Pearl Touchlet X10 im Unboxing – Teil I

Angekündigt war es ja schon seit Anfang April – das neue 10 Zoll Android-Tablet mit Ice Cream Sandwich von Pearl. Das Touchlet X10 sollte eigentlich ab dem 24. Mail 2012 zum attraktiven Preis von 229,90 Euro verfügbar sein. Heute ist das Pearl Touchlet X10 als Teststellung bei mir eingetroffen. Hier ein kurzer Unboxing-Beitrag (noch ohne Test) samt erstem Eindruck.


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Die Kurzvorstellung des Touchlet X10 hatte ich in diesem Beitrag auf Grund von Katalogangaben übernommen. Der im Web mal angegebene Preis von 199 Euro ist mir nicht unter die Augen gekommen – ich kenne nur die Preisangabe von 229,90 Euro. Hier ist nun ein Foto der Box, in der das “Tablette tactile avec Android 4.0” ausgeliefert wird, zu sehen.

Auf der Rückseite der Box sind dann noch die technischen Angaben aufgedruckt. Gegenüber meinen ersten Beitrag [i] kommt das Tablet mit 1 GByte DDR3 RAM (statt 512 MB)  – und es wird bestätigt, dass eine Cortex A8 CPU verbaut ist. Das Display hat 1024 x 768 Pixel. Hier ein Foto der technischen Daten.

Nach dem Öffnen der eingeschweißten Verpackung kommt das Touchlet X10 in einer Kunststofftüte zum Vorschein. Ich habe es hier bereits aus der Folie genommen.

Zuerst dachte ich: Auf eine aufgeklebte Displayfolie wurde verzichtet – aber dann habe ich irgendwann gemerkt, es ist eine Folie auf dem Display aufgeklebt (die auch für den Spiegeleffekt verantwortlich ist). Auf der Rückseite ist ebenfalls eine abziehbare Kunststofffolie aufgebracht, um das Gehäuse von Kratzern zu schützen. Diese ist vor der Inbetriebnahme zu entfernen, da die Abziehlasche den in der oberen rechten Ecke des Gehäuses angebrachten Lock-Schalter verdeckt. Ich lasse beide Folien voraussichtlich auf dem Testgerät drauf, da das Tablet später wieder zu Pearl zurückgeht.

Die Box enthält neben dem Tablet PC noch ein Netzteil, sowie zwei USB-Adapterkabel, die sich in die miniUSB-Buchse einstöpseln lassen.

  • Ein USB-Adapterkabel ist für die Verbindung zum PC gedacht. Dann lassen sich Daten auf die microSD-Speicherkarte schreiben bzw. von dieser Lesen.
  • Das zweite USB-Adapterkabel ermöglicht über den aktiven USB 2.0-Ausgang USB 2.0-Peripheriegeräte wie UMTS-Surfsticks oder USB-Memory-Sticks anzuschließen.

Natürlich ist über das miniUSB-zu-USB 2.0-Buchse-Adapterkabel auch der Anschluss von USB-Tastaturen oder USB-Mäusen vorstellbar. Interessant ist die Frage, ob sich auch Festplatten per USB-Kabel anschließen lassen.


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Dies habe ich mit einer 2,5 Zoll USB 2.0-Festplatte getestet, die an Netbooks keine Probleme bereitet. Für diese Festplatte reichte die Stromversorgung des USB-Hubs aber nicht zum Betrieb aus. Man benötigt also entweder eine USB-Festplatte mit aktiver Stromversorgung – oder es ist ein Modell erforderlich, welches nur minimalen Anlaufstrom benötigt. Allerdings hatte ich von Pearl noch das nebenstehend gezeigte USB Power-Adapterkabel Zum weiteren Test habe ich dann den hier rot sichtbaren USB-Stecker an ein Notebook angeschlossen. Mit dieser Art Zusatzstromversorgung ließ sich die Festplatte betreiben (dazu in Teil II mehr).

Ulrich Esch von techmedialife.de hat ein nettes Unboxing-Video angefertigt – schaut bei Interesse einfach mal in seinen Beitrag.

Tasten und Elemente

Hier im Kurzüberblick noch die Bedienelemente des Touchlet X10, wie diese im beiliegenden Booklet (Kurzanleitung) abgebildet sind.

Das, in meinen Augen gut gemachte, vollständige Handbuch zur Android-Bedienung lässt sich als PDF-Datei übrigens von dieser Pearl-Seite [o2] herunterladen (eine PDF-Version des Kurzhandbuchs, welches gedruckt dem Gerät beiliegt, habe ich nicht zwischenzeitlich unter [o3] gefunden).

Erster Eindruck

Ich habe ja bereits einige Touchlet Tablet PCs von Pearl gehabt. Während ein X4 recht billig daherkam, macht der Touchlet X10 von der mechanischen Verarbeitung einen ganz runden Eindruck. Kein hervorstehendes Display, wie beim Touchlet X7G – das Display ist sauber im Kunststoffgehäuse eingesetzt. Die Rückseite ist wohl mit einer Metallierung versehen, was einen wertigen Eindruck hinterlässt. Hier gibt es aber einen Thread, wo jemand ein etwas hervorstehendes Display bemängelt – wie gesagt, kann ich nicht bestätigen.

Ich habe noch nicht gemessen – aber auf den ersten Blick scheint diese Metallierung keinen negativen Einfluss auf die WLAN-Empfangsleistung zu haben (hier hatte ich beim X7G deutliche Probleme). Was ich natürlich gleich probiert habe: Wie die miniUSB-Buchse mit den beiliegenden Adapterkabeln sowie die miniHDMI-Buche mit einem miniHDMI-zu-HDMI-Adapter passen. Ergebnis: Da passt alles – kein Adapterkabel was rausrutscht oder keine HDMI-Buchse, die zu tief im Gehäuse sitzt, so dass der HDMI-Adapter nicht reingeht (wie beim X7G passiert). Das hat mich gleich begeistert.

Bei techmedialife.de hat Ulrich Esch wohl vorige Woche schon ein Gerät erhalten – die im Beitrag [p3] geäußerte Meinung “Die Beschaffenheit des X10 ist nicht überragend, geht aber in Ordnung.” kann ich daher nicht ganz nachvollziehen. Klar, es ist kein iPad, aber das iPad 1 hat mich schlappe 700 Euro gekostet – wenn es auch mit einem Alu-Gehäuse aufwarten kann. Das Touchlet X10 kommt für 229,90 Euro – das ist schon ein Unterschied. Und ich spiegele automatisch das Ergebnis an dem, was ich bisher von Pearl in Händen hatte. Aber vielleicht hat Ulrich da besonders hohe Ansprüche – oder sein Gerät weist Mängel auf.

Knarzende Tasten, wie im Beitrag [p3] erwähnt, konnte ich nicht feststellen. Das Display glänzt zwar (ist aber bei allen Tablet PCs) so (nach Abziehen der Schutzfolie dürfte es besser werden – mattierte Displayoberflächen werden wir nach meiner Einschätzung bei Tablet PCs so schnell nicht sehen). Begeistert hat mich aber die gute Seitenablesbarkeit des Displays – das habe ich bisher noch bei keinem getesteten Pearl-Gerät so gesehen – subjektiv würde ich jetzt mal sagen: (fast) wie beim iPad.

Was mir auch gefällt: Das 3,7 Volt Akku lässt sich sowohl über das beiliegende Netzteil als auch über den USB-Anschluss laden. Wie das Ganze konkret in der Praxis ausschaut, und wie lange das Akku hält, müssen noch einige Tests zeigen. Auf jeden Fall bin ich mit dem ersten Eindruck, den das Gerät beim Auspacken und der Erstinbetriebnahme hinterlassen hat, zufrieden. Pearl hat also aus den Fehlern bei Vorgängermodellen wohl gelernt und entweder den Hersteller gewechselt oder diesmal mehr Qualitätskontrolle walten lassen.

Eingerichtet war das installierte Ice Cream Sandwich (Android 4.0.3) in wenigen Sekunden. Bildschirm entsperren, WLAN-Key eintippen, Google-Konto angeben und schon war man arbeitsfähig. Der Touchbildschirm reagiert fix auf Touchbedienung und auch beim Drehen wird das Display akkurat mitgeführt. Der verbaute ARM Cortex A8(Single Core) Prozessor taktet wohl mit 1 MHz (muss ich noch messen) und bringt offenbar genügend Leistung für ein zügiges Arbeiten.

Was mir auch auf den ersten Blick gefallen hat, war ein kleines Detail am Rand. Bei meinen Selbstbau-Android-x86-Systemen war mir aufgefallen, dass da keine Lautstärkeregelung vorhanden ist (habe ich dann mit einer App nachgerüstet). Beim Touchlet X10 finden sich in der untersten Bildschirmzeile, neben den drei Android-Tasten noch zwei Tasten zum Anpassen der Lautstärke. Da haben die Entwickler mit gedacht – auch wenn separate Tasten zur Regelung der Lautstärke vorhanden sind.

Auch die vorinstallierten Apps machen einen aufgeräumten Eindruck – was man braucht ist dabei – was fehlt, sollte man über Google Play Store nachinstallieren können. Ich habe mal eine Wetter-App, den Adobe Reader sowie Documents To Go installieren lassen – funktioniert.

[Update: Bei Recherchen bin ich auf diesen Thread bei android-hilfe.de gestoßen, wo auch schon erste Eindrücke anderer Besitzer einlaufen. Erstes Fazit – ganz positiv.

In Kommentaren zum Artikel von Ullrich Esch hat ein Benutzer Probleme die microSD-Karte einzustecken.

Kleiner Tipp: Entgegen der Anweisungen im gedruckten Booklet die Kontakte nach unten, wie hier gezeigt, einschieben. Dann sollte die microSD-Karte problemlos einrasten. Zum Auswerfen einfach per Fingernagel kurz eindrücken, dann gibt der Auswurfmechanismus die Karte wieder frei.] Ich werde die kommenden Tage (neben Windows 8 und anderen Sachen) auch das Touchlet X10 testen und noch weiter berichten. Nachfolgend schon mal die geplanten Artikel – die Links schalte ich aktiv, sobald die Artikel veröffentlicht sind. In Teil 2 werfen wir einen ersten Blick auf Gerätedetails und Anschlussmöglichkeiten.

Artikel zum Touchlet X10

i: Diverse Android-Tablet PCs mit ICS bei Pearl
ii: Pearl Touchlet X10 im Unboxing – Teil I
iii: Pearl Touchlet X10 angetestet – Teil II
iv: Pearl Touchlet X10 angetestet – Teil III
v: Pearl Touchlet X10 Factory Reset – Teil IV
vi: Pearl Touchlet X10 Screenshots – Teil V

Ähnliche Artikel
a: 7 Zoll Pearl Touchlet Tablet PC X7G Teil 1
b: Pearl Touchlet 7 Zoll Tablet PC X4

Links:
o1: Pearl Produktseite Touchlet X10
o2: Handbuch zum Touchlet X10
o3: Kurzanleitung zum Touchlet X10 (beiliegendes Booklet als PDF)

p1: Diskussion bei Android-Hilfe.de
p2: Artikel bei MobiFlip.de
p3: PEARL TOUCHLET X10: UNBOXING UND KURZTEST (VIDEO)
p4: Thread bei Android-hilfe.de
p4-a: Forenthread: Erste Eindrücke zum X10 bei android-hilfe.de
p5: Forenthread bei androidpit.de
p6: Thread zum Rooten bei android-hilfe.de (noch nicht erfolgreich?)


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5 Kommentare zu Pearl Touchlet X10 im Unboxing – Teil I

  1. Pingback: [BLOCKED BY STBV] TOUCHLET X10 Unboxing und Kurztest - Android-Hilfe.de

  2. Ulrich B. sagt:

    Moin,Moin,

    Mich würde interessieren welche App zur Lautstärkenregelung du installiert hast.

    Ansonsten ein sehr schöner Beirat!

    Gruß
    Uli

  3. Günter Born sagt:

    Ulli: Ich müsste jetzt nachsehen und Android-x86 booten (momentan läuft Windows 8 ) – erinnerungsmäßig war es Volume Control oder AudioManager. Wenn ich mal wieder in Android-x86 unterwegs bin, schaue ich nach und trag’s hier nach (ich habe einige Audio-Manager getestet und vieles wieder verworfen).

  4. Ulrich B. sagt:

    Moin,Moin,

    Das wäre sehr nett. Ich finde diese Laut & Leisetasten in der Statusbar sind nen nettes Feature. Sowas hätte ich auch ganz gerne auf meinem Tab7.7. Braucht man net immer die Wippe benutzen. Habe gestern mal nen bischen im Store gesucht und Status Volume Plus gefunden. Ist zwar net ganz das gleiche aber auch sehr nett zu bedienen. Also wenn du mir dann sagen könntest welche App das genau bei dir ist, dann schaue ich die mir auch nochmal an. Erst einmal besten Dank und ich erwarte schon aufgeregt deine nächsten Testberichte vom X10!

    Gruß
    Uli

    • Günter Born sagt:

      Ulli: Ok, ich hab mal schnell mein WeTab mit Android-x86 von einer SD-Karte gebootet. Die App nennt sich StatusVolume (Version 2.0.5 – müsste diese sein). Das Teil ist kostenlos und läuft bei mir unter Ice Cream Sandwich auf Android-x86. Sobald die App gestartet wurde, kann man einen Dienst aktivieren. Dann findet sich im Statusbereich (ist bei ICS in der rechten unteren Ecke per Wischbewegung einblendbar) eine Reihe an Lautsprechersymbolen. Über diese kann ich stumm schalten, die Lautstärke erhöhen/erniedrigen und ein Einstellungssymbol wählen. Letzteres blendet einen Slider ein, mit dem ich die Lautstärke auch ändern kann.

      HTH

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