McAfee als Problembär

In den Windows-7-Foren gebe ich gestressten Benutzern, die mit unerklärlichen Phänomen kämpfen, den Tipp, auf Internet Security Suites der gängigen Hersteller zu verzichten. Zu häufig erweisen sich diese als Ursache für Probleme.


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Besonders fies: So mancher PC-Hersteller liefert seine Windows 7-Systeme mit vorinstallierten Testversionen solcher Security Suites aus. Während Medion nur Bullgard in einer 90-Tage-Version beifügt, kommen andere Systeme mit Norton Internet Security oder ähnlichem daher. Dell scheint häufiger McAfee-Produkte beizulegen – und auch bei Acer ist dies der Fall.

Jetzt bin ich bei ZDNet erneut auf einen interessanten (englischsprachigen) Beitrag Why McAfee is still at the top of my Not Recommended list von Ed Bott gestoßen. Ed beschreibt zwei Szenarien auf unterschiedlichen Systemen, wo Mc Afee die Problemursache war. Einmal ging es um Remoteunterstützung, wo die Mc Afee-Firewall den Zugriff blockierte. Beim zweiten System bewirkte Mc Afee eine Fehlfunktion einer Tunerkarte für das Media Center. Nach Deinstallation waren die Probleme weg.

In den Windows 7-Foren gibt es weitere leidgeprüfte Anwender, bei denen Mc Afee das System ausbremst, die Internetverbindung blockiert oder für weitere Kollateralschäden verantwortlich ist. Der Beitrag zum Entfernen von McAfee auf Netbooks mit Windows 7 Starter in meinem Blog erfreut sich jedenfalls nach wie vor hoher Zugriffszahlen. Bleibt die Frage, wann die PC-Hersteller mal auf den Trichter kommen, dass die Kunden eigentlich solchen Mist wie kostenlose Trials, Google Desktop-Search, Google-Bar etc. nicht auf ihren Systemen haben wollen.


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3 Kommentare zu McAfee als Problembär

  1. Hilmar Steinhauer sagt:

    Die PC-Hersteller wissen ziemlich genau, dass die Kunden den Mist eigentlich nicht haben wollen, und das wissen die Hersteller des Mists meist auch. Deswegen bezahlen sie die PC-Hersteller dafür, dass sie ihren Kunden den Mist trotzdem zumuten. Offenbar ist diese “Provision” im besonders knapp kalkulierten Privatkundensegment ausreichend hoch, dass sich das gegen den Imageschaden noch rechnet.

  2. André sagt:

    Das liegt an der Geiz ist Geil Mentalität. Die OEMs bekommen Kohle dafür und können so die Geräte billiger anbieten:

    “Mittlerweile ist besteht die Gewinnmarge fast ausschließlich durch die Zusatzsoftware, an der Hardware ist fast nichts zu verdienen. Wenn man so will kauft man werbefinanzierte Geräte.”

    http://www.windowsblog.at/stories/26792.aspx

    Man sollte also nicht die billigsten Notebooks kaufen, dann bekommt man so einen Schrott nicht aus System geknallt.

  3. Günter Born sagt:

    Nachtrag: Unter Windows 8 erweist sich der Mc Afee-Virenscanner (oder Suites wie Total Protect) als Ursache für App-Startprobleme und viele andere, mysteriöse Fehler.

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