilfe. Insgesamt sind die Geräte oft unzerstörbar, z.B. T410 die an entfernten Plätzen im Dauerbetrieb 24/365 irgendwelche Steuerungsarbeiten machen und seit acht oder zehn Jahren problemlos laufen bei einem Akkuwechsel. Im Thinkwiki steht alles zu den Baureihen. Auch auf uralten Modellen läuft Windows 10 und mit einer SSD getuned und ggf. etwas gebrauchtem Speicher aus der Bucht erfüllen bis zu neun Jahre alte Notebooks die Wünsche von Großeltern wie Studenten, für kleines Geld perfekt.

    Menschen mit kleinem Budget kaufen gebrauchte oder Leasingrückläufer und haben ein Notebook (oder auch PCs) welches noch jahrelang funktionieren wird und für das es alle Ersatzteile gibt.

    Allerdings auch hier neuerdings zum Teil zusätzliche interne Akkus und Modelle ohne HD Lampen etc. Das gefällt mir auch nicht, aber insgesamt sind IT und User sehr zufrieden.

    Zu HP, ja, aber ausschließlich Drucker und nur Businessmodelle, da haben wir keine Probleme sind sehr zufrieden und erreichen zum Teil astronomisch hohe Seitenzahlen bei problemloser Verschleiß- und Ersatzteilversorgung etwa zehn Jahre lang.

  17. Theo sagt:

    Zum Thema “fest verbauter Akku”:
    Auf geizhals.de* in der Kategorie Hardware/Notebooks, rechts im Bereich Filter, auf weitere Filter klicken und dann “Akku abnehmbar” auswählen. Jetzt werden die entsprechenden Geräte angezeigt.

    *oder sonst einer Seite die die entsprechende Funktion bietet (Heise.de usw.)

    • Ralf Lindemann sagt:

      Ok, guter Tipp. Bestätigt aber Volkos Einschätzung, dass Notebooks mit abnehmbaren Akkus eine sterbende Art sind. Dürfte dem Trend geschuldet sein, dass Notebooks immer kompakter, leichter und flacher werden. Wenn man alle Filter einblenden lässt und in der Kategorie „Akku“ nachschaut, ergibt sich folgendes Bild:

      # Akku fest verbaut (5953)
      # Akku abnehmbar (202)
      # gleichzeitig fest verbauten und abnehmbaren Akku (46)
      # ohne abnehmbaren Akku (5938)
      # ohne fest verbauten Akku (187)

      (In Klammern: Anzahl der in der Datenbank gelisteten Modelle)

      Streng genommen müsste geizhals.de auf den Trend zu fest verbauten Akkus reagieren und die Datenbank in der Kategorie „Akku“ überarbeiten und einen neuen Filter hinzufügen:

      # Akku fest verbaut und austauschbar
      # Akku fest verbaut und nicht austauschbar

      Das scheint mir mittlerweile eine wichtige Information bei der Kaufentscheidung für ein Notebook zu sein und die fehlt hier …

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