Smarte Thermostate, oder wenn der Hersteller deine Temperatur regelt

Sicherheit (Pexels, allgemeine Nutzung)Der US-Hersteller Xcel hatte kürzlich die Kontrolle über die Cloud-gestützten Thermostate seiner Kunden übernommen. Hintergrund war die Hitzewelle in den USA, die die Stromnetze zu überlasten drohte. Das Ganze war vertraglich abgesichert – die Kunden hatten eingewilligt, dass Xcel bei einem drohenden Energienotstand die Temperatur der Klimaanlagen verändern durfte. Der Fall zeigt aber, wie die Leute Schritt für Schritt die Kontrolle über die eigene Infrastruktur verlieren.


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Moderne Smart Homes brauchen ja einen Anschluss an die Cloud, damit die ganzen Einstellungen auch per Smartphone überwacht und verändert werden können. Mir gehen dann immer zwei Gedanken durch den Kopf: Wie sicher ist diese Geschichte mit der Cloud-Anbindung? Und: Was passiert, wenn der Cloud-Anbieter die Schotten dicht macht.

Xcel übernimmt Kontrolle über Termostate

Vor einigen Tagen ist mir obiger Tweet unter die Augen gekommen, der ein neues Licht auf das Thema smarte Thermostate wirft. Die Seite t3n hat es in diesem Artikel aufgegriffen – der Originalbericht eines Nachrichtensenders findet sich als Video auf YouTube. Zum Sachverhalt:

  • In den USA gab es in den Sommermonaten eine heftige Hitzewelle – und dort haben viele Leute eine Klimaanlage laufen, um die Räume zu kühlen.
  • Manche Nutzer hatten einen smarten Thermostat des Herstellers Xcel eingebaut, der aber eine Anbindung an die Cloud hatte und unter der Kontrolle des Herstellers stand.
  • Plötzlich erschien auf den Thermostaten der Hinweis auf einen Energienotstand, und die Nutzer hatten zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit mehr, die Temperatur ihrer Räume selbst zu regulieren.

Das Ganze hat laut Bericht des Nachrichtensenders bis zu 220.000 Xcel-Kunden betroffen. Der Hintergrund war, dass Xcel das Energienetz vor einer drohenden Überlastung schützen wollte. Dazu wurde die Temperatur, bis zu der die Räume gekühlt werden sollten, schlicht auf 26 Grad hoch gesetzt. Die Nutzer hatten auch keine Möglichkeit, die Vorgaben des Herstellers zu ändern.

Das Ganze war für Xcel aber legal, denn das Unternehmen hatte ein entsprechendes Programm zur Stabilisierung des Energienetzes aufgelegt, an dem Kunden freiwillig teilnehmen konnten. Anreiz für die Teilnahme war, dass Kunden 100 US-Dollar für die Teilnahme und zusätzlich 25 Dollar pro Jahr bekamen. Im Gegenzug erhielt Xcel das Recht, bei einem Energienotstand über die Thermostate in die Vorgaben zur Regulierung der Raumtemperatur einzugreifen. Laut Unternehmen war es das erste Mal in sechs Jahren, dass dieser Mechanismus ausgelöst werden musste.

Sicherlich war diese Maßnahme im betreffenden Kontext sinnvoll – und juristisch auch abgesichert. Aber die Episode zeigt, wie es wirklich um die Kontrolle der eigenen Home-Geräte bestellt ist. Auf Sicherheitsaspekte habe ich noch gar nicht abgehoben – mit fällt der Beitrag DDoS-Angriff auf Heizung in Finnland in diesem Kontext ein. Ich habe es nicht mehr verfolgt – aber Sicherheitsexperte Mike Kuketz fragte kürzlich auf Twitter, ob den Leuten smarte Thermostate bekannt seien, die ohne Cloud und Tracking auskämen (sein Kurzfazit).

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39 Antworten zu Smarte Thermostate, oder wenn der Hersteller deine Temperatur regelt

  1. Anonymous sagt:

    > Der Fall zeigt aber, wie die Leute Schritt für Schritt die Kontrolle über die eigene Infrastruktur verlieren.

    Genau das ist der Plan. Ähnliches passiert seit Jahr und Tag scheibchenweise überall. Die meisten verstehen nur die Zusammenhänge (noch) nicht bzw. können sich (noch) nicht vorstellen, wozu das letztlich alles dient und genutzt werden wird.

    "You will own nothing and you will be happy."

    Und wer nicht mitspielt, wird einfach für alles gesperrt.

    • Knusper sagt:

      > Genau das ist der Plan.

      Das höre ich öfter. Doch wessen Plan soll das sein? Regierungen sind nicht besonders planvoll. Nimm als anderes Beispiel den Berliner Flughafen. Wieviel Jahre brauchten die Schlaumeier? Als wäre es der erste Flughafen der Welt.

      Da mag ja jede Pharmafirma mehr Pläne haben. Oder Google. Aber die Weltherschaft? Echt? Und wenn ja, haben wir für solche Fälle noch James Bond…..

      • Anonymous sagt:

        Ein kurzer kleiner Überblick über grössere Pläne:

        https://www.youtube.com/watch?v=uPYx12xJFUQ
        (ca. 4 Minuten, offizielles WEF Video)

        https://www.weforum.org/focus/the-great-reset

        Am besten selbst die Bücher "Great Reset" und "Great Narrative" und "The Fourth Industrial Revolution" lesen, dann wird vieles sehr viel klarer, hier das erste, die anderen sind dort verlinkt:

        https://www.amazon.de/COVID-19-Great-Reset-Klaus-Schwab/dp/2940631123/

        Herr Klaus Schwab ist Gründer und Vorsitzender des WEF (World Economic Forum) wo sich globale Politik & Wirtschaft in Davos und anderswo seit Jahrzehnten vernetzen.

        Ein weiteres Stichwort ist Agenda2030, das wäre die Hausaufgabe nach der o.g. Lektüre.

        • Ojemine sagt:

          @ Michael
          Ich schlage dieses hanebüchenen Unsinn des Users "Anonymous" von 11:11 Uhr (nomen est omen) zur Löschung vor. Schwachsinnige Verschwörungsphantasien sollten dem Sammelsurium Telegram, dem weltweiten Tummelplatz der Naivlinge, die jedem Verschwörungspastor auf den Leim gehen und vorbehaltlos den hirnrissigstens Nonsens Glauben schenken, vorbehalten sein. Der Rest der vernunftbegabten Menschheit sollte verschont werden von kindischem Schwachsinn.

          • Günter Born sagt:

            Nun ja, man muss sich seine Theorie "nach dem großen Plan" nicht zu eigen machen. Da es aber nichts justiziables oder diskriminierendes ist, möchte ich es an dieser Stelle nicht zensieren und löschen. Damit sollte der Thread auch auslaufen.

            Dass wir eine schleichende Entwicklung in Richtung mehr Abhängigkeiten haben, die dem "Trend" geschuldet ist, wird wohl niemand ernsthaft bestreiten.

          • Anonymous sagt:

            @Ojemine: Was ist daran eine Verschwörungsphantasie? Haben Sie die Bücher gelesen? Wissen Sie, was das World Economic Forum ist? Haben Sie sich auch nur eine Minute informiert?

            Unsere Bundeskanzler:innen halten seit Jahrzehnten regelmässig Reden beim WEF, Frau Baerbock, Herr Spahn, Frau Merkel usw. sind Mitglieder der "Young Global Leaders" des WEF, siehe auch Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages: https://www.bundestag.de/resource/blob/855616/119369c60378e929d3d597801e4c5c07/WD-1-014-21-pdf-data.pdf

            Unsere Bundesregierung hat zudem einen ganzen Website für Ihre Hausaufgaben https://www.bmz.de/de/agenda-2030

            Das sind keine Telegram Phantasien, das ist der aktuelle Stand der Politik.

            Wer das nicht wahrhaben kann oder will, dem sei das unbenommen, aber offizielle Publikationen des WEF, der Bundesregierung usw. als "kindischen Schwachsinn" einzuordnen, das ist nur schwer nachvollziehbar.

          • Ralf S. sagt:

            @ Anonymous:
            "Haben Sie die Bücher gelesen? Wissen Sie, was das World Economic Forum ist? Haben Sie sich auch nur eine Minute informiert?"

            Nein, hat er natürlich nicht. Sonst würde er nicht bekannte (wie bereits von dir angesprochene) Tatsachen versuchen als Verschwörungstheorie abzucanceln … Egal, welche Motivation auch immer dahinter stecken mag, einfach nur weiter denkede, kritische Menschen zum Verstummen zu bringen, es bringt nichts mit solch unkritischen "Mitläufern" zu diskutieren. Die Zeit wird es zeigen, wer am Ende recht hat … In meinem Umfeld hat der Denkwandel bei einigen unkritischen Menschen nun doch inzwischen begonnen, nachdem es sich im Laufe der Jahre bestätigt hatte, dass ich mit sehr vielen Zukunftsprognosen eben richtig gelegen habe. Warten wir weiter ab …

          • Bernd B. sagt:

            Ganz im Gegenteil ist es sogar sehr wichtig, "mit solch unkritischen 'Mitläufern' zu diskutieren".

            Egal, ob @Ojemine 'beruflich' oder aus Überzeugung zu canceln versucht: Man wird ihn nicht überzeugen.
            Aber er übersieht den Streisandeffekt. Erst er bot hier die Projektionsfläche, @Anonymous' Punkt intensiver darzustellen und mit weiteren zitierfähigen Quellen zu unterlegen.
            Denn tatsächlich diskutiert man nicht nur mit Person X, sondern auch für die Mitleser.

            P.S. @Ojemine: Respekt! Offizielle Publikationen des WEF bzw. Schwabs als "Schwachsinnige Verschwörungsphantasien" etc. abzuqualifizieren ist eine neue Qualität. Das minderleisten nicht einmal die üblichen Schwurbler.

  2. Thorsten sagt:

    Richtig interessant wird es, wenn die großen Internet-Giganten sich da einklingen. Stichwort: Matter!

    Hier gibt es etwas dazu für die Ohren:
    Podcast

  3. Luzifer sagt:

    Ich habe ein voll smartes Haus: Licht Heizung, Rolladen, Klima, Schließung, usw. alles smart gesteuert. Licht / Musik folgen mir dabei über Beacons von Raum zu Raum. Ist auch kein IoT Dreck sondern richtige Automatisierung über KNX Bus und Server , welche auf den eigenen Servern laufen und nicht in irgendeiner Herstellercloud. Zugriff von außen nur über gesicherte VPN von mir.

    Man muss sich eben im klaren sein was man möchte! Hausautomation kostet Geld oder man kauft billigen IoT Dreck und liefert sich dem Hersteller aus. In meinem Haus bin ich der Herr und das bleibt auch so, auf Automation muss man deswegen trotzdem nicht verzichten.

    Dann ist das wie hier im Artikel aber auch kein Skandal, den das nickt man dann ja ab und nimmt es explizit in Kauf!

    ****************************
    Moderne Smart Homes brauchen ja einen Anschluss an die Cloud, damit die ganzen Einstellungen auch per Smartphone überwacht und verändert werden können.
    ****************************
    Nein braucht es absolut nicht! Zeigt nur das man sich mit dem Thema nicht wirklich befasst hat! Trifft vielleicht auf den ganzen billigen IoT Dreck zu, aber nicht auf Hausautomatisierung im Allgemeinen, ne ordentliche Automatisierung und eigene Server und nix vom im Atrikel erwähnten trifft zu. Not for everybody eben, den das kostest Asche.

    Ist doch wie überall wo der "Mob" Luxus möchte aber nichts dafür ausgeben … billige "Nachbauten" mit vielen Nachteilen… you get what you paid for!

    • Stephan sagt:

      Du hast Absolut recht.
      Es muss nichts IoT oder Cloudbasieren sein.
      Man muss sich nur vor der Installation Informieren was man genau möchte.
      Hier wird Pauschal alles Verteufelt, was aber schlicht nicht stimmt.

      Aber, es muss nichtmal KNX sein, es gibt auch etwas Günstigere Lösungen, welche Funktionieren.

      • Chris sagt:

        @Stephan , @Luzifer

        Habt hier mal ein paar Stichpunkte, um welche Produkte und Lösungen es sich handelt ?

        Ein großes Hinderniss war bisher die fehlende lokale Installation.
        Ganz abgesehen davon, dass man dann besser eine DMZ aufbaut, woraus sich dann das Problem ergeben kann, dass der Netzwerkrucker nicht mehr läuft.
        Auch IP Cameras oder andere Geräte mit nie gefixten Sicherheitslücken sind so ein Problem.

        Vielen Dank.

        • Martin Feuerstein sagt:

          HomeAssistant (SmartHome-Server), Zigbee (Funk-Protokoll), Sonoff (Hersteller von preiswerten Komponenten für Zigbee und WLAN – die Zigbee-Sensoren mit CR2032 halten nur nicht besonders lange durch).

          Und wie der Kollege oben schon sagt: KNX. Wäre mir aber zu kompliziert für den Hausgebrauch.

    • Andreas sagt:

      Geld ist doch nur EIN limitierender Faktor. Der größte Teil der Menschheit ist einfach nicht dazu in der Lage, eine Infrastruktur im eigenen Haus aufzubauen, wie Du sie betreibst.

      Da spielt bei vielen sicherlich eine Rolle, dass sie zu bequem sind, sich das nötige Wissen anzueignen. Andererseits haben nicht alle Menschen die gleichen Talente, Interessen, intellektuellen Voraussetzungen oder schlicht die Zeit dafür.

      Außerdem ist es wohl auch so, dass Du das nötige Wissen durch Deinen Job sowieso schon hast. Ein Verkäufer, Handwerker, Industriefacharbeiter, Sachbearbeiter oder Manager muss sich das aber erst aneignen, nur für den Zweck der Hausautomatisierung (und muss dabei meistens bei Null anfangen weil er gar kein Vorwissen hat). Da ist es nicht verwunderlich, dass solche Leute das eher nicht machen und sich einfache Lösungen von der Stange kaufen. Diese Menschen sind die Mehrheit, Spezialisten wie Du, die alles selbst im Griff haben, sind leider die Ausnahme.

    • Günter Born sagt:

      Zu deinem Ausriss zur Smart Home-Geschichte, Cloud und Smartphone: Einfach schlicht die Zusammenhänge zur Kenntnis nehmen. Klar, ich kann einiges an Home-Automatisierung lokal aufbauen, ggf. programmieren und auch in Betrieb halten.

      Aber: Das kommt dort an ein Ende, wo a) Informationen von draußen bereitgestellt werden müssen – ich hatte in einem anderen Kommentar ein Portal eines Anbieters genannt, wo Prognosen für die Solareinstrahlung einer Fotovoltaik-Anlage bereitgestellt werden. Spätestens dann, wenn Grid-Steuerung in diesem Bereich zur Pflicht wird, ist deine Insel-Lösung gestorben.

      Und der Fall b) ist das was bei 99 % der Leute zutrifft: Die wollen Lösung xyz, Handwerker abc baut die ein und greift auf Komponenten der Anbieter 1, 2, 3 zurück. Einfach mal in die Prospekte schauen – da gehen dann die Augen auf, was alles mit Internetanbindung versehen wird. Im dümmsten Fall belässt der Handwerker die Standard-Zugangsdaten und die Komponenten stehen offen im Internet.

      Es wäre gut, sich von der Haltung "ich blicke da voll durch, ich habe alles im Griff" zu lösen (das ist unser Denken in der Blase). Das trifft für weit über 90 % der Leute schlicht nicht zu. Und beim Rest bin ich mir nicht sicher, ob die es wirklich im Griff haben (von Ausnahmen mal abgesehen).

      Ist keine theoretische Betrachtung, ich habe a) meine Wurzeln im Handwerk (weiß also, wer ran muss, wenn was nicht funktioniert) und b) über ein Jahrzehnt in der Industrie gearbeitet (wo es u.a. meine Aufgabe war, den Wartungsleuten die Unterlagen an die Hand zu geben, damit die Automatisierungslösungen nach Projektende ohne meine Leute in Betrieb gehalten werden konnten).

      Und c) – klar, man kann sich das alles selbst aufbauen – dann ist die One-Man-Show im Haushalt für Inbetriebnahme und Wartung zuständig. Doof, wenn dann so was wie mein Sportunfall passiert, wo ich 18 Monate mehr oder weniger weg vom Fenster war. Wenn dann die Eigenstrick-Lösung streikt, steht die Familie ziemlich hilflos vor dem vollautomatisierten Haus und keiner weiß, wie das zu reparieren ist. Aber vielleicht bin ich zu alt für den Scheiß und sehe das alles wieder zu kritisch. Ich bin halt immer noch in der Haltung "das WC, die Amatur, die Leitung, den Schalter, die Steckdose baust Du ein und hast die nächsten 40 – 50 Jahre Ruhe – oder im Fall des Falles rufst Du den Handwerker an, der das Teil schnell tauscht". Das klappt bei moderner Digitaltechnik abseits "von der Stange" eher nicht mehr.

      • Luzifer sagt:

        naja sorry, aber wenn ich einen Handwerker beauftrage baut der genau das ein was ich ihm vorgebe und nix anderes! Er kann mich gerne beraten und Vorschläge machen, sind die gut mich sogar überzeugen, aber ich bin der Auftraggeber und entscheide! Und das nicht nur bei smarten Geräten wenn ich Jung Schalter aus Glas/Aluminium möchte und der verbaut mir
        Plaste Schalter aus dem Baumarkt ist er nicht nur seinen Job los sondern hat noch eine Klage oben drauf am Hals.

        Verbaut Ein Handwerker andere Ware als ich als Bauherr genehmige ist er seinen Job los und sieht kein Geld!

        Sowas regelt man im allgemeinen im Angebot wo ganz genau aufgeführt ist was verbaut wird und vom Bauherrn genehmigt werden muss.

        Und ja ich habe den Vorteil aus der "Branche" zu sein, aber das ist weder Raketenwissenschaft noch braucht es dazu wirklich Vorwissen. Man muss nur bereit sein sich ordentlich in die Materie einzulesen und bereit sein zu zahlen. Klar zum Dorfelektriker der nicht mal Netzwerktechnik bietet brauchst du damit gar nicht erst gehen … aber in jeder Region findest du dafür Fachkräfte.

        Es ist und bleibt Luxus und Luxus kostet wenn es ordentlich sein soll! real simple.

        • Luzifer sagt:

          /edit
          Das Problem heutzutage ist das die Leute nur noch dumbe User sind und auch gar nicht anders wollen.
          Ich bin noch so aufgewachsen das ich verstehen möchte was ich nutze und zwar auch im Detail!

          Das gilt für mein Fahrrad (Downhill) für das ich extra mal nen Mechaniker Kurs belegte ebenso wie für meine Autos da habe ich ne Hebebühne und ne Grube den Motor kann ich dir komplett zerlegen und wieder zusammenschrauben das er auch wieder läuft … ne KFZ Werkstatt sehen meine Wägen nur wenn es zum TÜV/ASU geht.
          Meine erste Drohne war ein Fertigmodell von DJI, die ist nur ein zweimal geflogen dann hab ich sie auseinandergenommen, meine weiteren Drohnen sind alle selbstgebaut.
          In meiner Werkstatt steht ne CNC Drehmaschine und ne Fehlmann Fräsmaschine nen 3DDrucker mit PLA Rolle, nen 3Ddrucker mit Resi und nen 3d Drucker nach Lasersintertechnologie…
          Ich hab den Dipl.Ing. Elktrotechnik und den Dipl.ing. Maschinenbau, weil ich eben neugierig bin. Ich will wissen wie etwas funktioniert.

          Wenn ich etwas mache mache ich es richtig … nicht nur dumbes Nutzen. Braucht Zeit sich einzuarbeiten ist aber eben Hobby.

          Alles mehr oder weniger Autodidaktisch, man muss nur bereit sein und wollen. Alles ist erlernbar!
          Authoren wie sie helfen dabei ;-P Mein Wandreagel ist voll von Fachbüchern Howtos usw.

    • Anonymous sagt:

      Welche USV wird genutzt?

    • Knurd sagt:

      Homematic(IP) ist so ein System, dass man auch Laien in die Hand geben kann und das (wenn man den Access Point nicht benutzt, was man nicht muss) auch keine Cloud / Internetverbindung benötigt. Kostet halt ein bisschen mehr als Tuya-Gerümpel mit (China-)Cloud.

      Einer der größten IoT/Hausautomatisierungs-Anbieter auf dem Martk dürfte inzwischen Ikea sein – kein Online-Zwang, sehr günstige, verfügbare Geräte in guter Qualität mit bekanntem Protokoll (Zigbee).

      Ich finde die Argumentation, dass man unbedingt Cloud für DAU-Hausautomatisierung benötigt, nicht mehr stichhaltig. Es gibt inzwischen auch genügend Integratoren, die nicht nur KNX anbieten, wenn man es partout nicht selbst machen will.

  4. @Jackie sagt:

    Ich verstehe die Aufregung ehrlich gesagt nicht. Was soll sonst die Lösung sein, der zusammenbruch des Stromnetzes? Vor allem fordern wir hier doch weitaus mehr um unser Stromnetz vor dem Verbrauch im Winter zu schützen.

    Außerdem haben die Kunden dem im Vertrag zugestimmt. Ich habe mit 14 beim ersten Handyvertrag gelernt das man das Kleingedruckte auch lesen muss ;)

    Gerade Kühlen und Heizen Dinge die man dynamisch zu oder abschalten könnte. Das wäre doch die Ergänzung zu den regenarativen Energien. Wenn die Sonne ordentlich runterbrennt habe ich viel Solarstrom und schalte die Klimaanlagen zu oder mache zur Not einfach Warmwasser damit. Am besten den Strom auch gar nicht über hunderte Kilometer transportieren sondern direkt vom eigenen Dach holen. So oft habe ich mich in der Mietswohnung mit Elektrowarmwasserspeicher geägert das die Dächer nicht mit Solarzellen gepflastert sind. Dabei könnte man dabei sogar auf auf komplizierte Umwandler verzichten. Dem Heizstab ist es wurscht ob das 230V oder 200V und eine Rechteckspannung anstatt einem Sinus ist. Wobei natürlich ein Solarkollektor noch besser aber halt auch aufwändiger zu installieren wäre.

    Ich denke es wird in der Zukunft in jedem Haushalt Steckdosen geben die nur dann mit Strom versorgt werden wenn zuviel Strom erzeugt wird. Ich für meinen Teil halte das für eine sinnvolle Ergänzung. Wenn man das richtig macht kann man ohne Verlust der Bequemlichkeit aber einiges erreichen, denn man muss das Stromnetz z.B. nicht für extreme Fälle die eigentlich regelbar sind ausbauen!

    • Günter Born sagt:

      Es gibt wie immer zwei Seiten: Was hier sinnvoll erscheint, kann im Fall eines bösen Angreifers ziemlich in die Hose gehen …

      Zum Thema "eigene Energieerzeugung" – leider sind die Dinge nicht immer so einfach – ich habe mich die letzten Monate mit dem Thema Split-Klimaanlagen, Wärmepumpen, Solarenergie (Fotovoltaik, Vakuum-Kollektoren) beschäftigt. Am Ende des Tages habe ich jetzt eine (sehr) teure Fotovoltaik-Anlage mit Stromspeicher bestellt, in der Hoffnung, dass diese im 2. Halbjahr 2023 in Betrieb gehen kann. Kann aber nicht jeder – und aktuell bin ich auch noch am Überlegen, wie das dann steuerlich gewuppt werden muss (Stichwörter sind Abschreibung, Umsatzsteuer auf Eigenverbrauch etc.). Sowohl die finanzielle Komponente als auch die Frage "werde ich Unternehmen für meine Solaranlage" wird viele Menschen schlicht überfordern. Aber wir kommen vom eigentlichen Thema ab.

      • Bernd B. sagt:

        Der Roman "Blackout" beschreibt dieses Risiko:
        Auslöser des Blackouts ist dort die grossflächig gleichzeitige Abschaltung von Haushalten (Smartmetern).
        Ähnlich liesse sich mit dem gleichzeitigen Zuschalten vieler Verbraucher sicher eine Herausforderung für die Schaltwarten produzieren.

        In DE soll das aber so nicht möglich sein, da zumindest die Smartmeter per Gesetz r/o sein sollen (habe leider keine Quelle dazu). Auf der anderen Seite heisst es in der aktuellen Stromspar-vs-eMobile-Diskussion oft, viele* Wallboxen wäre remote schaltbar.

        * lange nicht alle, insb nicht die 'illegalen' (nicht angemeldeten) Wallboxen <11 kW

        • Knurd sagt:

          Naja das mit Blackout stimmt nur halb. Die Smartmeter sind nur ein Teil der Ursache. Der andere sind die nicht mehr funktionierenden Wasserkraftwerke und noch weitere Eingriffe ins Stromnetz (bewusst nicht gespoilert).

          Zum Thema Wallboxen und Fernabschaltung ("Lastabwurf") gibt es verschiedene Modelle. In einigen Wärmepumpentarifen die ich gesehen habe, behält sich das EnVU vor, die Versorgung für diese auszusetzen. Bei Wallboxen gibt es eine anhaltende Diskussion über das Thema "Spitzenglättung" – was nichts anderes als ein Lastabwurf ist.

          • Günter Born sagt:

            Lastabwurf bei Wallboxen und Wärmepumpen wird kommen bzw. ist bei den EnVU bei den betreffenden Tarifen drin – das ist sogar noch als sinnvoll anzusehen. Eine Grid-Steuerung der Last kann da durchaus hilfreich sein – nur hinkt Deutschland da regulatorisch arg hinterher (Stichwort: Bidirektionale Wallboxen, in D nicht geregelt, technisch auch noch mit vielen Fragen behaftet).

            Meine Probleme liegen a) auf dem Sicherheitsaspekt und b) auf dem "Salami-Taktik-Ansatz" der EnVU, der möglicherweise schleichend zu Unerwünschtem führt. Ob b) so kommt, wird man sehen müssen.

          • Bernd B. sagt:

            @Knurd
            Verstehendes Lesen FTW!
            Ich sprach ausdrücklich vom "Auslöser des Blackouts".

            Generell sind erwünschte, geplante, Lastabwürfe positiv für die Stabilität des Netzes, ungeplante Abwürfe, insb. grosser Lasten, negativ.

            @Günter Born
            Die Herausforderung sind angeblich (finde den Artikel nicht mehr, ein norddeutsches EVU beklagte sich) heute schon die nicht angemeldeten ('schwarz' an den Hausanschluss angeschlossenen) Wallboxen.
            In der Zukunft dann doppelt, da sie nicht vom EVU schaltbar sind.

      • Jackie sagt:

        @Günther Ich hätte das ja ganz primitiv wie früher mit diesen Rundsteuerimpulsen gelöst, zumindest hier scheint es die auch noch zu geben, denn ich höre sie relativ regelmäßig in der Elektronik meines Seasonic PC-Netzteils, wie viele Seasonics brummt das leider recht laut :)

        Was der Kunde an die Steckdose oder Stromkreis anschließt soll dann im besten Fall seine Entscheidung sein. Für eine Kühltruhe z.B. wär das durchaus machbar oder wie bereits geschrieben auch den Warmwasserspeicher, da könnte man sogar den oft nicht mehr eingesetzten Nebenanschluss für den Nachtstrom nutzen. Es wäre also relativ einfach, ohne große Kosten, ohne Cloud und Internet umsetzbar. Einen Verlust an Bequemlichkeit hätte es auch nicht, Fazit wird wohl nie passieren :)

      • Gerold sagt:

        Bürokratieabbau in Deutschland? Vorgezogener Aprilscherz?

        Kleine Solaranlagen: Endlich kommt der erhoffte Bürokratie-Abbau

        Die Bundesregierung hat heute eine Reihe von steuerlichen Entlastungen und einen deutlichen Bürokratieabbau für die zahlreichen Betreiber kleinerer Photovoltaik-Anlagen beschlossen. Damit reagierte man auf immer lauter werdende Forderungen.

        https://winfuture.de/news,131857.html

  5. Mira Bellenbaum sagt:

    Wallboxen!

    Nun ja, es ist ein sehr komplexes Thema.
    Erst einmal erscheint mir in diesem Fall diese Regelung recht sinnvoll, denn die Alternative wäre ein Blackout gewesen.
    Was in meinen Augen viel schlimmer gewesen wäre.

    Aber, wie Günter schon anmerkte, was geschieht, wenn Hacker solche Systeme übernehmen?
    Bei der Steuerung einer Klimaanlage mag ein solches Szenario einfach nur ärgerlich sein,
    wenn im Winter die Heizung nicht mehr funktioniert, ist nicht mehr "nur" ärgerlich.
    Und wenn das Auto einfach nicht mehr geladen wird, weil Hacker die Wallboxen übernommen haben,
    kann es kritisch werden.

    Aber Scheiße, wenn man relativ "sichere" und unabhängige Systeme will, kann man die nicht mehr
    mit Siri, Alexa und Co steuern.
    Aber DAS ist ja das Verkaufsargument der Hersteller!

    Muss die Hausautomation von außerhalb steuerbar sein?
    Ich dachte immer smart bedeutet so etwas wie, macht alles von alleine! ;)

    • Günter Born sagt:

      Ich hatte oben bereits erwähnt, dass ich eine Solaranlage mit Stromspeicher bestellt habe. Eine Komponente ist das Sunny Portal, mit dem der Sunny Home Manager von SMA kommunizieren können will, um Prognosen für die Solarausbeute und Auswertungen erstellen zu können. Lasse mich mal überraschen, wie das Ganze ausgeht – aktuell möchte ich die Anlage nicht im Portal aufnehmen (und hoffe, dass die Aufteilung Eigenverbrauch/Einspeisung beim Energieversorger lokal angezeigt wird). Du wirst doch auf Schritt und Tritt mit so was konfrontiert.

      • Mira Bellenbaum sagt:

        Wir, Hausgemeinschaft, bekommen demnächst eine neue Heizungsanlage!
        Und, wie sollte es anders sein, mit Fernwartungsfunktion,
        per W-Lan in mein Netz!
        Sobald der Hersteller die Verbindung geprüft hat,
        ups, da haben wir wohl eine Störung. ;)

      • Thomas sagt:

        Zu Herrn Born kann ich nur sagen, ohne Sunny Portal funktioniert da aber ganz wenig, da die ganze Geschichte über Sunny Portal konfiguriert wird und wenn keine Verbindung vom Home Manager ins Portal besteht, funktioniert nicht einmal der Batteriespeicher

        • Günter Born sagt:

          Ich werde es irgendwann erleben.

          • Hilti sagt:

            Ich hoffe, dass es halbwegs funktioniert.
            Wenn ich jetzt in meine SMA App schaue, habe ich allerdings Zweifel.
            Es ist 1:03 Uhr und ich ernte angeblich 583 Watt, dabei ist der große Mond von schwarzen Wolken verhangen.
            Insgesamt liefert die 29,8 KWp Anlage, was zu erwarten war, aber einzelne Werte sind Quatsch und die Prognosen nicht zu gebrauchen.
            Es wird nur stündlich aktualisiert und das nicht zuverlässig.
            Die Hardware macht auf mich einen soliden Eindruck, aber der Rest nicht.

      • Michael Uray sagt:

        Eventuell kann man mit der Software ioBroker die Daten vom Wechselrichter auslesen und lokal in einer Datenbank speichern.

    • Anonymous sagt:

      > wenn im Winter die Heizung nicht mehr funktioniert

      Oder wenn die Heizung auf voller Stufe dauerheizt, dann ist es zwar schön warm, das Ergebnis kommt später.

      DDoS via Energierechnung.

      • Mira Bellenbaum sagt:

        Das waren ja nur Beispiele. ;)
        Und ja, wenn im Sommer die Heizungsanlage plötzlich Öl (oder was auch immer)
        auf volle Düse verbrennt, kann man zwar die Thermostate runterdrehen,
        aber die Wärme muss ja dennoch irgendwo hin.
        OK, man könnte den Stecker ziehen und nur wenn Warmwasser gebraucht wird
        die Anlage in Betrieb nehmen.
        Aber auch das ist nur EIN Beispiel und es ändert sich schon, wenn Du gerade im Urlaub bist!
        Es wird wahrscheinlich hunderte Szenarien geben, an die im Augenblick keiner denkt.

  6. Josef D. sagt:

    Es gab auch ein Konzept (also keinen tatsächlichen Angriff, nur eine Beschreibung in einem Aufsatz) für einen Hacker-Angriff auf die Wasserversorgung … ich glaube in Israel, unter der Annahme dass "zu viele" Haushalte ihren Rasensprenger über SmartHome steuern.
    Die Idee war: Wo auch immer man sich in die Ventile hacken kann: aufdrehen. Dann geht Israel *sehr* schnell das Trinkwasser aus.

    Umgekehrt: Was würde passieren, wenn sich ein "feindlicher" Hacker bei Xcel einhackt und im richtigen Moment alle Klimaanlagen auf Vollgas dreht?

  7. Thierry sagt:

    Falls ihr starke Nerven habt, dann empfehle ich euch das Video mit Prof. Dr. Mattias Desmet, klinischer Psychologe und Professor für klinische Psychologie an der Universität von Gent. Mehr? https://www.youtube.com/watch?v=Ovio32cH2Vs

    Nach diesem Video werdet ihr besser das verstehen, was sich in dieser Welt zurzeit abspielt. Und das, was sich abspielt, geht zurück auf 1989 und auch noch viel weiter in der Vergangenheit.

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