Windows Explorer oder die Shell macht Probleme

In diesem Beitrag möchte ich ein altes Thema aufgreifen: Der Windows Explorer macht Probleme oder stürzt ab, oder in der Windows-Shell kommt es zu Problemen. Das reicht von einem langsam reagierenden Startmenü über nicht mehr anwählbaren Startmenüeinträgen bis hin zu fehlenden Kontextmenübefehlen.


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Mögliche Ursachen für Abstürze und Probleme

Unter [1] habe ich mich ja bereits den Problemen des nicht mehr reagierenden Startmenüs oder des Explorers gewidmet. Ursachen für Abstürze oder gravierende Fehlfunktionen sind häufig installierte Codec-Packs mit Audio- oder Video-Codecs und Preview-Handlern.

Auch BlueTooth-Software von Fremdherstellern ist überdurchschnittlich oft an BlueScreens und gravierenden Problemen beteiligt. Ein stockend reagierender oder hängender Windows Explorer kann auch auf fehlerhafte Chipsatztreiber [4] zurückzuführen sein. 

Scheiden die obigen Ursachen wie Codec-Packs, verschobene Benutzerordner etc. aus, der Windows Explorer oder die Shell macht aber Probleme, liegt der Verdacht auf störende Drittkomponenten nahe.

Problemanalyse bei Shell-Erweiterungen

Dann gilt es, dass System auf solche Komponenten zu analysieren und die Komponenten testweise zu deaktivieren. Unter [1] hatte ich schon am Rand auf das Tool ShellExView hingewiesen. Laden Sie sich das Tool von der Herstellerseite [2] herunter und entpacken Sie das Archiv in einen lokalen Ordner.

Das Programm braucht nicht installiert zu werden, läuft aber mit administrativen Berechtigungen (d. h. nach dem Doppelklick ist die Benutzerkontensteuerung zu bestätigen). Das Programm listet ein einem Fenster alle gefunden COM-Handler auf.



ShellExView

Rot unterlegte Einträge signalisieren, dass ShellExView dort Abweichungen von den Microsoft-Standards gefunden hat. Dies können ungewöhnliche Dateinamenerweiterungen oder gesetzte Dateiattribute sein.


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Klicken Sie verdächtige Einträge mit der rechten Maustaste an, lassen sich die betreffenden Handler über den Kontextmenübefehl Disable selected items deaktivieren. Die Strategie muss es nun sein, alle rot markierten Einträge schrittweise zu deaktivieren, um den fehlerhaften Handler ausfindig zu machen [3]. Für jeden Handler wird dann in der betreffenden Spalte der Pfad zur ausführbaren Datei, das Datum, zu dem die Klasse modifiziert wurde sowie der Class-ID-Code aufgelistet. Sie sollten an Hand dieser Angaben schnell herausfinden können, zu welcher Software der Handler gehört.

Ist ein Kontextmenü-, Preview- oder Drag&Drop-Handler aus der Liste als der Schuldige ausgemacht, versuchen Sie die zugehörige Anwendung zu identifizieren. Anschließend deinstallieren Sie die Anwendung, starten Windows 7 neu und testen dann, ob das Problem behoben ist. Trifft dies zu, können Sie ggf. schauen, ob es eine aktualisierte Programmversion gibt, die keine Probleme macht.

Links:
1: Startmenü oder Explorer geht nicht mehr/ist langsam
2: ShellExView Download-Seite
3: Tipps zur Behebung von Problemen (Englisch)
4: Ständige “Freezes” in Windows 7


Weitere Infos zu Windows 7 finden sich in meinen Windows 7-Titeln.

(c) by Günter Born www.borncity.de
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2 Kommentare zu „Windows Explorer oder die Shell macht Probleme“

  1. [...] Vom Benutzer oder Hersteller installierte Shellerweiterungen. Hier kann man wie unter [8, 9] vorgehen und mit ShellExView alle Erweiterungen deaktivieren. Dann schrittweise testen, welche [...]

  2. [...] filigranere Vorgehensweise wäre, sich des Ansatzes unter [2] zu bedienen und über ShellExView eine Diagnose zu betreiben und die Shell-Erweiterungen [...]

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