Klage gegen willkürliche Microsoft Kontensperre

Paragraph[English]Microsoft verlangt für viele Aktivitäten die Registrierung und Nutzung eines Microsoft-Kontos (Online-Konto), behält sich aber vor, dieses Konto von jetzt auf Gleich sperren und deaktivieren zu dürfen. Für den Betroffenen bedeutet das den ‚digitalen Tod‘ und möglicherweise auch finanzielle Verluste. Jetzt hat ein deutscher Betroffener erstmals Klage gegen Microsoft Irland als Vertragspartner eingereicht.


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Kontensperren, darum geht es

Ich hatte das Thema willkürliche Sperre von Microsoft-Konten hier im Blog ja bereits aufgegriffen. Microsoft verlangt bei seinen Produkten inzwischen standardmäßig ein Microsoft-Konto. Bei Online-Diensten wie OneDrive, outlook.com, Skype, Teams etc. könnte man so etwas noch nachvollziehen – obwohl es früher auch mit anderen Anmeldeverfahren ging. Aber bei On-Premises-Produkten ist der Zwang zum Microsoft-Konto nicht wirklich nachvollziehbar.

Martin Geuß hat gerade im Beitrag Windows 10 20H2 installiert und Neuerungen angeschaut: Mit Edge, Kontozwang und Familien-Einstellungen auf den kommenden Microsoft Kontenzwang für die Herbstversion 20H2 von Windows 10 hingewiesen. Und MIcrosoft Office ist ohne Microsoft-Konto quasi nicht mehr nutzbar.

Ich hatte hier im Blog in verschiedenen Beiträgen (siehe Linkliste am Artikelende) darauf hingewiesen, dass Microsoft Online-Konten willkürlich schließen kann und auch schließt. So erleben Benutzer von Microsoft Office, dass ein neues Konto sofort geschlossen wird, wenn keine Mobilfunknummer bei der Registrierung angegeben wird (siehe Werden Microsoft-Konten von Office ohne Telefonnummer gesperrt?). Bei Skype-Konten ist das ähnlich.

Microsoft-Kontensperre

Und es gibt die Fälle, wo Benutzer eines Microsoft Kontos plötzlich eine Benachrichtigung erhalten, dass das Konto wegen Verstößen gegen den Microsoft-Service-Vertrag gesperrt wird. Ich hatte das detaillierter im Artikel Tretmine Microsoft Konto: Willkürliche Sperre bei Online-Funktionen behandelt. Das Perfide an der ganzen Sache ist:

  • Das Microsoft-Konto kann jederzeit und ohne Begründung willkürlich (mit Verweis auf den Service-Vertrag) von Microsoft gesperrt werden.
  • Einen Grund für die Sperre erfahren die Nutzer i.d.R. nicht – eine juristisch überprüfbare Einspruchsmöglichkeit gibt es nicht – der Nutzer hat die AGB akzeptiert, die Microsoft weitgehende Rechte einräumt.
  • Wer Apps oder Dienste wie OneDrive etc. gekauft und mit dem Konto verbunden hat, verliert den Zugriff – die Daten sind dann schlicht weg.
  • Besteht ein Abo (Office 365, Games Pass etc.) läuft dieses Abo weiter, der gesperrte Nutzer darf also auch noch zahlen.

Als Benutzer ist man schlicht der Doofe und nach einer Sperre ist man ‚digital tot‘ – gekaufte Inhalte sowie gespeicherte Inhalte sind im digitalen Nirvana verschwunden. Einspruchsmöglichkeiten existieren schlicht nicht.

Klage von deutschem Nutzer eingereicht

Ich habe mit Martin Geuß von Dr. Windows in den letzten Monaten solche Fälle gesammelt und das Ganze wurde von uns beiden in diversen Artikeln aufbereitet. Martin hat dabei die Federführung – aber ich habe das Thema zusätzlich bei Golem untergebracht Digitale Amnesie durch willkürliche Kontensperrungen. Nun hat Martin Geuß mich informiert, dass ein deutscher Betroffener Klage gegen Microsoft Irland eingereicht hat. Das ist nämlich der Vertragspartner für die diversen Online-Dienste, die für europäische Benutzer mit einem Microsoft-Konto verbinden sind.

Der Betroffene weiß bis heute nicht, wo und wie er gegen den Servicevertrag verstoßen haben soll. Er sieht die Sperre daher als willkürlich und unbegründet an. Die Klage fokussiert daher auf folgende Kernpunkte:


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  • Microsoft soll per Urteil dazu gezwungen werden, den Grund der Sperre bzw. den Verstoß gegen den Service-Vertrag im Detail darzulegen.
  • Microsoft soll dass Konto wieder freischalten und dem Betroffenen wieder Zugang zu seinen wichtigen Daten gewähren, die er in seinem OneDrive-Tresor gespeichert hat.
  • Gleichzeitig wird aber auch verlangt, dass Microsoft diese Daten herausgibt, unabhängig davon, ob das Konto wieder freigegeben wird oder nicht.

Es gibt ein älteres Urteil eines deutschen Gerichts gegen Amazon, in dem dem Kläger der Zugriff auf seine bezahlten Inhalte trotz Kontensperre gewährt werden musste. Wie der obige Fall ausgeht, bleibt abzuwarten. Wenn Microsoft plötzlich das Konto wieder freigibt, fällt die Klage ggf. in sich zusammen und es ist nichts juristisch geklärt. Martin Geuß hat ein paar weitere Details zum Sachverhalt im Beitrag Konto gesperrt: Nutzer reicht Klage gegen Microsoft ein zusammen getragen.

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33 Antworten zu Klage gegen willkürliche Microsoft Kontensperre

  1. oli sagt:

    https://www.drwindows.de/news/windows-10-20h2-installiert-und-neuerungen-angeschaut-mit-edge-kontozwang-und-familien-einstellungen

    „Nach wie vor taucht beim Klick auf „Weitere Informationen“ der zynisch anmutende Hinweis auf, dass es ganz einfach ist, ein lokales Konto zu verwenden: Einfach jetzt mit einem Microsoft-Konto anmelden und es später wieder aus Windows 10 entfernen. Einfacher geht’s nicht, wenn ich Pommes ohne Ketchup möchte, bestelle ich sie auch immer mit Ketchup und kratze es nachher wieder runter.“

    „Microsoft transferiert bekanntermaßen alle Systemeinstellungen von der klassischen Systemsteuerung in die Settings-App. Wer heute jünger als 30 ist, hat einigermaßen gute Chancen, das Ende dieser Migration noch mitzuerleben.“

    Ich musste schmunzeln :F.

  2. Blupp sagt:

    Dazu zum Vergleich ein Hinweis auf die Praxis von Facebook:
    Wenn durch Facebook ein Konto gesperrt wird, dann ermöglichen sie es die eigenen Daten herunterzuladen. Diese Vorgehensweise ist bei einer begründeten Sperre rechtlich in Ordnung. Microsoft kassiert hier gleich die persönlichen Daten, es könnten natürlich auch Geschäftsdaten sein. Hier wäre Microsoft höchstwahrscheinlich sogar in der Haftung.
    Es ist schon schwer vorstellbar, dass Microsoft diesen Proßess gewinnen könte. Unter der Voraussetzung, dass der Kläger nichts illegales mit dem MS-Konto getrieben hat, dürften für diesen sehr gute Chancen bestehen.

  3. 1ST1 sagt:

    Jeder Betroffene sollte nun das selbe tun. Wer sowieso eine Rechtsschutzversicherung hat, ist da fein raus.

  4. Martin sagt:

    Endlich! Ich fürchte allerdings, dass Microsoft eine juristische Klärung ganz bewusst verhindern wird, indem sie das Konto einfach wieder freigeben, wie es ja im Blogbeitrag erwähnt wird. Dann müsste jeder den Klageweg beschreiten und Microsoft wird immer wieder das Gleiche tun, bis sie sich irgendwann mal sicher sind, einen Fall zu gewinnen, damit dann aber in letzter Instanz hoffentlich trotzdem scheitern!

  5. Bernard sagt:

    Was für eine Mobilfunknummer soll eine Firma denn angeben???

    Für jeden Mitarbeiter, der eine Office-Version auf seinem PC nutzt, eine andere?

    Bei uns z.B. gibt es keine Mobilfunknummer, sondern nur Festnetz.

  6. R.G. sagt:

    Martins Beispiel mit dem Ketchup ist zwar gut, aber trifft es nicht ganz:
    Der Ketchup merkt sich nämlich nicht, dass er mal auf den Pommes war.

    Gruß

    R.G.

  7. Uwe sagt:

    Die Klage ist gut! Besser ist es, solch Konten (MS / Google / usw) erst nicht zu verwenden und für Daten schon gar nicht und für wichtige Daten (noch dazu ohne Backup) nie und nimmer und nie und nie, nie nimmer … NIE!

    • Günter Born sagt:

      Wer würde ohne solche Berichterstattung wie hier im Blog denn auf die Idee kommen, auf Online-Konten zu verzichten? Doch nur eine winzige Minderheit … und auch jetzt sind nur wenige wach geworden.

  8. Uwe sagt:

    Mal was anderes, es fällt auf, der Herr Geuß nabelt sich von MS ab. Vor einem Jahr war jede MS Kritik Grund, sofort beim guten Martin gesperrt zu werden.

    • Günter Born sagt:

      Ich kann jetzt nicht direkt für Martin sprechen – vielleicht liest er es und antwortet selbst. Aber so wie ich ihn kenne (ich stehe mit ihm, deskmodder, Woody Leonhard und Lawrence Abrams von Bleeping Computer hinter den Kulissen in Austausch), ist er wirtschaftlich von Dr. Windows unabhängig und auch ansonsten ein kluger Kopf …

    • Potrimpo sagt:

      Gesperrt – könnte ich nicht behaupten.

    • Blupp sagt:

      Auf Dr. Windows war in einem Artikel einmal zu lesen, dass er ein Windows Fanboy ist. Ist ja auch nicht schlimm, viele haben bei DOS/Windows angefangen und sind eine Symbiose eingegangen. Auch mir erschien es lange Zeit so, dass Kritik an MS/Windows nicht sehr geschätzt wurde, umso mehr wurden vom Martin andere kritisiert, Grund für mich dort seit Jahren nicht mehr mitzulesen und mich aus dem Forum zu verabschieden. Wie „gesagt“, es erschien mir so, worauf ich auch Wert lege, vielleicht liegt das aber auch an einer anderen Sichtweise.

  9. defector sagt:

    Die Klage führt hoffentlich zu mehr Klarheit.
    Eine Kontensperrung kann verhindert werden, wenn man statt einer Mobiltelefonnummer eine alternative E-Mail-Adresse bei den Anmeldeinformationen angibt.

    d.

    • cott-ahn sagt:

      wäre schön (mehr Klarheit, bzw. mehr),
      allerdings ist bislang unklar, ob die Klage überhaupt wirksam ist/wird – also ob dt. Gerichtsbarkeit etwas gg die MS-Außenstelle Irland juristisch ausrichten kann. Wenn nicht zuständig, ginge das ins Leere…

  10. Sherlock sagt:

    Ich habe 2004-H2 hier installiert. Von Kontenzwang ist da nach wie vor nichts zu sehen. Bei der Installation wurde wie immer links unten die Möglichkeit „Offlinekonto“ angeboten. Bei jedem Upgrade wird dieser Kontenzwang an die Wand gemalt und nie tritt er ein, kurios.
    Der Chromium-Edge ist immerhin nun enthalten.

    • Nobody sagt:

      Hallo Sherlock,
      du bist hier ausnahmsweise auf der falschen Spur.
      Vielleicht mal Dr. Watson befragen ;-).

      • Sherlock sagt:

        Inwiefern auf der falschen Spur? Watson ist der gleichen Meinung wie ich, er saß bei der Installation von 20H2 neben mir. :o)

        • Nobody sagt:

          Das ist bedenklich.
          Da hat euch das kleine fiese Virus wohl schon Teile des Kleinhirns weggeknabbert. ;-)
          Es geht hier nicht um das Microsoft-Konto, das bei der Installation von Windows 10 angelegt werden soll.
          Für die Nutzung bestimmter spezielle Microsoft Angebote, wie OneDrive, Outlook, Skype, Teams, Microsoft Office ist ein Microsoft-Konto erforderlich. Wird dieses Konto willkürlich geschlossen, hat der Benutzer schnell ein Problem.

          • Sherlock sagt:

            Wenn der Virus etwas weggeknabbert hat, dann deine Fähigkeit, Sinn entnehmend lesen zu können. Unverschämtheiten bleiben auch mit Smileys unverschämt.
            Für Leseunfähige: Günter hat oben im Artikel auf den angeblichen Kontenzwang in 20H2 hingewiesen und dafür den Artikel von Martin Geuß verlinkt. Just in Martins Artikel ist aber unter anderem schon wieder zu lesen, dass für 20H2 keine Erstellung eines lokalen Kontos mehr möglich sei, weil die Option nun beim Setup fehle. Darauf hatte ich mich bezogen. Nun, die Option war bei meiner gestrigen Installation von 20H2 an der üblichen Stelle vorhanden. Es gibt also auch für die Installation von 20H2 immer noch keinen Kontenzwang! Die sogenannten „speziellen Angebote“ von MS sind optional, viele User wollen nichts davon und auch für das von mir genutzte MS-Office Pro gibt’s keinen Kontenzwang.

          • debaseno sagt:

            lokales Kto als Option erscheint nur (noch), wenn die Netzverbindung während des gesamten(!) Install-Vorgangs deaktiviert (= abgeklemmt, LAN & Wlan!) ist. Sonst taucht nur MS-Kto auf. Da bei den meisten Netzverbindung = immer aktiv ist, dürfte das der Normalfall sein.

          • 1ST1 sagt:

            Wie soll denn ein Online-Dienst/Messenger wie OneDrive, Outlook, Skype oder Teams ohne Account funktionieren? Bekommt man bei der Telekom auch einen Telefonanschluss, ohne dort Kunde zu sein?

            Und ja, MS-Office ist inzwischen auch teilweise zu einem Online-Dienst geworden, der auf OneDrive basiert.

            Und der ganze Quatsch garantiert Microsoft auch, dass jeder, der deren Software nutzt, dafür auch etwas bezahlt. Wir sind nicht mehr in den 1990ern, wo man sich einfach irgendwo einen Key besorgen konnte.

    • R.G. sagt:

      Wähl doch mal den Store an, da kommst Du ohne MS-Kontoangabe auch nicht weit. Das MS-Konto wird dann, wenn Du es dort eingegeben hast, auch bei Anmeldung mit einem lokalen Konto unter Einstellungen / Konten /E-Mail & Konten angezeigt.

      Gruß
      R.G.

  11. Sherlock sagt:

    debaseno sagt:
    lokales Kto als Option erscheint nur (noch), wenn die Netzverbindung während des gesamten(!) Install-Vorgangs deaktiviert (= abgeklemmt, LAN & Wlan!) ist.
    **********************************
    NEIN, eben nicht! Selbstverständlich war die Internetverbindung während der Installation hier aktiv.
    Es war wie immer unten links die Option „Offlinekonto“ verfügbar.
    Und noch mal: all der andere Krempel, für den man ein MS-Konto braucht, interessiert einen Großteil der User nicht. Der alberne Store schon gar nicht.
    Fazit also: Auch bei 20H2 derzeit kein Kontenzwang in Sicht. Man kann wie gewohnt sofort ein lokales Konto erstellen.

    • Seita sagt:

      War deine Installation ein Upgrade von einer laufenden Windows Installation oder eine komplette Neuinstallation?

      • core sagt:

        yo, würd mir ooch interessieren.
        Weil, kannte bislang auch nur den Stand, dass ab der win10-Version lokales Kto nur mit Netz = off als Option bei der Installation angeboten wird – oder war das nur ein Versuchsballon in den insides?
        Aber gut, wenn dem nicht so ist.

        • 1ST1 sagt:

          Ich verstehe nicht wirklich, welches Problem ihr mit dem Konto habt. Die Welt dreht sich weiter, und ja, ich finde auch den Appstore recht praktisch, gerade für unbedarfte Anwender, die ihre installierte Software eher nie aktualisieren. Genau das war ja viele Jahre lang ein Kritikpunkt an Windows, fehlender Store, verglichen mit den Installationsrepositories in Aptitude/Synaptic/Yast/… unter Linux.

          • labludis sagt:

            soll doch tatsächlich Leuts geben, denen ist sone MS-Konto-Verknüpfung nichts als ein Dorn im Auge. Überflüssig, nicht gewollt. Und die Entscheidung darob bitte immer beim Nutzer – das ist nicht diskutierbar, weil primär! keine wenns + abers.
            Nicht mehr, nicht weniger.
            Deswegen. :)

  12. Sherlock sagt:

    Seita sagt:
    War deine Installation ein Upgrade von einer laufenden Windows Installation oder eine komplette Neuinstallation?
    ****************************
    Bei solchen Tests lösche ich vorher die Disk in diskpart mit „cle“ völlig. Das Windows-Setup hat also alle Partitionen neu erstellen müssen. Allerdings gibt es ja derzeit noch gar kein 20H2. Wichtig ist, was die für die Allgemeinheit verfügbare Endversion machen wird.

    • Ulf sagt:

      Das genannte Verhalten (mit aktiver Internetverbinung nur noch Online-Konto möglich) gibt es bei jeder Neuinstallation, auch bei älteren Windows 10 Versionen. Dieser Teil der OOBE kommt nämlich nicht zwingend vom Installationsmedium, sondern wird bei bestehender Internetverbindung zum Zeitpunkt der Installation aus dem Netz nachgeladen.

      Beim Upgrade eines bestehenden Windows 10 habe ich nach der Anmeldung schon häufiger ein Vollbild im Modern-UI Stil gesehen, das nach einem Online-Konto bettelt, aber überspringbar ist.

      • Sherlock sagt:

        Woher das kommt, kann dem User ja völlig egal sein. Bei mir (Win 10 Pro) war bisher bei allen Versionen beim Setup die Option „Offlinekonto“ verfügbar, auch beim aktuellen 20H2. Den Test hatte ich in einer neuen VM gemacht. Ich habs gerade spaßeshalber noch mal hier direkt auf dem Arbeitsrechner als saubere Neuinstallation wiederholt: Das laufende Arbeitssystem wurde vom Setup dabei nach Windows.old verschoben. Auch hier war beim Erstellen des Kontos die Option „Offline Konto“ wieder da; trotz aller Behauptungen, das sei nun nicht mehr möglich.

  13. Micha sagt:

    Danke für den Artikel

    Es ist ja generell schon ein Unding dass Software für Einzelanwender und Spiele eine Internetverbindung und vor allem wie in diesem speziellen Fall eine auf Anweder aufgenötigte Pflicht zur Integration ins gesamte Microsoft (Partner/Bing/Azure usw.) Netzwerk benötigen und auf der anderen Seite hunderte Verbindungen eigene Daten (ungefragt) aktiv und zusätzlich ins Internet funken. Allein eine Office-Aktivierung kann schon ein Abenteuer für sich sein.

    Zwang zu „2FA“ seitens Firmen im Zuge von geheuchelter Sicherheit und dann nochmal Anwender belügen vonwegen etwas Verdächtiges wurde festgestellt… Ich erinnere mich auch im Zuge der verweigerten Offlineinstallation bei Windows 10, dass Nutzer mehr und mehr in die „Klaut“ gezwungen werden sollen.

    Da ist die Frage wie so etwas sich überhaupt durchsetzen kann? Bei Twitter war mir dies auch die Tage schon negativ aufgefallen. Keine Telefonnummer bei Neuregistrierung angegeben? Pech gehabt. Das Konto wird 5 Minuten später gesperrt wegen verdächtiger Aktivität.

    Leider bewegt sich der Großteil der Menschen derzeit mit Vollgas auf den (digitalen) Abgrund zu und schauen nur in Einzelfällen über den Tellerrand.

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