HUAWEI Ascend G300 im Test – Teil 2

In Teil 1 hatte ich das 4,3 Zoll Android 2.3 Smartphone Ascend G 300 im Unboxing vorgestellt und einige Fotos gezeigt. Nachdem ich das Gerät einige Tage benutzt habe, möchte ich in Teil 2 einen Blick auf die Funktionen werfen und eine Beurteilung geben.


Werbung

Das Ascend G 300 wurde ja in den am Artikelende verlinkten Webseiten in Tests vorgestellt. Das Fazit in diesen Artikeln war: Solides Budget-Smartphone, keine Spitzenleistungen, aber Hardware, die vor 1 bis 2 Jahren in Flagschiffen der Major-Player verbaut wurde. Daher hätte ich mir jetzt Teil 2 sparen können. Aber ich wollte einen eigenen Eindruck erhalten – und dann bin ich auf einige Sachen gestoßen, die so in den Testartikeln nicht angesprochen wurden.

Android 2.3.6 und Software

Das Ascend G 300 ist mit Android 2.3.6 ausgestattet – angesichts der Tatsache, dass Google gerade Android 4.1 vorgestellt hat, wird mancher schlucken. Fairerweise muss man sagen, dass Huawei Android 4 für das Gerät angekündigt hat.

Ob Android 4 nun kommt und ob das dann eine gute Entscheidung ist, steht auf einem anderen Blatt. Nach Tests einiger Pearl Touchlet Tablet PCs mit Android 4, die mit ähnlichen Leistungsdaten hinsichtlich Speicher und CPU aufwarten, bin ich mittlerweise vorsichtig geworden. Die Variante des Touchlet X7G mit Android 2.3 lief erinnerungsmäßig deutlich smother als die X7GS-Variante mit Android 4. Gut, ich betreibe zwar einen Eee PC 701G mit 800 MHz Celeron CPU und 512 MByte RAM mit vernünftiger Performance unter Android-x86. Man wird also auch mit 512 MByte RAM und einer 1 GHz Single Core-CPU ein ICS-System betreiben können. Aber das setzt eine Optimierung voraus.

Und da bin ich beim Huawei Ascend G 300 schon etwas skeptisch. Bisher wurde nur der in Teil 1 kurz erwähnte Huawei Launcher mit der 3D-Darstellung des Homescreens sowie ein erweiterter Lockscreen verwendet. Und der Hersteller hat die Icons umgestaltet. In Teil 1 hatte ich ursprünglich geschrieben, dass das Touchdisplay sauber reagiert. Nun muss ich berichten, dass ich durchaus Situationen hatte, wo das Display für gefühlte 3 bis 4 Sekunden überhaupt nicht reagierte. Speziell nach dem Einschalten (Kaltstart) dauert es, bis der Lockscreen reagiert (kenne ich von anderen Android-Geräten).

Hardwareluxx.de berichtet hier von einer trägen Reaktion des Geräts, wenn viele Widgets und Icons auf dem Homescreen angeordnet sind. HUAWEI hat die Zahl der Homescreens daher auf 5 begrenzt. Beim Aufruf der App-Seite ist es mit zwischenzeitlich öfters aufgefallen, dass es oft 5 bis 10 Sekunden dauert, bis die App-Symbole in der Seite auftauchen. Wenn die Anzeige einmalig erfolgte, kommen die App-Symbole fix zur Anzeige.

Nervig: Vodafone-Apps und Abstürze

Zu Beginn meines Tests war ich vom HUAWEI Ascend G 300 begeistert – kommt auch so in Teil 1 heraus. Gestört habe ich mich aber an den vorinstallierten Apps von Vodafone. Diese Vodafone-Anzeige auf einem Homescreen fand ich dann nicht so gut.

Mein Versuch, einige Apps zu deinstallieren, war nicht erfolgreich – das wurde abgelehnt. Und ständig startete der Browser beim Aufruf zur Vodafone-Startseite. Gut, das kann man in den Browsereinstellungen abstellen. Wer ein HUAWEI Ascend G 300 zum vollen Preis von 169 Euro kauft, möchte eigentlich keine Vodafone-Widgets auf dem Homescreen und einen angepassten Browser haben.

Nicht so prickelnd fand ich die vorinstallierten Trial-Versionen von Spielen. Hat etwas den Geschmack von Bloatware. Was ich allerdings gut fand, war die vorinstallierte Testversion von Documents To Go – denn diese ermöglicht sofort auf Office-Dokumente und PDF-Dateien lesend zuzugreifen. Dass ich die TouchPal-Tastatur gegen die Android-Bildschirmtastatur ausgetauscht habe, wurde bereits in Teil 1 erwähnt. Und die umgestalteten App-Symbole heben auch nicht gerade die Bedienbarkeit. Da ich zwischen verschiedenen Android-Geräten wechsele, bin ich immer am Suchen, wo die betreffende App versteckt ist.

Was aber die Freude am Ascend G 300 ziemlich eintrübte: Über den Testzeitraum hatte ich immer wieder App-Abstürze. Es kam die Meldung, dass dieser und jener Android-Prozess nicht mehr reagiere und beendet werden muss – so was kenne ich eigentlich nur von meinen Selbstbau-Android-Systemen auf x86-Basis, die ich mit Android 1.6 oder 2.2 aufgesetzt habe. Nachdem dies öfters auftauchte, habe ich ein Wipe der Datenpartition am Gerät vorgenommen, was das Ganze aber nicht verbesserte.

Und dann hatte ich plötzlich den Effekt, dass die Vodafone-Apps nach dem Einschalten „abstürzten“ und eine Art Popup-Fenster mit einer Fehlermeldung, dass die App nicht mehr funktioniert, und einer OK-Schaltfläche anzeigten. Zwei dieser Popup-Fenster konnte ich über den Touchscreen schließen. Danach ließen sich die nachfolgenden Popup-Fenster nicht mehr bedienen – das Touchdisplay und auch der Einschalter reagierten nicht mehr. Ich war gezwungen, das Akku zu entnehmen, um Android zwangsweise zurückzusetzen. Danach bootete das Gerät zwar, stürzte dann aber ab und führte einen kompletten Factory-Reset aus.

Doof: Damit waren natürlich alle Einstellungen weg und ich musste das Gerät neu einrichten. Der positive Nebeneffekt: Die kompletten Vodafone-Apps, die vorinstallierten Trials von Spielen etc. waren ebenfalls entfernt. Documents To Go war aber noch in einem Ordner vorhanden, lediglich die Youtube-App musste aus dem Play Store nachinstalliert werden. Daher kann ich jetzt auch nicht mehr dokumentieren, welche Apps auf dem Ascend G 300 vorinstalliert sind.

Ich habe mich natürlich spontan gefragt: Bist Du der Einzige, dem das passiert –  speziell, da das in keinem der am Artikelende verlinkten Testberichte thematisiert wird. Eine kurze Recherche zeigte mir, das es anderen Nutzern ebenfalls so geht [20] – und für das HUAWEI Ascend Y 200 bin ich ebenfalls fündig geworden. Beim Huawei Ideos X3 sind mir solche Abstürze nicht passiert.

Mein Eindruck ist, dass durch das Vodafone-Branding einiges im Argen liegt und die Stabilität negativ beeinflusst wurde. Das ist alles unschön – aber seit dem ungewollten Factory-Reset habe ich bisher (ca. 1 Tag Testdauer) keine abstürzenden Apps mehr gehabt. Daher empfiehlt es sich, ein Factory-Reset auszuführen, um die “Zugaben” zu entfernen und ein stabiles Android zu bekommen. Ich habe mal eine Anfrage an HUAWEI zur Stellungnahme geschickt, aber noch keine Antwort erhalten.

Akkulaufzeit und Prozessorleistung

Die Prozessorleistung mit 1 GHz sollte eigentlich in Ordnung sein – ich habe mit deutlich schwächeren Geräten bereits vernünftig arbeiten können. Bis auf das gelegentlich für einige Sekunden nicht reagierende Touchdisplay ist mir nichts negativ aufgefallen. Diese “Aussetzer” schiebe ich auf Android zurück, da mir dies auch bei anderen Android-Geräten schon mal aufgefallen ist (scheinbar läuft das der Prozess zur Abfrage der Touchoberfläche nur verzögert an). Benchmarks können z. B. hier bei Hardwarelux.de abgerufen werden (den Aufwand tue ich mir nicht an – zumal ein Benchmark nichts darüber verrät, wie ein Gerät in der Praxis handhabbar ist).

Die Akkulaufzeit habe ich nie gestoppt, aber vom Gefühl her ist sie in Ordnung. Ich habe während der Test mehrfach einen Nachmittag über Stunden Webseiten abgerufen oder Musik gehört bzw. Youtube-Videos angezeigt. Man sollte also mit dem Ascend G 300 mit einer Akku-Ladung über den Tag kommen.

Geräteparameter abgefragt

Mittels der kostenlose App Android Status und Android Assistant habe ich die Geräteparameter abgefragt. Es wird eine ARMv7-CPU mit einer Frequenz von 1 GHz bestätigt.


Werbung

Von den 512 MByte RAM stehen Android 394 MByte zur Verfügung – wobei 198 MByte frei verfügbar ausgewiesen werden. Der interne NAND-Speicher (User-Datenbereich) wird mit 755 MB ausgewiesen, wobei 670 MByte frei sind. Alles Werte, die ich von anderen Smartphones mit Android 2.3 in ähnlicher Weise kenne. Da ich in der Vergangenheit schon mal schlechte Erfahrungen mit dem WLAN-Empfang gemacht habe, habe ich die Signalstärke in Android Status abgefragt. Diese liegt bei –46 bis –50 dBA, was in Ordnung ist.

Audio- und Videowiedergabe

Das Ascend G 300 ist mit einem Musik- sowie Video-Player, einer Youtube-App und einem UKW-Radio ausgestattet. Die UKW-Radio-App funktioniert nur bei eingestöpseltem Ohrhörer (das ist Standard bei dieser App). Ähnlich wie auf anderen Android-Geräten hat mich die App nicht wirklich überzeugt. Offenbar ist das Empfangssignal der Antenne recht gering, so dass die Sendersuche nicht wirklich ergiebig ist. Was mich stört: Eigentlich könnte die App über eine Netzwerkverbindung die Sender samt Frequenzen abrufen und bereits eine Vorbelegung für Sender im abrufbaren Menü anbieten. Kann man natürlich Huawei nicht anlasten, da die App nicht von diesem Hersteller kommt. Aber nutzen würde ich die UKW-Radio-App nicht.

Zur Wiedergabe von MP3-Dateien  ist wenig zu sagen – einige Testdateien auf einer microSD-Karte wurden problemlos wiedergegeben. Subjektiv hatte ich den Eindruck, dass die Lautstärke etwas gering war. Daher habe ich versucht, ob man mit Apps zur Volumenkontrolle was machen kann – ich war aber nicht erfolgreich. Auf die Installation des Alsa-Mixers habe ich verzichtet, da das Gerät nicht gerootet war. Eine Kurzrecherche ergab dieses Video und diese Forendiskussion, wo das Problem adressiert wird. Scheinbar trifft es einige Geräte extrem. Mein Testexemplar ist nicht so leise, dass man nichts hören kann – aber ich würde mir eine etwas lautere Ausgabe wünschen – und kenne von anderen Android-Geräten eine ordentliche Lautstärke. Mit eingestöpselten Ohrhörern war die Lautstärke dagegen in Ordnung. Ob es einen Patch von Vodafone gibt, ist noch offen.

Bezüglich Videowiedergabe kann ich nicht wirklich so viel sagen. Hardwarelux.de schreibt hier, dass man HD-Videos nicht ruckelfrei wiedergeben könne. Wie das bei einem Bildschirm mit WVGA 800 x 480 Auflösung gelingen soll, bleibt mir allerdings schleierhaft. Und eine HDMI-Schnittstelle weist das Gerät ja nicht auf. Egal, ich habe mal einige Youtube-Videos angetestet. Sofern Youtube die Videos genügend schnell streamen konnte, wurden die auch korrekt wiedergegeben. Auf dem kleinen Display dürfte “HD-Genuss” eh begrenzt bleiben.

Was mich persönlich mehr nervte (kann aber dem Ascend G 300 nicht angelastet werden): Werden viele Youtube-Videos wegen unklarer GEMA-Rechte für deutsche Benutzer schon nicht angeboten, erhielt ich beim Ascend G 300 zusätzlich bei einigen Videos die Info, dass der Rechteinhaber die Wiedergabe auf Mobilgeräten nicht freigegeben habe. Viele Videos waren daher schlicht nicht abrufbar. Eigentlich wollte ich es mir beim Test im Wohnzimmersessel gemütlich machen und einige neuere Musikvideos ansehen. Nach dem dritten Versuch bin ich dann aber entnervt zum Wetab Tablet PC mit Windows 8 gewechselt, wo ich alle Videos (bis auf die Varianten mit GEMA-Sperre) abrufen konnte. Der Videoabend war zwar gerettet, aber der Test des G300 leider damit passe.

Beim einem anderen Test mit der Beta des VLC-Player konnte ich auch WMV-Videos wiedergeben. Dort war aber der Ton eindeutig zu leise und gelegentlich kam es zu Verfälschungen des Videobilds. Die Ursachen dürften aber in der Beta des VLC für Android zu suchen sein.

Foto- und Videoaufnahmen

Die 5 MPixel Rückseitenkamera besitzt einen Autofokus und einen LED-Blitz und kann Videos (laut Hersteller) mit 720p aufnehmen – hier findet sich die Info, dass die Auflösung 800 x 480px beträgt. Ich habe dann mal an einem aufgenommenen Video nachgemessen – die Auflösung betrug 800 x 480px.

Die Bildqualität bei gut ausgeleuchteten Szenen (im Freien an einem sonnigen Tag) ist ordentlich. In hellen Umgebungen klappt der Autofokus und die Kamera nimmt eigentlich passabel Fotos auf. In diesem Album finden sich einige Fotos aus meinem Garten, geschossen an einem hellen Sommertag. Die Auflösung ist in Ordnung – gelegentlich hatte der Autofokus aber Probleme beim Scharf stellen.


Testfoto mit Huawei Ascend G 300

Bei dunklen Umgebungen ist dann aber schnell das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Probeaufnahme in meinem Büro zeigt deutliche Farbverfälschungen auf dem Flachbildschirm. Ein entsprechendes Foto ist im Album enthalten. Ob der LED-Blitz hilft, darf bezweifelt werden. Ich habe ich nicht es kurz angetestet – wie erwartet, leuchtet der nur ca. 1 bis 2 Meter Umgebung halbwegs aus. Darüber hinaus wird es kriminell – ich habe noch einige Fotos in mein Flickr-Album mit Testfotos hochgeladen, die das demonstrieren. Ist (neben dem schlechten Handling der Kamera-App – keine Hardware-Auslösetaste, keine Zoom-Wippe, alles muss über Menüs der Kamera-App geregelt werden) ein weiterer Grund, warum ich mir kein Smartphone als Kameraersatz zulegen würde (da letztendlich das Handling recht aufwändig ist und die Physik – winzige Linsen und kleine Sensoren – nicht überlistet werden kann).

Fotos kann das Ascend G300 zur Not auch im internen Speicher ablegen, wenn keine microSD-Karte vorhanden ist. Ich habe zum Test noch zwei Videos bei eingelegter microSD-Karte aufgenommen. Für ein Handy-Video in Ordnung – auch die Tonaufnahme war in ausreichender Lautstärke hörbar. Auch bei Videoaufnahmen sollte eine ausreichende Beleuchtung vorherrschen. Andernfalls könnte das Ergebnis recht dunkel und ggf. etwas unscharf ausfallen. Und man braucht eine ruhige Hand, da das Videobild sonst unruhig und wackelig wirkt. Die Videos im MP4-Format konnte ich sowohl im internen Android-Videoplayer als auch auf dem PC mit dem Windows Media Player und dem VLC-Player wiedergeben.


Testvideo mit Huawei Ascend G 300

USB-Anbindung an den Rechner

Die USB-Anbindung an einen Windows-Rechner gestaltete sich problemlos. Einfach das Ascend G 300 per USB-Kabel mit dem Windows-Rechner verbinden.

Das Ascend G 300 verhält sich bei deaktivierter USB-Schnittstelle gegenüber Windows wie ein DVD-Laufwerk. Windows wird daher das obige Fenster Automatische Wiedergabe öffnen und sich als “Mobile Partner” melden. Da wird die Erfahrung von HUAWEI als Anbieter von UMTS-Surfsticks sichtbar. Schaut man sich den Inhalt des Laufwerks an, finden sich dort z. B. die Treiber für die Android Debug Bridge (ADB-Treiber). Das ist mustergültig, falls Benutzer mit dem Android SDK arbeiten und direkt per ADB oder über den Dalvik Debug Monitor ddms auf das Gerät zugreifen möchten.


Werbung

Ich brauchte diese Treiber allerdings nicht, da ich die vorhandenen Google-ADB-Treiber für das Gerät registrieren konnte. Die Vorgehensweise habe ich im Blog-Beitrag Android USB-Treiber für Windows installieren beschrieben.

Wer nur auf den Datenspeicher oder die Speicherkarte des Ascend G 300 zugreifen will, braucht keine Treiber installieren. Sobald die USB-Schnittstelle am Smartphone freigegeben wird (siehe Blog-Beitrag Dateitransfer zwischen Touchlet X4 und PC) installiert Windows ggf. einmalig den benötigten USB-Treiber selbst. Schon kann der Datenaustausch beginnen – unter Windows werden zwei Wechseldatenträgerlaufwerke für den internen Speicher und die SD-Karte bereitgestellt.

GPS und Google Maps

Das Gerät ist mit einem GPS-Empfänger ausgestattet. Ich habe mir die App GPS-Status aus dem Play Store installiert und hatte im Freien sofort einen SAT-Fix. Komischerweise konnte Google Maps keinen Standort finden. Erst als ich A-GPS und die Lokalisierung per WLAN zuließ, wurde der Standort sofort angezeigt. In Foren habe ich Hinweise gefunden, dass andere Benutzer ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Abschließendes Fazit

Zu Beginn des Testzeitraums war ich vom Huawei Ascend G 300 eigentlich begeistert. Gute Verarbeitung, vernünftige Akku-Laufzeit, die Kamera durchaus für Schnappschüsse brauchbar. Ich konnte auch viele Android-Apps auf dem Gerät testen. Als Problem zeichnet sich aber ab, dass Apps zunehmend auf Android 4 abgestimmt werden. Diese sind dann nicht mit dem Ascend G 300 kompatibel. Die Beta des Google Chrome-Browsers war z. B. nicht testbar. Aber das sollte zu verschmerzen sein.

Was diesen positiven Eindruck zunichte machte, waren die zusätzlich installierten Vodafone-Apps und die Trials von Spielen. Ich bin mir auch in der Beurteilung von Hardwarelux.de einig, dass die Installation teils unnötiger Effekte dem Gerät nicht gut bekommt. Was gar nicht geht, sind die Abstürze, die ich oben beschrieben habe. Momentan ist das Ascend G 300 noch ein paar Tage als Teststellung greifbar. Ich werde daher verfolgen, ob nach dem Zwangs-Factory-Reset noch Abstürze von Apps oder ein neuer Reset des Geräts auftritt. Zumindest gibt es die Erkenntnis, das ein Factory-Reset die zusätzlichen Vodafone-Beigaben entfernt.

Ich könnte mir vorstellen: Wenn das Ascend G 300 auf den freien Markt kommt und noch etwas im Preis fällt, dass es für manche Benutzer durchaus attraktiv ist. Wie man die Vodafone-Beigaben entfernt, habe ich ja oben skizziert. Zudem experimentieren einige Nutzer mit aktualisierten Huawei Firmware- und Custom-ROMs (siehe hier). Klingt auf jeden Fall vielversprechend. Unter [d] werde ich jetzt noch eine kurze FAQ online stellen – und sollte von Huawei ein Feedback zum Thema “Absturz” kommen, trage ich es als Kommentar oder separaten Artikel nach.

Nachtrag: Huawei hat schnell reagiert und mich gebeten, das Gerät zurückzusenden. Zwischenzeitlich ist das Testgerät wegen der Abstürze an die HUAWEI-Technik zurück gegangen. Bin mal gespannt, ob da noch was bei herum kommt. Mein persönlicher Eindruck ist momentan, dass das Ganze mit den für Vodafone installierten Beigaben zu tun hat. Seit dem Zwangs-Factory-Reset habe ich das Ascend G 300 noch ein paar Stunden (z. B. zum Surfen) genutzt. In dieser Zeit gab es keinerlei App-Abstürze und auch kein Factory-Reset mehr. Benutzern des Ascend G 300 kann man also nur raten, das von Vodafone bezogene Gerät per Factory Reset (siehe [d]) in einen definierten Anfangszustand zu versetzen. Dann sind die ganzen Vodafone-Beigaben weg – Youtube lässt sich aus dem Google Store nachinstallieren – und man hat vermutlich ein stabiles Smartphone.

Artikelreihe:
a: HUAWEI Ascend G 300 exklusiv bei Vodafone erhältlich
b: HUAWEI Ascend G 300 hands-on – Teil 1
c: HUAWEI Ascend G300 im Test – Teil 2
d: FAQ zum HUAWEI Ascend G300

Ähnliche Artikel:
i: Bluetooth mit dem Simvalley SP-60
ii: Dateitransfer zwischen Touchlet X4 und PC
iii: Android USB-Treiber für Windows installieren

Links:
1: Vorstellung samt Unboxing bei areamobile.de
2: Bericht mit Daten bei areamobile.de
3: Huawei Pressetext bei engadget
4: Technische Daten bei heise.de
5: Video des Ascend G 300 von der MWC 2012
6: Bericht bei ComputerBase
6a: Diskussion zum Ascend G300 (computerbase.de)
7: Ascend G 300 Daten
8: Ascend G 300-Forum bei android-hilfe.de
8a: Vorstellung im Forum bei android-hilfe.de

9: Test bei HardwareLuxx (ausführlich)
10: Test bei reghardware.com (englisch)
11: Kurztest bei AdndroidNext.de (mit Video)
12: Test bei Teletarif.de
13: Bericht bei Futurezone.at (Foto-Kritik)
14: Rezension bei Pocket-lint (englisch) Foto-Kritik
15: Test bei cnet.de

16: Herstellerseite HUAWEI Deutschland
17: Benutzerhandbuch Huawei Ascend G 300 (Deutsch)
18: Downloadseite mit Manuals Huawei International
19: FAQ Ascend G 300 (englisch)

19: Ersatzakku für Huawei U8815
20: Ungewolltes Reset des G300 Forendiskussion
21: Lautstärkeproblem Forendiskussion

Ähnliche Artikel
a: Discount Android-Smartphone Huawei Ideos X3 (Teil I)
b: HUAWEI Ascend Y200: Android Smartphone für 99,99 Euro
c: Ice Cream Sandwich für’s Huawei MediaPad
d: Hands-on simvalley „SPX-5 UMTS“ – Teil 1


Werbung



Dieser Beitrag wurde unter Android, Geräte, SmartPhone, Test abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu HUAWEI Ascend G300 im Test – Teil 2

  1. Pingback: Anonymous

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.